Türkei
PKK-Terror: Ministerpräsident Yildirim weiht weiteres millionenschweres Wiederaufbauprojekt in Diyarbakir ein

0
Diyarbakir (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat am Freitag in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir restaurierte Objekte im Wert von 57 Millionen Türkische Lira (16 Millionen US-Dollar) eröffnet. Die Wirtschaft und die Infrastruktur von Diyarbakir waren bei Kämpfen zwischen der türkischen Armee und der Terrororganisation PKK im vergangenen Jahr schwer beschädigt worden. Ein Ministerrat hatte im März vergangenen Jahres Teile der Stadt verstaatlicht, um beschädigte Strukturen abzureißen und neuzubauen. So sei Medienberichten zufolge im Rahmen des Verbesserungsprojekts Gazi- und Memleketstraßen die Fassaden von 500 Arbeitsplätzen für umgerechnet 6,8 Millionen US-Dollar restauriert worden. Der türkische Ministerpräsident wird auch der Wiedereröffnung verschiedener historischer Gebäude beiwohnen, die beschädigt worden waren und erst vor Kurzem restauriert wurden. Die erste Phase des Projekts „Erholung und Neuorganisation der Landschaft“ mit Moscheen, Sportplätzen, Radwegen und weiteren Einrichtungen auf einem Gebiet von 265 000 Quadratmeter und mit 65 000 Bäumen und Blumen im Landkreis Dicle wurde für 7.6 Millionen US-Dollar fertiggestellt. Im zentralen Stadtbezirk Sur werden 44 Häuser im Stile der traditionellen Gebäude in Diyarbakir restauriert. Die ehemalige Festung und Stadtmauern von Diyarbakir waren 2015 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden. Mit dem PKK-Konflikt schwanden jedoch die Hoffnungen der Stadt auf mehr Toutisten. Der Anti-Terror-Einsatz, der im vorvergangenen Jahr startete und die länger als 100 Tage andauerte, wurde am 10. März 2016 beendet.

Auch interessant

PKK-Terror: Türkei plant Wiederaufbau von 30.000 zerstörten Häusern in Kurdengebieten

Bundeswehr-Kontingent
Umzug aus Incirlik: von der Leyen legt Zeitplan für Verlegung nach Jordanien vor

0
Berlin (nex) – Die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents aus dem türkischen Incirlik nach Jordanien nimmt Formen an. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat einen Zeitplan für die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents vom türkischen Stützpunkt Incirlik nach Jordanien vorgelegt. Er soll bis Oktober abgeschlossen sein. In einem Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ sagte von der Leyen, dass die in Incirlik stationierten Soldaten und Flugzeuge fest eingeplant seien. Anschließend würden die Tankflugzeuge „schnellstmöglich nach Jordanien verlegt“. Der Umzug der Tornados sei wegen der Ausrüstung technisch komplexer und werde etwa zwei Monate dauern, so von der Leyen. Aufklärungsflüge seien dann wieder ab Oktober möglich. Erst im April letzten Jahres berichtete „Der Spiegel“, dass die deutsche Luftwaffe dabei sei, ihre Basis auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei auszubauen. Incirlik wird bereits von den US-amerikanischen Kampfflugzeugen für Angriffe in Syrien genutzt. Das geplante Projekt sollte „Spiegel“ zufolge 65 Millionen Euro kosten und im Sommer 2017 fertiggestellt sein. Dem Bericht zufolge hatte Ankara dem Antrag Deutschlands, einen vorübergehenden Standort auf Incirlik zu errichten, zu der Zeit auch stattgegeben. Unterkünfte für die dauerhafte Entsendung von circa 400 deutschen Soldaten sollten gebaut und ein vollausgestatteter Kommando- und Kontrollposten sowie Anlagen für Tornado Kampfjets und Airbustanker errichtet werden. Die Zukunft der deutschen Truppen in Incirlik war dieses Jahr allerdings in Frage gestellt worden, nachdem die Türkei deutschen Abgeordneten den Besuch dieses Luftwaffenstützpunktes im Mai nicht gestattet hatte. Die türkische Seite hatte moniert, dass den Asylanträgen mutmaßlicher türkischer Putschoffiziere in Deutschland stattgegeben worden sei. Die Türkei strebe eine verbesserte Kooperation mit den NATO-Staaten an. Falls Deutschland gegen einen Verbleib deutscher Truppen in Incirlik entscheide, werde man Deutschland jedoch Lebewohl wünschen, so der türkische Präsident in einem Statement im Mai.

