2. Bundesliga
Fürth schlägt Karlsruhe 1:0

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Fürth (dts) – Die Spielvereinigung Greuther Fürth hat am 1. Spieltag in der 2. Bundesliga mit 1:0 gegen den Karlsruher SC gewonnen. Die Partie begann zunächst flott, das Tempo ließ jedoch rasch nach. Über weite Strecken des Spiels fehlte es beiden Teams an klaren Möglichkeiten. Zu Beginn der zweiten Hälfte machten vor allem die Fürther Druck, zunächst jedoch ohne sich eindeutige Chancen herauszuarbeiten. Erst in der 89. Minute gelang Marco Stiepermann der Führungstreffer für die Gastgeber.  

Krieg gegen den Terror
PKK-Führung ruft ihre Mitglieder zu den Waffen

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Ankara (dts) – Nach Angriffen der türkischen Luftwaffe auf Einrichtungen der  Terroroganisation PKK hat diese den seit 2013 geltenden Waffenstillstand aufgekündigt. Der Vertrag habe „jede Bedeutung verloren, nach diesen harten Luftschlägen der türkischen Besatzungsarmee“, hieß es in einer Mitteilung. Zugleich rief die Terror-Organisation ihre Mitglieder zu den Waffen. Türkische Streitkräfte hatten als Reaktion auf ein Attentat der radikal-sunnitischen Miliz „Islamischer Staat“ auf die Stadt Suruc mit mehr als 30 Opfern Angriffe in Syrien und dem Irak geflogen. Zugleich gingen die Streitkräfte gegen Einrichtungen der PKK im Nordirak vor. „Die Operationen gehen weiter, solange die Türkei bedroht wird“, kündigte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu an. Der IS sei „die Hauptbedrohung“, die Türkei werde sich am US-geführten Einsatz gegen die Miliz beteiligen, so ein Sprecher des Außenministeriums in Ankara.  

Krieg gegen den Terror
Türkei: Zweite Angriffswelle nach Sicherheitskonferenz um Mitternacht

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Ankara (nex) – In der vergangenen Nacht ist im Rahmen einer weiteren Sicherheitskonferenz der Start eines erneuten Luftangriffs gegen die Terrormiliz IS beschlossen worden. Kurz darauf wurden in Syrien neben Zielen des IS auch Stützpunkte der Terrororganisation PKK zerstört. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat gegen Mitternacht im Palais Cankaya eine erneute Sicherheitskonferenz einberufen, an der unter anderen die Vizepremierminister Bülent Arinc und Yalcin Akdogan, mehrere Minister, Staatssekretäre, Berater und Kommandanten der Waffenflotten und der Polizeigeneraldirektor teilnahmen. In der einstündigen Konferenz wurden bisherige Erfolge des ersten Luftangriffs besprochen, sowie die Vorgehensweise für die neue Luftoperation ausgearbeitet. Nach der Konferenz ist eine schriftliche Presseerklärung veröffentlicht worden, in der bekannt gegeben wird, dass die Interventionen gegen die Terrororganisationen IS, PKK und DHKP-C sowohl im Inland als auch grenzüberschreitend fortgesetzt werden. Die mit den nationalen Möglichkeiten und Kapazitäten der türkischen Streitkräfte geführten Operationen seien sowohl aus der Luft als auch von den Bodentruppen verwirklicht worden. Ziele der IS Terrormiliz im Norden von Syrien sowie der Terrororganisation PKK im Norden des Irak sind effektiv  unter Beschuss gesetzt worden. Unter anderem waren das Kommandozentralen, logistische Depots, Munitionslager sowie Höhlen, die von der PKK in Zap, Metina, Gara, Avasin-Basyan, Sinath Haftanin, Hakurk und Kandil als Verstecke genutzt worden sind. Die Luftoperationen wurden von den Landstreitkräften mit Artillerie vom Boden aus unterstützt. Die vereinten Nationen, die NATO, internationale Organisationen sowie befreundete und verbündete Länder sind vom Außenministerium über die bevorstehenden militärischen Schritte unterrichtet worden. In Zusammenarbeit von Gendarmerie und Polizei wurden im Rahmen von weiteren landesweiten Razzien 320 verdächtige Personen in Untersuchungshaft genommen. Das Ministerpräsidium gibt bekannt, dass weitere Operationen gegen die Terrorbedrohung sowohl im Inland als auch im Ausland fortgesetzt werden.

