Syrien
Bericht: In Assads Folter-Gefängnissen werden Geschlechtsteile mit Gartenscheren abgeschnitten

Eine Menschenrechtsorganisation listet in ihrem Bericht die grausamen Foltermethoden des syrischen Regimes auf. 

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Eine Menschenrechtsorganisation listet in ihrem Bericht die grausamen Foltermethoden des syrischen Regimes auf. 

Seit Beginn des blutigen Bürgerkrieges seien über 14.000 Menschen durch Angehörige des Regimes zu Tode gefoltert worden. Laut dem Syrischen Netzwerk für Menschenrechte (SNHR) befinden sich unter den Opfern auch 173 Kinder und 45 Frauen. 

In dem Bericht ist von 72 verschiedenen Foltermethoden die Rede. Dokumentierte Foltermethoden umfassen das Herausziehen von Nägeln, das Ausstechen von Augen, das Einschlagen des Schädels, das Ausschlagen von Zähnen und das Abschneiden von Körperteilen mit Gartenscheren, wie zum Beispiel den Fortpflanzungsorganen sowie das Zuklammern von Nasen, Ohren und Lippen.

Des Weiteren seien Häftlinge gezwungen worden ihre Mithäftlinge sexuell zu missbrauchen oder zu vergewaltigen. Einige Überlebende berichteten laut SNHR von „Einführen von Werkzeugen in die Fortpflanzungsorgane“. Einige Gefangene seien an Metallstühle gefesselt und an ihren Geschlechtsteilen mit Strom gefoltert worden. Dies habe zu schweren Schäden am Nervensystem geführt, so der Bericht.

Auch feuerbezogene Foltermethoden wurden dokumentiert. Bei einem dieser Techniken sei ein Metallspieß auf höchstmögliche Temperatur erhitzt und gegen „empfindliche Körperteile“ gehalten worden. Verbrennen mit Öl, Chemikalien, Insektiziden und sogar Schießpulver, das auf den Körper des Opfers gezündet wurde, werden in dem Bericht erwähnt.

Zu den psychologischen Foltermethoden gehörten unter anderem das „Ablecken von Toiletten und Tierlaute machen“. Häftlinge hätten auch bei den Folterungen von Mithäftlingen zuschauen müssen, so der Bericht. Die Leichen der zu Tode Gefolterten, seien nicht aus den überfüllten Zellen entfernt worden.

Insgesamt seien in syrischen Gefängnissen und „Krankenhäusern“ zwischen März 2011 und September dieses Jahres 14.298 Menschen durch Folter zu Tode gekommen. Der Bericht basiere auf den Dokumenten und Tausenden Interviews, die von der Menschenrechtsgruppe seit Beginn der Aufstände 2011 gesammelt wurden.

Wie Bild berichtet, ist das Menschenrechtsnetzwerk auch an der Identifizierung der Opfer auf den sogenannten Cäsar-Fotos beteiligt. 801 Opfer hätten so bereits zugeordnet werden können.

Der Militärfotograf „Cäsar“ hatte Tausende Beweisfotos von zu Tode Gefolterten aus Syrien geschmuggelt und veröffentlicht. Die Fotos wurden unter anderem der EU, dem US-Kongress und dem Menschenrechtsrat der UN vorgelegt. Auch das Holocaust-Museum in Washington hat sie dokumentiert, berichtet Bild weiter.

https://youtu.be/o1hLtaWv7T4

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