EU-Türkei
Visafreiheit für Türken: Ankara droht mit Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens

Ankara (nex) – Ankara wird im Mai ein neues Dokument über das Visaabkommen mit der EU vorlegen, das bei Nichtannahme durch die EU das Flüchtlingsabkommen für aufgekündigt erklären werde. Dies hat am gestrigen Samstag der türkische EU-Minister Ömer Celik mitgeteilt.

In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN Türk wies Celik darauf hin, dass die Türkei ihren im Deal mit der EU festgelegten Verpflichtungen nachkomme.

Das Flüchtlingsabkommen zwischen den beiden Parteien würde fortgesetzt, wenn die EU das neue Angebot aus Ankara annähme, das im Mai vorgelegt werden soll, sagte Celik und fügte hinzu:

„Wenn sie unseren Vorschlag annehmen, wird das Abkommen auf positive Weise erfüllt werden, andernfalls würde es aufgekündigt.“

Die EU und die Türkei hatten sich im März vergangenen Jahres auf einen Plan zur Eindämmung der illegalen Migration über das Ägäische Meer geeinigt. Dabei soll Menschenhändlern das Handwerk gelegt und die Situation der etwa drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei verbessert werden.

Premier-League
Verletzung: Droht Ibrahimovic das Karriere-Aus?

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Manchester (nex) – Dem schwedischen Superstar des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United droht wegen einer Kreuzbandverletzung angeblich das Karriereende. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf britische Medien. Demnach habe United allerdings lediglich eine schwere Knieverletzung, die in den kommenden Tagen genauer untersucht werden soll, bestätigt.Erst dann könne die Ausfallzeit bekannt gegeben werden. Neben Ibrahimovic hatte sich im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den RSC Anderlecht auch der Argentinier Marcos Rojo am Knie verletzt, berichtet die „Bild“ weiter.  

Neubrandenburg
Frau stürzt 60 Meter vom Kreidefelsen in die Tiefe und stirbt

Neubrandenburg (nex) – Ein tragischer Unfall ereignete sich gestern Nachmittag am Kreidefelsen. Über den Notruf der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurde der Absturz einer weiblichen Person von den Kreidefelsen im Bereich der „Ernst Moritz Arndt Sicht“ im Nationalpark Jasmund gemeldet. Rettungsdienst und Polizei waren kurze Zeit später am Einsatzort. Durch die Beamten des Polizeireviers Sassnitz und der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz wurde die Absturzstelle auf dem Hochuferweg an der Ernst-Moritz-Sicht aufgesucht. Die Rettungskräfte konnten den ca. 60 Meter tieferen Uferbereich durch den Einsatz eines Rettungshubschraubers erreichen. Der Notarzt stellte nur noch den Tod der 21-jährigen Touristin aus Hamburg fest. Nach den bisherigen Erkenntnissen werde der Polizei zufolge von einem tragischen Unglücksfall ausgegangen. Ein Ehepaar aus Hamburg machte einen Spaziergang am Hochuferweg. Die Frau befand sich unmittelbar an der Felskante. Sie kam ins straucheln, verlor das Gleichgewicht und fiel ca. 60 Meter in die Tiefe. Dort stürzte sie auf die felsige Küste. Die Bergung der Verstorbenen erfolgte mit Unterstützung eines Schiffes der Bundespolizei.  
(Foto: Wikimedia)

"Dann geht doch nach Hause!"
Türkei-Deutsche widersprechen Serdar Somuncu: „Wir sind schon länger als eine Woche hier“

Dortmund (nex) Im Vorfeld des Referendums über die Verfassungsreform in der Türkei und in den darauffolgenden Tagen hat sich der Comedian Serdar Somuncu mit harscher Kritiker an der türkischen Einwanderercommunity hervorgetan. Insbesondere nahm er dabei Anstoß daran, dass unter den türkischen Einwanderern ein überdurchschnittlich hoher Anteil für die Einführung des umstrittenen Präsidialsystems votierte und Präsident Recep Tayyip Erdogan eine hohe Autorität genießt. In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ erklärte Somuncu jüngst unter anderem, die Deutsch-Türken, die von Deutschland aus ihr Wahlrecht in der Türkei zu Gunsten Erdogans ausüben, würden „nicht eine Woche in der Türkei leben können“. Hinsichtlich dieser Behauptungen haben sich einige Leser und vor allem Leserinnen an die Redaktion gewandt, die aus Deutschland stammen oder dort aufgewachsen sind und bereits seit längerer Zeit in der Türkei leben:  
Anke Demirkıran
(Foto: Privat)
Ich lebe nun schon gute zehn Jahre in der Türkei. Also sogar schon etwas länger als eine Woche. Mich hat niemand gezwungen, ein Kopftuch zu tragen oder meinen Namen zu ändern.
 
