Afghanische Taliban
Taliban-Chef Mullah Omar ist tot
Kabul (dts) – Der Chef der afghanischen Taliban, Mullah Mohammed Omar, ist angeblich tot. Das berichtet unter anderem der Sender BBC unter Berufung auf afghanische Regierungskreise. Demnach starb der zurückgezogen lebende Chef der Miliz bereits vor zwei bis drei Jahren.
Zur Todesursache seien keine Angaben gemacht worden. Die Taliban äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. In der Vergangenheit hatte es bereits mehrfach Berichte über Omars Tod gegeben, eine Bestätigung hatte es jedoch nicht gegeben.
Statistische Bundesamt
Deutsche brauchen täglich rund 121 Liter Frischwasser
Wiesbaden (dts) – Im Jahr 2013 haben die Menschen in Deutschland täglich rund 121 Liter Frischwasser für Kochen, Waschen, Duschen, Putzen und ähnliches gebraucht. Die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland gaben ähnlich wie bei der letzten Erhebung im Jahr 2010 rund 3,5 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Kleingewerbe ab, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Während im Westen Deutschlands jeder Einwohner pro Tag durchschnittlich knapp 127 Liter abnahm, lag der Wert im Osten Deutschlands (ohne Berlin) bei 94 Litern.
Das meiste Wasser nutzten die Menschen in Hamburg mit 138 Litern am Tag, während in Sachsen mit 86 Litern rund 52 Liter weniger am Tag abgegeben wurden. Im Jahr 2013 waren insgesamt 99,3 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen.
Geschlechtergrenzen
Stephan Luca sieht Männer unter großem Erwartungsdruck
Berlin (dts) – TV-Kommissar Stephan Luca („Zorn“) sieht Männer unter großem Erwartungsdruck: „Der Mann von heute ist so überemanzipiert und durchgestylt! Er muss alles können, ein Superheld sein“, sagte der 41-Jährige dem Magazin „Gala“. Seiner Meinung nach brauche es ein Umdenken: „Es geht darum, dass jeder sich selbst treu bleiben sollte, mit sich im Reinen sein muss. Das ist die größte Aufgabe heutzutage.“
Auch überkommene Geschlechtergrenzen gelte es zu durchbrechen. „Im Jahr 2015 darf ein Fußballer meiner Meinung nach schwul sein und trotzdem in der Bundesliga spielen“, so Luca. „Genauso sollte es möglich sein, dass eine Frau in der Formel 1 mitfährt. Die schwierigste Aufgabe ist herauszufinden, was deine Stärken und Schwächen sind und dann dazu zu stehen.“
Asylrecht
Länder-Grüne: Balkanstaaten keine sicheren Herkunftsländer
Berlin (dts) – Bei den Grünen in den Bundesländern bildet sich eine breite Ablehnungsfront gegen die Bereitschaft des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), unter Umständen weitere Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer einzustufen und somit Abschiebungen zu beschleunigen. Damit schwinden die Chancen, dass eine Aufnahme Albaniens, Montenegros und des Kosovos in die Reihe sicherer Herkunftsstaaten im Bundesrat eine Mehrheit bekäme. „Wir lehnen das Konstrukt `sichere Herkunftsstaaten` als diskriminierend ab“, sagte der rheinland-pfälzische Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler der „Welt“.
