Antidemokratischer Putschversuch
Marmaris: Soldaten glaubten bei Erdogan-Anschlag an Anti-Terror-Einsatz

Die mutmaßlichen Putsch-Soldaten behaupten, ihnen sei vor dem Anschlag auf den Urlaubsort des Präsidenten gesagt worden, dass sie einen namhaften Terroristen fassen sollten

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Soldaten, die Erdogan fassen sollten, sei gesagt worden, es handle sich um einen Terroristen.

Izmir (nex) – Die mutmaßlichen Putsch-Soldaten behaupten, ihnen sei vor dem Anschlag auf den Urlaubsort des Präsidenten gesagt worden, dass sie einen namhaften Terroristen fassen sollten.

Putsch- Soldaten, die das Hotel, in dem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gemeinsam mit seiner Familie zum Zeitpunkt des tödlichen Putschversuchs Urlaub machte, erklärten, dass ihnen befohlen worden sei, „einen wichtigen Terroranführer zu fassen“.

Sicherheitskräfte, die unter der Bedingung der Anonymität mit den Medien sprachen, berichteten der Nachrichtenagentur Anadolu, dass Soldaten, die der Verbindungen zum gescheiterten, tödlichen Putschversuch verdächtigt würden, am vergangenen Montag in der westtürkischen Stadt Izmir vernommen worden seien.

Die Soldaten hätten ausgesagt, dass während 40 Soldaten mit Spezialausbildung zu einer Airbase mit dem Befehl geflogen worden seien, einen Urlaubsort in Marmaris, wo Erdogan sich aufhielt, anzugreifen, die ägäische Armeeführung einen separaten Befehl herausgegeben habe, den Putsch-Soldaten keine Hilfe zu leisten.

Der Befehlshaber der Izmir Airbase Oberst Ramazan Elmas jedoch habe die Soldaten von der Airbase abfliegen lassen.

Eine unbekannte Anzahl von Soldaten hätten ausgesagt, dass ihnen auf halber Strecke mitgeteilt worden sei, dass die demokratisch gewählte Regierung der Türkei gestürzt werden solle.

Noch sei unklar, wie viele Soldaten sich trotz der Warnung, es handle sich dabei um einen Militärputsch, an dem Anschlag beteiligt hätten, bei dem Erdogans beide Bodyguards ums Leben kamen.

Erdogan wies in einem exklusiven Interwiev mit CNN am vergangenen Montag darauf hin, dass er getötet oder gefasst worden wäre, wenn er 10 bis 15 Minuten länger in dem Hotel geblieben wäre. Nachdem der Anschlag scheiterte, seien die Soldaten in ein Waldgebiet geflohen, so die Quellen weiter.

 

 

 

 

 

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