„Der Klimawandel ist die prägende Krise unserer Zeit. Er kennt keine Grenzen und betrifft die ganze Menschheit: im besonderen Maße aber vertriebene und staatenlose Menschen. Die Auswirkungen des Klimawandels vertiefen Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Die Weltgemeinschaft muss dem Kreislauf aus zunehmenden Wetterextremen, Hungersnöten und Konflikten jetzt konsequent entgegenwirken.“Hintergrund: Folgen des Klimawandels Die Konsequenzen des Klimawandels sind längst zu spüren und nehmen weiter zu: Er verschärft so sowohl die Ursachen als auch die Auswirkungen von Flucht und Vertreibung. Klimawandel, Konflikte, Armut, Ernährungsunsicherheit und Vertreibung überschneiden sich zunehmend, so dass immer mehr Menschen auf der Suche nach Sicherheit fliehen müssen. Diese Flucht muss nicht zwangsläufig über Landesgrenzen hinweg passieren, viele Menschen verlassen ihre Heimat, bleiben aber im eigenen Land. Viele Menschen, die fliehen müssen, finden in Ländern Schutz, die zu den ärmsten und vom Klimawandel oft besonders stark betroffenen gehören: Über 70 Prozent der Flüchtlinge und 80 Prozent der Binnenvertriebenen stammen aus Ländern, die sehr stark von der Klimakrise betroffen sind (z.B. aus Bangladesch und den Ländern am Horn von Afrika). Auch in den Zufluchtsländern sind Flüchtlinge besonders oft klimabedingten Risiken ausgesetzt: Etwa vier von zehn Flüchtlingen sind in stark klimatisch gefährdeten Ländern untergebracht, wo sie zusammen mit den Aufnahmegemeinschaften unter ähnlich prekären Bedingungen leben und in der Regel nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, um sich an eine zunehmend menschenfeindliche Umwelt anzupassen.
Weltklimakonferenz
UNO: Klimakrise ist die größte humanitäre Krise weltweit
USA
Ex-US-Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben
Gaza-Krieg
Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor
@sozialismus_von_unten Rachael Shapiro von der Initiative Sozialismus von unten & der Jüdischen Stimme findet klare Worte: Die Instrumentalisierung jüdischer Identität zur Legitimation des Genozids an Gaza muss ein Ende finden! #israel #zionismus #judentum #jüdisch #jude #juden #freepalestine #gaza #freegaza #palästina
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Architektur
Geschichtsentdeckungen: Die Yeni Valide Camii in Istanbul
von Thomas Weiberg
Diese in Eminönü am Goldenen Horn in unmittelbarer Nähe des Ägyptischen Basars liegende Moschee wurde zunächst von Safiye Valide Sultan (1550-1619) im Jahr 1597 zur Befestigung ihrer Memoria gestiftet.
Die vermutlich aus Albanien stammende Safiye Sultan war die Gemahlin Sultan Murads III. und Mutter Sultan Mohammeds (Mehmeds) III. Sie war eine sehr bemerkenswerte, machtbewußte, skrupellose und intelligente Regentin in der Phase der sogenannten ›Weiberherrschaft‹, während der die Sultane auf dem Thron sich nicht um die Politik kümmerten und sich stattdessen oftmals eher dem Müßiggang ergaben.
Safiye Valide Sultan korrespondierte mit Königin Elisabeth I. von England, tauschte reiche Geschenke mit ihr aus und unterhielt enge Beziehungen zur ›Serenissima‹, also zu Venedig, das damals die beherrschende Macht im östlichen Mittelmeer war – und als Handelsmacht ein großer Konkurrent Konstantinopels. Als dann ihr Enkel Sultan Ahmet I. 1603 den Thron bestieg, mußte sich die mehr als einflußreiche Regentin aus der Öffentlichkeit und der Politik bis zu ihrem Tod in den Harem zurückziehen. Die von ihr gestiftete Moschee blieb allerdings lange eine Bauruine, die nicht genutzt werden konnte.

