Rüstungsindustrie
SPD gegen eine Fusion der deutschen Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann mit dem französischen Konzern Nexter

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Berlin (dts) – Die SPD spricht sich gegen eine Fusion der deutschen Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann mit dem französischen Konzern Nexter aus. „Um von der starken französischen Präsenz nicht untergebuttert zu werden, müssen wir, wie die Franzosen, konsequent an nationalen Interessen festhalten und diese bei Zusammenschlüssen entsprechend verteidigen“, schreibt der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Arnold, in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. Die schlechten Erfahrungen mit Airbus dürften sich nicht wiederholen. „Nur harte Verhandlungen auf Augenhöhe und politische Begleitung führen zu Kompromissen, die auch deutsche Interessen wahren“, schreibt Arnold in der F.A.Z. Die geplante Fusion betreffe die Rüstungssparte in Deutschland insgesamt, viele mittelständische Zulieferer würden den Kürzeren ziehen. „Deutsche Sicherheitsinteressen sprechen eindeutig gegen die Fusion“, meint der verteidigungspolitische Sprecher der SPD. Sie müsse ebenso verhindert werden wie das Ausschalten eines bisher erfolgreichen deutschen Konkurrenten. Mit der Fusion würde Krauss-Maffei zunehmend ein französisches Unternehmen, und die auch mit Steuermitteln aufgebaute Technologie wandere ins Nachbarland ab. Deutschland würde seinen Spitzenplatz unwiederbringlich verlieren. Und der „Leopard der Zukunft“ würde ein Franzose. Deutsche Sicherheitsinteressen sprächen „eindeutig“ dagegen.    

Istanbul
Türkei: Weltgrößter Flughafen wird planmäßig 2018 eröffnet

DHMI-Chef Yıldırım: Dritter Flughafen in Istanbul wird 2018 startbereit sein

Istanbul (nex) – Der derzeit im Stadium der Konstruktion befindliche dritte Flughafen in Istanbul soll bereits im ersten Quartal des Jahres 2018 mit zwei Landebahnen und einem Terminal betriebsbereit sein. „Die Bautätigkeiten werden fortgesetzt. Nach der Fertigstellung der dritten und vierten Landebahn und weiterer Terminals wird der Flughafen eine Kapazität von 150 Millionen Passagieren erreichen“, erklärte der Vorsitzende der türkischen Zivilluftfahrtbehörde DHMI, Serdar Hüseyin Yıldırım, nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Damit trat Yıldırım vonseiten einiger Medien geschürten Gerüchten entgegen, wonach die Bauarbeiten zum dritten Flughafen zum Erliegen gekommen wären, da der Staatsrat, das oberste Verwaltungsgericht der türkischen Republik, eine Enteignungsverfügung für noch zu requirierende Grundstücke entlang der Ost-West-Achse aufgehoben hätte. Zutreffend sei, dass das mit dem Bau beauftragte Konsortium zwar noch Probebohrungen auf einem Teil des ins Auge gefassten Bauareals durchzuführen hätte, der auf einem früheren Bergbaugelände liege, um allfällige Gefahrenpotenziale auszuschließen. Dies nehme einige Zeit in Anspruch. Die Frage betreffe jedoch nicht jenen Bereich, auf dem bereits Baumaßnahmen stattfinden würden und der im Einklang mit den ursprünglichen Planungen bis 2018 zu Ende gebracht werden solle. Von einem umfassenden Baustopp, wie er von Teilen der Medien suggeriert worden wäre, könne jedenfalls keine Rede sein. Das erste Flugzeug werde planmäßig im ersten Quartal des Jahres 2018 auf dem dritten Flughafen landen, und auch alle übrigen Bauarbeiten gehen Yıldırım zufolge planmäßig vonstatten. Sobald alle Bauphasen abgeschlossen sein werden und alle geplanten Landebahnen und die dazu gehörigen Einrichtungen stehen, werde der dritte Flughafen in Istanbul mit einer jährlichen Kapazität von 150 Millionen Passagieren der größte Flughafen der Welt sein und damit sowohl den bedeutenden europäischen Verkehrs-Drehkreuzen als auch in den letzten Jahrzehnten immer bedeutender gewordenen Flughäfen wie Abu Dhabi Konkurrenz machen. Von den geschätzten Kosten der ersten Bauphase des Flughafens in Höhe von 4,5 Milliarden Euro sollen 3,5 Milliarden Euro von staatlichen türkischen Banken zur Verfügung gestellt werden, die restliche Milliarde werde von Privatbanken finanziert, darunter die russische Sberbank.