Sluschba wneschnei raswedki
Russischer Physiker soll an Max-Planck-Institut spioniert haben

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Erlangen (dts) – Wegen des Verdachts der „geheimdienstlichen Agententätigkeit“ ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen einen 28-jährigen russischen Wissenschaftler: Ivan A. wird laut eines Berichts des Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ verdächtigt, dem russischen Auslandsgeheimdienst SWR vertrauliche Forschungsinhalte verraten zu haben. Von 2009 bis 2011 forschte er jeweils für mehrere Monate am „Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts“ im bayerischen Erlangen. Seine Spezialgebiete: Quantenoptik und Nanophotonik. Es handelt sich um Grundlagenforschung, die etwa bei der Entwicklung von ultraschnellen Quantencomputern eine Rolle spielt. Wie der „Spiegel“ weiter berichtet, wurde Ivan A. im Juli vergangenen Jahres am Düsseldorfer Flughafen vorübergehend festgenommen und verhört. Zu diesem Zeitpunkt forschte A. an der Technischen Universität in Eindhoven. Er musste die Niederlande verlassen. Auf die Spur des Forschers kam das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) nach „Spiegel“-Recherchen bei der Observation eines russischen Diplomaten, der am russischen Generalkonsulat in Bonn akkreditiert war. Einmal im Monat reiste der Mann, den das BfV als Offizier des Auslandsgeheimdienstes enttarnt hatte, nach Aachen. Dort traf er Ivan A. Der bestreitet gegenüber dem „Spiegel“ die Vorwürfe. Fotoquelle

PKK Terror-Camps
Türkei fliegt Luftangriffe gegen IS-Stellungen und Terror-Camps der PKK

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Ankara (dts) – Die türkische Luftwaffe hat am Freitagabend erneut Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien bombardiert. Zudem wurden nach Angaben der Regierung insgesamt sieben Lager der Terrororganisation PKK im Nordirak angegriff Es ist das erste Mal seit dem Friedensabkommen aus dem Jahr 2013, dass die Türkei Terror-Camps der PKK im Norden des Irak angreift. Über mögliche Opfer war zunächst noch nichts bekannt. Am frühen Freitagmorgen hatte die Türkei erstmals IS-Stellungen nahe der türkisch-syrischen Grenze angegriffen. „Die Türkische Republik ist entschlossen, für den Schutz der nationalen Sicherheit die nötigen Maßnahmen zu treffen“, hieß es in der Erklärung des Ministerpräsidiums. Sie reagierte damit auf den Anschlag in der südtürkischen Stadt Suruc mit 32 Toten und etwa 100 Verletzten, für den der IS verantwortlich gemacht wird.

Kinderbetreuung
Gesamtmetall-Präsident fordert mehr 24-Stunden-Kitas

Berlin (dts) – Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Rainer Dulger, fordert den Ausbau von 24-Stunden-Kitas zur Entlastung arbeitender Mütter. „Der Staat muss die ganztägige Kinderbetreuung viel stärker ausbauen“, sagte Dulger der „Welt“. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) habe völlig recht mit dem Ansatz, 24-Stunden-Kitas zu fördern, erklärte er weiter. Schwesig hatte vor kurzem ein derartiges Förderprogramm über 100 Millionen Euro angekündigt. Der Gesamtmetall-Präsident beklagte ein verkrampftes Familienbild und „eine völlig verkrampfte Haltung im Umgang mit Müttern“. Nach Meinung Dulgers sollte Müttern gesagt werden: „Es ist in Ordnung, wenn Du Dein Kind mal für 24 Stunden in einer Kita abgibst.“ Eine Mutter, die eine Dienstreise unternehme, werde zuerst gefragt: „Wo ist Dein Kind? Wer kümmert sich?“ Wenn die Frau dann antworte, dass das Kind in der Kita übernachtet, dann springe die Mehrheit der Deutschen auf und rufe: „Rabenmutter!“ Das deutsche Mutterbild sei viel zu überfrachtet. Natürlich ließen keine Mutter und kein Vater gern ein Kind auch nur eine Nacht in der Kita. „Aber so etwas muss mal möglich sein. Wir müssen uns von erlernten Weltbildern verabschieden, ich sage das aus eigener Erfahrung“, erklärte er. Dulger zeigte sich überzeugt, dass die Frage nach dem Kindeswohl „in dieser seltsamen Debatte oft genug vorgeschoben“ werde. Als Vater von zwei Kindern sage er: „Die Kinder nehmen es, wie es kommt.“ Der Gesamtmetall-Präsident bekräftigte zugleich die Haltung der Arbeitgeber, den Acht-Stunden-Arbeitstag abschaffen zu wollen. Es gehe um die Frage, wie man mehr Flexibilität möglich mache: „Dass Beschäftigte beispielsweise entscheiden können, statt täglich starr sieben Stunden heute mal neun und morgen elf Stunden arbeiten, dafür dann aber übermorgen zu Hause zu bleiben“, so Dulger. Das gehe aber rechtlich nicht. Deshalb sei der Vorschlag sinnvoll, „von einer täglichen auf eine wöchentliche Grenze zu gehen“.

Terrormiliz ISIS
Bartels: Kein NATO-Bündnisfall wegen Türkei-Angriff auf IS

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Berlin/Ankara (dts) – Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), glaubt nicht, dass der Kampf der Türkei gegen die Terrormiliz ISIS einen NATO-Bündnisfall auslöst. Gegenüber „Bild“ sagte Bartels: „Die meisten NATO-Staaten sind ohnehin schon im Kampf gegen ISIS engagiert. Deutschland leistet Ausbildung und stellt Ausrüstung im Nordirak.“ Seit mehr als einem Jahr unterstützt die Bundeswehr die kurdischen Peschmerga im Kampf gegen ISIS.