Erst 1663, über vierzig Jahre nach dem Tod Safiye Sultans, wurde die Moschee im Auftrag von Hatice Turhan Sultan (1627-1683), einer Gemahlin Sultan Ibrahims des Wahnsinnigen und Mutter Sultan Mohammeds IV. (Mehmed IV.) vollendet. Hatice Turhan Sultan, die aus Rußland oder der Ukraine stammte, stand ihrer berühmten Vorgängerin Safiye Sultan an Bedeutung nicht nach. Als ihr Sohn Mehmed 1648 im Alter von nur sechs Jahren den Thron bestieg wurde auch sie zur mächtigen Sultansmutter, die für den minderjährigen an Politik Zeit seines Lebens wenig interessierten Sohn, der wegen seiner Leidenschaft für die Jagd ›Mehmed Avcı‹ (Mehmed der Jäger) genannt wurde, die Regentschaft führte.
Da aber ihre Schwiegermutter Kösem Mahpeyker Valide Sultan (1589-1651) noch am Leben war, die zwischen 1623 und 1632 ebenfalls für ihren minderjährigen Sohn die Geschicke des Reiches gelenkt hatte, gab es zwischen den beiden skrupellos agierenden Frauen schwere Auseinandersetzungen um die Führung der Politik sowie den Einfluß am osmanischen Hof. Kösem Mahpeyker Sultan war übrigens Griechin von der Insel Tinos, die Tochter eines orthodoxen Priesters und hieß zunächst Anastasia.

Dieser Konkurrenzkampf der beiden machtbewußten Frauen dauerte drei Jahre an, bis dann Kösem Mahpeyker Sultan im September 1651 während einer blutigen Palastrevolte wohl im Auftrag ihrer Schwiegertochter mit einer Bogensehne erwürgt wurde. Pikant mag im Verhältnis dieser beiden herausragenden Frauen der osmanischen Geschichte sein, daß Hatice Turhan Sultan im Alter von zwölf Jahren als Geschenk des Herrschers des Krim-Khanats an den Hof von Kösem Mahpeyker Sultan gelangte und dort ihre umfassende Bildung erhielt.
Hatice Turhan Sultan war in der Folge vierunddreißig Jahre lang die einflußreiche Valide Sultan am osmanischen Hof, von ihrem Sohn als Ratgeberin stets geschätzt und hochgeachtet. Damit war sie die am längsten diesen Titel tragende Sultansmutter. In ihre Regentschaft fiel der Krieg der Osmanen gegen Venedig (Fünfter Venezianischer Krieg 1645 bis 1669) um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer sowie an der dalmatinischen Adriaküste und um den Besitz der reichen Insel Kreta.
Letztlich konnte das Osmanische Reich sich Kreta einverleiben und in Dalmatien erhebliche Territorialgewinne erzielen. Venedig ging stark geschwächt, aber keineswegs vollständig geschlagen, aus diesem blutigen Krieg hervor. Neben ihren politischen Maßnahmen, zu denen die Ernennung des fähigen und klugen Machtpolitikers Köprülü Mehmed Pasha zum Großwesir gehörte, wird ihr die Initiierung wichtiger Bauvorhaben zugeschrieben. Neben der Yeni Valide Moschee, in deren unmittelbarer Nähe sich auch die Türbe der Sultansmutter befindet, entstand in deren Auftrag ab Mitte des 17. Jahrhunderts auch der Ägyptische Basar (Mısır Çarşısı) als Teil der ausgedehnten Moschee-Stiftung der Hatice Turhan Sultan.

Die elegant proportionierte Moschee verfügt außen und innen über einen reichen Schmuck an hervorragenden İznik-Fayencen und herrlichen Kalligraphien. Der relativ kleine reichverziehrte Reinigungsbrunnen (Şadırvan) aus der Mitte des 17. Jahrhunderts im Hof der Moschee gehört zu den schönsten seiner Art in Istanbul. Der sich an den Moscheekomplex anschließende Pavillon für den Sultan beziehungsweise die Sultan Valide hat sich ebenfalls erhalten, seine Innenräume sind auch mit sehr qualitätvollen İznik-Fayencen ausgestattet.