Auch interessant

Türkischer Außenminister: „Wir ziehen es vor, Probleme durch Dialog zu lösen“
   

"Rechtsextremistische Tätigkeiten"
Niedersächsischer Verfassungsschutz beobachtet AfD-Kreisvorsitzenden

Geheimdienst hat zudem Hinweise zu Kontakten zwischen Junger Alternative und Identitärer Bewegung Osnabrück (ots) – Der niedersächsische Verfassungsschutz beobachtet den Diepholzer AfD-Kreischef Andreas-Dieter Iloff. Das sagte eine Sprecherin der Behörde im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Iloff ist uns durch rechtsextremistische Tätigkeiten bekannt“, erklärte die Sprecherin, ohne dieses genauer zu beschreiben. Erstmals aufgefallen ist der Regionalpolitiker demnach bereits vor Jahren als Mitgründer des in den 1990er Jahren gegründeten extremistischen Vereins „Freundeskreis Deutschland e.V.“ Zwar ist der Verein längst nicht mehr aktiv, die rechtsextremistischen Tätigkeiten Iloffs beschränken sich aber dem Verfassungsschutz zufolge nicht nur auf den Verein. Der Landesverfassungsschutz hat zudem Hinweise auf eine Betätigung von Mitgliedern der AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ bei Veranstaltungen der rechtsextremen Identitären Bewegung. Die AfD selbst wird in Niedersachsen nicht vom Verfassungsschutz beobachtet.

Auch interessant

Integration gescheitert: Gauland (AfD) fordert Deutsch-Türken zur Ausreise auf

Grenfell Tower
Hochhausfeuer in London: Drei Monate Gefängnis wegen Foto-Posts

London (nex) – Ein Nachbar, der von einem der Opfer des Brandes im Londoner Hochhaus Grenfell Tower Fotos in den sozialen Medien postete, muss eine Haftstrafe von drei Monaten verbüßen. Omega Mwaikambo wurde festgenommen, nachdem er Fotos von einem teilweise bedeckten Körper in einem Leichensack online postete. Am frühen Mittwochmorgen war in dem 27-stöckigen Sozialblock mit mehr als 120 Wohnungen und über 600 Bewohnern ein Großfeuer ausgebrochen. Bislang gibt es mindestens 30 Tote sowie über 100 Verletzte und Vermisste. Der 43-Jährige wurde laut Scotland Yard wegen Verstoßes gegen das Telekommunikationsgesetz für schuldig befunden. Mwaikambo wurde am gestrigen Freitag zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Dabei handle es sich um jeweils sechs Wochen Haftstrafe für zwei Vergehen, so der Scotland Yard-Mitarbeiter weiter.    

Terrorismus
Europol-Bericht 2016: PKK griff europaweit türkische Einrichtungen an

Brüssel (nex) – Die Terrororganisation PKK hat laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der europäischen Strafverfolgungsbehörde Europol im vergangenen Jahr europaweit türkische Einrichtungen und Privateigentümer angegriffen. In dem „Europol-Bericht zu Terrorismus in der EU 2017“ heißt es, die PKK betreibe offen Propaganda und treibe Spendengelder in Belgien, Frankreich,  Deutschland,  Italien, Rumänien und der Schweiz ein. „Fünf IED-Angriffe auf türkische Regierungsgebäude und Kulturvereine wurden aus Frankreich vermeldet“, heißt es in dem Bericht. Auch Belgien und Deutschland hätten Vorfälle gemeldet, bei denen Brand- und Sprengsätze zum Einsatz kamen. Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Rumänien sowie die Schweiz hätten berichtet, dass die PKK ihre Geldsammel-, Propaganda- und Rekrutierungsaktivitäten fortsetze.