Petra Steiniger Aladag
(Foto: Privat)
Ich lebe seit sechs Jahren in der Türkei. Ich habe mich hier noch nie eingeengt gefühlt oder erlebt, dass man mir was aufzwingen will. Ich fühle mich hier freier als in Deutschland.
Manuela Klöpfel Fidan
(Foto: Privat)
Ich lebe seit 15 Jahren in der Türkei. Meine Schwägerin ist Türkin, sie ist in Deutschland geboren und dort über 28 Jahre aufgewachsen. Ich darf ganz offen lachen, in Restaurants Bier oder Raki mit meinem Mann und Freunden trinken, ich dürfte auch jederzeit mit kurzem Rock oder Hose an die Öffentlichkeit gehen, wenn mir danach wäre.
Petra Canan
(Foto: Privat)
Ich lebe seit über 11 Jahren mit meinem Mann, einem in Deutschland geborenen Türken, und unseren beiden Jungs (12 und 15 Jahre alt) in Antalya. Manche denken ja immer noch, in der Türkei gäbe es keinerlei Luxus und wir schöpfen unser Wasser noch aus Wasserlöchern. Das sind dann diejenigen, die ihre Augen nicht mehr zukriegen, wenn sie mal hier waren. Alles schon erlebt… Der einzige Unterschied: Ich könnte mir den gleichen Luxus in Deutschland niemals leisten. Seit Jahren setze ich mich schon gegen Falschmeldungen der deutschen Medien ein, aber was gerade passiert, ist einfach nur noch traurig und es macht mich sprachlos, wie gegen die Türkei gehetzt, gelogen und alles falsch dargestellt wird. Ich bin sehr dankbar, hier leben zu dürfen und bereue keine Sekunde.
Gaby Subaşı
(Foto: Privat)
Ich bin schon seit 24 Jahren mit türkischem Ehemann eingetürkt, lebe seit 14 Jahren in der Türkei und fühle mich hier sehr wohl. Ich lebe hier ohne jeglichen Zwang und Unterdrückung, selbst ein Kopftuch hat man nicht versucht, mir aufzuzwingen. Wenn ich die jungen Leute hier ansehe, die laufen super modern und gestylt durch die Gegend und keiner stört sich daran. Es ist so interessant, wenn man etwa zwei junge Mädels sieht, dicke Freundinnen, die hier Arm in Arm laufen, die Eine im Minirock, die andere mit Kopftuch. Es geht doch auch so, wie man sieht. Leben und leben lassen.
Marina Bütün
(Foto: Privat)
Ich bin nun seit 14 Jahren permanent in der Türkei und habe vor mehr als 25 Jahren in der Türkei geheiratet. Ab 1990 bin ich zwischen den Ländern gependelt… Mein türkischer Mann, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, hat genau wie ich dieselbe Einstellung, nämlich, dass wir in der Türkei unsere Heimat gefunden haben und wir hier lieber leben als in Deutschland. Natürlich fehlt mir meine Familie in Deutschland sehr, aber das würde mich nicht dazu bewegen, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Wir haben uns hier eine Existenz aufgebaut, eine Baufirma, und leben in einer traditionellen Stadt 15 Kilometer von der Küste in der Provinz Muğla entfernt, in der kaum Ausländer wohnen. Wenn ich will, laufe ich im Sommer mit kurzer Hose und im Top. Wenn ich will, gehe ich – zum Entsetzen meines Mannes – auch schon mal mit der Şalvar mit Blümchen (traditionelle Pumphose Anm. Redaktion) in die Stadt in den Supermarkt und meine türkischen Nachbarinnen finden es lustig. Im nächstgelegenen Stadtteil am Meer leben Christen und Muslime zusammen und keiner stört sich am anderen. Ja, sogar an der traditionellen Weihnachtsfeier am Strand nehmen auch die Türken teil und bringen Gebäck mit. Wer sagt, man kann hier nicht leben, der lügt oder hat keine Ahnung. Die, die wieder nach Deutschland zurückkehren, haben meistens private Gründe – wie Beziehungsprobleme, ein falsches Geschäftskonzept oder eine Änderung der Lebensplanung. Nur mal nebenbei: In der gesamten Türkei leben 50 000 Deutsche und das sind nicht nur Rentner, sondern auch solche, die hier leben und arbeiten und ich kenne keinen, der sagt, sie haben ein qualvolles Leben.
Steffi Nissel
(Foto: Privat)