Die Türbe für Hatice Turhan Sultan befindet sich ganz in der Nähe ›ihrer‹ Moschee. Dieser Memorialbau lohnt ebenfalls unbedingt einen Besuch, denn er wurde vor einigen Jahren umfassend restauriert und erstrahlt seit dem wieder in seinem alten Glanz. Mit über vierzig Bestattungen gehört diese Türbe zu den bedeutendsten osmanischen Grablegen in Istanbul. Neben Hatice Turhan Sultan sind ihr Sohn Sultan Mehmed IV. und auch fünf seiner Nachfolger auf dem Thron sowie weitere Angehörige der Dynastie dort beigesetzt.
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Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.
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Saltbae-Burger
Nusret-Restaurant jetzt auch am Flughafen Istanbul
Während das Lokal am Flughafen eine wichtige Rolle bei der Einführung der Marke bei einem globalen Publikum spielt, ist Gökçes kulinarisches Imperium bereits gut etabliert.
Mit Standorten auf der ganzen Welt, unter anderem in New York, Las Vegas, Miami, Dallas, Beverly Hills, Dubai, Bodrum und Mykonos, sind sowohl das Nusr-Et Steakhouse mit seiner gehobenen Küche als auch die zwanglosere Küche von Saltbae Burger sehr beliebt.
Rund 40 weitere neue Standorte sind in Planung, darunter etwa zehn an großen Flughäfen weltweit.
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– Gastronomie – Nusret-Restaurant in London: Über 8 Mio Umsatz in nur 4 Monaten
Das neue London-Restaurant des türkischen Stargastronoms Nusret Gökce hat in den ersten vier Monaten einen Umsatz von über acht Millionen Euro erzielt.
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Nusr-Et offers our passengers an unforgettable flavor journey! 🍔🥩 ✈️ Our Acting CEO @selahattin_blgn joined the opening of Saltbae Burger at iGA Istanbul Airport, which offers gourmet burgers and snack varieties of the globally successful Nusr-Et steakhouse. When flying… pic.twitter.com/wWpcvEljwB
— İGA Istanbul Airport (@igairport) November 24, 2023
Gaza-Konflikt
Hamas: Geisel-Freilassung nach Erdogans Bemühungen
„Die Türkei hofft, so bald wie möglich positive Ergebnisse beim Geiselaustausch zu erzielen.“
Die thailändischen Staatsangehörigen, die in einer zweiten Freilassungsrunde befreit wurden, trafen am Sonntag im Rahmen eines viertägigen Waffenstillstands in Israel ein, der einen täglichen Geiselaustausch ermöglichen soll. Der thailändische Premierminister Srettha Thavisin erklärte, die freigelassenen Thais seien bei guter Gesundheit und würden sich freuen, ihre Familien zu kontaktieren. „Alle sind in Sicherheit, im Großen und Ganzen bei guter geistiger Gesundheit und können normal sprechen“, schrieb er auf der Social-Media-Plattform X.Turkish President Tayyip Erdogan said on Tuesday his foreign minister and intelligence chief were working in coordination with Qatari authorities on the release of hostages held by Hamas.https://t.co/xb7kGm7Q9B
— The Jerusalem Post (@Jerusalem_Post) November 21, 2023
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Diplomatie
Türkei und Griechenland wollen Beziehungen weiter verbessern
Naturphänomene und historische Fakten mögen sich ändern, aber die Geographie ändert sich nicht,„Die derzeitige Situation in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern ist positiv: robuste Regierungen mit neuer politischer Legitimität, eine seit mehreren Monaten andauernde Phase der Ruhe in der Ägäis und der erklärte Wille, die bilateralen Beziehungen zu verbessern. In dieser Hinsicht wurden in den letzten Monaten Kommunikationskanäle auf politischer und administrativer Ebene entwickelt, die ein besseres gegenseitiges Verständnis fördern und die Entwicklung der wesentlichen zwischenmenschlichen Beziehungen erleichtern. Damit es bei Differenzen nicht zu Krisen in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern kommt“, so Gerapetritis. Griechenland begrüße die bevorstehende Tagung des Hochrangigen Kooperationsrates mit Aufmerksamkeit und Ernsthaftigkeit. Dabei richte sich Athens Blick auf die nächsten Generationen.
