Türkei
Bericht: NATO versprach PKK Sturz Erdogans

Die Generalkommandantur der Gendarmerie der Türkei hat einen Bericht über die Verbindungen des Gülen-Netzwerks FETÖ mit der PKK und dem IS (Daesh) vor und nach dem Putschversuch vom 15. Juli mit 248 Toten und fast 2.200 Verletzten veröffentlicht.

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Istanbul (nex) – Die Generalkommandantur der Gendarmerie der Türkei hat einen Bericht über die Verbindungen des Gülen-Netzwerks FETÖ mit der PKK und dem IS (Daesh) vor und nach dem Putschversuch vom 15. Juli mit 248 Toten und fast 2.200 Verletzten veröffentlicht.

Der Bericht wurde am heutigen Freitag dem Putsch-Untersuchungsausschuss vorgelegt.

„Die Auswertung der Ereignisse, Informationen, Funkgespräche und des beschlagnahmten Materials weist darauf hin, dass FETÖ-Mitglieder, die in den Putschversuch verwickelt waren, mithilfe von IS (Daesh)- und PKK-Mitgliedern in Regionen gehen könnten, wo sie die Sicherheitskräfte meiden können“, heißt es in dem Bericht.

Die FETÖ-Mitglieder könnten dann gemeinsam mit anderen Terrorgruppen Selbstmordanschläge, Morde und bewaffnete Anschläge in der Türkei durchführen, um Chaos und innere Konflikte im ganzen Land zu schaffen, so die Experten weiter.

Laut dem Bericht habe das Hauptquartier der Gendarmerie in der südosttürkischen Provinz Sirnak vor dem Putschversuch einen Hinweis erhalten.

Demnach sei drei türkischen Staatsbürgern in Nordirak von zwei hochrangigen PKK-Mitgliedern in der Region mitgeteilt worden, dass die USA und die NATO der PKK versprochen hätten, dass Erdogan im Herbst 2016 gestürzt würde und er entweder selbst zurücktreten oder nach einem Aufstand, der viel gewaltsamer als die Gezi-Proteste ablaufen würde, gezwungen würde, das Amt niederzulegen.

Dieser Aufstand sollte dem Bericht zufolge von einer aus PKK-, Gülen- sowie Anhängern anderer Gruppen initiiert werden.

In dem Papier wird auch erwähnt, dass Cyberattacken aus den USA gegen die Türkei nach dem 15. Juli zugenommen hätten:

„Während in den dreieinhalb Monaten vor dem Putschversuch 97 Cyberattacken von US-IP-Adressen ausgegangen waren, stieg die Zahl der Angriffe in den dreieinhalb Monaten nach dem Putschversuch auf 4.437 und somit um 4.574 Prozent.“

Die türkische Regierung wirft dem im US-Exil lebenden FETÖ-Anführer Fetullah Gülen vor, das Mastermind hinter dem Putschversuch gewesen zu sein.

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