Ich heiße Steffi Nissel und lebe mit meinen Mann Gerhard Maucher seit 09/2011 in Ilica/Antalya. Ich bin Rentnerin und uns geht es hier gesundheitlich viel besser. Wir wurden hier wie Freunde aufgenommen und wir fühlen uns hier angekommen. Mein Mann hatte vor einem Jahr einen Herzinfarkt und da ich beruflich aus den Gesundheitswesen komme, kann ich es sehr gut einschätzen, ob ein Gesundheitssystem gut ist oder nicht. Ich bin sehr, sehr positiv überrascht gewesen .Hier wird schnell geholfen und mir ist aufgefallen, dass man hier teilweise weiter ist als in Deutschland. Was mich seit einiger Zeit sehr ärgert ist, dass man sieht, wie die deutschen Medien die Türkei spalten möchten. Es kommen ständig entweder Falschmeldungen oder verdrehte Meldungen. Da wir noch Kinder und Enkelkinder in Deutschland haben, fliegen wir im Sommer sowie Weihnachten nach Deutschland. Dort spüre ich ganz deutlich, wie die Einstellung zur Türkei ist. Es tut mir im Herzen weh, wenn man über ein Land urteilt, obwohl man da nicht lebt! Für mich ist die Türkei ein stolzes Land und ich bin dankbar und glücklich hier leben zu dürfen. Wollen wir doch ehrlich zu uns sein, es gibt kein Land wo alles perfekt ist. Wir haben in Deutschland genügend Baustellen um die wir uns kümmern müssen ! Wir hoffen, dass Deutschland einmal einen vernünftigen und ehrlichen Weg findet , wieder mit der Türkei zusammen zu arbeiten. Schließlich kann man nur durch Einigkeit denn Terror bekämpfen. Wir haben alle nur ein Leben und eine Welt und wir sind alle Menschen, egal ob schwarz oder weiß, egal welche Religion !
Henriette Wild
(Foto: Privat)
Als wir uns nach mehreren Rucksackreisen durch Anatolien dazu entschlossen, für längere Zeit in der Türkei zu leben, wussten wir noch nicht, wie diese Entscheidung unser gesamtes Leben umkrempeln würde. Wie sagte schon Franz Kafka: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“. Mit diesem Leitmotto zogen wir, eine normale deutsche Familie, 1989 mit unseren vier Jungs in die Türkei. Für die damalige Zeit total ungewöhnlich, dementsprechend waren auch die Kommentare unseres direkten Umfeldes. Teilweise wurden wir als verantwortungslos bezeichnet. Nur ganz wenige konnten unseren neuen Weg nachvollziehen. Aber genau weil wir uns unserer großen Verantwortung bewusst waren, haben wir uns für diesen Schritt entschieden. Zum einen wollten wir unseren Kindern zeigen, dass man auch Wege gehen kann, die noch nicht vorgefertigt sind, sondern die man selber bereitet. Zum anderen war es uns wichtig, den Kids aufzuzeigen, dass Zufriedenheit und Glück nicht vom materiellen Wohlstand abhängig sind. Sie sollten selbst erfahren, was den Menschen ausmacht, dass man ihn nicht an seinen Markenklamotten misst, sondern an seinen Werten. Gleichzeitig war es ein Weg zurück zu den Wurzeln. Wir wählten ganz bewusst eine einfache Lebensweise. Heute kann ich mit Stolz sagen, diesen Weg zu gehen, das war eine gute Entscheidung. Obwohl wir in den 90iger Jahren wieder für eine gewisse Zeit nach Deutschland zurück mussten, war für uns die Türkei zur zweiten Heimat geworden. Es war ein ständiges Reisen zwischen den Kontinenten. Wir wussten, dass der Tag wieder kommen würde, an dem wir zu Deutschland „Tschüs“ sagen werden und uns für immer in der Türkei niederlassen werden. Heute ist dieser Tag schon lange dagewesen. Mittlerweile wohnt die Hälfte der Kinder hier bei uns in der Türkei und der Rest der mittlerweile erwachsenen Kinder verstreut sich in der Welt. Die Jüngste, ja, es kamen noch mehr Kinder dazu, studiert derzeit an einer türkischen Uni. Auch für sie gibt es keine Alternative mehr zur Türkei. Für uns ist das Land zwischen Orient und Okzident zur Heimat geworden. Für mich, als Autorin und Texterin ist es wichtig, dass ich in einem Umfeld in Ruhe und Sicherheit arbeiten kann. Wir leben an der nördlichen Ägäis und fühlen uns hier absolut sicher und geborgen. Geborgen in einer türkischen Gemeinschaft, die ihresgleichen sucht. Geborgen in einem Lebensgefühl der Sicherheit, Akzeptanz, Freundschaft und Zufriedenheit. Im empfehle jedem, vor allem denen, die dem Land, dem Volk und seiner Regierung kritisch gegenübersstehen und die ihre Informationen nur aus den deutschen Medien kennen: Besuchen Sie die Türkei, reden Sie mit den Leuten auf der Straße (es können genug deutsch), machen Sie sich Ihr eigenes Bild von diesem wunderschönen Land. Und machen Sie es wie ich, lernen Sie bei der Mitarbeit im dörflichen Alltag Kultur und Traditionen kennen. Hoşgeldiniz Türkiye !

