Berlin- „Welche Unterwäsche haben Sie eigentlich gerade an?“ Wer seiner Kollegin oder gar der Sitznachbarin in der Bahn eine solche Frage stellt, kommt schnell in Schwierigkeiten. Um dennoch zu erfahren, was frau am liebsten unter ihrer Kleidung trägt, lohnt sich ein Blick auf die Studie „TW-VerbraucherFokus Bodywear Woman“ aus dem Jahr 2019.
Deutsche Frauen besitzen im Schnitt elf BHs
Die Online-Recherche kann schnell zur Verunsicherung führen. Nicht nur bei Gesundheitsfragen. Auch bei der Suche nach dem perfekten BH. Denn wie dieser aussieht, ist individuell ganz unterschiedlich.
So bevorzugen die meisten Bundesbürgerinnen einen Büstenhalter, der angenehm sitzt und gleichzeitig gut aussieht. Die Bequemlichkeit im Alltag spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Daher verwundert es nicht, dass zahlreiche Frauen bei Marken wie Sloggi Unterwäsche kaufen. 15 Prozent bekommen die Wäsche auch von ihrem Partner geschenkt.
Funktionale und damit praktische Unterwäsche ist am beliebtesten. Jedoch befindet sich auch hübsche Spitzenunterwäsche in vielen Kleiderschränken. 81 Prozent der Unter-30jährigen tragen zumindest gelegentlich Spitzen-BH und -höschen. Bei den Über-50jährigen sind es noch immer 55 Prozent.
Damit insbesondere bei den Büstenhaltern genug Auswahl bereitsteht, besitzt die deutsche Durchschnittsfrau davon elf Stück. Dazu kommen 24 Slips und sechs Unterhemden.
Schwarz und weiß sind die beliebtesten Unterwäschefarben
Ohne Unterwäsche das Haus zu verlassen? Das ist für viele Bundesbürger ein gewagter Gedanke. Denn noch immer gilt Unterwäsche in Deutschland als schicklich.
Praktisch ist sie außerdem. Schließlich erfüllt sie mehrere Funktionen. So bildet sie eine Barriere zur Alltagsbekleidung und schützt somit vor Reibung und Keimen. Einige Modelle besitzen gar smarte Features. Etwa Unterhosen, die die Anzahl der Flatulenzen im Alltag messen können.
Damit Unterwäsche vor allem ihre Schutzfunktion erfüllen kann, besteht sie vorzugsweise aus weichen, dünnen und atmungsaktiven Materialien. Baumwolle und Viskose belegen auf der Liste der beliebtesten Stoffe die ersten Plätze.
Enthält das Gewebe zudem einen geringen Elastan-Anteil, schmiegt es sich noch besser an den Körper an. Jedoch sollten weder BH noch Unterhose komplett aus synthetischem Material bestehen.
Denn Stoffe wie Polyester lassen kaum Sauerstoff an die darunterliegende Haut. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass sich erst Schweiß und schließlich Keime ansammeln.
Welche Farbe die Unterwäsche hat, nimmt auf ihre Funktion keinen Einfluss. Jedoch zeigt die Studie „TW-VerbraucherFokus Bodywear Woman“, dass deutsche Frauen bevorzugt auf klassische Töne setzen. Vor allem auf Schwarz und Weiß.
Weniger beliebt sind dagegen ausgefallenere Designs wie transparente Wäsche. Auch Gelb gehört zu den Unterwäschefarben, die nur wenige Damen begeistern können.
Die Suche nach dem richtigen BH ist oft schwierig
Nur zwölf Prozent der deutschen Frauen benutzen selten oder nie einen BH. Für den Großteil gehört er selbstverständlich zum Alltagsoutfit. Damit er unter der Kleidung weder kneift noch drückt, ist die richtige Passform entscheidend.
Allerdings empfinden es rund 50 Prozent der befragten Damen als schwierig, überhaupt ein passendes Modell zu finden. Insbesondere das System von Körbchengrößen und Unterbrustweiten sorgt dabei für Verwirrung.
Um dennoch einen BH zu kaufen, der richtig sitzt, hat sich jede zweite Frau in Deutschland schon einmal professionell beraten lassen.
Aufgrund dieses Beratungsbedarfs kauften die Bundesbürgerinnen 2019 ihre Wäsche noch hauptsächlich im stationären Handel. Jedoch ging bereits damals der Trend in Richtung Online-Shopping. So gaben zwei Drittel der Befragten zu, Unterwäsche manchmal auch im Internet zu bestellen. 2026 kaufen bereits mehr als 70 Prozent der Deutschen regelmäßig BH, Slip und Co. online.
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