„Das Asylrecht ist ein individuelles Menschenrecht. Und dieses Grundrecht kann nicht einfach für ganze Gruppen abgeschafft werden.“ Ähnlich äußerten sich die beiden Landesvorsitzenden der nordrhein-westfälischen Grünen, Sven Lehmann und Mona Neubaur: „Als Grüne lehnen wir die Regelung der sogenannten `sicheren Herkunftsländer` ab. Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht, und in Deutschland muss jeder Asylbewerber die Chance auf ein faires Verfahren erhalten“, sagten Lehmann und Neubaur der „Welt“. Dem schloss sich der Vize-Landeschef der Hamburger Grünen, Michael Gwosdz, an. „Die Debatte über so genannte `sichere Herkunftsländer` bringt nichts, die Menschen kommen trotzdem zu uns“, sagte Gwosdz der „Welt“. „Anstatt die Grenzen für sie dicht zu machen, sollten wir lieber die Arbeitnehmerfreizügigkeit ausweiten und den Menschen die Chance geben, zu uns zu kommen und sich hier eine Existenz aufzubauen.“
Ein Sprecher der hessischen Grünen verwies gegenüber der „Welt“ darauf, dass Hessen im September 2014 Baden-Württemberg schon nicht darin gefolgt sei, Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als sichere Herkunftsstaaten einzustufen. Hessen, so der Sprecher, „hat dem so genannten Asylkompromiss, der unter anderem die Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten enthielt, im Bundesrat nicht zugestimmt. Einen neuen Diskussionsstand gibt es dazu nicht.“ Auch die Vorsitzende der Grünen, Simone Peter, hat sich gegen Bestrebungen gewandt, nach Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien weitere Balkanstaaten zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären. „Das Instrument der sogenannten sicheren Herkunftsstaaten hat sich als nicht zielführend erwiesen“, sagte Peter der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch-Ausgabe). „Die Zahl der Asylsuchenden aus den Staaten Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien ist nicht relevant zurückgegangen, der vor allem von der Union gewünschte Abschreckungseffekt ist also nicht eingetreten.
Damit macht auch eine Ausweitung dieses Instruments keinen Sinn.“ So habe Rheinland-Pfalz zeigen können, dass die Kombination aus schnelleren Verfahren und Aufklärung im Rahmen einer Rückführungsberatung zu sinkenden Zugangszahlen aus dem Kosovo geführt habe. Die Grünen-Chefin fügte hinzu, statt über Asylmissbrauch, Abschiebezentren und Streichung von Taschengeld zu schwadronieren, solle die Union dazu beitragen, dass der Bund mehr Mittel für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen bereitstelle, diese gesundheitlich besser versorgt würden und leichter arbeiten könnten. Der innenpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Volker Beck, erklärte der „Frankfurter Rundschau“: „Von einer Erweiterung der Liste sicherer Herkunftsstaaten halte ich gar nichts.“ So sei die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo in der ersten Jahreshälfte drastisch gesunken und zwar aufgrund einer Aufklärungskampagne der Regierung.
Gleichzeitig verharre die Zahl der Asylanträge von Serben auf einem hohen Niveau, obwohl es 2014 zu einem sicheren Herkunftsstaat erklärt worden sei. „Diese Erfahrung zeigt, dass die Einstufung von Staaten als sichere Herkunftsstaaten nicht den von den Befürwortern erwarteten Effekt bringt“, betonte Beck. Dafür verschlechtere sie die rechtsstaatliche Qualität der Asylverfahren und stelle den Staaten einen nicht verdienten menschenrechtlichen Persilschein aus. In Serbien etwa würden aus dem Kosovo geflüchtete Roma verfolgt und im Senegal sowie in Ghana Homosexuelle, obwohl auch sie zu sicheren Herkunftsstaaten deklariert worden seien. Die Union dringt darauf, weitere Balkanstaaten als sicher zu erklären und behauptet, dies wirke sich positiv aus. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel signalisierte Gesprächsbereitschaft, wenn sich CDU und CSU im Gegenzug auf ein Einwanderungsgesetz einließen.
Für die Grünen birgt das Thema indes besonderen Sprengstoff, weil es bereits im vorigen Jahr zu einer relativ scharfen innerparteilichen Auseinandersetzung über diese Frage gekommen war, während der sich Kretschmann über Bedenken von Partei- und Fraktionsführung hinwegsetzte. Da auch die niedersächsische Grünen-Vorsitzende Meta Janssen-Kucz sich am Dienstag gegen eine Neu-Einstufung weiterer Balkan-Staaten aussprach, schwinden die Chancen, dass eine entsprechende Klassifizierung Albaniens, Montenegros und des Kosovos den Bundesrat passieren könnte. Wegen der derzeitigen Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat und wegen der klaren Ablehnung der Neu-Einstufung in der Linkspartei müsste zusätzlich zu Baden-Württemberg mindestens ein weiteres großes Bundesland mit grüner Regierungsbeteiligung der Änderung zustimmen.