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Erdogan-Kritik
„Eine Angst geht um“: Drohungen gegen ‚Erdogan-Anhänger‘ in Deutschland nehmen zu

Bielefeld  (tp/nex) – Wie die Polizei in Bielefeld bereits am Dienstag meldete, sprühten bislang unbekannte Täter am vergangenem Dienstag in Bielefeld die Fassade eines türkischen Schnellrestaurants mit Parolen, die in Zusammenhang mit dem Volksreferendum in der Türkei stehen. Laut dem Pressebericht wurden in der Tatzeit kurz zuvor auf der Detmolder Straße/Ecke Niederwall Autoreifen angezündet. Bei der anschließenden Fahndung entdeckten Polizeibeamte zudem Graffiti in der Nähe der Kreuzung. Dabei handelt es sich um ein türkisches Imbissgeschäft, dessen Schaufenster mit Parolen wie „Unterstützt Erdogan“ und „Faschisten Anhänger“ besprüht wurde. Gegen drei Uhr bemerkte eine Polizeistreife auf der Detmolder Straße in Höhe des Niederwalls die brennenden Autoreifen und löschten sie. In der Kreuzstraße fielen ihnen hierbei auch mehrere Farbschmierereinen an Hausfassaden auf, unter anderen an diesem Geschäft. Ob ein Bezug zu der Brandstiftung der Reifen besteht, ist derzeit nicht geklärt. Der Staatschutz habe die Ermittlungen aufgenommen. In Brühl haben Unbekannte Flugblätter in die Briefkästen vermeintlicher „Erdoğan-Anhänger“ hinterlegt. In den Flugblättern werden die Türken mit einem ironischen Unterton dazu aufgefordert, das Land zu verlassen. Als Grund dafür wird die scheinbare Ablehnung der deutschen Werte und Gesellschaft aufgeführt. Man solle doch in das Land gehen, über das man beim Referendum selbst abgestimmt habe, so der Wortlaut in dem Schreiben.
(Foto: AA)
„Ihr Präsident wird sie sicherlich mit offenen Armen empfangen, denn da er ganz viele böse Menschen bereits eingesperrt hat, und sie auch logischerweise auch wird hinrichten müssen, sind ganz viele Wohnungen und Arbeitsplätze in der Türkei frei.“, lautet unter anderem in einem Satz. Auf die DITIB-Moschee in Leipzig-Volkmarsdorf wurde in der Nacht zum vergangenem Donnerstag ein Farbanschlag verübt. Das Gebäude in der Hermann-Liebmann-Straße sei großflächig mit einer bislang unbekannten schwarzen Substanz beschmiert worden, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. Zudem wurde die Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, mit dem Graffiti-Schriftzug „Fuck AKP!!“ beleidigt. Laut Braunsdorf soll der Staatsschutz die Ermittlungen übernehmen.
(Foto: Screenshot/Twitter/Lejeune)
Der Anschlag ereignete sich nach Polizeiangaben zwischen 23 Uhr und 5 Uhr. Ein Mitglied der Gemeinde stellte den Schaden am Morgen fest und informierte die Polizei, die gegen 5.40 Uhr am Tatort war. Auch das Schild über dem Eingang, Türen und Fenster wurden beschmiert. Die Schadenshöhe ist bislang noch unklar. „Immer mehr Menschen trauen sich nicht, sich offen positiv über den türkischen Präsidenten oder die AKP zu äußern“, so eine Erzieherin aus Hagen, die nicht namentlich genannt werden möchte. Sie habe von Fällen gehört, in denen Stellenbewerber von Arbeitgebern nach ihrer Einstellung gegenüber Präsident Erdogan gefragt wurden. „Es geht eine Angst um, niemand den ich kenne, lobt in irgendeiner Weise Erdogan“, sagte die 27-Jährige im Gespräch mit NEX24.

