Strategiewandel
Erdogan: „Übergangsprozess mit Baschar al-Assad möglich“

Erdogan erklärte, dass sich der türkische und der russische Außenminister für den Start einer neuen Arbeitsgruppe zur Syrienkrise bereit machen würden. Dies wurde eigenen Worten zufolge mit Präsident Putin abgesprochen.

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Ankara (eurasia/nex) – Bei seiner Opferfest-Rede hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 24. September gesagt, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad an einem politischen Übergangsprozess im Bürgerkriegsland teilnehmen könnte. Die Türkei gehört zu den größten regionalen al-Assad-Gegnern. Der etwaige Strategiewandel geht offenbar aus jüngsten Konsultationen mit Russland hervor.

„Ein Übergangsprozess ohne al-Assad oder mit al-Assad ist möglich. Erforderlich aber ist die Einbindung der Opposition […]. Keiner kann sich eine Zukunft Syriens mit al-Assad vorstellen. Es ist nicht möglich eine Person zu akzeptieren, die für den Tod von 300 000 bis 350 000 Menschen verantwortlich ist, einen Diktator“, sagte Erdoğan nach dem Eid al-Adha-Gebet (zu Deutsch: Islamisches Opferfest) am 24. September in Istanbul.

Auf das Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am 23. September in Moskau hinweisend, sagte Erdoğan, dass er „keine klare [Perspektive] in der russischen Herangehensweise in Syrien erkennen konnte“.

Er fügte jedoch auch hinzu, dass sich der türkische und der russische Außenminister für den Start einer neuen Arbeitsgruppe zur Syrienkrise bereit machen würden. Dies wurde eigenen Worten zufolge mit Präsident Putin abgesprochen.

„Wir haben uns entschieden, in diesem Fall bei der UN-Generalversammlung als eine Dreiergruppe, bestehend aus den Außenministern der USA, der Türkei und Russland, zu kooperieren“, sagte Erdoğan. Dieser gab jedoch an, dass auch Iran und Saudi Arabien in die Gespräche involviert werden könnten. Mit der Teilnahme der EU, Jordaniens und Katars könnte der Rahmen ausgeweitet werden, so das türkische Staatsoberhaupt.

Erdoğan sagte, dass er im Gespräch mit Putin davon ausgehe, dass al-Assad auf 15 Prozent seines Staatsterritoriums, von Damaskus nach Latakia einschließlich Homs, die Etablierung eines alawitischen Syriens durchbringen wolle.

Der türkische Präsident hingegen wiederholte Ankaras Wunsch, eine „Sicherheitszone“ in Syrien einzurichten, welche frei von „terroristischen Organisationen“ sein solle.

 

Erschienen auf eurasianews.de

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