Ihnen verdanken wir das Erbe einer friedlichen internationalen Nachbarschaft, die wesentlich zum Wohlstand und Fortschritt unseres Landes beitragen wird.
Άρθρο ΥΠΕΞ, Γιώργου Γεραπετρίτη, στην ε/φ «Παραπολιτικά» 🔗https://t.co/sPKmorF5af pic.twitter.com/7BG2qHq01n
— Υπουργείο Εξωτερικών (@GreeceMFA) November 25, 2023
Im Zuge der Bemühungen, die positive Atmosphäre zwischen den beiden Ländern nach den tödlichen Erdbeben vom 6. Februar in der Türkei und dem Zugunglück in Griechenland zu verbessern, haben die beiden Nachbarn in der Ägäis gegenseitige Schritte unternommen.
Schritte zum Abbau der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei Bei seinem Besuch in der von den verheerenden Erdbeben heimgesuchten Stadt Hatay im Februar kündigte der damalige griechische Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos an, dass die beiden Staaten vereinbart hätten, eine Agenda auf der Grundlage gutnachbarlicher Beziehungen zu entwickeln. Panagiotopoulos hatte den Willen geäußert, die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren und sagte, Tragödien wie die Erdbeben zeigten, „wie klein“ die bestehenden Probleme zwischen Griechenland und der Türkei seien. „Wenn man sie aus einer anderen Perspektive betrachtet, sehen wir, dass diese Tragödien und Katastrophen tatsächlich als Katalysator für den Abbau von Spannungen wirken“, fügte er hinzu. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erinnerte letzten Monat daran, dass zwischen den beiden Ländern ein Moratorium besteht, um die Durchführung von Militärübungen in der Ägäis während der Tourismusperiode zu verhindern, und betonte, dass die Türkei bereit sei, dieses zu erweitern. „In der kommenden Zeit erwarten wir konkrete positive Entwicklungen in einigen Fragen, wie z.B. die Verlängerung des Moratoriums, das vorsieht, Übungen in den internationalen Gewässern und im Luftraum der Ägäis zwischen dem 15. Juni und dem 15. September, wenn der Tourismus intensiv ist, zu vermeiden“, wurde Akar von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert. Akar: Wir sollten den Reichtum in der Ägäis teilen Bereits im März sagte Akar, dass die Türkei bereit sei die Beziehungen zu verbessern und „einen Kanal für den Dialog zu öffnen“, um ihre Probleme mit Griechenland zu lösen, so Akar, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu. „Wir haben Probleme mit Griechenland… Wir sind dafür, diese Probleme mit friedlichen Mitteln und Methoden zu lösen, indem wir im Geiste der Allianz und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen verhandeln“, betonte Akar. Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtete, fügte Akar hinzu, dass die Türkei konsequent für eine „gemeinsame Nutzung des Reichtums der Ägäis“ eintrete. Viele Regierungsvertreter in beiden Ländern hoffen, dass die Wiederbelebung der so genannten „Erdbebendiplomatie“ zu einer nachhaltigen Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen wird, die in den letzten Jahren eine Phase anhaltender Spannungen erlebt haben. Griechenland reagierte auf die Erdbeben, die Teile der Südtürkei und Nordsyriens erschütterten, mit einer raschen Entsendung von Hilfsgütern, die vor allem von der EMAK, einer Spezialeinheit für Katastrophenhilfe, die zur griechischen Feuerwehr gehört, bereitgestellt wurden. Die Naturkatastrophe veranlasste auch den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, zum ersten Mal seit März letzten Jahres ein direktes Gespräch zu führen.Auch interessant
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Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar überraschte den griechischen Fußballer Dimitrios Kolovetsios mit einem Besuch.