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Rüstungsindustrie
Türkei: Eigenes Amphibienschiff “Bayraktar” der Marine übergeben

Istanbul (nex) – Von einer Zeremonie begleitet ist heute in der Istanbul-Tuzla „Bayraktar“ der Marina übegeben worden. „Bayraktar“ ist das erste im eigenen Land hergestellte Amphibienschiff der türkischen Marine.
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An der gut besuchten Zeremonie nahm auch der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik teil. In seiner Rede würdigte er die Leistungen der türkischen Ingenieure und betonte, dass die Abhängigkeit der türkischen Verteidigungsindustrie vom Ausland von Tag zu Tag geringer werde.
(Foto: AA)
Vollständig von türkischen Ingenieuren entworfen Die wieder aufflammenden Terroraktivitäten und das schwierige sicherheitspolitische Umfeld machten es dem Minister zufolge besonders wichtig, in die Verteidigungsindustrie zu investieren. Die Lage erfordere eine Intensivierung entsprechender Arbeiten und ihrer Vorbereitungen. Die „Bayraktar“ sei vollständig von türkischen Ingenieuren entworfen und gebaut und ausschließlich mit in der Türkei hergestellten Waffensystemen bestückt worden.
(Foto: AA)
Auch im Zuge von Naturkatastrophen und Rettungsaktionen könne das Schiff gute Dienste leisten Insgesamt stammen 70 Prozent aller Bauteile des Schiffs Erdoğan zufolge aus einheimischer Produktion. Bayraktar soll in türkischen Hoheitsgewässern, aber auch auf hoher See zum Einsatz kommen. Auch im Zuge von Naturkatastrophen und Rettungsaktionen könne das Schiff gute Dienste leisten. Bayraktar sei zudem vollständig gegen biologische und chemische Angriffe geschützt und erzeuge seinen Strom selbst.

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Spiegel-Bericht
Bericht: Deutscher Geheimdienst spähte Polizeibehörden Dutzender Länder aus

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Dortmund (nex) – Der Bundesnachrichtendienst hat einem Bericht des „Spiegel“ zufolge über Jahre die internationale Polizeibehörde Interpol ausgespäht. Wie das Magazin weiter berichtet soll der deutsche Geheimdienst spätestens seit 2000 außer der Interpol-Zentral in Lyon Frankreich auch Interpol-Büros in Griechenland, Spanien, Italien, Östereich, Belgien, Dänemark und Dutzenden weiteren Ländern angezapft haben. Sogar die USA befinde sich in der Liste. Das gehe aus Unterlagen hervor, die der „Spiegel“ einsehen konnte. Dem „Spiegel“-Bericht zufolge überwachte der BND neben E-Mail-Konten auch Telefone und Faxgeräte der Interpolbüros. Interpol gehören 190 Mitgliedstaaten an. Auch Daten der europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag seien erfasst worden. Ob die Überwachung von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde, beantwortete der BND dem Bericht zufolge nicht. Zu operativen Aspekten seiner Arbeit äußere sich der Dienst ausschließlich gegenüber der Bundesregierung und den zuständigen Gremien des Bundestages, habe ein Sprecher des BND dem „Spiegel“ mitgeteilt. „Dass Nachrichtendienste auch Polizeibehörden ausspähen, ist ein skandalöser und unfassbarer Vorgang“, erklärte Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz gegenüber Medien. „Wir wissen inzwischen, dass auch Parlamente, diverse Unternehmen und selbst Journalisten sowie Presseverlage im Visier auch eng befreundeter Länder stehen.“

