Motorradpflege
So wird das Motorrad winterfest gemacht

Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, ist es wieder so weit! Regen, Schnee, Graupel und Glatteis bestimmen das Wetter und der Spaß an einer Spritztour auf dem Motorrad nimmt rapide ab. Die meisten Biker motten daher ihr Zweirad über mehrere Monate ein und freuen sich auf das Frühjahr, wenn die Temperaturen 20° Celsius übersteigen und Motorradtouren wieder Freude machen. Wer dabei davon ausgeht, dass es mit einer einfachen Abdeckplane getan ist, damit das sensible Gefährt den Winterschlaf schadlos übersteht, muss damit rechnen, dass der Start in die neue Motorradsaison mit einigen Problemen verbunden ist. Damit das Motorrad nach dem Winter problemlos anspringt, sind einige Grundregeln hinsichtlich Pflege und Konservierung einzuhalten! Dieser Artikel gibt dem passionierten Biker wichtige Tipps an die Hand, damit das Motorrad den Winter über keinen Schaden nimmt!

Motorrad über den Winter einmotten – so geht’s!

Steht die Winterpause vor der Tür, kann es den Geldbeutel entlasten, wenn das Motorrad ganz abgemeldet wird. Wer schon im Besitz eines Saisonkennzeichens ist, spart sich zudem die damit verbundenen Behördengänge. Damit der Anspruch auf einen höheren Versicherungsrabatt erhalten bleibt, muss das Motorrad allerdings immer sechs Monate am Stück zugelassen werden. Es empfiehlt sich, im Herbst Inspektionstermine vorzuziehen. Zudem lassen sich eventuelle Umbauten und Reparaturen am besten in der Zeit erledigen, wenn das Bike nicht genutzt wird. Am wichtigsten ist jedoch die Pflege, weil sonst Vergaser-, Korrosions- und weitere Standschäden auftreten können. Auch die Batterie sollte abgeklemmt oder erneuert werden, wobei darauf zu achten ist, dass unterschiedliche Motorradbatterien auf dem Markt sind, die je nach Ausführung einer gesonderten Behandlung bedürfen.

Der Tank

Es empfiehlt sich, das Bike den Winter über auf dem Mittelständer aufzubocken, damit sich alle Flüssigkeitspegel in der Waagerechten befinden. Handelt es sich beim Tank um ein Modell aus Metall oder Blech, sollte dieser bis zum Rand gefüllt werden, sofern in den Herstellerangaben keine anderen Angaben vermerkt sind. Tanks aus Kunststoff dagegen sind möglichst leerzufahren, da einige Bestandteile des Kraftstoffs ansonsten durch die Wand des Behälters diffundieren.

Ölwechsel vor dem Winter durchführen

Altes Motoröl enthält aggressive Substanzen, die während einer ausgedehnten Standzeit die Laufflächen, Lager und vor allem die Kolben angreifen können. Daher ist es angesagt, vor der Winterpause einen Ölwechsel vorzunehmen. Am besten geschieht das direkt nach der letzten Ausfahrt, wenn der Motor noch warm ist. Dabei ist es ratsam, auch den Ölfilter auszutauschen. Nachdem das neue Öl eingefüllt ist, sollte der Motor mit dem Kickstarter oder dem Anlasser mehrmals durchgedreht werden, ohne die Maschine laufen zu lassen. Das Altöl ist umweltgerecht zu entsorgen oder kann beim Händler abgegeben werden.

Batterie ausbauen und warten

Die Batterie muss bei längeren Standzeiten ausgebaut werden. Je nach Art der Batterie ist eine Wartung notwendig. Bei Standard-Blei-Batterien ist der Säurestand zu kontrollieren. Gegebenenfalls muss die Batterie mit destilliertem Wasser, aber niemals mit Säure, bis zur angegebenen Maximalmarkierung aufgefüllt werden. Wartungsfreie Batterien dagegen dürfen nicht geöffnet werden. Am besten bleibt die Funktionstüchtigkeit der Batterie erhalten, wenn sie in einem trockenen und frostfreien Raum gelagert und an ein Automatik-Ladegerät angeschlossen wird, welches eine geringe, aber stetige Ladung gewährleistet.

