Farmaajo lehnt ab
Katar-Krise: Saudi Arabien droht Somalia mit Einstellung der Hilfen

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben dem somalischen Präsidenten Mohamed Abdullahi Farmajo 80 Millionen US-Dollar angeboten, wenn dieser die diplomatischen Beziehungen mit Katar abbreche.

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Mogadischu (nex) – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben dem somalischen Präsidenten Mohamed Abdullahi Farmaajo 80 Millionen US-Dollar angeboten, wenn dieser die diplomatischen Beziehungen mit Katar abbreche.

Einer Quelle bei der Nachrichtenagentur Khalij News zufolge habe Farmajo das Angebot abgelehnt.

Saudi-Arabien setze die somalische Regierung unter Druck, die Beziehungen zu Katar abzubrechen.

Es drohe damit, die Hilfen einzustellen, sollte Somalia seine neutrale Haltung nicht ändern und sich in der politischen Krise nicht gegen Katar stellen.

Anfang der Woche sei Medienberichten zufolge bekannt geworden, dass Saudi-Arabien und die VAE damit gedroht hätten, 50 Millionen US-Dollar für Hilfsmaßnahmen einzubehalten, sollte Somalia die Beziehungen mit dem Mini-Golfstaat nicht abbrechen.

Wie ein somalischer Regierungsvertreter mitgeteilt habe, seien sechs somalische Kabinettsmitglieder, die sich vor Kurzem anlässlich eines Besuchs in Saudi-Arabien aufgehalten hätten, wegen der Angelegenheit unter Druck gesetzt worden.

Das somalische Außenministerium hatte in der vergangenen Woche eine Erklärung veröffentlicht, in der es alle involvierten Bruderstaaten dazu aufrief, „die Differenzen innerhalb der Arabischen Liga sowie der Organisation für Islamische Zusammenarbeit auf dem Wege des Dialogs auszutragen“.

Die Türkei hat sich auf die Seite Katars gestellt, dessen arabische Nachbarn die Transportverbindungen mit Doha gekappt und katarische Staatsangehörige zum Verlassen der Länder aufgefordert haben.

Die Türkei versorgt das auch mit einer Wirtschaftsblockade belegte Katar seit vergangenem Donnerstag mit türkischen Lebensmitteln, die eingeflogen werden. Des Weiteren hat sie die Stationierung von Truppen in Katar versprochen. Die türkische Regierung hat mehrmals zum Abbau der Spannungen sowie zu einer diplomatischen Lösung der schweren Krise aufgerufen.

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