Rallye WM
‚Formel 1 im Wald‘: SKODA Fabia R5 bei der schnellsten WM-Rallye des Jahres am Start
Mladá Boleslav/Weiterstadt (ots) – Nächster Stopp Rallye Finnland: SKODA will bei der ‚Formel 1 im Wald‘ ein weiteres Kapitel in der Erfolgsstory des neuen Fabia R5 schreiben. Dreieinhalb Wochen nach dem historischen ersten WM-Triumph für den neuen Hightech-Boliden nehmen die SKODA Werksduos Esapekka Lappi/Janne Ferm (FIN/FIN) und Pontus Tidemand/Emil Axelsson (S/S) die schnellste Rallye in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) in Angriff. Auf den 319,38 Kilometern sind von Donnerstag bis Sonntag neben einem perfekt abgestimmten Fahrzeug vor allem Mut und fahrerische Präzision gefragt.
„Die Rallye Finnland ist zweifellos einer der Höhepunkte des Jahres. Sie begeistert Fans wie Fahrer, weil sie all das hat, was den Rallye-Sport ausmacht“, sagt SKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek. Wegen der hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten von weit über 100 Stundenkilometern und einem großen Vollgasanteil wird die Rallye Finnland auch als ‚Formel 1 im Wald‘ bezeichnet. Ideales Terrain für den neuen SKODA Fabia R5 und die beiden Werkspiloten Lappi und Tidemand, die bei der ebenfalls sehr schnellen Rallye Polen einen umjubelten Doppelsieg in der WRC-2-Kategorie eingefahren hatten.
„Dieser Triumph hat uns darin bestätigt, dass wir mit unserem neuen SKODA Fabia R5 auf dem richtigen Weg sind. Aber der Erfolg ist kein Grund, sich zurückzulehnen: Wir wollen bei der Rallye Finnland natürlich wieder beim Kampf um die Podestplätze mitmischen“, so Hrabánek. Besonders motiviert sind die Europameister Lappi/Ferm, schließlich ist die Rallye Finnland für sie ein emotionales Heimspiel. Auf legendären Prüfungen wie ‚Mökkiperä‘ und ‚Myhinpää‘ wurden viele finnische Rallye-Fahrer zu Nationalhelden.
In diesem Jahr steht nach einjähriger Pause auch die legendäre ‚Ouninpohja-Prüfung‘ wieder auf dem Rallye-Plan, auf der die Piloten in ihren Autos teilweise über 50 Meter weit springen. „Viel Vollgas und weite Sprünge: Ich liebe diese Rallye in meiner Heimat“, sagt Lappi. „Bei der Rallye Finnland brauchst du viel Courage und darfst dir nicht den kleinsten Fehler erlauben. Wir freuen uns riesig auf unser Heimrennen und wollen die vielen Fans begeistern“, sagt er und nimmt den zweiten Sieg ins Visier: „Natürlich werden wir versuchen, den nächsten Erfolg einzufahren. Die letzte Rallye in Polen hat gezeigt, dass der Fabia R5 alle wichtigen Qualitäten eines Siegerautos mitbringt.“
Auch Pontus Tidemand mag die schnellen Schotterpisten durch die finnischen Wälder und vorbei an den sprichwörtlichen 1000 Seen. „Ich bin hier als Junior schon aufs Podest gefahren, die Highspeed-Passagen und Sprünge sind einfach grandios. Die Zeitabstände werden wahrscheinlich klein sein. Da gilt es, genau den richtigen Mix aus kalkuliertem Risiko und cleverem Fahren zu finden“, so der zweite skandinavische Pilot in Diensten von SKODA.