Sorgfältig putzen und konservieren

Jetzt ist es Zeit für eine gründliche Reinigung der ganzen Maschine. Es empfiehlt sich, diese Arbeiten an einem speziellen Waschplatz durchzuführen, der mit einer Waschwasseraufbereitung ausgestattet ist. Auch bei Bikes, die während der Saison regelmäßig gewaschen wurden, sammelt sich an versteckten Stellen Schmutz an. Bei Maschinen mit Vollverkleidung machen sich vor allem an der Vorderseite des Motors und an der Unterseite des Auspuffs Schmutzansammlungen bemerkbar. Auch der Krümmer verliert schnell seinen Glanz. Bei diesen Reinigungsarbeiten sollten Handschuhe und Schutzbrille zum Einsatz kommen, weil die Reinigungsmittel mitunter sehr aggressiv sind. Bei Motorrädern mit Kettenantrieb sammeln sich gerne Spritzer des Kettenfetts auf dem Motorgehäuse und im Bereich der Schwingenlagerung. Diese Stellen können mit einem Spezialmittel gereinigt werden. Chromteile, lackierte Flächen, Sitzbank und Plastikflächen werden mit einer konservierenden Pflegetinktur behandelt.

Schalter und Armaturen

Gerade bei älteren Bikes benötigen Züge, Armaturen und Schalter eine besondere Pflege. Öle und Fette verharzen in diesen Bereichen stark. Reste alten Schmiermittels sind zu entfernen und durch einen neuen Auftrag mit nicht verharzenden Lösungen zu erneuern. Verschlissene Züge, Hebel und Schalter an den Bremsen und der Kupplungsanlage sind zu ersetzen, damit im Frühjahr die erste Spritztour gefahrlos unternommen werden kann.

Kette und Ritzel

Im Laufe des Betriebs nimmt das Kettenfett Schmutzpartikel auf, die Kette und Ritzel stark zusetzen. Vor der Einwinterung sind diese beiden Teile mit einem Spezialmittel zu säubern und mit einem Kettenspray einzuölen. Besitzen die Zähne des Ritzels eine spitze Form und asymmetrische Seiten, sind sowohl das Ritzel als auch die Kette auszutauschen.

Korrosionsschutz auftragen

In einem nächsten Schritt ist das gesamte Motorrad mit einem Korrosionsschutz zu versehen, der in der Regel bequem aufgesprüht wird. Für Tank, Verkleidung, Bürzel, Scheibe und Seitendeckel eignen sich Konservierungsmittel auf der Basis von Hartwachs. Im Bereich des Motors und des Auspuffs sowie des kompletten Fahrwerks ist ein spezielles Korrosionsschutzspray zu verwenden. Dabei sollten die Schweißnähte nicht vergessen und versteckte Stellen nicht übersehen werden. Dies gilt auch für die Stangen der Stoßdämpfer und der Gabel, weil dort schon kleinste Rostflecken zu Undichtigkeiten führen.

Schwimmerkammern im Vergaser entleeren

Verdunstendes Benzin setzt den Schwimmerkammern im Vergaser zu. Es bilden sich harzige Rückstände, die im Frühjahr zu Startschwierigkeiten führen und den runden Lauf des Motors beeinträchtigen. Um die Schwimmkammern zu entleeren, wird die entsprechende Ablassschraube geöffnet. Das auslaufende Benzin kann in den Tank geschüttet werden. Wichtig ist es, nicht zu vergessen, die Schraube wieder zuzudrehen.

Reifen entlasten

Damit die Reifen nicht durch Druckstellen beschädigt werden, müssen sie während der Standzeit entlastet werden. Dabei empfiehlt es sich, das Bike auf den Hauptständer zu stellen und den Rahmen vorne mit Ziegelsteinen oder Holzblöcken zu unterlegen, damit beide Reifen keinen Bodenkontakt haben. Ist kein Hauptständer vorhanden, ist über die Anschaffung eines Montageständers nachzudenken.