Allein in Frankreich sammelte die PKK 5,3 Millionen Euro ein.

„In Frankreich handelte sie auf legaler Basis, die aus dem Kurdischen Rat Frankreichs (CDK-F) und dem Centre d’Information du Kurdistan (CIK) besteht; und es gibt eine illegale Organisation, die für das Geldeintreiben zuständig ist und in eingen Fällen Gewalt angewendet hat“, ist weiter zu lesen. Allein in Frankreich habe die Geldsammelaktion vermutlich 5,3 Millionen Euro eingebracht. Der Bericht enthüllt auch, dass die Revolutionäre Volksbefreiungspartei- Front (DHKP-C), eine marxistisch-leninistische Terrororganisation in der Türkei, in mehreren EU-Mitgliedsstaaten über ein breites Netzwerk verfüge und Mitgliedern in der Türkei finanzielle und logistische Unterstützung zukommen lasse. Wenn auch die Gruppe ihre Operationen in der EU eingestellt habe, sei sie in der Türkei nach wie vor aktiv, wo sie laut dem Bericht fünf Anschläge auf Polizisten und Angestellte in Justiz und Regierung verübt habe.

Auch interessant

Berlin: PKK-Schutzgelderpresser Cem A. verhaftet

Türkei
Istanbul: Erste Elektro-Taxis einsatzbereit

Istanbul (nex) – Die Verwaltung des Istanbuler Landkreises Beyoglu sowie die Istanbuler Taxikammer IETO haben am gestrigen Freitag als Suhur-Event erstmals Elektroautos zur Nutzung in der Stadt präsentiert. Suhur ist die letzte Mahlzeit im Ramadan, dem Fastenmonat der Muslime, vor der Morgendämmerung. Wie türkische Medien berichten, nahmen der Bürgermeister von Beyoglu, Ahmet Misbah Demircan, IETO-Chef Yahya Ugur sowie mehrere Taxifahrer an der Veranstaltung teil. „Die Überraschung der heutigen Nacht sind die Elektroautos“, sagte Demircan beim Event. „Die Menschen auf der Erde brauchen erneuerbare Energien wie auch Fahrzeuge, die weniger umweltschädlich sind. Ich danke allen unseren Taxifahrern für ihre Mitarbeit sowie ihren Einsatz für die Beförderung im Stadtverkehr.“ Demircan machte auch in einem der neuen Elektrotaxis eine kleine Rundfahrt. IETO-Chef Ugur betonte in seiner Rede den Komfort in den neuen Taxis. Die neuen Elektrotaxis hätten bei vollem Tank eine Reichweite von 300 Kilometer, teilte Verkaufsrepräsentant Wjatscheslaw Luchnikow mit: „Die Taxis können bis zu 140 km/h erreichen und können innerhalb von 90 Minuten aufgeladen werden. Von außen sind sie klein, aber der Innenraum ist geräumig, sie sind also für den Istanbuler Verkehr gut geeignet.“

Auch interessant

Türkei: Bis 2020 28 Milliarden US-Dollar in Ausbau Erneuerbarer Energien
 

„Tissue Engineering“
„In 20 Jahren wird sich die Mehrheit der Menschen von Kunstfleisch ernähren“