Lappi wie Tidemand könnten bei der Rallye Finnland mit einem weiteren Topergebnis ihre Aufholjagd in der Gesamtwertung der WRC 2 fortsetzen. Obwohl die beiden SKODA Piloten nur drei der bis dato sieben Saisonläufe bestritten haben, liegen sie bereits auf den Plätzen fünf und sechs. Auch die Erfolgsbilanz des neuen Fabia R5 liest sich beeindruckend: In der WRC-2-Wertung der FIA Rallye-WM stehen bei drei Starts schon fünf Podestplätze inklusive eines Sieges für SKODA zu Buche.
In der Tschechischen Rallye-Meisterschaft (MCR) feierten Jan Kopecky (CZ) und Copilot Pavel Dresler (CZ) bislang vier Siege in vier Rennen mit dem neuen Auto. Das jüngste Kapitel der Erfolgsstory: ein umjubelter Heimsieg bei der 42. Rallye Bohemia in der Region des SKODA Stammsitzes Mladá Boleslav.
In der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) fuhr Youngster Fabian Kreim (D) zusammen mit seinem Copiloten Frank Christian (D) bereits zwei Siege im neuen Fabia R5 ein. Das SKODA AUTO Deutschland Duo triumphierte sowohl bei der 10. ADAC Rallye Niedersachsen als auch bei der ADAC Rallye Stemweder Berg. In der DRM-Wertung liegen Kreim und Christian aktuell auf Platz zwei, nur drei Punkte hinter den Markenkollegen Mark Wallenwein/Stefan Kopczyk.
- Rallye Finnland: Durchschnittsgeschwindigkeit liegt weit über
100 km/h
- Esapekka Lappi freut sich nach dem ersten WM-Triumph für den
Fabia R5 auf sein Heimspiel - Pontus Tidemand am Steuer des
zweiten SKODA Boliden
- Michal Hrabánek: "Rallye Finnland begeistert Fans und Fahrer"
Ifo-Beschäftigungsbarometer
Arbeitsmarkt droht Stagnation
Düsseldorf (dts) – Nach sieben Anstiegen in Folge ist das Ifo-Beschäftigungsbarometer im Juli erstmals wieder gesunken. Der Index sank um 0,6 auf 107,2 Punkte. „Die positive Dynamik schwächt sich etwas ab“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe, der die exklusive Umfrage für das „Handelsblatt“ unter 9.500 Firmen betreut.
Neues Personal sei vor allem in der Fahrzeug-, Elektro-, und Chemieindustrie gefragt. Am Donnertag wird die Bundesagentur für Arbeit über die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Juli informieren. Bankvolkswirte rechnen mit einen Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit um rund 5.000; die Arbeitslosenquote dürfte bei 6,4 Prozent verharren.
G-10-Kommission
Geheimdienst-Kommission prüft Verfassungsklage gegen Regierung
Berlin (dts) – Die G-10-Kommission des Bundestages prüft eine Klage vor dem Verfassungsgericht, um Einsicht in die Bad Aiblinger Selektorenliste des US-Geheimdienstes NSA zu erzwingen. Zu diesem Zweck hat die Kommission nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR bereits Juristen beauftragt. Die Bundesregierung hatte ihr verweigert, die Liste mit den Suchmerkmalen selbst einsehen zu dürfen.