Den richtigen Stellplatz auswählen

Das Motorrad steht den Winter über am besten und sichersten an einem trockenen und gut belüfteten Ort, der nicht zu warm ist. Am besten eignen sich Kellerräume oder eine Garage. Das Bike selbst kann mit einer Decke abgedeckt werden, um vor Stäuben geschützt zu sein. Es ist zu vermeiden, eine luftundurchlässige Plane zu verwenden. Darunter sammelt sich mit der Zeit Kondensationsflüssigkeit, die in der Regel zu Rostflecken führt. Nicht jedem Biker steht ein eigener Raum zur Verfügung. In diesem Fall muss das Motorrad notgedrungen im Freien überwintern. Jetzt schützt eine wasserdichte Plane, die bis zum Boden reicht. Um Korrosionsschäden zu vermeiden, sollte die Plane bei schönem Wetter entfernt werden, um die Maschine gründlich durchzulüften und zu trocknen. Wenn das Motorrad auf diese Weise über die kalte Jahreszeit kommen soll, werden die angesprochenen Maßnahmen zum Korrosionsschutz doppelt wichtig!

Auch interessant

– Teknofest Istanbul – Fünffacher Motorrad-Weltmeister Kenan Sofuoglu gewinnt Rennen gegen Kampfflugzeug

Das Technologie-Event Teknofest in Istanbul begann am Donnerstag mit einem ungewöhnlichen Rennen zwischen einem Motorradfahrer und einem Jagdflugzeug.

Fünffacher Motorrad-Weltmeister Kenan Sofuoglu gewinnt Rennen gegen Kampfflugzeug
   

Islam in Deutschland
IGMG-Chef Mete: Bald keine Imame aus der Türkei mehr

Osnabrück – Der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG), Ali Mete, übt im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) Kritik am Umgang mit Muslimen im Zusammenhang mit Terroranschlägen. „Von uns wird nicht nur erwartet, dass wir uns nach jedem Terrorakt distanzieren, sondern auch von Regierungen, von Personen, von Standpunkten, die als muslimisch motiviert gelesen werden“, sagte Mete. „Muslimen wird unterstellt, sie hätten eine Nähe zu solchen Taten oder würden sie insgeheim begrüßen. Das nährt Vorurteile.“ Mete spricht im Interview mit der NOZ von „Sippenhaft“. Für die religiöse Gemeinschaft IGMG erklärte Mete: „Wir verurteilen jede Form von Hass und Gewalt, egal von wem sie ausgeht und wen sie trifft.“ Mete fügte hinzu: „Als islamische Religionsgemeinschaft sehen wir in unserer Religion Werte wie Frieden und Gerechtigkeit verankert. Das wird auch gepredigt.“ Millî Görüs Bald keine Imame mehr aus der Türkei Der Großteil der Imame in den Moscheen der IGMG komme nicht mehr aus der Türkei, betonte Mete weiter im Interview mit der NOZ. Mete sagte, in rund 400 Moscheen arbeiteten nur noch rund 40 Imame aus der Türkei. „Der Großteil unserer Imame ist aus Deutschland, wo wir unser religiöses Personal seit vielen Jahren selbst ausbilden“, so Mete. „Ich gehe davon aus, dass in einigen Jahren keine Imame mehr aus der Türkei kommen müssen, was ja auch nur eine Übergangslösung war, weil wir in Deutschland einen Imam-Engpass haben.“

