Geldwäscherichtlinie
Schäuble beschränkt Zugang zum Firmen-Transparenzregister gegen Geldwäsche

Das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geplante elektronische Transparenzregister mit Angaben über die Eigentümer aller deutschen Unternehmen und Stiftungen soll nun doch nicht für Jedermann im Internet einsehbar sein.

Teilen

Düsseldorf (nex) – Das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geplante elektronische Transparenzregister mit Angaben über die Eigentümer aller deutschen Unternehmen und Stiftungen soll nun doch nicht für Jedermann im Internet einsehbar sein. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Regierungskreise.

Demnach soll es jetzt nur noch einen „gestaffelten Zugang“ von wenigen Berechtigten zu diesen sensiblen Firmendaten geben. In einem ersten Gesetzentwurf zur Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie in nationales Recht hatte Schäuble dagegen im November noch vorgesehen, das Transparenzregister im Internet für alle zugänglich zu machen.

Gegen die Beschränkung des Kreises der Zugangsberechtigten gibt es laut dem Bericht jedoch Widerstand von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Es gebe in der Bundesregierung derzeit noch Abstimmungsbedarf, hieß es in den Regierungskreisen.

Der Entwurf soll am 8. Februar vom Kabinett verabschiedet werden. Anders als zunächst geplant sollen jetzt nur noch Behörden und so genannte Verpflichtete in Unternehmen im Rahmen von Kundensorgfaltspflichten einfachen Zugang zum Transparenzregister bekommen. Auch „sonstige Personen mit berechtigtem Interesse“ können das Register auf Antrag einsehen. Wer ein berechtigtes Interesse hat, entscheidet die Regierung.

Dazu sollen auch Journalisten oder Vertreter von Nichtregierungsorganisationen gehören, wenn diese ihr berechtigtes Interesse nachweisen können. Begründet wird die Beschränkung der Zugangsberechtigten damit, dass auch die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten nur einen beschränkten Zugang zum Transparenzregister schaffen will.

Das Transparenzregister ist Teil des Zehn-Punkte-Aktionsplans, den Schäuble nach der Enthüllung der „Panama Papers“-Affäre im April 2016 aufgestellt hatte. Die Transparenzregister der 28 EU-Staaten sollen miteinander vernetzt werden.

Auch interessant

Türkei: Israel-nahes Betrügernetzwerk zerschlagen

Istanbul - Türkische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben ein mit Israel in Verbindung stehendes, betrügerisches Handelsnetzwerk aufgedeckt. Wie Medien unter Berufung auf den türkischen Justizminister...

After Election Victory in Berlin: Central Council of Jews Warns Against a Left-Wing Government

Berlin - Following the historic outcome of the Berlin state election on September 20, in which Die Linke emerged as the largest political force,...

Erdoğans UN-Rede: Kritik am Sicherheitsrat trifft den Nerv der Zeit

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel US-Präsident Donald Trump drohte vor der UN mit der Vernichtung Irans. Das ist die Art von Diplomatie, bei der selbst...

Israel: Demonstranten fordern Todesstrafe für NAZA-Filmemacher

Tel Aviv - Aktivisten haben in der zentralisraelischen Stadt Savyon vor dem Haus der Eltern der Filmemacherin Rachel Szor (auch als Rachel Tzur geführt)...

„Zionisten unerwünscht“: Israelin droht griechischer Bar mit Klage

Athen - Ein Schild mit der Aufschrift „Zionists Not Welcome“ („Zionisten nicht willkommen“) in einer Bar auf der griechischen Insel Lesbos sorgt für rechtliche...

Headlines

Erdoğans UN-Rede: Kritik am Sicherheitsrat trifft den Nerv der Zeit

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel US-Präsident Donald Trump drohte vor der UN mit der Vernichtung Irans. Das ist die Art...

Paukenschlag in der Türkei: Erdoğan-Herausforderer Yavaş verlässt die CHP

Ankara – Paukenschlag in der türkischen Politik: Ankara-Oberbürgermeister Mansur Yavaş hat am heutigen Mittwoch seinen Austritt aus der Republikanischen...

Elif Eralp und der Palästina-Bumerang: Berlins neuer Machtfaktor

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Berlin hat gewählt, und diesmal hat die Hauptstadt dem politischen Establishment einen überdeutlichen Denkzettel verpasst:...

Israel: Demonstranten fordern Todesstrafe für NAZA-Filmemacher

Tel Aviv - Aktivisten haben in der zentralisraelischen Stadt Savyon vor dem Haus der Eltern der Filmemacherin Rachel Szor...

Meinung

Turkish Airlines erneut zur besten Fluggesellschaft Europas gekürt

London - Türkische Staatsairline klettert in der Skytrax-Gesamtwertung weltweit auf Platz fünf und sichert sich zudem erneut die Krone für das beste Business-Class-Catering. Die türkische...

Erdoğans UN-Rede: Kritik am Sicherheitsrat trifft den Nerv der Zeit

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel US-Präsident Donald Trump drohte vor der UN mit der Vernichtung Irans. Das ist die Art von Diplomatie, bei der selbst...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...