"Logistik-Masterplan"
Erdogan: Türkei wird logistische Supermacht

Die Türkei wird sich laut Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Logistikzentrum entwickeln. Der türkische Staatschef stellte am Dienstag einen "Verkehrs- und Logistik-Masterplan" für das Jahr 2053 vor. Dieser umfasst auch den umstrittenen Kanal Istanbul.

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Ankara – Die Türkei wird sich laut Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Logistikzentrum entwickeln. Der türkische Staatschef stellte am Dienstag einen „Verkehrs- und Logistik-Masterplan“ für das Jahr 2053 vor. Dieser umfasst auch den umstrittenen Kanal Istanbul.

„Die Türkei ist auf dem Weg, die logistische Supermacht eines riesigen Gebietes zu werden, das von London bis Peking und von Sibirien bis Südafrika reicht“, sagte Erdogan auf einer Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung.

Das Handelsdreieck Europa-Asien-Afrika, in dem die Türkei liegt, biete große Chancen für das Land, insbesondere im Bereich des Verkehrs, so Erdogan.

Die Investitionen in den Schienenverkehr stünden im Mittelpunkt der Regierungspläne, und es sei geplant, das Schienennetz bis 2053 auf 28.590 Kilometer zu erweitern, so Erdogan. Die Regierung wolle den Anteil der Schiene am Personenverkehr von 1 Prozent auf 6,2 Prozent erhöhen, was über dem europäischen Durchschnitt liege, erklärte der türkische Staatschef weiter.

Seine Regierung wolle auch die Qualität des Straßennetzes durch neue Investitionen verbessern, um einen ununterbrochenen und komfortableren Transport zu ermöglichen. Er fügte hinzu, dass die Türkei bis 2053 das Straßennetz von 28.650 Kilometern auf 38.000 Kilometer und das Autobahnnetz von 3.633 Kilometern auf 8.325 Kilometer erweitern werde.

Das Projekt des Istanbul-Kanals sei auch von entscheidender Bedeutung, um den Schiffsverkehr im Bosporus zu verringern und die Macht der Türkei aufgrund ihrer geopolitischen Lage zu stärken. Erdogan versprach außerdem, die Zahl der Flughäfen in den kommenden Jahren von derzeit 56 auf 61 zu erhöhen.

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