Gaza-Krieg
Gaza: Über 700 getötete Palästinenser in nur 24 Stunden

Gaza – Hunderte von Palästinensern wurden in den vergangenen 24 Stunden bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen getötet, während die israelische Armee die Evakuierung weiterer Gebiete in und um die zweitgrößte Stadt der Enklave, Khan Younis, anordnete. Das Medienbüro der Regierung in Gaza erklärte in einem Stellungnahme, dass in den letzten 24 Stunden mehr als 700 Palästinenser in Gaza getötet wurden. Der Sprecher sagte, viele der Toten lägen unter Trümmern, und die Rettungskräfte hätten große Schwierigkeiten, die Verletzten zu erreichen und ins Krankenhaus zu bringen. „Überall sieht man Kinder mit Verbrennungen dritten Grades, Schrapnellwunden, Hirnverletzungen und Knochenbrüchen. Mütter weinen über Kinder, die aussehen, als wären sie nur noch Stunden vom Tod entfernt“, beschreibt James Elder, UNICEF-Sprecher, die schrecklichen Szenen im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis. „Es scheint im Moment eine Todeszone zu sein“, so Elder. Mit der Wiederaufnahme der israelischen Angriffe am Freitag ist auch die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen zum Stillstand gekommen. In den vergangenen Tagen wurden in den Gebieten südlich des Wadi Gaza nur in begrenztem Umfang Lebensmittel verteilt. Viele der 2,3 Millionen Einwohner des Gebiets sind im Süden zusammengepfercht, nachdem die israelischen Streitkräfte die Zivilbevölkerung in den ersten Tagen des 2-monatigen Krieges aufgefordert hatten, den Norden zu verlassen.

Auch interessant

– Gaza-Krieg – Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck.

Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern
 

Wirtschaft
Türkei: Wirtschaft wächst um 5,9 Prozent

0
Istanbul – Die türkische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2023  mehr als erwartet. Wie Daten des türkischen Statistikinstituts (TÜİK) zeigen, stieg das BIP um 5,9 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben die positiven Auswirkungen des Disinflationsprogramms, das wir durchführen, auf den Finanzmärkten gesehen“, sagte der neue Finanzminister Mehmet Şimşek zu den Wachstumsdaten. Das Vertrauen der Investoren ist gestiegen, die Risikoprämie des Landes ist gesunken, die internationalen Kapitalzuflüsse haben begonnen, die Reserven sind gestiegen und die Wechselkursvolatilität hat abgenommen, fügte Şimşek hinzu. „Wir bewegen uns auf ein ausgewogeneres Wachstum zu, das mit den Vorhersagen unseres Programms übereinstimmt“, erklärte Şimşek weiter und stellte fest, dass Investitionen und Exporte zunahmen.

Auch interessant

– Wirtschaft – Türkei: Exporte brechen im Oktober Allzeitrekord

Die Exporte der Türkei stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % auf 22,9 Mrd. $ und erreichten damit im Oktober ein Allzeithoch, teilte der Handelsminister mit.

Türkei: Exporte brechen im Oktober Allzeitrekord
   

EM 2024
Fußball-EM 2024: Türkei-Gegner stehen fest

0
Hamburg – In etwas mehr als einem halben Jahr ist es soweit. Vom 14. Juni bis zum 14. Juli findet in Deutschland die EM 2024 statt. Heute wurde in der Hamburger Elbphilharmonie die Auslosung der Gruppen durchgeführt. Nicht nur die Gruppenzugehörigkeit wurde ausgelost, sondern auch die Positionierung innerhalb der Gruppe. Daraus ergibt sich dann der exakte Spielplan. Deutschland (1) landete mit Schottland (2), Ungarn (3), und der Schweiz (4) in der Gruppe A. In der Gruppe B trifft Spanien (1), auf Kroatien (2), Italien (3) und Albanien (4). England (4) landete mit Slowenien (1), Dänemark (3) und Serbien in der Gruppe C. Der Playoff-Gewinner A (Polen, Wales, Finnland oder Estland) wird in der Gruppe D auf die Niederlande (2), Österreich (3) und Frankreich (4) treffen Belgien (1), die Slowakei (2) und Rumänien (3) treffen in der Gruppe E aufeinander. Hierzu kommt noch der Play-Off Gewinner B (Bosnien, Ukraine, Israel oder Island). Die Türkei landete mit Portugal (3), Tschechien (4) und dem kommenden Play-Off Gewinner C (Georgien, Luxemburg, Griechenland oder Kasachstan) in der Gruppe F.

