„One Belt One Road“-Projekt
China: Wirtschaftsjournal empfiehlt Unternehmern Türkisch zu lernen

„Mit anderen Worten hat man keine Probleme, mit der Lokalbevölkerung entlang der One Belt One Road-Region zu kommunizieren, vorausgesetzt, man spricht Türkisch. Es gibt laut öffentlich zugänglichen Quellen bis zu 160 Millionen Menschen, die einen türkischen Dialekt sprechen", so im Bericht des Hong Kong Economic Journal.

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Peking (nex/eurasia) – Das Hong Kong Economic Journal hat am 23. Juni einen Bericht über die zentrale Bedeutung der Turkvölker für Chinas neue Seidenstraßen-Initiative veröffentlicht. Das chinesische Wirtschaftsprojekt zielt darauf ab, die Ökonomie Pekings über die Turkvölker mit den Volkswirtschaften Europas zu verbinden.

Die Turkvölker sind eine ethnische Familie, bestehend aus anatolischen Türken, Aserbaidschanern, Tataren, Kaukasiern, Kasachen, Usbeken, Turkmenen, Kirgisen und Uiguren, die in Chinas Ost-Turkistan-Provinz, auch als Xinjiang bekannt, leben.

Bemerkenswert ist: Chinas neue Seidenstraßen-Initiative, auch als „One Belt One Road“-Projekt bekannt, richtet sich an Länder, die mehrheitlich türkisch geprägt sind. Das ist ein Umstand, den alle Staaten, die eine Teilnahme ins Visier nehmen, berücksichtigen sollten, geht aus dem Bericht hervor.

Der Autor Kung-Cho Yee empfiehlt investitionswilligen Unternehmen vor diesem Hintergrund, die türkische Sprache zu lernen. Dabei bemerkt er, dass die türkischen Dialekte noch immer viele grammatikalische Gemeinsamkeiten haben, die es dem Lernenden ermöglichen, über die Staatsgrenzen hinweg zu agieren.

Im Artikel steht:

„Mit anderen Worten hat man keine Probleme, mit der Lokalbevölkerung entlang der One Belt One Road-Region zu kommunizieren, vorausgesetzt, man spricht Türkisch. Es gibt laut öffentlich zugänglichen Quellen bis zu 160 Millionen Menschen, die einen türkischen Dialekt sprechen.“

In der Vergangenheit war Russisch die Lingua Franca in Zentralasien. Zahlreiche Turkvölker waren lange Zeit Teil der von Moskau geführten Sowjetunion. Mit dem Kollaps der Sowjetunion wurden die Turkstaaten Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan und Usbekistan unabhängig. Russisch wird seither immer weniger in den Schulen der Länder unterrichtet, stattdessen immer mehr die lokalen türkischen Sprachen.

Nichtsdestotrotz soll es ausgenommen von Russland selbst mehr als 19 Millionen Menschen geben, die Russisch als Muttersprache ansehen. Der Artikel empfiehlt, dass Unternehmen, die mit Zentralasien zu tun haben sollten, zwar Russisch als Kommunikationssprache mitbringen sollten, ein Pluspunkt wäre allerdings Türkisch.

In Hong Kong gibt es hingegen kaum Fremdsprachenkenntnisse, wenn es um Turksprachen geht, heißt es. Das könnte sich allerdings schon bald ändern. Die Baptisten-Universität startete Sprachkurse in Türkisch. „Je größer das Interesse für Chinas Seidenstraßen-Initiative wird, umso größer wird das Interesse für die türkische Sprache“, sagte Kung-Cho Yee.

Außerdem sei es nicht nur ausreichend, Türkisch zu sprechen. Die Kultur der Menschen müsse verstanden und respektiert werden, wenn man in Zentralasien wirtschaftlich erfolgreich sein möchte. Die meisten Menschen entlang der Seidenstraße sind muslimisch geprägt.

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Erschienen bei unserem Kooperationsparter Eurasianews

 

 

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