Guido Wolf
Baden-Württemberg: CDU-Kandidat kritisiert Sexualkundeunterricht

Stuttgart (dts) – Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf hat scharfe Kritik am Sexualkundeunterricht in vielen Schulen geäußert und eine deutliche Begrenzung des Themas in den Lehrplänen verlangt. Gegenüber „Bild“ sagte Wolf: „Sex muss nicht bei jeder Gelegenheit öffentlich diskutiert werden. Es ist eine Frage des Respekts voreinander, höchstpersönliche Dinge wie Sexualität wieder mehr ins Private zu verlagern.“ Der CDU-Politiker kritisierte, dass Sex bereits im Grundschul-Unterricht immer öfter Thema sei. In einigen Bundesländer, gebe es sogar „Sexkoffer mit Spielzeug – und das schon in der Grundschule“, sagte Wolf gegenüber „Bild“. Diese Entwicklung mache Menschen sorgen. Ziel müsse daher sein, die Eltern stärker über den Lehrplan mitentscheiden zu lassen, um solche Entwicklungen zu verhindern. „Natürlich müssen Schulen aufklären und das klappt meistens auch ganz gut. Aber die Eltern müssen mitentscheiden können, wann und wie mit ihrem Kind über dieses Thema geredet wird“, erklärte Wolf.

IT-Sicherheitsgesetz
Neues IT-Sicherheitsgesetz: Online-Shops müssen Kundendaten besser schützen

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Berlin (dts) – Mit dem am Samstag in Kraft tretenden Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme, kurz IT-Sicherheitsgesetz, müssen Betreiber von Webservern wie zum Beispiel Online-Shops mehr zum Schutz ihrer Kundendaten unternehmen. Telekommunikationsunternehmen sind dann zum Beispiel verpflichtet, ihre Kunden zu warnen, wenn ihnen auffällt, dass der Anschluss des Kunden – etwa als Teil eines Bot-Netzes – für IT-Angriffe missbraucht wird, so das Bundesinnenministerium. Gleichzeitig muss dem Kunden aufgezeigt werden, wie die Störung behoben werden kann. Darüber hinaus gibt es für Betreiber von Kernkraftwerken und Telekommunikationsunternehmen neue Meldepflichten, wenn ein erhebliches IT-Sicherheitsrisiko besteht. Ziel des Gesetzes ist es, dass Unternehmen sich und ihre Kunden besser vor Angriffen aus dem Netz schützen. Um alle Auflagen zu erfüllen, haben die Unternehmen zwei Jahre Zeit.  

Information Technology Agreement
Zölle auf mehr als 200 Hightech-Geräte fallen weg

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Genf (dts) – Zahlreiche Hightech-Produkte können künftig weltweit einfacher gehandelt werden. Das ist der Inhalt einer Erweiterung des sogenannten Information Technology Agreement innerhalb der Welthandelsorganisation WTO, auf die sich heute Nachmittag nach mehrjährige Verhandlungen 54 Staaten geeinigt haben, darunter die EU-Mitglieder, die USA, China, Japan, Korea und Taiwan. Demnach sollen die Zölle auf Produkte wie SSD-Festplatten, Tintenpatronen für Drucker, Videokameras, GPS-Geräte, Lautsprecher oder auch bestimmte neuartige Halbleiter vollständig wegfallen. Insgesamt soll für mehr als 200 Produkte künftig kein Zoll mehr erhoben werden. „Gerade in der innovativen und dynamisch wachsenden IT-Branche ist der ungehinderte Warenaustausch herausragend wichtig“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die Einigung ist eine gute Nachricht für alle Unternehmen, die ihre Produkte damit günstiger auf ausländischen Märkten anbieten können. Es ist aber auch eine gute Nachricht für die Verbraucher, da viele der Produkte tendenziell billiger werden.“ Auf DVD-Player werden zum Beispiel derzeit bei der Einfuhr 14 Prozent Zoll fällig. Gleichzeitig mahnte Rohleder eine zügige Umsetzung des beschlossenen Zollabbaus an: „Das Abkommen wird entwertet, wenn die Zölle erst in mehreren Jahren auf null sinken. Aufgrund der kurzen Innovationszyklen sei es zudem notwendig, in kurzen, regelmäßigen Abständen, die aktuelle Produktliste zu überprüfen und bei Bedarf zu erweitern.“ Bislang umfasst das 1996 geschlossene ITA-Abkommen rund 180 Hightech-Produkte, die in den 80 Teilnehmerstaaten zollfrei importiert werden können. In den vergangenen Jahren gab es regelmäßig Streitfälle, weil die ITA-Unterzeichner unterschiedliche Vorstellungen hatten, welche neu am Markt verfügbaren Produkte (z.B. bestimmte Multifunktionsgeräte) durch das bestehende Abkommen erfasst werden und welche nicht. Als nächstes müssen die WTO-Mitglieder sich nun auf einen konkreten Zeitplan einigen, wann genau welche Einfuhrabgaben wegfallen. Im Gespräch sind Fristen bis zu fünf Jahre.