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Stratcom-Gipfel
Türkischer Außenminister Fidan verurteilt „westliche Medien“
„Faschistische Propagandamethoden“ Auch Erdogan-Sprecher Fahrettin Altun nahm an dem Treffen teil und verurteilte Israel während seiner Rede: „Seit dem 7. Oktober hat Israel 64 Medienschaffende im Gazastreifen getötet. Israel hat in dieser Zeit eine faschistische Propagandamethode angewandt und nicht nur Journalisten, medizinisches Personal, Frauen und Kinder getötet, sondern auch die Wahrheit unterdrückt.“, so Altun. Altun fügte hinzu:Turkish Foreign Minister Hakan Fidan:
— Clash Report (@clashreport) November 20, 2023
The biggest crisis is the silence of the Western world, especially the US, on the atrocities in Gaza.
This is causing a major rupture. There are serious fault lines that this fracture will reveal. pic.twitter.com/wu6LxOmLUQ
„Um ihre kolonialen Narrative zu untermauern, schickt die israelische Armee den Medienunternehmen im Westen eine Reihe von Begriffen und Wörterbüchern, die sie in ihren Nachrichten verwenden sollen, um angeblich falsche Metriken zu korrigieren. Auf der anderen Seite tötet Israel gnadenlos Journalisten in Gaza. Seit dem 7. Oktober hat Israel 64 Medienschaffende im Gaza-Streifen getötet. Israel hat in dieser Zeit eine faschistische Propagandamethode angewandt und nicht nur Journalisten, medizinisches Personal, Frauen und Kinder getötet, sondern auch die Wahrheit manipuliert.“
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Buchvorstellung
Teil 3: Weißwurst mit türkischem Tee – Auswandern in die Türkei für Chaos-Erprobte
Die türkische Provinz Mugla, in der sich die aus Deutschland stammende Buchautorin Marina Bütün mit ihrem türkischen Mann im Jahr 2003 niedergelassen hat, belegte, Ende des Jahres 2022, in der Beliebtheit ausländischer Auswanderer Platz 7 hinter den Städten oder Provinzen Bursa (4), Mersin (5), und Izmir (6). Dies geht aus den statistischen Zahlen der ausländischen Bürger mit Aufenthaltserlaubnis in der Türkei hervor. (Quelle)
Vor fast genau drei Jahren veröffentlichte Marina Bütün den ersten Teil des Buches „Weißwurst mit türkischem Tee“. Ihre beiden Buch-Projekte „Ratgeber Auswandern Türkei“ und „Türkei-Immobilien, Tipps vom Profi“, die neuen Auswanderern eine Hilfestellung bei der geplanten Auswanderung geben sollen, erschienen beide im Jahr 2021.
Am 19. November 2023 folgte die von Bütüns Stammlesern heißersehnte Fortsetzung des heiteren, aber auch spannenden Auswanderer-Tagebuches von Bütün, „Weißwurst mit türkischem Tee“, Teil 3. Marina Bütün berichtet über ihr turbulentes 3. Auswanderungsjahr aus der Provinz Mugla, insbesondere aus ihrer wunderschönen Region und der Stadt, in der sie seit 2003 lebt.
NEX24: Gab es einen bestimmten Grund oder Anlass für eine Veröffentlichung Ihrer Auswanderer-Tagebücher „Weißwurst mit türkischem Tee“?
Bütün: Es war ein spontaner Einfall. Eigentlich fehlte mir die Zeit zum Schreiben. Zum ersten Buch ermunterte mich eine Freundin. Ich hatte deshalb auch keine großen Erwartungen, aber das Schreiben machte mir wahnsinnig viel Freude.
Die Resonanz zum ersten Auswanderer-Tagebuch über mein allererstes Jahr in der Türkei war unerwartet gut. Weitere Teile waren überhaupt nicht geplant. Doch viele Leser des ersten Teils von „Weißwurst mit türkischem Tee“ fragten mich in den sozialen Medien nach einer Fortsetzung. Deshalb entschied ich mich für einen zweiten Teil über das nächste Jahr. Es erschien unter dem selben Haupttitel als Teil 2 vor fast genau 12 Monaten.
NEX24: Nach „Weißwurst mit türkischem Tee“, Teil 2, erschien jetzt neu noch ein 3. Teil, wie kam es dazu?