Gruppe A

  1. Deutschland 2. Schottland 3. Ungarn 4. Schweiz

Gruppe B

  1. Spanien 2. Kroatien 3. Italien 4. Albanien

Gruppe C

  1. Slowenien 2. Dänemark 3. Serbien 4. England

Gruppe D

  1. Play-Off Gewinner A (Wales, Finnland, Polen oder Estland) 2. Niederlande 3. Österreich 4. Frankreich

Gruppe E

  1. Belgien 2. Slowakei 3. Rumänien 4. Play-Off Gewinner B (Bosnien, Ukraine, Israel oder Island)

Gruppe F

  1. Türkei 2. Play-Off Gewinner C (Georgien, Luxemburg, Griechenland oder Kasachstan) 3. Portugal 4. Tschechien
 

Gaza
Israelischer Luftangriff tötet bekannten Wissenschaftler Sufyan Tayeh

Gaza – Bei einem israelischen Luftangriff auf die Stadt Al-Faluja, 30 km nordöstlich von Gaza-Stadt, sind der prominente palästinensische Wissenschaftler Sufyan Tayeh und seine Familie ums Leben gekommen. Tayeh, der Präsident der Islamischen Universität von Gaza war, war ein führender Forscher in den Bereichen Physik und angewandte Mathematik, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters weiter. Mit dem Wiederaufflammen des Konflikts ist der Gazastreifen erneut zu einem der gefährlichsten Orte der Welt geworden, insbesondere für Kinder. Die jüngsten verstärkten Angriffe auf den südlichen Teil des Streifens haben seit Wiederaufnahme der Kämpfe mindestens 200 weitere palästinensische Todesopfer gefordert. Angesichts dieser schrecklichen Umstände hat die internationale Gemeinschaft, darunter die USA, die EU, die Vereinten Nationen und UNICEF, ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck gebracht und Israel aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die palästinensische Zivilbevölkerung zu schützen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Beginn des Krieges mehr als 15 200 Menschen im Gazastreifen getötet, 70 Prozent davon waren Frauen und Kinder.  

Auch interessant

– Gaza-Krieg – Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck.

Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Fußball International
U17-Fußball-WM: Deutschland ist Weltmeister

0
Sukarta – Die deutsche U17 hat in Indonesien den Weltmeister-Titel erkämpft. Im Finale der U17-Weltmeisterschaft hat Deutschland nach Elfmeterschießen (4:3) im indonesischen Surakarta gegen Frankreich gewonnen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 (1:0) gestanden. Almugera Kabar von Borussia Dortmund verwandelte den entscheidenden Elfmeter für Deutschland. Für Deutschland ist es der erste Weltmeistertitel in dieser Altersklasse und der zweite im Nachwuchsbereich. Tore: 1:0 Brunner (Elf./29.), 2:0 Darvich (51.), 2:1 Bouabre (53.), 2:2 Amougou (85.)

Auto-News
Beschleunigung: Tesla-Truck schlägt Porsche 911

Los Angeles – Dies war nicht nur ein Rennen, sondern ein bahnbrechender Moment in der Welt der Elektrofahrzeuge, der die schiere Kraft und Innovation des futuristischen Tesla Cybertrucks unter Beweis stellt. In einem von Tesla-Chef Elon Musk auf X (vormals Twitter) veröffentlichten Video hat Teslas Cybertruck, auch Cyberbeast genannt, in einem Beschleunigungsrennen einen 911er Porsche geschlagen. Und nicht nur das: Bei dem Rennen über eine Viertelmeile zog der Truck dabei sogar einen weiteren Porsche. Dem Video isrt nicht zu entnehmen um welchen Porsche es sich handelt, aber womöglich war es ein 911 Carrera. Die Beschleunigung des Über-Trucks wird mit bahnbrechenden 2,6 Sekunden angegeben. Das ist schneller als die meisten Sportautos. Die Reichweite soll je nach Modell zwischen 402 und 515 km liegen. Als Topmodell fungiert der 857 PS starke Cyberbeast aus dem Video mit 210 km/h Höchstgeschwindigkeit. Laut Tesla hat der Truck eine Anhängelast von knapp fünf Tonnen und eine Zuladung von maximal 1.134kg. Die Einstiegsversion mit knapp 400 PS und Heckantrieb soll umgerechnet etwa 56.000 Euro kosten. Der Preis für die Allradversion mit 750 PS soll bei umgerechnet etwa 73.445 Euro liegen. Die dreimotorige 857 PS starke Top-Version aus dem Video, das Cyberbeast, werde für 100.000 Dollar zu haben sein. Laut der Nachrichtenagentur AFP gibt es für den Truck bereits mehr als eine Million Bestellungen. Am 30. November 2023 startetete die Auslieferung des Tesla Cybertruck. Bei einer Veranstaltung, dem „Cybertruck Delivery Event“, übergab Elon Musk in der texanischen Tesla-Fabrik rund zehn Fahrzeuge aus der ersten Produktionsreihe höchstpersönlich an handverlesene Kunden. „Ich glaube, das ist unser bestes Produkt. Die Zukunft wird endlich aussehen wie die Zukunft“, so der 52-Jährige bei der Veranstaltung. Beim Cybertruck handle es sich um einen „besseren Truck als jeder andere Truck und ein besseres Sportauto als jedes andere Sportauto“, kündigte Musk an.
(Foto/Tesla)

