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Fremdenfeindlichkeit
Berlin: Gruppe schlägt Türken zusammen
Berlin (nex) – Eine Gruppe von drei bis vier Personen hat am Samstagabend in Berlin Hellersdorf einen 24-jährigen türkischen Staatsbürger attackiert und geschlagen. Das berichtet die „Morgenpost“ unter Berufung auf eine Polizeimitteilung.
Demnach stand der 24-Jährige Türke gegen 18 Uhr auf dem Gehweg der Neuen Grottkauer Straße, als er von der Gruppe zunächst fremdenfeindlich beleidigt wurde. Als der Mann über sein Handy die Polizei alarmieren wollte, habe einer der Männer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Durch die Wucht des Schlages sei der 24-Jährige gestürzt, woraufhin die Unbekannten ihn auf dem Gehweg liegend traten. Anschließend sei die Gruppe unerkannt geflüchtet. Der Angegriffene habe leichte Verletzungen erlitten, die zunächst nicht behandelt werden mussten, heißt es in der Meldung der „Morgenpost“ weiter. Der Polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.
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Ausland
Syrien: Türkei kündigt Wiederaufbau von über 60 im Krieg zerstörten Moscheen an
„Wir haben die Renovierungen der Kebir-, Nur- und Hassan-Moscheen in Dscharablus beendet und der Öffentlichkeit für Gottesdienste wieder zugänglich gemacht.“Des Weiteren habe seine Organisation in Zusammenarbeit mit dem Präsidium für Religionsangelegenheiten auch im Osten und Südosten der Türkei insgesamt 127 von der Terrororganisation PKK beschädigte Moscheen renoviert und wiedereröffnet, betonte Tutkun. Syrien befindet sich seit 2011 in einem Bürgerkrieg. Das Assad-Regime hatte damals die Demonstrationen für Demokratie, die als Teil der Aufstände im „Arabischen Frühling“ entstanden waren, mit unerwarteter Brutalität und unverhältnismäßiger Gewalt niedergeschlagen. Seitdem wurden Hunderttausende Menschen getötet und Millionen vertrieben.
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Völkermord
Evangelische Kirche bittet Nachfahren des Völkermords an Herero um Vergebung
„Wir bitten die Nachfahren der Opfer und alle, deren Vorfahren unter der Ausübung der deutschen Kolonialherrschaft gelitten haben, wegen des verübten Unrechts und zugefügten Leids aus tiefstem Herzen um Vergebung.“In dem vom Rat der EKD verabschiedeten Dokument stellt sich die evangelische Kirche ausdrücklich ihrer historischen Mitverantwortung für die zwischen 1884 und 1915 im heutigen Namibia begangenen Gräueltaten. Zwar hätten, soweit dies aus Quellen ersichtlich sei, die nach Südwestafrika entsandten deutschen evangelischen Pfarrer nicht selbst direkt zu den Massentötungen aufgerufen, durch die theologische Rechtfertigung von imperialem Machtanspruch und kolonialer Herrschaft sowie durch einen tief sitzenden Rassismus hätten sie aber den Boden bereitet für den Tod vieler Tausender Angehöriger der namibischen Volksgruppen in den Kriegshandlungen und Konzentrationslagern. „Dies ist eine große Schuld und durch nichts zu rechtfertigen.“ „Wir sind uns der Lasten bewusst, die die Nachkommen von Opfern und Tätern bis heute mit sich tragen“, erläutert die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. Auch die jetzige Erklärung könne das damalige Unrecht keinesfalls ungeschehen machen. Sie sei jedoch Ausdruck der bleibenden historischen und ethischen Verpflichtung der EKD, gemeinsam mit den Nachfahren der Opfer das Gedenken an die Opfer wachzuhalten, für die Anerkennung des Genozids einzutreten und an der Überwindung des damaligen Unrechts zu arbeiten. „Wir müssen uns an die Zeit des Kolonialismus erinnern, aber wir brauchen dazu den Geist der Versöhnung.“ Die könne aber nur gelingen, wenn alle Bevölkerungsgruppen sich gegenseitig die Hand reichen, so Petra Bosse-Huber. Mit ihrer heute veröffentlichen Erklärung begrüßt die EKD ausdrücklich den von der namibischen und deutschen Regierung begonnenen Weg der Verhandlungen und bittet darum, diesen fortzusetzen. Der EKD-Erklärung vorangegangen war ein zweiteiliger Studienprozess (2007 – 2015) zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Rolle der Kirche und Missionswerke während der Kolonial- und Apartheidzeit. Am ersten Prozess in den Jahren 2007 bis 2011 waren insgesamt 13 Kirchen und Missionswerke in Deutschland und Namibia beteiligt. Die Ergebnisse wurden 2011 in einer Dokumentation mit dem Titel „Deutsche Evangelische Kirche im kolonialen südlichen Afrika“ im Harrassowitz Verlag Wiesbaden veröffentlicht.
