Kampf gegen Terror
Saudische Kampfjets in İncirlik – Kommen bald auch die Bodentruppen?

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu kündigte auf dem Weg nach München die Verlegung saudischer Kampfjets nach İncirlik an. Die Golfmonarchie schließt nicht aus, gemeinsam mit der Türkei im Rahmen der internationalen Koalition gegen den IS auch Bodentruppen nach Syrien zu entsenden.

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München (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass die Türkei und Saudi-Arabien im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition auch Bodentruppen nach Syrien entsenden könnten. Gegenüber mehreren türkischen Zeitungen erklärte er im Umfeld seiner Teilnahme an der Münchener Sicherheitskonferenz, dass die Türkei und Saudi-Arabien bereit seien, sich in entsprechender Weise zu beteiligen, sollte es eine entsprechende Strategie gegen den IS geben.

Die Vorbereitung dafür sei bereits in vollem Gange, erklärte Çavuşoğlu. „Saudi-Arabien schickt Flugzeuge in die Türkei“, so Çavuşoğlu gegenüber der Zeitung „Milliyet“. „Sie haben die Basen besichtigt. Die Flugzeuge werden nach Incirlik kommen. Die genaue Zahl steht noch nicht fest. Sie erklärten, notwendigenfalls auch Bodentruppen senden zu können.“ Es sei noch unklar, wie viele Flugzeuge die Saudis tatsächlich am Ende auf die türkische Luftwaffenbasis verlegen würden. Im Laufe der letzten Wochen hatte Riad bereits mehrfach seine Bereitschaft bekundet, als Teil der US-geführten Anti-IS-Koalition Bodentruppen für den Kampf gegen die Terrormiliz bereitzustellen.

Bis dato hat sich Riad noch nicht maßgeblich an Luftschlägen gegen den IS beteiligt. Die Ernsthaftigkeit der Ankündigung der Saudis, die im syrischen Bürgerkrieg bereits seit längerer Zeit als „moderate Rebellen“ bezeichnete sunnitische Milizen bei ihrem bewaffneten Aufstand gegen Präsident Bashar al-Assad unterstützt hatten, wurde anfangs von einigen Partnern innerhalb der Anti-IS-Koalition in Zweifel gezogen. Zum einen seien die Saudis selbst bereits in den Bürgerkrieg im Jemen verwickelt, wo sie die vom Iran unterstützten, schiitischen Huthi-Rebellen bekämpfen. Zum anderen galt Saudi-Arabien lange selbst als einer der Hauptfaktoren für das Einströmen von Rebellen, die anfangs Gruppen wie die FSA, die „Islamische Front“ oder die Jabhat al-Nusra verstärkt hatten, am Ende aber zum IS überliefen.

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