Paradoxon der Fremdenfeindlichkeit
Mehrheit der Alt-Einwanderer in Deutschland gegen weitere Einwanderung

Was die Ablehnung weiterer Einwanderung nach Deutschland anbelangt, haben eingebürgerte Einwanderer fast zu autochthonen Deutschen aufgeschlossen.

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Berlin (dts) – 40 Prozent der Deutschen mit Zuwanderungsgeschichte finden laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der „Welt am Sonntag“ (29. November), Deutschland solle weniger Flüchtlinge aufnehmen als derzeit (ohne Migrationshintergrund: 45 Prozent). 24 Prozent der befragten Zuwanderer sagen sogar, es sollten gar keine Flüchtlinge mehr ins Land kommen (ohne Migrationshintergrund: 25 Prozent). Damit wollen knapp zwei Drittel dieser Menschen die weitere Zuwanderung begrenzen oder sogar stoppen.

Acht Prozent der befragten Migranten sind dafür, mehr Flüchtlinge aufzunehmen (ohne Migrationshintergrund: sechs Prozent). 23 Prozent sagen, Deutschland solle so viele wie bisher aufnehmen (ohne Migrationshintergrund: 20 Prozent). Jeder fünfte deutsche Einwohner hat einen Migrationshintergrund, er selbst, seine Eltern oder Großeltern sind nach Deutschland eingewandert. Dass man die Erfahrung der Zuwanderung teilt, bedeutet offensichtlich kein bedingungsloses Wohlwollen gegenüber den neuen Zuzüglern. „Alle Einwanderer wissen natürlich, dass die Ressourcen knapp sind. Sie sind glücklich, wenn sie teilhaben können und neigen wie die biodeutschen Einheimischen dazu zu fragen: Wird das nicht zu viel? Müssen wir teilen?“, sagte Wolfgang Kaschuba, Direktor des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, der „Welt am Sonntag“. Dass diejenigen, die schon länger hier seien, sich gegenüber den Neuankömmlingen nun abgrenzten, sei „ein interessanter, aber unbeabsichtigter Integrationseffekt“, sagte Kaschuba und fügte hinzu: „Immer wenn Fremde kommen, sind die, die vorher angekommen sind, weniger fremd.“

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