Bütün: Der dritte Teil des Buches war ein reiner Zufall, ich hoffe, ein glücklicher Zufall für meine treuen Leser, die auf neuen Lesestoff gewartet haben. Ich hatte beim Schreiben gar nicht bemerkt, dass ich bereits mitten im dritten Jahr meiner Auswanderung angelangt war. Es zeigte bereits mehr als die doppelte Anzahl der geplanten Seiten an. Deshalb habe ich Jahr zwei von Jahr drei getrennt.
Ich wünschte mir das gleiche Format des ersten Buches, die Handlung über nur ein Jahr und es sollte kein dicker „Schinken“ werden, den man immer wieder weglegen muss, weil er zu viele Seiten hat. Ich selbst lese gerne im Flugzeug, aber bei dicken Büchern wurde ich nie fertig und ich verlor meistens danach den Faden.
Die Veröffentlichung sollte vier Wochen nach dem Erscheinen von Teil 2 im Dezember 2022 folgen. Allerdings musste ich es leider, weil mir die Zeit zur Korrektur und Fertigstellung fehlte, um ein Jahr verschieben. Jetzt ist es endlich fertig und ich hoffe, es macht meinen Lesern genauso viel Freude wie „Weißwurst mit türkischem Tee“, Teil 1 und 2!
NEX24: Abgesehen von Flüchtlingen lebten laut Statistik Ende des Jahres 2022 sage und schreibe 1.335 Millionen Menschen aus dem Ausland mit offizieller Aufenthaltserlaubnis in der Türkei . An erster Stelle stehen russische Staatsbürger mit 154.000 (Quelle). Die Zahl der Syrer, die mit einer offiziellen Aufenthaltserlaubnis leben, beträgt 100.000. Ukrainische Staatsbürger liegen mit 47.000 auf dem 9. Platz, gefolgt von Kasachstan mit 45.638 Personen.
Deutsche mit Aufenthaltserlaubnis werden 2022 unter „Sonstige“ in der Statistik, aufgeführt. Das heißt, sie liegen unter der Personenanzahl aus Kasachstan. Noch 2020 lagen die Deutschen in der Türkei mit 92.284 Personen an dritter Stelle. Demnach sind viele Deutsche wahrscheinlich nicht mehr im Land. Woran liegt das?
Bütün: Es gibt viele Gründe. Für mich ist einer der Hauptgründe: Viele Deutsche wandern erst endgültig nach der Rente im Alter von Anfang bis Mitte 60 aus. Überwiegend, auch bei mir in der Region, sind diese in den letzten 20 Jahren im hohen Alter von 80 oder mehr Jahren bereits verstorben.
Es kommen nicht mehr so viele nach, viele pendeln nur noch mit Touristen-Visum und werden daher nicht als Bürger registriert. Andere, jüngere Auswanderer erleiden manchmal finanziellen Schiffbruch, oder gehen nach dem Tod des Partners, einer Ehescheidung vom türkischen Partner oder hohem Alter oder/und schwerer Krankheit zurück.
NEX24: Die Türkei ist, nicht zuletzt durch die aktuellen politischen Geschehnisse wieder einmal in aller Munde. Haben Sie in ihrem Umfeld bemerkt, dass Deutsche deshalb wieder zurück nach Deutschland zurückkehren?
Bütün: Sicherlich gibt es auch Deutsche, die entweder das Land enttäuscht verlassen oder gar nicht mehr einwandern wollen – das ist, unter anderem, den Vermietern in der Antalya Provinz zu verdanken. Die meisten Deutschen lieben diese Provinz. Es herrscht richtiggehend Krieg zwischen Vermietern und Mietern, weil die Mieten ins Utopische getrieben werden, obwohl neue türkische Gesetze dies eindeutig verbieten.
Wucherpreise schrecken ab. ABER – es sind nicht nur die türkischen Vermieter, sondern speziell auch ausländische Wohnungsbesitzer aus Europa, die aktuell abstruse Euro-Mieten, vergleichbar mit Deutschlands Mieten verlangen. Viele Auswanderer sehen gar nicht, dass die eigenen Landsleute aus Europa an diesen Zuständen mitbeteiligt sind und ziehen es vor, nicht zu mieten und nur auf die türkischen Vermieter zu schimpfen.
