Türkisch-russische Beziehungen
Moskau: Putin wird sich Mittwoch bei Erdogan bedanken

Der türkische Präsident Erdoğan und sein russischer Amtskollege Putin wollen am Mittwoch telefonisch die russisch-türkische Normalisierung fixieren. Auf diese Weise soll die Krise, die nach dem Abschuss der russischen Su-24 durch die türkische Luftwaffe im November des Vorjahres entstanden war, endgültig beigelegt werden.

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Ankara (nex) – Der Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, wird sich am Mittwoch in einem Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für dessen jüngstes Schreiben bedanken. Dies lassen Quellen aus dem Präsidentenamt verlauten. Mit dem Schreiben, in dem Erdoğan sein Bedauern über den Tod eines Piloten beim Abschuss einer russischen Su-24-Maschine äußerte, gab der türkische Präsident seinem Willen Ausdruck, die seit Monaten angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder zu normalisieren.

Den Quellen zufolge, die auf Grund geltender Restriktionen im Kontakt zu den Medien anonym bleiben wollten, will Putin seinen Amtskollegen Erdoğan um 12 Uhr mittags türkischer Zeit (10 Uhr MEZ) anrufen. Bereits am Montag hatte Premierminister Binali Yıldırım in einem Liveinterview mit dem staatlichen Sender TRT erklärt, beide politische Führer würden zeitnah miteinander telefonieren. In seinem Schreiben vom Montag drückte Präsident Erdoğan seine Bereitschaft aus, die Beziehungen zu Moskau wiederherzustellen. Das Staatsoberhaupt der Türkei drückte sein tiefes Mitgefühl und Kondolenz gegenüber den Familienmitgliedern des verstorbenen russischen Piloten aus und erklärte, die Türkei hätte „niemals den Wunsch oder die Absicht“ gehabt, ein Flugzeug Russlands abzuschießen.

Am 24. November 2015 hatte die türkische Luftwaffe einen russischen Bomber vom Typ Su-24 abgeschossen. Das Flugzeug, so Ankara, habe den Luftraum der Türkei verletzt und pro-türkische Turkmenen-Milizen bombardiert. Dieser Zwischenfall führte zur größten Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Türkei und Russland seit Ende des Kalten Krieges. Moskau nannte die Vorgehensweise einen „Dolchstoß in den Rücken“ und verhängte Sanktionen gegen die Türkei, die sich insbesondere auf die Lebensmittelexporteure und den Tourismus nachteilig auswirkten.

In seinem Brief nannte Erdoğan Russland einen „Freund und strategischen Partner“ Ankaras und machte deutlich, dass es sein Wunsch sei, die guten Beziehungen wiederherzustellen, die vor dem Vorfall geherrscht hatten.

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