Gaza
Nach Jerusalem-Beschluss: Hamas ruft zu neuer Intifada auf

Nach der Entscheidung von Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, kündigt die palästinensische Hamas eine neue Intifada an. 

Teilen

Gaza (nex) – Nach der Entscheidung von Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, kündigt die palästinensische Hamas eine neue Intifada an.

Angesichts der Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat der Anführer der Hamas Ismail Hanijeh zu einer neuen Intifada aufgerufen. Trumps Entscheidung komme einer „Kriegserklärung“ gleich.

Hanijeh forderte die Palästinenser auf, am Freitag Proteste zu starten, die muslimischen Länder sollen ihre Beziehungen zu den USA abbrechen.

Auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz in Gaza City sagte er: „Wir rufen das palästinensische Volk auf, am Freitag auf die Straße zu gehen und eine neue Intifada zur Verteidigung Jerusalems zu starten.“

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch trotz internationaler Warnungen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt und die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem angekündigt.

Aus Protest begannen die Palästinenser am Donnerstagmorgen einen Generalstreik. In  Ost-Jerusalem und im Westjordanland blieben öffentliche Einrichtungen, Banken, Geschäfte sowie Schulen geschlossen.

Jerusalem bleibt der Kern des israelisch-palästinensischen Konflikts. Die Palästinenser hoffen, dass Ost-Jerusalem, das zur Zeit von Israel besetzt ist, als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates dienen könnte.

Wie das israelische Militär am Donnerstag mitteilte, habe der Generalstab entschieden, die militärische Präsenz im besetzten Westjordanland zu verstärken. Es sollen mehrere zusätzliche Bataillone ins Westjordanland verlegt werden. Als Teil der Vorbereitung auf „mögliche Entwicklungen“ seien Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Während der ersten Intifada ( „Krieg der Steine“) von 1987 bis 1993 kamen etwa 2200 Palästinenser und 200 Israelis ums Leben. Bei der zweiten Intifada („Al-Aksa-Intifada“) von 2000 bis 2005 starben über 3500 Palästinenser und mehr als 1000 Israelis.

Auch interessant

– Spanisch-palästinensisches Treffen –
Dastis: Spanien wird Palästina anerkennen

Der spanische Außenminister äußerte die Hoffnung, dass sein Land Palästina „in den kommenden Monaten“ anerkennen werde, um die Friedensbemühungen im jahrzehntelangen israelisch-palästinensischen Konflikt zu fördern.

Dastis: Spanien wird Palästina anerkennen

 

 

Auch interessant

Slowenien: Ex-Premier Golob nennt Netanjahu „Kriegsverbrecher“

Ljubljana/Tel Aviv – Nach dem jüngsten Regierungswechsel in Slowenien ist ein heftiger diplomatischer Schlagabtausch zwischen dem ehemaligen slowenischen Premierminister Robert Golob und dem israelischen...

BAföG-Geförderte auf niedrigstem Stand seit 2000

Berlin - Im Jahr 2025 haben 570 000 Personen monatliche Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das...

Ceuta: Einheimische gehen gegen rechte Demo auf die Straßen

Ceuta - Hunderte Einwohner der spanischen Exklave Ceuta haben nach einem Bericht internationaler Medien gegen einen geplanten rechtsextremen Anti-Migranten-Aufmarsch protestiert. Die Sender berichteten, dass...

ARD Mediathek zeigt MMA-Serie „Fight House“

Frankfurt - Mixed Martial Arts - kurz MMA - boomt weltweit, auch in Deutschland. Die dreiteilige Dokuserie "Fight House" begleitet drei Brüder aus dem...

Jacob Israël de Haan: Von Zionisten ermordet

Die Geschichte des schwedischen UN-Vermittlers Folke Bernadotte ist heute kaum bekannt. Noch weniger Menschen kennen Jacob Israël de Haan. Der überzeugte Zionist setzte sich...

Headlines

Mekka-Pakt: Experte warnt Türkei vor Saudi-Falle

Mekka – Nach dem historischen Abschluss des gemeinsamen Verteidigungspakts zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan in der saudi-arabischen Metropole...

Slowenien: Ex-Premier Golob nennt Netanjahu „Kriegsverbrecher“

Ljubljana/Tel Aviv – Nach dem jüngsten Regierungswechsel in Slowenien ist ein heftiger diplomatischer Schlagabtausch zwischen dem ehemaligen slowenischen Premierminister...

Siedler-Anwalt Yehuda Shimon schockiert: „Ein jüdisches Leben ist mehr wert als zehn Millionen palästinensische Leben“

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Ich habe heute ein Bild gesehen. Bevor ich so etwas veröffentliche, mache ich etwas völlig...

„Kein Problem zu klein“: New Yorks erster muslimischer Bürgermeister geht mit Reparatur-Videos viral

New York – Kostenlose Abendbetreuung für Familien, rabattierte kommunale Supermärkte und ein milliardenschweres Entlastungspaket für Kleinunternehmer: New Yorks erster...

Meinung

Juri Sudheimer: Warum ATF, CVT und DSG eigene Flüssigkeiten brauchen

Als Juri Sudheimer 1993 die Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH in Neumünster gründete, dominierten auf dem europäischen Markt klassische hydromechanische Automatikgetriebe. Drei Jahrzehnte später hat...

Mekka-Pakt: Experte warnt Türkei vor Saudi-Falle

Mekka – Nach dem historischen Abschluss des gemeinsamen Verteidigungspakts zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan in der saudi-arabischen Metropole Mekka warnen regionale Beobachter vor...

Wall Street Journal: Türkiye’nin durdurulması gerekiyor

Konuk Yazar: Özgür Çelik Bradley Martin tarafından kaleme alınan ve 4 Mart 2026 tarihinde Wall Street Journal'da yayımlanan "Türkiye'yi Dizginlemek İçin Acil Bir İhtiyaç" (An...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...