Antizionistische Juden
Juden rufen gegen „Zionismus“ auf

von Nabi Yücel

„Auweh, Netanjahu!“ [Oy, Netanjahu!] kommentiert ein bekannter jüdischer User auf X (ehemals Twitter) ein Straßenschild, auf dem „The Hague“ steht. Den Haag steht sinnbildlich für den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Immer mehr Juden in Israel wie im Ausland fordern, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aufgrund der Kriegsverbrechen im Gazastreifen gegen Palästinenser zur Verantwortung gezogen wird.

In einer Zeit, in der die israelische Regierung über 12.000 Palästinenser in Gaza und im Westjordanland vernichtet hat, Tausende weitere vermisst werden und Millionen ihr Hab und Gut verloren sowie aus ihren angestammten Gebieten vertrieben wurden, werden immer öfter Rufe nach Gerechtigkeit laut. International steht Israel bereits in Verruf, Kriegsverbrechen, ja sogar einen Völkermord zu begehen, während Solidaritätsbekundungen vereinzelter europäischer Staaten und den USA das desaströse Ergebnis des „Selbstverteidigungsrechts“ noch wacker aufrecht zu erhalten versuchen.

Zuletzt hatte die in Deutschland lebende US-amerikanische jüdische Aktivistin und Enkelin einer Holocaustüberlebenden, Rachael Shapiro, in einer Reihe von Videos Deutschland vorgeworfen, eine verlogene Debatte im sogenannten Kampf gegen den Antisemitismus zu führen. (Link)

Die Instrumentalisierung jüdischer Identität zur Legitimation des „Genozids in Gaza“ müsse ein Ende finden, so Rachael Shapiro von der „Jüdische Stimme“. Die Cousins ihrer Holocaustüberlebenden Großmutter seien Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg gewesen. Aus diesem Grund sei Shapiro mit dem Verständnis aufgewachsen, dass Widerstand gegen jeden Unterdrücker ein Menschenrecht sei.

International steht Israel seit langem in Kritik. Südafrika, das Land am Kap, reiht sich ebenfalls in eine Handvoll Staaten ein, die stärkeren diplomatischen Druck auf Israel ausüben, darunter Staaten wie die Türkei, aber auch Chile, Honduras, Belgien und Spanien. Zuletzt hatten der belgische Premier Alexander de Croo sowie der spanische Amtskollege Pedro Sánchez von Israel gefordert, sich für Frieden einzusetzen statt auf Waffengang zu setzen.

„Es liegt im Interesse Israels, sich für den Frieden einzusetzen, und Frieden bedeutet heute die Errichtung eines lebensfähigen palästinensischen Staates, der das Westjordanland, den Gazastreifen und Ostjerusalem umfasst, gemäß den UN-Resolutionen“, sagte etwa Pedro Sánchez. (Link)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Netanjahu zuletzt bei einer Rede in der Türkei als jenen bezeichnet, der in die Geschichte als „Schlächter von Gaza“ eingehen werde.