Auch Grüne und Linke wollen auf Einsicht in die Listen klagen. Das Kürzel G 10 steht für den Grundgesetzartikel 10, der das Fernmeldegeheimnis schützt. Ohne ein Ja der Kommission dürfen mutmaßliche Terroristen oder Waffenschieber nicht überwacht werden. Die Bundesregierung hatte den ehemaligen Bundesrichter Kurt Graulich als Sonderbeauftragten ernannt, der vor knapp zwei Wochen mit seiner Arbeit begonnen hat. Er soll feststellen, in welchem Umfang der Bundesnachrichtendienst der NSA bei Spionage-Operationen gegen europäische Partnerländer half und ob dabei gegen Absprachen verstoßen wurde. Die Ergebnisse seiner Prüfung sollen den zuständigen Gremien zur Verfügung gestellt werden. Die Oppositionsabgeordneten im NSA-Ausschuss lehnen dieses Vorgehen ebenso ab wie die Mehrheit der Mitglieder in der G-10-Kommission. Man müsse die Listen selbst sehen und könne sich nicht auf einen Beauftragten verlassen, hieß es aus Kreisen der G-10-Kommission. Die Juristen sollen nun zunächst klären, ob die Kommission – ein eigenständiges Organ des Bundestages – klageberechtigt ist. Einen solchen Fall hat es noch nicht gegeben.
Mit einer endgültigen Entscheidung über die Klage wird Ende August in der nächsten Sitzung der G-10-Kommission gerechnet. Das einst gute Verhältnis zwischen Regierung, Geheimdiensten und der G-10-Kommission gilt als gestört, seit Mitglieder des Gremiums sich von der Regierung nicht vollständig informiert oder gar hintergangen fühlen. Sie klagen, sie seien in der Vergangenheit über den wahren Zweck von Überwachungsmaßnahmen nicht ausreichend informiert worden. Wegen des gestörten Verhältnisses wurde unlängst die Genehmigung einiger neuer Überwachungsmaßnahmen verzögert. Auch deshalb wäre aus Sicht der meisten Mitglieder des geheim tagenden Gremiums jetzt ein eigener Einblick in die Selektorenliste der NSA notwendig gewesen. In einem als geheim eingestuften Brief hatte Kanzleramtsminister Peter Altmaier vor einigen Wochen die Vorsitzenden der G-10-Kommission, des NSA-Untersuchungsausschusses und des Parlamentarischen Kontrollgremiums über seine Gründe für die Verweigerung informiert. Demnach wäre „eine Offenlegung des Selektorenprofils“ der NSA ohne Zustimmung der USA ein Verstoß gegen das „geltende Völkervertragsrecht“. Deutschland werde dann wohl nicht nur von den USA, sondern womöglich auch von Drittstaaten als „insgesamt als unzuverlässiger Partner angesehen“, dem „besonders sensibles Material nicht mehr anvertraut werden“ könne.
Triton
Erneut Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet – 13 Tote
Rom (dts) – Im Rahmen der EU-Grenzschutzmission „Triton“ sind bei insgesamt fünf verschiedenen Einsätzen vor der Küste Libyens am Montag mehr als 1.800 Flüchtlinge gerettet worden. Ein Schiff der irischen Marine habe dabei auch 13 Tote an Bord genommen, teilte die italienische Küstenwache mit. Die Todesursache war zunächst unklar.
Libyen gilt als Haupttransitland für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, Asien und Afrika auf dem Weg nach Europa. Seit Anfang des Jahres versuchten der Internationalen Organisation für Migration zufolge mehr als 150.000 Menschen, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen, mehr als 1.900 kamen dabei ums Leben.
WHO
UN: Über 660 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser
Köln (dts) – Rund 663 Millionen Menschen haben nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Noch schlechter sei es um die sanitäre Grundversorgung bestellt: 2,4 Milliarden Menschen haben den Organisationen zufolge weder eine Toilette noch Latrine zur Verfügung. „Sein Wasser aus einem Tümpel zu trinken oder für die Notdurft auf ein Feld gehen zu müssen das sind stille Menschenrechtsverletzungen, die keine Schlagzeilen machen“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland.
„Aber sie haben täglich für fast 1.000 Kinder weltweit tödliche Folgen.“ Durchfallerkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser, fehlende Latrinen und mangelnde Hygiene verursacht werden, gehörten zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Unicef fordert, dass bis 2030 das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung für alle realisiert wird.