Insbesondere deutsche Rentner haben auch manchmal kein Interesse mehr, sich im Alter durch einen Kauf zu binden und bleiben dann fern oder gehen zurück. Das ist, meiner Meinung nach, der geringere Teil.
NEX24: Woran liegt das?
Bütün: Viele russische und ukrainische Staatsbürger kamen nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine in die Türkei, vornehmlich in die Provinz Antalya, der bekannten Hochburg der Deutschen. Durch ihren Flüchtlingsstatus dachten einige Ukrainer, der türkische Staat bezahlt die Miete und es gab Berichte in der türkischen Presse darüber, dass die Mieten hoch geboten wurden, die Vermieter letztendlich auf ihren Kosten sitzen blieben, weil keiner die Miete bezahlt hatte und es noch nicht einmal verbindliche Mietverträge gab, die man geltend machen konnte.
Ich kenne einige Deutsche dort. Die Stimmung veränderte sich immer mehr, nicht zuletzt durch die maximale Ausländerquote von 20 Prozent, die dort in verschiedenen Stadtteilen langsam am Limit ist und die Aufenthaltserlaubnis für den Wunschort erschwert oder unmöglich macht.
Es wurden daher vom türkischen Staat einige Gesetze bezüglich Miete geändert, aber auch Voraussetzungen für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis sind verschärft worden. Das ärgert viele Deutsche, die sich dort niederlassen möchten, aber finanziell nicht so gut gestellt sind. Trotzdem ist die Einwanderung in die Türkei immer noch einfacher. Umgekehrt haben Türken unter den Voraussetzungen, die die Türkei bietet, in Deutschland keine Chance auf ein Bleiberecht.
NEX24: Bedeutet das, wenn man die Statistik betrachtet – die bei Türken so beliebten deutschen Ehepartner sind ebenfalls nicht mehr gefragt?
Bütün: Nein, im Gegenteil! Laut Tübitak Statistik und trotz der veränderten Situation unter den Einwanderern, lagen deutsche Ehepartner bei den Türken im Land im Jahr 2022 immer noch ganz oben. (Quelle)
Die Eheschließungen von Türkinnen im Land, mit insgesamt 6.161 ausländischen Ehemännern (1,1 % aller Ehen), steht einer Zahl von ausländischen Bräuten mit 28.571, die türkische Männer heirateten, gegenüber. Diese machen 5 % aller türkischen Ehen aus.
Von diesen 6.161 ausländischen Ehemännern stammen 24,9 % aus Deutschland, etwas weniger als Männer aus Holland (30,4 %). Von allen ausländischen Bräuten türkischer Männern, kommen 32,4 % aus Deutschland, gefolgt von 13,2 Prozent Ehefrauen aus Syrien.
NEX24: Was raten Sie deutschen zukünftigen Ehepartnern, die in der Türkei bleiben möchten?
Bütün: Es gibt die Möglichkeit, nach drei Ehejahren die türkische Staatsbürgerschaft anzunehmen – allerdings unter der Voraussetzung einer vorherigen Genehmigung von Deutschland. Das kann ich nur jedem, der sich für einen türkischen Partner entscheidet, warm ans Herz legen. Denn es gibt keine Garantie, dass sich die Aufenthaltsgesetze nicht weiter verschärfen könnten. So ist man als Ehepartner für die Zukunft abgesichert.
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Teil 3: Weißwurst mit türkischem Tee: Auswandern in die Türkei für Chaos-Erprobte
Teil 2: Weißwurst mit türkischem Tee: Auswandern in die Türkei für Fortgeschrittene Teil 1: Weißwurst mit türkischem Tee: Auswandern in die Türkei für Anfänger TÜRKEI-IMMOBILIEN Miete –Kauf – Bau – Sanierung: Hilfreiche Tipps vom Profi für AuswandererAuch interessant
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