Zwar versucht Netanjahu die internationale Kritik im Keim zu ersticken; so zog er etwa die Botschafter Spaniens und Südafrikas zurück. Doch auch im Land selbst wird Kritik immer deutlicher und vehementer. Ausgerechnet Bürger Israels wollen eine neue große „antizionistische“ Gesamtorganisation gründen, unter der sich alle, von jung bis alt, vom Verein bis Institution, vereinen und eine geballte Stimme gegen die israelische Regierung werden. So soll eine Organisation entstehen, die gegen den „kolonialen Völkermord der zionistischen Siedler“ vorgeht und ihren politischen Kampf fortsetzt, bis „Palästina vom Fluss bis zum Meer frei ist“, heißt es in dem Aufruf auf einem Internetportal.

Juden in aller Welt müssten unbedingt vermitteln, dass sich Zionismus und Judentum unterscheiden, es sich im Konflikt in Gaza um einen „Völkermord“ handle, der im Namen aller Juden aktiv begangen werde. Auch das gesamte „zionistische Siedler-Kolonialprojekt“ werde im Namen der Juden begangen, so im Aufruf.

Das „Good Shepherd Collective“ und der jüdische Autor Em Cohen veröffentlichten kürzlich einen Leitfaden für jüdische antizionistische Verbündete wie Normen Finkelstein, Prof. Dr. Sabine Broeck oder der „Jews Against White Supremacy“ (JAWS), in der sie ausdrücklich betonen, dass die internationale Infrastruktur des „Zionismus“ von „vielen jüdischen kommunalen Organisationen und Institutionen“ gefördert werde.

Von Organisationen, die Propagandareisen veranstalten oder zionistische Siedlungen direkt finanzieren, bis hin zu Organisationen, die zionistische Propaganda verbreiten, gebe es viele jüdische Organisationen, die den „Zionismus“ strukturell unterstützen würden. Dies sei eine Form des direkten „zionistischen Schadens, der um uns herum existiert und gegen den antizionistische Juden kämpfen können und sollten.“

Seit Jahrzehnten fordern Palästinenser, dass sich Juden zur Bekämpfung des „Zionismus“ in ihren eigenen Gemeinden organisieren, wobei die jüdische Linke im Knesset sich dies nicht zu einer Priorität gemacht hätte. Dies werde besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die jüdische Linke in der Gegenwart völlig daran gescheitert sei, sich mit dem palästinensischen Volk solidarisch zu zeigen.

Laut dem Aufruf hätten alle Juden bis zum 7. Oktober nicht gehandelt und auch danach sei man aufgrund der israelischen Trauer über die Opfer nicht dazu übergegangen, die Verbrechen der israelischen Regierung in den Mittelpunkt zu rücken. Die systematische Entmenschlichung der Palästinenser werde seit über 75 Jahren unvermindert fortgesetzt und habe einen neuen Höhepunkt erreicht. (Link)