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Fußball
Türkei: Tschechischer Ex-Bundesliga-Profi tot aufgefunden
Frantisek, der im tschechischen Nationalteam und dem türkischen Erstligisten Gaziantepspor spielte, sei am Morgen nicht zum Training erschienen, sagte der Mannschaftstrainer Ibrahim Kizil gegenüber den Medien.
Die besorgten Kollegen und Verantwortluche des Fußballclubs machten sich auf den Weg zu Frantiseks Haus, wo zwar Licht zu sehrn war, sie jedoch vor verschlossenen Türen standen und die Polizei alarmierten, so Kizil weiter.
Die Polizei fand den jungen Mann erhängt vor.
Erste Hinweise deuteten Medienberichten zufolge auf einen Selbstmord hin, die Ermittlungen seien angelaufen.
Clubkapitän Elyasa Sume teilte mit, dass sie einen geliebtes Mannschaftsmitglied verloren hätten.
Die traurige Nachricht verbreitete sich innerhalb der Fußball-Community sehr schnell. Von allen Seiten kamen Sympathiebekundungen. Auch Frantiseks ehemalige Mannschaft Viktoria Plzen meldete sich zu Wort:
„Franto, wir werden dich vermissen. Die Viktoria-Familie ist in Trauer“, twitterte das Team unter einem Foto des Fußballers.
Die UEFA brachte auf ihrer Homepage ihre Traurigkeit über Frantiseks Tod sowie ihr Beileid gegenüber der Familie zum Ausdruck.
Saddened to hear of the death of Czech international František Rajtoral. Our condolences to his family, @ceskarepre_cz & @GaziantepsporSK pic.twitter.com/orEYq1GdIo
— UEFA (@UEFA) April 23, 2017
Der 31-Jährige hatte sieben Jahre für Plzen gespielt und im vergangenen August zum Gaziantepspor gewechselt.
Ausland
Türkei: Starker Rückgang bei Kinderehen in letzten Jahren
Ankara (nex) – Die Zahl der Kinderehen in der Türkei ist laut dem Türkischen Institut für Statistik TurkStat in den vergangenen zehn Jahren um 45,5 Prozent zurückgegangen.
Der Rückgang der Kinderehen sei insbesondere in der Altersgruppe von 16- bis 17-Jährigen zu verzeichnen gewesen.
2016 gab es nach TurkStat-Angaben 22,9 Millionen Unter-17-Jährige, was 28,7 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmache.
Mädchen würden 21-mal öfter im Kindesalter verheiratet als Jungen. Während die Zahl der verheirateten Jungen 2007 bei 2 279 lag, nahm sie 2016 um 42 Prozent ab und betrug 1 319, so TurkStat weiter. Die Zahl der Kinderbräute ging von 50 723 auf 27 637 und somit um 45,5 Prozent zurück.
Der Anteil der Kinderbräute unter den standesamtlichen Eheschließungen ging von 7,9 Prozent im Jahr 2007 auf 4,6 Prozent im vergangenen Jahr zurück, während die Zahl Kinderbräutigame von 0,4 auf 0,2 Prozent abnahm.
Der höchste Anteil an Kinderbräuten wurde in der osttürkischen Provinz Agri mit 15,7 Prozent, also 733 Eheschließungen, verzeichnet.
Weitere Provinzen mit einem hohen Anteil an Kinderbräuten waren die osttürkische Provinz Mus mit 14,9 Prozent, gefolgt von Kilis im Süden des Landes mit 14,3 und Bitlis im Osten mit 14,2 Prozent.
Trabzon im Norden sowie Karabük im Nordwesten befinden sich unter den Provinzen mit der geringsten Kinderbräuterate.
Istanbul mit 1,8 Prozent, Izmir mit 2,5 Prozent und Ankara mit 3 Prozent befinden sich unter den Städten mit niedriger Kinderbräuterate, während Kahramanmaras mit 11,2 und Gaziantep mit 11 Prozent zu den Städten mit hoher Rate gehören.
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