Iran
Tragödie in Iran: Opferzahl nach Angriff auf Mädchenschule steigt auf 148

Das Ausmaß der Tragödie im Süden Irans nach den jüngsten US-Angriffen ist weitaus verheerender als zunächst angenommen.

Teilen

Teheran – Das Ausmaß der Tragödie im Süden Irans nach den jüngsten US-Angriffen ist weitaus verheerender als zunächst angenommen. Wie örtliche Behörden und Rettungskräfte mitteilten, ist die Zahl der Todesopfer nach dem Raketeneinschlag in einer Mädchengrundschule massiv angestiegen. Inzwischen werden mindestens 148 verstorbene Menschen bestätigt. Viele davon Schülerinnen.

Waren die Behörden zunächst von 24 Todesopfern ausgegangen, korrigierten Rettungskräfte und medizinische Sprecher die Zahl der verstorbenen Schülerinnen am heutigen Sonntag massiv nach oben. Inzwischen sind mindestens 148 Todesopfer bestätigt, nachdem die Bergungsarbeiten in den Trümmern einer betroffenen Mädchengrundschule die ganze Nacht über andauerten.

Die Szenen, die sich in den betroffenen Provinzen im Süden des Landes abspielen, werden von Augenzeugen als apokalyptisch beschrieben. Lokale Rettungsteams, die oft nur mit bloßen Händen in den rauchenden Überresten der Bildungseinrichtung nach Überlebenden graben, stoßen stündlich auf weitere Leichen.

Da die Kommunikation in den Kriegsgebieten im Süden Irans weitgehend zusammengebrochen ist, gelangen Informationen nur verzögert an die Öffentlichkeit. Erst mit dem Eintreffen spezialisierter Katastrophenschutzhelfer aus den nördlicheren Regionen wurde das tatsächliche Ausmaß der Tragödie sichtbar.

Krankenhäuser am Rande des Kollapses

In den umliegenden Krankenhäusern herrscht blanke Verzweiflung. Die medizinische Infrastruktur im Süden Irans war bereits durch die vorangegangene Offensive der US-Streitkräfte stark geschwächt. Nun müssen die Kliniken Hunderte Schwerverletzte gleichzeitig versorgen.

Ärzte vor Ort berichten gegenüber nex24, dass es an grundlegenden Dingen wie Anästhetika, sauberen Verbänden und Blutkonserven fehlt. Viele der Mädchen, die den direkten Raketeneinschlag zunächst überlebten, erlagen in den Stunden danach ihren schweren Verbrennungen oder inneren Verletzungen, da keine intensivmedizinische Betreuung möglich war.

„Wir operieren auf den Fluren, ohne ausreichende Beleuchtung und unter ständigem Lärm von Drohnen am Himmel“, zitiert eine regionale Nachrichtenagentur einen Chirurgen aus der Krisenregion. Die psychische Belastung für die Hinterbliebenen ist unermesslich; ganze Familien suchen in den Krankenhäusern verzweifelt nach Lebenszeichen ihrer Kinder.

Internationales Entsetzen und geopolitische Folgen

Der mutmaßliche US-Raketenangriff auf eine zivile Bildungseinrichtung hat eine Welle des internationalen Entsetzens ausgelöst. Während das Pentagon die Angriffe offiziell als „Präzisionsschläge gegen militärische Infrastruktur der Revolutionsgarden“ rechtfertigt, werfen Menschenrechtsorganisationen der US-Führung vor, zivile Opfer billigend in Kauf zu nehmen oder die Zielkoordinaten nicht ausreichend geprüft zu haben.

Kritiker warnen, dass solche Vorfälle den Widerstand innerhalb der iranischen Bevölkerung massiv radikalisieren könnten. Selbst jene Teile der Gesellschaft, die der Führung in Teheran kritisch gegenüberstehen, empfinden den Tod von fast 150 Schulkindern als einen Angriff auf die gesamte Nation. Der Kriegschaoas im Süden Irans droht durch diese Eskalation vollends außer Kontrolle zu geraten, da lokale Milizen bereits Vergeltungsschläge angekündigt haben.

Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich extrem schwierig, da viele Dokumente in den Trümmern vernichtet wurden. Die Regierung in Teheran hat eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen, während die internationale Gemeinschaft mit Sorge auf die weitere Entwicklung im Nahen Osten blickt.

AUCH INTERESSANT

– Iran-Krise
Iran: Demonstranten fordern Rache für Khamenei-Tod

Nach der Bestätigung des Todes von Ajatollah Ali Khamenei am frühen Sonntagmorgen zeigen sich in den sozialen Netzwerken zwei Gesichter des Irans.

Iran: Demonstranten fordern Rache für Khamenei-Tod

 

Auch interessant

Türkei: Erdogan gratuliert zum Europatag

Ankara – Zum Europatag am 9. Mai hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Botschaft an die europäischen Völker gerichtet, in der er...

Herero-Völkermord: Namibias Parlament fordert Mitsprache mit Deutschland

Windhoek/Berlin – Eine namibische Parlamentsdelegation hat bei einem offiziellen Besuch in Berlin ernsthafte Bedenken über den festgefahrenen Stand der Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland...

Eurovision: Heimliche Millionen aus Israel

Wien/Tel Aviv – Eine Untersuchung der New York Times ergab, dass Israels Bemühungen, die Abstimmung beim Eurovision Song Contest zu beeinflussen, umfassender waren und...

Immer mehr Juden wandern in Deutschland ein

Berlin - Was lange undenkbar schien, wird zur messbaren Realität: Immer mehr Juden aus Israel und den USA beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft. Laut dem...

Algerien gedenkt: Als Frankreich 45.000 Menschen massakrierte

Algier – Während Europa am 8. Mai den 81. Jahrestag des Kriegsendes feierte, begingen Algerier einen anderen Jahrestag — einen der blutigsten Tage der...

Headlines

Israels Armee droht zu kollabieren: Generalstab fordert sofort Soldaten

Jerusalem – Es sind ungewöhnlich offene Worte für einen amtierenden Generalstabschef. Generalleutnant Eyal Zamir erschien am 10. Mai vor...

Papst Leo verleiht iranischem Botschafter „höchsten Orden“

Vatikan - Es ist eine Geste mit großer Symbolkraft: Inmitten des offenen Konflikts mit US-Präsident Donald Trump hat Papst...

Spanien zeigt Interesse an türkischem Kampfjet Kaan

Madrid/Ankara – Im August 2025 sorgte Spanien für Aufsehen bei seinen NATO-Partnern und in Washington: Madrid verkündete, den amerikanischen...

Türkei: Belgische Königin Mathilde trifft Rüstungsmogul Bayraktar

Istanbul – Belgiens Königin Mathilde ist am 10. Mai an der Spitze der größten belgischen Wirtschaftsmission seit 14 Jahren...

Meinung

Israels Armee droht zu kollabieren: Generalstab fordert sofort Soldaten

Jerusalem – Es sind ungewöhnlich offene Worte für einen amtierenden Generalstabschef. Generalleutnant Eyal Zamir erschien am 10. Mai vor dem Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten...

Westjordanland: Noch immer ein getötetes Kind pro Woche

Jerusalem – Während die Welt auf Gaza schaut, sterben Kinder im Westjordanland still und weitgehend unbemerkt. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden im Gazastreifen nach...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...