Zum Thema

– Gaza-Krieg –

Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck.
Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Gaza-Krieg
Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Toronto – Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck. Ein zunehmend genutzter Weg, der in letzter Zeit in Anspruch genommen wird, um gegen die israelischen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren, ist die Aufgabe der Staatsbürgerschaft. Und hierbei handelt es sich nicht um ultraorthodoxe Juden, die den Staat Israel schon immer ablehnten, sondern meist eher um liberale Israelis. Hierzu gehört auch die in Kanada lebende jüdische Filmemacherin und Aktivistin Yuula Benivolski. In einem kürzlich veröffentlichtem Video hat sie ihren Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft angekündigt. In der vergangenen Woche habe sie im israelischen Konsulat einen Antrag auf einen Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft gestellt. Benivolski:
„Es war keine einfache Entscheidung, die ich leichtfertig getroffen habe. Ich hatte schon lange darüber nachgedacht. […} Es war ein langer Prozess, der zwei Jahrzehnte dauerte. Ja, ich habe es als Reaktion auf den grausamen Angriff Israels auf Gaza getan. Aber da es nicht das erste Mal ist, dass Israel Gaza bombardiert, warum jetzt, warum gerade jetzt? Weil die Zahl der Opfer ein katastrophales Ausmaß erreicht hat.
Auch wenn es momentan einen vorübergehenden Waffenstillstand gibt, glaube sie nicht, dass es enden werde. „Und selbst israelische Offizielle sagen, dass sie nach der Pause noch mindestens zwei Monate lang weiterbomben wollen. Ob Israel sich dessen bewusst ist oder nicht, all diese Toten schaden auch seinem eigenen Volk“, so die Künstlerin. In ihrer Kindheit in Israel habe sie Kriege, Intifadas (palästinensische Aufstände, Anm Red.) und 26 Selbstmordattentate miterlebt. Die Stadt in der sie lebte, nahe der libanesischen Grenze, sei während ihrer ganzen Kindheit alle paar Tage bombardiert worden. Bereits mit zehn Jahren habe sie gelernt an ihre Geschwister und sich selbst Gasmasken anzubringen. Die Medien und Politiker hätten der Bevölkerung stets den Anschein gegeben, dass diese Angriffe normal seien und sie angegriffen würden, nur weil sie Juden seien. „Und alle um uns herum wollen uns vernichten“, so Benivolski weiter. Die jüdische Filmemacherin kritisiert in ihrem Video auch das Verhalten der israelischen Soldaten im aktuellen Krieg
„Israelische Soldaten machen spöttische Tiktok-Videos auf den trümmern palästinensischer Häuser in Gaza“
Mehr denn je sei ihr jetzt klar geworden, dass in Israel Frieden nicht das Ziel sei. Und sie wisse nicht, ob das jemals der Fall war. In ihrem Video kritisiert Benivolski auch die Menschenrechtslage für andere Minderheiten in Israel. Der Wert eines Menschen sei mit seiner Identität verbunden. „Aus diesem Grund werden unerwünschte Bevölkerungsgruppen, also arme Menschen, farbige Menschen, Einwanderer aus anderen Ländern, die nicht wohlhabend sind, oft an vergessenen Orten untergebracht, an Orten entlang der Grenzen“, so die Künstlerin weiter. https://www.tiktok.com/@ali.a806097/video/7306856733316615429   Warum ich aus meine israelischen Staatsbürgerschaft austrete Auch der Journalist Nadav Gazit hat in einem Beitrag seinen Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft angekündigt und seine Beweggründe dafür erläutert. (Quelle) Gazit: „Am 6. November sollte ich einen Termin im israelischen Konsulat in New York haben, um meinen Antrag auf Verzicht auf die israelische Staatsbürgerschaft zu stellen. An diesem Morgen verfasste ich ein Erklärungsschreiben an die israelische Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde, in dem ich meine Beweggründe erläuterte. Zu diesem Zeitpunkt hatten der Apartheidstaat Israel, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) und die Siedler im Westjordanland allein in den vergangenen Wochen bereits unzählige Gräueltaten begangen, Krankenhäuser, Schulen und Kirchen bombardiert, Tausende von Palästinensern getötet und verstümmelt und Tausende weitere vertrieben. Der Völkermord, der sich seit dem 7. Oktober ereignet hat, ist nur ein schreckliches Kapitel in der jahrzehntelangen Brutalität und Unmenschlichkeit des zionistischen Projekts zur Kolonisierung Palästinas. Dies ist eine klare Fortsetzung der Nakba, des Landraubs an den Palästinensern, der ethnischen Säuberung und des Völkermords am palästinensischen Volk seit und vor 1948.“ Der moderne Zionismus, der in den 1800er Jahren entstand, sei ein „unethisches, unmoralisches und bösartiges Siedlerkolonialprojekt, das durch Lügen, Rassismus, Propaganda und die Unterstützung von Weltsupermächten mit eigenen Interessen in der ressourcenreichen Region zusammengehalten“ werde. Es könne keinen „sicheren Hafen“ für Juden bieten, und der Zionismus stehe im Widerspruch zu den jüdischen Werten. Das sehe man auch daran, dass „die Regierung, die derzeit von dem völkermordenden faschistischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt wird, bereit ist, Israelis zu töten“, schreibt Gazit weiter.

Zum Thema

– Gaza-Krieg – Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor

Die Ablehnung des Zionismus durch Juden versetze deutsche Medien und auch den deutschen Staat in eine „hysterische, und gewalttätige Raserei“

Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor