Tourismus
Türkei: Ab sofort Visafreiheit für chinesische Touristen

Ankara – Die Türkei hat die visumfreie Einreise für chinesische Staatsbürger mit gewöhnlichen Reisepässen angekündigt, die sofort in Kraft tritt. Die von Präsident Recep Tayyip Erdoğan unterzeichnete und im Amtsblatt veröffentlichte Entscheidung erlaubt chinesischen Touristen einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen pro Besuch, mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen. Dieser Schritt wird als wichtiger Impuls für den türkischen Tourismussektor angesehen, der stark von internationalen Besuchern abhängig ist. China ist einer der weltweit größten Auslandsreisemärkte mit über 155 Millionen chinesischen Reisenden im Jahr 2019 (vor der Pandemie) und einer raschen Erholung in den letzten Jahren. Im Jahr 2024 überstiegen die Auslandsreisen chinesischer Staatsbürger 100 Millionen, angetrieben von einer wachsenden Mittelschicht, die sich nach internationalen Erfahrungen sehnt. Türkische Regierungsvertreter hoffen, dass die Visumbefreiung jährlich Millionen chinesischer Besucher anziehen wird, die Hotels füllen und die Ausgaben für Einkäufe, Kultur und Gastronomie ankurbeln. „China ist ein riesiger Markt mit enormem Potenzial“, sagte Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy in einer Erklärung. „Dieser Schritt wird die Zahl der Besucher aus Fernost deutlich erhöhen und zu unserem Ziel von 60 Millionen Touristen im Jahr 2026 beitragen.“
55. Jahrestag der diplomatischer Beziehungen
Die Ankündigung fällt mit dem 55. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und China zusammen, die 1971 aufgenommen wurden. Beide Länder haben ihre Beziehungen in den letzten Jahren durch die Belt and Road Initiative vertieft, wobei sich die Türkei als wichtiger Knotenpunkt positioniert hat. Das Handelsvolumen erreichte 2024 45 Milliarden US-Dollar, und der kulturelle Austausch hat zugenommen. Branchenexperten prognostizieren einen Anstieg chinesischer Reisegruppen zu beliebten Zielen wie Istanbul, Kappadokien und Antalya. Vor der Pandemie belief sich die Zahl der chinesischen Besucher auf etwa 400.000 pro Jahr; nach der Aufhebung der Visumpflicht wird für die kommenden Jahre mit bis zu 2 Millionen Besuchern gerechnet. Die Regelung gilt auch für Bürger mehrerer anderer Länder, aber die Konzentration auf China unterstreicht das strategische Bestreben der Türkei, in den riesigen asiatischen Tourismusmarkt vorzudringen, um sich von den traditionellen europäischen Quellen zu diversifizieren.

Atomkraftwerk Akkuyu
Atomreaktor Akkuyu: Türkei wird 2026 Energie-Macht

Ankara – Die Türkei steht vor einem energiewirtschaftlichen Durchbruch: Mit dem Start des ersten Reaktors am Atomkraftwerk Akkuyu im Jahr 2026 positioniert sich das Land als aufstrebende Energie-Macht in der Region. Experten sehen die Türkei auf dem Weg zu größerer Unabhängigkeit und strategischer Stärke – durch Atomkraft, massive Gasbohrungen und erneuerbare Projekte.
Akkuyu als Meilenstein der Energie-Strategie
Das zusammen mit Russland gebaute Akkuyu-Kraftwerk an der Mittelmeerküste wird 2026 den ersten von vier Reaktoren in Betrieb nehmen. Mit einer Gesamtleistung von 4.800 Megawatt soll es rund 10 Prozent des türkischen Strombedarfs decken. Präsident Recep Tayyip Erdoğan betonte wiederholt, dass Akkuyu ein Symbol für die „neue Energie-Ära“ der Türkei sei. Das Land plant bereits weitere Atomkraftwerke: Ein zweites in Sinop (am Schwarzen Meer) und ein drittes in Thrace sind in Vorbereitung, um den Anteil der Kernenergie bis 2035 auf 20 Prozent zu steigern.
Gasbohrungen und Schwarzes Meer: Unabhängigkeit vom Import
Parallel treibt die Türkei ihre Offshore-Bohrungen voran. Im Schwarzen Meer wurden bereits bedeutende Gasvorkommen entdeckt – über 710 Milliarden Kubikmeter. Neue Schiffe wie die „Cagri Bey“ sollen 2026 weitere Explorationen starten. Präsident Erdoğan kündigte an, dass die Türkei bis 2030 ein Netto-Exporteur von Gas werden könnte. Experten sehen darin einen strategischen Vorteil: Weniger Abhängigkeit von Russland und Iran, mehr Einfluss in der Region.
Erneuerbare und regionale Dominanz
Neben Atom und Gas investiert Ankara massiv in Solar- und Windenergie. Kooperationen mit Saudi-Arabien und Katar sollen die Kapazitäten verdoppeln. Die Türkei exportiert bereits Strom in Nachbarländer und positioniert sich als Energie-Hub zwischen Europa, Nahost und Asien. Analysten sprechen von einer „Energie-Revolution“: Mit Akkuyu und neuen Gasfeldern stärkt die Türkei ihre geopolitische Position – als Bollwerk gegen Iran und Russland, mit wachsender militärischer und wirtschaftlicher Macht.
Russische Finanzierung für Akkuyu
Die aktuelle Entwicklung wird durch eine neue Finanzspritze aus Russland unterstützt: Moskau stellt weitere 9 Milliarden Dollar für den Bau von Akkuyu bereit, wie türkische Behörden kürzlich bestätigten.Die Türkei setzt ihren Kurs fort: Von der Energie-Abhängigkeit zur regionalen Macht – 2026 könnte ein Wendepunkt werden.
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– Erneuerbare Energien – Die Türkei entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor im Energiesektor

In den vergangenen knapp 20 Jahren hat sich die Türkei zu einem wichtigen Faktor im Energiesektor entwickelt, der durch ein solides Wirtschaftswachstum gestützt wurde. Insbesondere die Privatisierung des Stromsektors seit dem Jahr 2002 hatte einen großen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit im Land und sorgte für neue Perspektiven und eine Modernisierung.

Die Türkei entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor im Energiesektor

Währungspolitik
Bulgarien führt als 21. Land den Euro ein

Sofia – Bulgarien ist am 1. Januar 2026 offiziell der Eurozone beigetreten und damit der 21. Mitgliedstaat, der den Euro als Währung eingeführt hat. Der Übergang vom bulgarischen Lew zum Euro ist ein wichtiger Meilenstein für das Balkanland, das sich seit seinem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2007 auf diesen Schritt vorbereitet hat. Der Euro werde dem Tourismus helfen sowie bulgarischen Herstellern den Handel mit Europa und der Welt erleichtern, wie das bulgarische Finanzministerium und die Nationalbank BNB bereits zuvor erklärt hatten.
Reibungsloser Übergang und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Umstellung verlief reibungslos, wobei seit Mitte 2025 zur Erleichterung der Umstellung eine doppelte Preisauszeichnung in Lew und Euro eingeführt wurde. Seit Neujahr geben Geldautomaten Euro aus, und Geschäfte sind verpflichtet, während einer Übergangsphase bis zum 31. Januar 2026 beide Währungen anzunehmen. Danach verliert der Lew seine Gültigkeit als gesetzliches Zahlungsmittel. Der bulgarische Ministerpräsident Nikolai Denkov lobte die Einführung als „historischen Moment, der unsere Position im Herzen Europas stärkt”. Der Schritt soll die wirtschaftliche Stabilität fördern, mehr ausländische Investitionen anziehen und den Handel innerhalb der EU vereinfachen. Dank der strengen Konvergenzkriterien, die Sofia in den letzten Jahren erfüllt hat, sind die Inflationssorgen minimal.
Der Weg zum Euro
Bulgarien erfüllte die Maastricht-Kriterien – darunter niedrige Inflation, stabile öffentliche Finanzen und Wechselkursstabilität – nach dem Beitritt zum Europäischen Wechselkursmechanismus (WKM II) im Jahr 2020. Das Land profitierte auch von der engen Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Präsidentin Christine Lagarde begrüßte Bulgarien mit den Worten: „Dies ist ein Beweis für Bulgariens Engagement für eine solide Wirtschaftspolitik und die europäische Integration.“ Mit dem Beitritt Bulgariens umfasst die Eurozone nun 21 Länder und über 350 Millionen Menschen. Kroatien war 2023 das letzte Land, das beigetreten ist. Reaktionen und Ausblick Die Staats- und Regierungschefs der EU gratulierten Bulgarien und betonten die verbesserte regionale Kohäsion. Analysten prognostizieren einen moderaten Wachstumsschub aufgrund niedrigerer Transaktionskosten und eines geringeren Währungsrisikos. Die Bürger äußerten gemischte Gefühle – Stolz auf die EU-Integration, aber auch eine gewisse Nostalgie für den Lew. Mit dem Beitritt Bulgariens ist Rumänien das einzige EU-Mitglied außerhalb der Eurozone, das sich fest dazu verpflichtet hat, in den kommenden Jahren beizutreten.

Jahreswechsel 2025/26
Tote und Verletzte in der Silvesternacht in Deutschland

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Berlin – Die Silvesternacht in Deutschland ist erneut von schweren Vorfällen überschattet worden: Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, beide 18-Jährige in Bielefeld (NRW), die durch explodierende selbstgebaute Pyrotechnik getötet wurden. Hunderte weitere wurden verletzt – oft schwer.
Schwere Verletzungen durch Feuerwerk
Deutschlandweit meldeten die Behörden Tausende Verletzte, darunter zahlreiche schwere Fälle. Besonders dramatisch: Mehrere Menschen verloren Hände oder Finger durch illegale Böller. Ärzte berichteten von schweren Gesichtsverletzungen, Augenverletzungen und Amputationen. In Berlin allein wurden über 300 Personen behandelt, viele mit Hand- und Gesichtstraumen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft warnte vor bleibenden Schäden durch Raketen und Böller. Insgesamt waren es bundesweit mehr als 500 Verletzte durch Pyrotechnik – ein Anstieg im Vergleich zu Vorjahren.
Angriffe auf Einsatzkräfte
Polizisten und Feuerwehrleute standen wieder im Fokus von Angriffen: In Berlin wurden über 50 Beamte verletzt, bundesweit mehr als 100. Böller und Raketen wurden gezielt auf Einsatzkräfte abgefeuert. In mehreren Städten kam es zu Krawallen, mit über 1.000 Festnahmen – allein in Berlin etwa 400. In Neukölln und anderen Brennpunkten eskalierten Auseinandersetzungen, bei denen Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern attackiert wurden.
Brände und illegale Pyrotechnik
Illegale und hochgefährliche Pyrotechnik aus Polen und Tschechien spielte eine große Rolle: Viele Böller der Kategorie F2 und höher waren verboten, doch sie wurden massenhaft eingesetzt. Dadurch entstanden zahlreiche Brände – in Wohnungen, auf Balkonen und in Mülltonnen. Die Feuerwehr rückte bundesweit zu Tausenden Einsätzen aus, darunter schwere Wohnungsbrände in Hamburg und München.Trotz Verboten in vielen Städten und Appellen der Behörden wiederholte sich das Chaos der Vorjahre. Experten fordern strengere Kontrollen und höhere Strafen für illegale Importe.

Venezuela
Maduro über Israel: Kein wahrer Christ kann die Bombardierung von Kindern anordnen

Caracas – Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die anhaltenden Bombardierungen in Gaza scharf kritisiert und erklärt, dass kein wahrer Christ die Tötung von Kindern gutheißen könne. Während einer kürzlich gehaltenen öffentlichen Rede in Caracas stellte Maduro die Frage, ob Jesus Christus die Bombardierung von Kindern in Gaza oder militärische Drohungen gegen eine überwiegend christliche Nation wie Venezuela gutheißen würde. „Glauben Sie, dass unser Herr Bombardierungen, die Bombardierung von Kindern in Gaza, militärische Drohungen gegen ein christliches Volk wie das venezolanische gutheißen würde?“, fragte Maduro und stellte eine Verbindung zwischen dem Leiden in Gaza und den vermeintlichen Drohungen gegen sein Land her. Der venezolanische Staatschef kritisiert seit langem lautstark Israels Vorgehen im Gazastreifen und bezeichnet es wiederholt als „Völkermord“ an den Palästinensern. Maduro hat Israel mehrfach verurteilt, internationale Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt gefordert und seine Solidarität mit Palästina bekundet. Venezuela hat 2009 unter dem ehemaligen Präsidenten Hugo Chávez als Reaktion auf frühere Militäroperationen im Gazastreifen die diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen, und Maduro hat diese Haltung fortgesetzt, indem er Israel der systematischen Ausrottung bezichtigte und zu weltweiten Friedensbemühungen aufrief. Die Kommentare stehen auch vor dem Hintergrund eskalierender internationaler Spannungen um Venezuela. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu behauptete am Dienstag, dass der Iran Waffen nach Venezuela liefern könnte, um sie gegen die Vereinigten Staaten einzusetzen, während Präsident Donald Trump unter dem Druck pro-israelischer Konservativer steht, einen Regimewechsel in Teheran zu unterstützen. „Wir haben einen unglaublichen Erfolg dabei erzielt, den Iran zu schwächen, der einst eine Großmacht war und nun nur noch eine zweit- oder drittklassige Macht ist“, sagte Netanjahu in einem Interview mit der Newsmax-Moderatorin Greta Van Susteren. „Sie haben ihr Gewicht überall in die Waagschale geworfen und Terrorismus nicht nur in alle Teile des Nahen Ostens, sondern auch nach Venezuela exportiert. Sie stecken mit dem Maduro-Regime unter einer Decke.“ Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump in den letzten Wochen den Druck auf Maduro verstärkt und erstmals US-Angriffe auf venezolanischem Territorium bestätigt. Trump kündigte an, dass die amerikanischen Streitkräfte eine „große Anlage” ins Visier genommen hätten, die mit dem Drogenhandel in Verbindung stehe, was eine Eskalation der Kampagne darstellt, die auch die Beschlagnahmung von Booten und Luftangriffe in der Region umfasst. Analysten sehen diese Maßnahmen als Teil umfassenderer Bemühungen zur Destabilisierung der Maduro-Regierung, die Washington des Drogenterrorismus bezichtigt.

Gaza-Konflikt
Israel verbannt Ärzte ohne Grenzen aus dem Gazastreifen

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Gaza – Israel hat angekündigt, die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen (MSF) und mehr als 30 weiteren humanitären Organisationen im Gazastreifen ab dem 1. Januar 2026 auszusetzen. Die Entscheidung, von der auch Organisationen wie Oxfam, CARE, der Norwegische Flüchtlingsrat, World Vision International, Caritas und ActionAid betroffen sind, hat angesichts der anhaltenden humanitären Krise im Gazastreifen scharfe internationale Kritik ausgelöst.
Das Verbot und Israels Rechtfertigung
Die israelischen Behörden werfen den Organisationen vor, die Anforderungen zur Weitergabe detaillierter Informationen über Personal, Finanzierung und Aktivitäten nicht zu erfüllen. Insbesondere Ärzte ohne Grenzen (MSF) – einer der größten medizinischen Dienstleister im Gazastreifen, der rund 20 % der Krankenhausbetten und ein Drittel der Geburten unterstützt – wurde herausgegriffen, weil es angeblich versäumt habe, die Rolle einiger Mitarbeiter zu klären, denen Verbindungen zur Hamas oder zum Palästinensischen Islamischen Dschihad vorgeworfen werden. MSF bezeichnete die Entscheidung als „katastrophal“ und warnte, dass dadurch Hunderttausende Palästinenser ihrer lebensrettenden medizinischen Versorgung, ihres Wassers und ihrer Unterstützung beraubt würden. „MSF würde niemals wissentlich Personen beschäftigen, die sich an militärischen Aktivitäten beteiligen“, erklärte die Organisation und wies die Vorwürfe als unbegründet zurück. Der Norwegische Flüchtlingsrat bezeichnete sie als „einen weiteren Schritt, um humanitäre Akteure mit Prinzipien zu verdrängen”, während Oxfam und andere auf Sicherheitsbedenken für Mitarbeiter hinwiesen, wenn persönliche Daten weitergegeben werden. Die UN bezeichnete die Anforderungen als „vage, politisiert und ohne Verletzung humanitärer Grundsätze unmöglich zu erfüllen“. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Außenminister von zehn Ländern – darunter Großbritannien, Frankreich, Kanada und die nordischen Staaten – Israel auf, dafür zu sorgen, dass Hilfsorganisationen „auf nachhaltige und vorhersehbare Weise“ arbeiten können, und warnten, dass eine Blockade angesichts der katastrophalen Lage im Gazastreifen „inakzeptabel“ sei.
Kritik an ideologischen Anforderungen
Kritiker werfen Israel vor, über Sicherheitsüberprüfungen hinauszugehen und humanitären Organisationen ideologische Kriterien aufzuerlegen. Berichten und Aussagen betroffener Gruppen zufolge verlangen die neuen Vorschriften nicht nur den Nachweis, dass Mitarbeiter keine Verbindungen zu militanten Gruppen haben, sondern disqualifizieren auch NGOs, die Boykotte gegen Israel unterstützt, Aspekte der Angriffe vom 7. Oktober geleugnet oder internationale Gerichtsverfahren gegen israelische Soldaten oder Führer unterstützt haben. „Das ist keine Überprüfung, das ist Nötigung“, sagte ein Kritiker. Israel wolle die Politik der Organisationen kontrollieren. Solche Maßnahmen, so argumentieren die Gegner, kommen inmitten einer schweren humanitären Krise in Gaza, wo das Gesundheitssystem durch den mehr als zwei Jahre andauernden Konflikt zerstört wurde. Hungersnot, zusammengebrochene Krankenhäuser, Medikamentenknappheit, Amputationen ohne Betäubung, Infektionskrankheiten und weit verbreiteter Hunger bestehen fort – selbst unter der fragilen Waffenruhe –, wodurch unabhängige Hilfslieferungen wichtiger denn je sind.
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– Syrien – Syrien: Türkische Radarsysteme erzürnen Israel

Die Installation von Radaranlagen auf syrischem Territorium würde die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im syrischen Luftraum erheblich einschränken

Syrien: Türkische Radarsysteme erzürnen Israel

Terror in Yalova
Türkei: Schweres Feuergefecht bei Anti-IS-Razzia – Drei Polizisten und sechs Terroristen getötet

Istanbul – – Bei einer großangelegten Anti-Terror-Razzia in der nordwesttürkischen Provinz Yalova ist es zu einem schweren Schusswechsel gekommen. Drei Polizisten und sechs mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz IS wurden getötet, mehrere Beamte verletzt. Die Operation war Teil einer landesweiten Razzia gegen IS-Zellen, die Anschläge zu Weihnachten und Neujahr planten.
Details zur Razzia
Die Razzia begann in den frühen Morgenstunden in Yalova und richtete sich gegen eine IS-Zelle. Nach Angaben des Innenministers Ali Yerlikaya leisteten die Verdächtigen bewaffneten Widerstand. „Unsere heldenhaften Polizisten haben einen erfolgreichen Einsatz durchgeführt“, schrieb Yerlikaya auf X. Insgesamt wurden bei landesweiten Operationen Dutzende Verdächtige festgenommen. Die Razzia dauerte mehrere Stunden. Spezialeinheiten aus Bursa wurden hinzugezogen, Straßen gesperrt, Strom und Gas in der Umgebung abgeschaltet. Fünf nahegelegene Schulen blieben geschlossen, und eine vorübergehende Sendeverbots-Verfügung (RTÜK) wurde erlassen – Medien dürfen nur offizielle Statements berichten. Die türkische Polizei hatte in den letzten Wochen Hinweise auf geplante Anschläge erhalten. Die Razzia in Yalova war eine von mehreren simultanen Einsätzen in verschiedenen Provinzen.
Bahçeli macht „äußere Kräfte“ verantwortlich
Der Vorsitzende der nationalistischen MHP und Koalitionspartner der Regierungspartei AKP, Devlet Bahçeli, reagierte scharf auf den Vorfall. In einer Erklärung auf X machte er „zionistisch-imperialistische Kräfte“ für den Angriff verantwortlich und bezeichnete IS als „Werkzeug“ dieser Mächte. Bahçeli betonte, dass der Angriff die Richtigkeit des Ziels „Terörsüz Türkiye“ (terrorfreie Türkei) unterstreiche – eine Politik, die die Regierung in den vergangenen Monaten intensiv vorangetrieben hat, unter anderem mit der Ankündigung der vollständigen Auflösung der PKK und einer terrorfreien Zukunft für das Land. „Keine innere oder äußere Attacke wird uns von unserem Ziel abbringen“, so Bahçeli sinngemäß. Er kündigte an, dass schlafende oder aktive IS-Zellen kompromisslos bekämpft würden und der Terror „von allen Seiten ausgerottet“ werde. Hintergrund: Türkei im Kampf gegen IS Die Türkei ist seit Jahren ein Ziel von Terrorgruppen. Der IS verübte in der Vergangenheit mehrere Anschläge im Land, darunter den Bombenanschlag am Istanbul-Atatürk-Flughafen 2016 mit 45 Toten. Trotz intensiver Bekämpfung bleibt der IS in der Region aktiv, oft durch Schläferzellen.Die aktuelle Operation zeigt die anhaltende Bedrohung – besonders in der Feiertagszeit. In den letzten Jahren hat die Türkei ihre Anti-Terror-Maßnahmen verstärkt und Tausende IS-Verdächtige festgenommen. Experten sehen in der aktuellen Operation ein Zeichen für anhaltende Bedrohung durch radikale Zellen, trotz militärischer Erfolge gegen ISIS in Syrien und Irak. Die Regierung kündigte weitere Razzien an, um Anschläge in der Feiertagszeit zu verhindern.
Reaktionen von Präsident Erdoğan
Präsident Recep Tayyip Erdoğan kondolierte den Familien der getöteten Polizisten und betonte: „Wir kämpfen entschlossen gegen diese blutigen Terroristen – innerhalb und außerhalb unserer Grenzen.“

Gaza-Konflikt
US-Moderator über Türkei: Millionenmal besserer Verbündeter als Israel

New York – Der US-amerikanische TV-Moderator und Polit-Kommentator Cenk Uygur (The Young Turks) hat Israel scharf kritisiert und die Türkei als deutlich besseren Verbündeten für die USA bezeichnet. In einer viralen Diskussion auf X warf Uygur pro-israelischen Gruppen vor, Kritiker sofort als Antisemiten zu diffamieren, wenn diese weitere Milliardenhilfen ablehnen oder den Krieg in Gaza als Genozid bezeichnen. Uygur verglich die Situation mit einem hypothetischen Szenario: Würde jemand behaupten, dass man nur dann kein „anti-türkischer Rassist“ sei, wenn man der Türkei 100 Milliarden Dollar zusätzlich zu früheren 300 Milliarden zahle, würde man ausgelacht werden. „Aber wenn die pro-israelische Kult sagt, wir schulden Israel nochmal 100 Milliarden, dann ist es antisemitisch, wenn man widerspricht“, schrieb er. Er betonte, dass kein anderes Land so vorgehe: Ständig enorme Summen fordern, Kriege im eigenen Interesse verlangen und Kritiker als Bigotte beschimpfen. „Stell dir vor, Norwegen, Mongolei, Peru oder Polen würden das versuchen“, so Uygur. Auf die Frage eines Followers, wie man das Geld stattdessen der Türkei geben könne – „die Türken sind tolle und wertvolle NATO-Verbündete. Sie haben gemeinsam mit uns im Koreakrieg gegen die Kommunisten gekämpft“–, antwortete Uygur, die Türkei habe Kennedy aus der Kubakrise geholfen, besitze die zweitgrößte Armee in der NATO, sei ein Bollwerk gegen Iran und Russland – und nenne einen nicht rassistisch, wenn man nicht alles Geld abgebe. „A million times better ally for America than Israel.“
Hohe US-Hilfen für Israel seit Kriegsbeginn
Seit dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 haben die USA Israel nach einem Bericht des Quincy Institute for Responsible Statecraft und des Costs of War Project an der Brown University mindestens 21,7 Milliarden Dollar an militärischer Hilfe geleistet. Zusammen mit Ausgaben für damit verbundene Operationen (z. B. in Jemen und Iran) belaufen sich die Gesamtkosten auf über 33 Milliarden Dollar. Experten sehen darin eine direkte Unterstützung für Israels Militäroperationen in Gaza, die von Menschenrechtsorganisationen und UN-Vertretern als Genozid bezeichnet werden. Uygurs Äußerungen stoßen auf geteilte Reaktionen: Während viele seine Kritik an der US-Israel-Politik teilen, werfen andere ihm Antisemitismus vor. Der Moderator, bekannt für seine progressiven Positionen, bleibt bei seiner Haltung: Die Türkei sei strategisch und moralisch der überlegene Partner.

Syrien
Syrien: Türkische Radarsysteme erzürnen Israel

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Jerusalem – Die Türkei hat in den letzten Wochen versucht, Radaranlagen auf syrischem Boden zu installieren, wie zwei westliche Geheimdienstquellen am Donnerstag gegenüber der Zeitung The Jerusalem Post berichteten. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer eskalierenden Konfrontation zwischen Israel und der Türkei wegen der Präsenz Ankaras in Syrien. Die Installation von Radaranlagen auf syrischem Territorium würde die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im syrischen Luftraum erheblich einschränken, wie dies bei den jüngsten Luftangriffen der Fall war, da türkische Radaranlagen die Aktivitäten israelischer Flugzeuge über dem Land erkennen könnten. Ausländischen Berichten zufolge würde der Einsatz türkischer Radarsysteme in Syrien es der Türkei ermöglichen, die Bewegungen israelischer Flugzeuge im syrischen Luftraum zu verfolgen, selbst wenn diese auf dem Weg zu Einsätzen im Irak und im Iran sind. Diese Fähigkeit könnte die operative Freiheit der israelischen Luftwaffe erheblich einschränken. Eine israelische Sicherheitsquelle erklärte gegenüber i24NEWS, dass die Möglichkeit der Errichtung einer Militärbasis durch die Türkei in Syrien eine „potenzielle Bedrohung” darstelle. Die Quelle fügte hinzu: „Die Errichtung einer türkischen Luftwaffenbasis würde die Handlungsfreiheit Israels in Syrien beeinträchtigen.” Türkisches Personal werde weiterhin für den Betrieb der Systeme verantwortlich sein, wodurch es Zugang zu den gesammelten Informationen und Kontrolle darüber habe, fügte er hinzu. Nach dem Zusammenbruch der Regierung des ehemaligen syrischen Präsidenten Bashar al-Assad im Dezember 2024 hat Israel seine Besetzung der syrischen Golanhöhen ausgeweitet, Luftangriffe im ganzen Land gestartet und dort Bodenoffensiven durchgeführt. Zu den Zielen der israelischen Angriffe gehörten syrische Militäreinrichtungen, darunter der Luftwaffenstützpunkt Tiyas, auch bekannt als T-4, in der Provinz Homs. Israel führte die Luftangriffe Berichten zufolge aus Sorge durch, dass die Türkei permanente Stützpunkte in den syrischen Militäranlagen errichten könnte. Damals sagte ein israelischer Sicherheitsbeamter, die Möglichkeit, dass die Türkei einen Militärstützpunkt in Syrien errichtet, stelle eine „potenzielle Bedrohung” für das Besatzungsregime dar. „Die Einrichtung eines türkischen Luftwaffenstützpunkts würde eine Verletzung der Handlungsfreiheit Israels in Syrien bedeuten”, fügte er hinzu. Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei verschlechterten sich während des Völkermordkrieges Israels gegen den Gazastreifen, als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Israels Kriegsverbrechen gegen die Palästinenser in dem belagerten Gebiet scharf kritisierte.
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– Naher Osten – Israel: Türkei stellt „größte Bedrohung“ dar

Ein israelischer Minister hat die Türkei als größte Sicherheitsbedrohung für den israelischen Staat bezeichnet und vor den strategischen Risiken gewarnt

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Luftangriffe gegen ISIS
Nigeria widerspricht Trump: „Gewalt trifft Muslime und Christen gleichermaßen“

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Lagos – Nigerias Außenminister Yusuf Maitama Tuggar hat Präsident Donald Trumps Darstellung der jüngsten US-Luftangriffe gegen den IS in Nigeria scharf zurückgewiesen. Tuggar betonte, es handele sich um eine gemeinsame Operation gegen Terroristen, die nichts mit Religion zu tun habe. Die nigerianische Regierung lehnt Trumps Behauptung ab, dass Christen besonders verfolgt würden – Gewalt treffe Muslime und Christen gleichermaßen.
US-Angriffe am Weihnachtstag
Die USA führten am 25. Dezember Luftangriffe gegen Ziele der Terrormiliz im Nordwesten Nigerias durch. Präsident Trump kündigte die Operation persönlich an und bezeichnete die ISIS-Kämpfer als „Terrorist Scum“, die vor allem unschuldige Christen brutal töten würden. Das US-Militär (AFRICOM) bestätigte, dass mehrere Ziele in der Provinz Sokoto getroffen wurden, in Koordination mit nigerianischen Kräften.Trump drohte auf Truth Social mit weiteren Schlägen, falls die Gewalt anhält. Er hatte in den letzten Monaten wiederholt vor Christenverfolgung in Nigeria gewarnt und sogar mit einer Invasion gedroht.
Hintergrund und Kritik
Die Angriffe sind Teil einer Serie US-Operationen gegen den IS in Afrika. Experten sehen darin eine Eskalation im Kampf gegen den Terror in Westafrika, wo die Miliz Camps unterhält.Nigerias Regierung distanziert sich klar von Trumps religiöser Einordnung und betont die säkulare Natur des Anti-Terror-Kampfs.
Hintergrund: ISIS und Boko Haram in Nigeria
Die angegriffenen Gruppen sind Teil der Islamic State West Africa Province (ISWAP), einer Abspaltung von Boko Haram, die sich 2015 dem IS angeschlossen hat. Boko Haram, bekannt für Entführungen und Anschläge (z. B. Chibok-Mädchen 2014), ist seit Jahren für Tausende Tote verantwortlich und operiert vor allem im Nordosten Nigerias. Die Gruppen teilen Ideologie und Ziele, weshalb US- und internationale Berichte oft „ISIS“ als Sammelbegriff nutzen. Die Gewalt trifft Muslime und Christen gleichermaßen, wie die nigerianische Regierung betont.