Hamburg (ots) – Richard David Precht prophezeit ein Ende der Massentierhaltung. In 20 Jahren wird sich die Mehrheit der Menschen von Kunstfleisch ernähren, sagte der Philosoph und Autor beim Zukunftsdialog Agrar & Ernährung der ZEIT und der ‚agrarzeitung‘ in Berlin. Die technologische Entwicklung sei so „unfassbar schnell“, außerdem sprächen ethische Argumente für diese Ernährungsform. Nutztierhaltung sei „die große Sauerei der Menschheitsgeschichte“. Kunstfleisch werde zudem deutlich günstiger sein. Die deutsche Politik und Agrarbranche verschlafe diese Entwicklung völlig, so Precht, das Silicon Valley werde wie in anderen Bereichen die Nase vorn haben: „Wir müssen diesen Umbruch schnell mitgestalten, sonst sehe ich für die deutschen Bauern schwarz.“ Precht weiter: „Ich würde mir von der Politik ein deutliches Investitionsvolumen wünschen.“ Bei der Veranstaltung der ‚agrarzeitung‘ und der Wochenzeitung DIE ZEIT diskutieren führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, darunter die Bundesministerin für Umwelt und Naturschutz, Barbara Hendricks, und der Minister für Ernährung und Landwirtschaft am 30. Mai 2017 kontrovers über die Zukunft der Landwirtschaft. Muss sich in der Agrar- und Ernährungswirtschaft substanziell etwas ändern und wenn ja, was? Welche Rahmenbedingungen will und kann die Agrarpolitik setzen? Was erwartet die Gesellschaft von der Agrar- und Ernährungswirtschaft? „Tissue Engineering“ In den verschiedensten Teilen der Welt wie Australien und den Niederlanden forschen Wissenschaftler seit einigen Jahren mit Hochdruck daran, lebende Zellen eines Organismus außerhalb des Zielgewebes zu kultivieren und so im Labor wachstumsfähige Gewebe und Organe zu erzeugen. Dieser Forschungszweig heißt „Tissue Engineering“ – zu deutsch Gewebezüchtung – und ist einer der bestbezahlten Forschungszweige weltweit. „Tissue Engineering“ wird vor Allem mit dem Ziel betrieben, eines Tages funktionsfähige Organe aus körpereigenen Stammzellen für die Transplantation zu züchten. Die Produktion von „tissue-engineered meat“, also essbarem Fleisch aus der Gewebezüchtung, ist im Vergleich zur Produktion lebensfähiger Organe fast trivial, und die Technologien fallen quasi als Nebenprodukt der medizinischen Forschung an. Neben Fleisch von Schweinen, Rindern, Hühnern, Kängurus, Walen oder Langusten könnten auf diesem Wege auch andere tierische Produkte wie Wurst oder Eier leidfrei hergestellt werden. Rindersteak, Kalbshaxe und Schweinebauch, Hähnchen-Nuggets oder Fisch, Frikadelle, Salami, Putenwurst und Leberpastete – tierische Produkte, für die kein Tier sterben musste. Damit wäre das Ende von Legebatterien und Kälbermast, Kastenständen für Schweine, Tiertransporten und Schlachthöfen eingeläutet. „Das Produkt hat die Struktur und den Geschmack von magerem Fleisch, ohne dass die Tiere leiden müssen oder religiöse und ethische Bedenken oder Umweltprobleme auftreten, wie das bei heutigen Fleischprodukten der Fall ist“, heißt es in der Patentschrift für das von Wiete Westerhof an der Universität Amsterdam entwickelte Verfahren. In den Niederlanden wird bereits die industrielle Produktion von Kunstfleisch erforscht. Mit 2 Millionen Euro unterstützt das Wirtschaftsministerium in Den Haag ein zunächst vierjähriges Forschungsvorhaben der Universitäten in Eindhoven, Utrecht und Amsterdam. Projektpartner aus der fleischverarbeitenden Industrie schießen weitere 2,3 Millionen Euro zu. Dennoch ist die Entwicklung in diesem Bereich viel zu langsam – Deutschland beispielsweise unternimmt keinerlei Anstrengungen in diese Richtung. Strukturierte Fleischstücke wie Nackensteak oder Rindsrouladen sind noch Zukunftsmusik – künstliches Formfleisch, das ohne weiteres zu Wurst oder Convenience-Produkten wie Fischstäbchen oder Hähnchen-Nuggets verarbeitet werden könnte, ist dagegen nahezu praxisreif. (ariwa)  

Auch interessant

Tim Mälzer: „Früher war Fleisch etwas Besonderes“

Entscheidung des Bundesinnenministeriums
Demo in Berlin: Versammlungsbehörde verbietet PKK-Symbole

