Gaza-Konflikt
Israelis flüchten in die Türkei

Nach Syrern, Ukrainern und Russen, wählen auch im momentanen Nahostkonflikt zahlreiche Israelis die Türkei als Zufluchtsort.

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Antalya – Nach Syrern, Ukrainern und Russen, wählen auch im momentanen Nahostkonflikt zahlreiche Israelis die Türkei als Zufluchtsort.

Medienberichten zufolge gibt es aufgrund des anhaltenden Konflikts mit der Hamas bereits Schwierigkeiten, Flüge von Tel Aviv nach Antalya zu buchen, heißt es. Vor den Schaltern der Turkish Airlines am Ben Gurion Flughafen bildeten sich große Menschenansammlungen und lange Warteschlangen. Flüge seien bereits ausgebucht.

Niederländisches Schiff ändert Route

Zudem habe das unter niederländischer Flagge fahrende Luxuskreuzfahrtschiff Nieuw Statendam aufgrund des Konflikts seine Route geändert und werde in der türkischen Küstenstadt Alanya anlegen. Wie das türkische Tourismusportal Turizm Güncel berichtet, befinden sich auf dem Schiff 2.542 Menschen, darunter 1.300 Amerikaner, 300 Kanadier, 300 Österreicher, britische und belgische Touristen sowie 957 Besatzungsmitglieder.

Kerim Taç, Vizepräsident des Hafenmanagements von Alanya (ALIDAŞ), erklärte, dass sich keine israelischen Touristen auf dem Schiff befänden und teilte mit, dass das Luxusschiff vom Hafen von Alanya aus vor Anker gehen werde.

Krieg in Israel

Gegen 6:30 Uhr wurden viele Israelis von Sirenen geweckt, nachdem Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden waren.

Die Hamas gab an, in einem ersten Sperrfeuer 5.000 Raketen abgefeuert zu haben. Israels Militär gab an, dass 2.500 Raketen abgefeuert wurden.

Die Stärke, die Raffinesse und das Timing des morgendlichen Angriffs haben Israel, das über eines der modernsten Geheimdienstsysteme der Welt verfügt, offensichtlich überrascht. Hamas-Kämpfer drangen mit Motorrädern, Pick-up-Trucks, Paragleitern und Schnellbooten aus dem Gazastreifen in den Süden Israels ein und griffen 22 Orte an.

Muhammad Deif nannte die Operation Al-Aqsa-Sturm. Hamas-Sprecher Khaled Qadomi erklärte gegenüber Medien, dass die Militäroperation der Gruppe als Reaktion auf eine Reihe von Provokationen israelischer Politiker und Siedler an der Jerusalemer Al-Aqsa-Moschee, die zu den heiligsten Stätten des Islams gehört, sowie auf die jahrzehntelange Gewalt und Diskriminierung der Palästinenser durch Israel durchgeführt wurde.

Wie hat Israel reagiert?

Als Reaktion auf den Angriff startete Israel die so genannte Operation „Schwerter aus Eisen“, bei der seine Jets den Gazastreifen bombardierten.

„Wir befinden uns im Krieg, und wir werden gewinnen“, sagte Premierminister Benjamin Netanjahu am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung. Er sagte, das Militär werde alle seine Kräfte einsetzen, um die Fähigkeiten der Hamas zu zerstören. Aber er warnte: „Dieser Krieg wird Zeit brauchen. Er wird schwierig sein.“

„Verlassen sie sofort diesen Ort“, sagte er den Bewohnern des Gazastreifens, die keine Möglichkeit haben, das winzige, überfüllte Mittelmeergebiet mit 2,3 Millionen Einwohnern zu verlassen, das von Israel auf dem Land-, See- und Luftweg blockiert wird.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurden die Luftangriffe intensiviert, wobei Wohnhäuser in riesigen Explosionen dem Erdboden gleichgemacht wurden, darunter ein 14-stöckiges Hochhaus im Zentrum von Gaza-Stadt.

Israel erklärte am Sonntag offiziell den Krieg und kündigte am Montag an, die Versorgung des Gazastreifens mit Strom, Lebensmitteln, Treibstoff und anderen lebenswichtigen Gütern einzustellen – eine Entscheidung, die nach internationalem Recht einem Kriegsverbrechen gleichkommt.

Der Ausbruch der Gewalt kommt zu einer Zeit, in der Israel mit den größten Protesten seiner Geschichte gegen Netanjahus Vorschlag konfrontiert ist, den Obersten Gerichtshof in einer Weise zu reformieren, die Kritiker als Schwächung der Institution bezeichnen. Netanjahu tut dies, während er wegen Korruption vor Gericht steht.

Auch das israelische Militär muss sich wegen des schlimmsten Versagens des Geheimdienstes in den letzten 50 Jahren vor Gericht verantworten.

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch aus Israel. Aktuell ist die Lage noch nicht vollständig zu überblicken. Daher lassen sich nicht alle Informationen zum Krieg in Israel und zur Hamas unmittelbar unabhängig überprüfen.

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