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Flüchtlingsabkommen
Deutschland nimmt nach EU-Türkei-Abkommen die meisten Flüchtlinge auf

Düsseldorf (nex) – Deutschland hat im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens mit 1768 von 4884 Flüchtlingen bisher die meisten Menschen aufgenommen, die aus Flüchtlingslagern in der Türkei in die EU übersiedeln durften. Dies geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegen. Nach Deutschland folgen die Niederlande mit 1029 aufgenommenen Flüchtlingen, Frankreich mit 691 und Finnland mit 384. Weitere Aufnahmeländer sind unter anderem Schweden (279), Belgien (242), Italien (208) und Spanien (118). Mittlerweile landen regelmäßig in Deutschland Flugzeuge, die Menschen aus den Flüchtlingslagern bringen. Erst am vergangenen Donnerstag kam eine Maschine mit 180 Personen an. Der nächste Flug ist für den 9. Mai vorgesehen. Geplant ist nach Angaben des Innenministeriums, dass monatlich künftig bis zu 500 Flüchtlinge auf diesem Weg nach Deutschland kommen können.

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Türkei
Nach 85 Tagen Geiselhaft befreit: Iranischer Geschäftsmann dankt türkischer Polizei

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Mardin (nex) – Ein iranischer Unternehmer, der sich aus geschäftlichen Gründen in der Türkei aufhielt, wurde am gestrigen Freitag im Zuge einer Operation der Sicherheitskräfte im Distrikt Nusaybin der südosttürkischen Provinz Mardin befreit. Der Mann war 85 Tage zuvor zur Erpressung von Lösegeld entführt worden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Dogan. Demnach wurde Ziyaeddin Muhammad Nedschad, Leiter eines Textilunternehmens in der iranischen Provinz Urmia, von Personen, mit denen er sich zuvor getroffen hatte, entführt. Die Kidnapper verlangten in einer Videoaufnahme Lösegeld von Nedschads Familie. Nedschad wurde am Morgen des 21. April nach fast drei Monaten in den Händen der Entführer bei einem Polizeieinsatz im Stadtviertel Girnavaz befreit.
(Foto: Screenshot)
„Sie entführten mich vor 85 Tagen und forderten Lösegeld“, erzählte Nedschad im staatlichen Krankenhaus von Nusaybin. „Sie ketteten mich an und folterten mich. Sie nahmen ein Video von mir auf und sagten zu meiner Familie ‚Wir werden euren Sohn töten, wenn ihr das Lösegeld nicht gebt oder zur Polizei geht‘. Möge Gott mit dem türkischen Staat und der türkischen Polizei zufrieden sein. Sie haben große Pein auf sich genommen und mein Leben gerettet“, so gegenüber Journalisten. Unterdessen sind laut der Nachrichtenagentur Dogan acht Verdächtige festgenommen worden, deren Fälle von der zuständigen Polizeidienststelle bearbeitet würden.  

AfD-Parteitag
Deutscher Journalistenverband nennt AfD medien- und verfassungsfeindlich

Hamburg (nex) – Der AfD-Parteitag ist auch Groß-Einsatztag für den Deutschen Journalisten-Verband. Im selben Hotel in Köln hat der DJV ein „alternatives Pressezentrum“ errichtet, für alle Medienmacher, die von der AfD an der Arbeit gehindert werden. In einem am Samstag veröffentlichten Thesenpapier bezeichnet DJV-Vorsitzender Frank Überall die AfD als „Medien- und Verfassungsfeinde“. Am kress.de-Telefon warnt er mit deutlichen Worten vor den Folgen der AfD-Politik für die unabhängige Presse: „Der gezielte Ausschluss von Journalistinnen und Journalisten zeigt das äußerst unkritische gestörte Verhältnis der AfD zur Pressefreiheit. Das aber ist eine Bestimmung aus dem Grundgesetz, sie hat also Verfassungsrang.“ Wenn diese Partei dagegen ist, verhalte sie sich nicht nur medien-, sondern auch verfassungsfeindlich, sagte Frank Überall zum Mediendienst kress.de.