0
Berlin (nex) – Wenn an diesem Sonnabend die Unterstützer der syrischen Kurdenpartei PYD am Mathilde-Jacob-Platz in Tiergarten demonstrieren, werden sich Polizisten vor Ort allerlei Fahnen, Transparente und Flugblätter anschauen müssen – und nach verdächtigen Symbolen suchen. Das berichtet „der Tagesspiegel„. Demnach hätte die Versammlungsbehörde untersagt, die Logos PKK-naher Verbände – wie etwa die der Miliz YPG – zu zeigen. Hintergrund des Verbots ist eine Entscheidung des Bundesinnenministeriums: Seit März dürfen Symbole der syrisch-kurdischen PYD und ihrer Milizen nicht mehr auf Demonstrationen gezeigt werden, weil sie Chiffren für die verbotene türkisch-kurdische PKK sein könnten, so der Tagesspiegel weiter. Kurden gegen PYD Der Kurdische Nationalkongress in Syrien (ENKS) hatte im Juni letzten Jahres in Berlin eine Solidaritätskundgebung mit syrischen Kurden abgehalten, die in den Gebieten Nordsyriens inhaftiert sind, die vom PKK-Ableger „Demokratische Unionspartei“ (PYD) kontrolliert werden. Der Vorsitzende des von Erbil aus operierenden ENKS, Ibrahim Biro, warf der PYD in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Kurdistan24 vor, eine die kurdische Bevölkerung spaltende Isolationspolitik mit geschlossenen Grenzen gegenüber der Kurdischen Autonomieregion im Nordirak zu betreiben. Die Führung bereichere sich durch Wucherzölle und sei dafür verantwortlich, dass die Kaufkraft der Normalbürger in ihrem Machtbereich stetig sinke. Außerdem gehe man brutal und rücksichtslos gegen jede Opposition vor. „Ein Partner der PYD zu sein, ist sehr schwierig, da sie Politiker, die gegen ihre Politik sind, foltert und entführt und ihre Büros niederbrennt“, erklärte Biro. „Das bedeutet jedoch nicht, dass die meisten Kurden ihr Leben als Flüchtlinge und Migranten verbringen werden, nur weil sie mit der Politik der PYD nicht einverstanden sind.“ Biro machte deutlich, dass Hunderttausende syrischer Kurden auf Grund der autokratischen und diktatorischen Praktiken der PYD die von dieser kontrollierten Regionen verlassen hätten. Damit folge sie dem Beispiel der PKK, die innerhalb der Türkei durch ihren Terror eine massenhafte Binnenwanderung aus den Kurdengebieten herbeigeführt habe. Bereits vor einigen Monaten hatten internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch der PYD ein vernichtendes Zeugnis bezüglich der Praktiken in den von ihr kontrollierten Gebieten ausgestellt. Kurdische Behörden im Norden Syriens nützten demnach den Kampf gegen die Terrormiliz IS nach Ansicht von Amnesty dazu, um systematisch gegen Oppositionelle und Kritiker in Medien, Politik oder Gesellschaft vorzugehen. Willkürliche Festnahmen seien an der Tagesordnung, teilte die Menschenrechtsorganisation nach Recherchen in Gefängnissen der PYD am Montag mit. Viele der Inhaftierten seien bereits über ein Jahr ohne Anklage oder Gerichtsurteil in Haft. So seien etwa ein Dutzend Mitglieder der oppositionellen Syrischen Demokratischen Kurdenpartei (PDFK-S) in Afrin festgenommen worden und warteten seit 2014 vergeblich auf eine Anklage oder einen Gerichtsprozess. Neben dem Zugang zu Rechtsanwälten würde ihnen auch der Kontakt zu Verwandten verwehrt. Nach Recherchen von Amnesty wurden Fälle bekannt, in denen Menschen über Monate in dunklen, unterirdischen Bunkern ohne Sanitäreinrichtungen zu Dutzenden zusammengepfercht wurden. „Die von der PYD geführte autonome Verwaltung kann ihren Kampf gegen Terrorismus nicht als Ausrede dafür benutzen, Menschenrechte zu verletzen”, so Amnesty. Die Organisation Human Rights Watch hatte im vergangenen Jahr bereits ähnliche Vorwürfe erhoben. Beide Menschenrechtsorganisationen fordern die PYD auf, Minderjährige nicht mehr als Soldaten sowie an bemannten Kontrollposten einzusetzen, Häftlinge vor Misshandlungen zu schützen und die zahlreichen Entführungen und offensichtlich politisch motivierten Tötungen zu untersuchen.

