Künstliche Intelligenz
Jeder Zweite in Europa shoppt mit KI-Unterstützung

Deutschland bewegt sich im unteren Mittelfeld. Grundlage der Studie ist eine im Mai 2026 durchgeführte Online-Befragung von 13.500 Konsument:innen in 15 europäischen Ländern,

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München  – KI-Agenten werden für immer mehr Menschen zu einem festen Bestandteil des Online-Shoppings. In Deutschland haben die Nutzer:innen von KI-Einkaufshilfen in den vergangenen neun Monaten deutlich zugenommen auf 52 Prozent im Jahr 2026. Bei einer vergleichbaren Befragung im September 2025 lagen sie noch bei 44 Prozent.

  • Mehr als jede zweite Person (56%) in Europa nutzt bereits KI beim Shopping, vor allem für den Preisvergleich (32%).
  • Die Kaufentscheidung vollständig an die KI zu delegieren, kommt nur für acht Prozent der europäischen und sechs Prozent der deutschen Konsument:innen infrage.
  • Die häufigsten Vorbehalte sind Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (37%), die Sorge vor Manipulation (32%) sowie der Verlust des menschlichen Kontakts (30%)

Weitere 28 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, sie auszuprobieren, wie die aktuelle Deloitte-Studie „The state of Agentic Commerce in Europe“ darlegt. Im europäischen Vergleich zeigen sich dabei merkliche Unterschiede (vgl. Abbildung 1): Während Spanien mit 67 Prozent KI-Shoppern unter den Befragten an der Spitze liegt, bildet Großbritannien mit 48 Prozent das Schlusslicht.

Deutschland bewegt sich im unteren Mittelfeld. Grundlage der Studie ist eine im Mai 2026 durchgeführte Online-Befragung von 13.500 Konsument:innen in 15 europäischen Ländern, 1.500 davon in Deutschland.

„Die KI bewegt sich mit Siebenmeilenstiefeln durch den Handel und verändert, wie Menschen Produkte entdecken, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen“, sagt Egbert Wege, Handelsexperte und Partner bei Deloitte. „Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern wie umfassend die KI Einkäufe künftig übernehmen und steuern wird. Der Handel muss nun nicht nur die Aufmerksamkeit der Menschen, sondern auch der KI gewinnen.“

Viele nutzen KI zur Beratung – nur wenige delegieren den Kauf

Wer bereits KI beim Online-Einkauf eingesetzt hat, verwendet die Technologie zunehmend häufiger (75%). Mehr als die Hälfte (56%) dieser Nutzer:innen bevorzugen KI-Agenten gegenüber anderen digitalen Hilfsmitteln, und für fast ebenso viele (51%) sind sie bereits ein unverzichtbarer Bestandteil des Einkaufserlebnisses.

Dieser Trend zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg. Besonders häufig kommen KI-Agenten für den Vergleich von Preisen (32%) sowie von Produkten (24%) und für das Zusammenfassen von Produktbewertungen (22%) zum Einsatz. Deutlich geringer ist hingegen die Bereitschaft, Kaufentscheidungen vollständig an die KI zu übertragen: Europaweit wollen dies bislang lediglich acht Prozent der KI-Nutzer:innen (vgl. Abbildung 2), in Deutschland sogar nur knapp sechs Prozent.

Ohne Vertrauen kein KI-Commerce

Wie stark Verbraucher:innen KI im Einkauf nutzen, hängt wesentlich vom Vertrauen in die Technologie ab. Besonders offen zeigen sich junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren: Sie vertrauen KI-Tools bereits mehr (39%) als Mitarbeitenden im stationären Handel (34%) und sind trotz bestehender Datenschutzbedenken eher bereit, persönliche Daten zu teilen.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Skepsis gegenüber KI-Anwendungen hingegen zu. Zu den häufigsten Vorbehalten europäischer Verbraucher:innen zählen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (37%), die Sorge vor Manipulation (32%) sowie der Verlust des menschlichen Kontakts (30%).

Die Studienergebnisse deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen der Bereitschaft zur Datenfreigabe und der Verbreitung von KI-Nutzung in den einzelnen Ländern hin. In Deutschland haben Datenschutzbedenken im Zusammenhang mit KI-gestützten Einkaufshilfen deutlich abgenommen: Nannten im Jahr 2025 noch 52 Prozent der Befragten Datenschutz als ihr Hauptbedenken, sind es 2026 nur noch 30 Prozent.

„Verbraucherinnen und Verbraucher sammeln zunehmend positive Erfahrungen mit der KI und legen ihre Bedenken ab. Dennoch entsteht Akzeptanz nicht durch leistungsfähige Technologie allein. Unternehmen müssen KI-Anwendungen transparent, sicher und nachvollziehbar gestalten, denn am Ende entscheidet das Vertrauen der Menschen über den Erfolg von KI im Handel“, sagt Egbert Wege.

Deloitte

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