Auch interessant

Kampf gegen Terror: Deutschland will Finanzströme der PKK trockenlegen
   

"Kuscheln mit der Kanzlerin"
Bütikofer: „Wir Grüne werden uns weder für Frau Merkel noch für Herrn Schulz verbiegen“

Bütikofer: SPD will wieder Juniorpartner werden Osnabrück (ots) –  Der europäische Grünen-Chef Reinhard Bütikofer hat Vorwürfe einer zu großen Nähe der Grünen zur Union im Wahlkampf als „lachhaft“ zurückgewiesen und die SPD attackiert. Es sei die SPD, die als Regierungspartei mit der CDU in vielen Fragen fast verschmolzen sei, sagte Bütikofer in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Ratschläge gegen Kuscheln mit der Kanzlerin braucht in erster Linie die SPD, die sich, wie es aussieht, gerade darauf vorbereitet, nach der Bundestagswahl wieder Juniorpartner in einer Großen Koalition zu werden“, kritisierte der europäische Grünen-Vorsitzende. Als Replik auf den SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann schuf Bütikofer eine Symbiose aus den Namen „Merkel“ und „Oppermann“ und sagte: „Herr Oppermann hat viele Talente, aber als Moppermann überzeugt er nicht.“ Bütikofer bestätigte den Anspruch der Grünen, nach der Bundestagswahl mitzuregieren. „Wir wollen in die nächste Regierung, aber nicht als hellgrüne Öko-App, sondern um etwa mit dem Kohleausstieg dafür zu sorgen, dass unser Land beim Klimawandel die Hausaufgaben macht“, sagte Bütikofer. Zu möglichen Koalitionen unterstrich er: „Wir Grüne werden uns weder für Frau Merkel noch für Herrn Schulz verbiegen, und für Frau Wagenknecht oder Herrn Seehofer schon gar nicht.“

"Echt. Schön. Kurvig"
Sarah Lombardi präsentiert „Curvy Supermodel – Das Magazin“

Exklusive Einblicke hinter die Kulissen des TV-Wettbewerbs für kurvige Frauen München (nex) – Ab 17. Juli geht „Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig“ bei RTL II in die zweite Runde. Direkt im Anschluss präsentiert Sarah Lombardi in „Curvy Supermodel – Das Magazin“ spannende Backstage-Storys und exklusive Einblicke in das Leben der Kandidatinnen auf ihrem Weg ins Modelbusiness. In drei Episoden begleitet sie den Modelnachwuchs durch alle Höhen und Tiefen. Darüber hinaus sind unter anderem Erfahrungsberichte von ehemaligen Kandidatinnen zu sehen, die mittlerweile erfolgreich als Curvy Model arbeiten. Ob Fotoshooting, Casting oder Werbedreh – auf ihrem Weg ins Modelgeschäft erleben die Kandidatinnen gemeinsam jede Menge aufregende Herausforderungen. „Curvy Supermodel – Das Magazin“ blickt hinter die Kulissen und zeigt weitere Highlights und Hintergrundgeschichten, die in den vorab ausgestrahlten Episoden nicht zu sehen waren. Große Emotionen, Erfolgsgeschichten und exklusive Erfahrungsberichte aus der Curvy Model Welt – Sarah Lombardi ist hautnah am Set dabei, damit die TV-Zuschauer keinen spannenden Moment verpassen. Ausstrahlung ab 17. Juli 2017, montags um 22:15 Uhr bei RTL II