Hollywood
Arnold Schwarzenegger hat kein Problem mit seinem Alter

Los Angeles (dts) – Der Schauspieler Arnold Schwarzenegger hat nach eigenem Bekunden kein Problem mit seinem Alter. „Derzeit fühle ich keinerlei Nachteile. Bei meiner Arbeit als Gouverneur habe ich keine Beeinträchtigungen gefühlt und nun auch keine beim Drehen“, sagte der 67-Jährige, der derzeit für den neuen „Terminator“-Film auf Promo-Tour ist, im Gespräch mit der „Mitteldeutschen Zeitung“. Natürlich müsse das Drehbuch passen, so Schwarzenegger. „Man darf nicht so tun, als wäre man noch 40 Jahre alt. Wenn man das versucht, endet es im Desaster.“ Einige seiner Kollegen legten sich unter das Messer, um jünger auszusehen. „Vielleicht kommt man damit eine Weile durch, aber dann merken es die Leute und machen sich über dich lustig. Ich finde es besser zu sagen: Hey, ich bin 67 Jahre alt. Ich fühle mich großartig.“

Boko Haram
Dutzende Tote und Verletze bei Anschlag in Nigeria

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Abuja (dts) – Bei einem erneuten Anschlag im Norden Nigerias sind am Dienstag mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 weitere wurden örtlichen Medienberichten zufolge verletzt. Demnach hatte sich am Morgen in der Stadt Zaria im Bundesstaat Kaduna ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Hinter dem Anschlag wird die radikalislamische Terrormiliz Boko Haram vermutet. Der Norden Nigerias ist eine Hochburg der Miliz. Sie setzt sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria sowie ein Verbot westlicher Bildung ein und verübt immer wieder Anschläge.

Euro-Zone
Gabriel: Griechenlands Aufnahme in die Euro-Zone war „sehr naiv“

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Berlin (dts) – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat erstmals eingeräumt, dass es ein Fehler gewesen sei, Griechenland in die Euro-Zone zu holen: „Die Aufnahme Griechenlands in den Euro ist aus heutiger Sicht sehr naiv erfolgt“, sagte Gabriel im Gespräch mit dem „Stern“. Schlimmer sei aber, dass alle viel zu lange zugeschaut hätten, wie das Land immer tiefer in die Krise geraten sei, fügte der Vize-Kanzler hinzu. Die Aufnahme Griechenlands in den Währungsverbund hatte maßgeblich die damalige rot-grüne Bundesregierung unter dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder (SPD) vorangetrieben. Die Lehre aus dem Niedergang Griechenlands formulierte Gabriel so: „Nie wieder wegschauen, wenn sich ein Land nicht an die Spielregeln in Europa hält.“ Das gelte nicht nur für finanzielle Fragen. „Wir dürfen auch nicht wegschauen, wenn in Ungarn die demokratischen Spielregeln Europas verkommen. Oder wenn in EU-Staaten Bevölkerungsgruppen wie Sinti und Roma so schwer diskriminiert werden, dass ihnen nur die Flucht bleibt“, sagte Gabriel.  

Börse Frankfurt
DAX am Mittag mit Verlusten

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Frankfurt/Main (dts) – Die Börse in Frankfurt hat am Dienstagmittag zunächst Kursverluste verzeichnet. Kurz vor 12:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 10.846,03 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,41 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste stehen die Anteilsscheine von Fresenius SE, SAP und der Deutschen Börse. Die Aktien von K+S, BMW und Adidas bilden die Schlusslichter der Liste.  

Nukleartechnologie
Atom-Verhandlungen mit dem Iran werden verlängert

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Wien (dts) – Die Atom-Verhandlungen mit dem Iran gehen in die Verlängerung: Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vom Dienstag werden die Gespräche erneut um einige Tage fortgesetzt. Ursprünglich wollten die Teilnehmer der Verhandlungen bis zum Dienstag eine Einigung erzielen, nachdem bereits eine ursprünglich geltende Frist Ende Juni endete und verlängert werden musste. An den Verhandlungen mit dem Iran nehmen Vertreter der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats – USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien – sowie Deutschlands teil. Das angestrebte Abkommen sieht eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie im Iran vor, eine Entwicklung von Atomwaffen im Land soll verhindert werden.  

König Fußball
Mikronesien: 114 Gegentore in nur drei Spielen

Mikronesien: 114 Gegentore in nur drei Spielen

(nex) Während auf den meisten anderen Kontinenten das Leistungsgefälle im Weltfußball stetig geringer wird, gibt es sie in Ozeanien noch regelmäßig: die Spiele, die mit den richtig hohen Torspannen enden. In der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 hat nun die U23-Nationalmannschaft von Mikronesien auf unangenehme Weise mit diesem Phänomen Bekanntschaft machen müssen, als sie in nur drei Spielen im Rahmen der Pacific Games in Papua-Neuguinea nicht weniger als 114 Gegentore kassierte. Dabei hatte das Turnier für die Mannschaft aus dem Inselreich im Pazifik, das sich auf mehr als 7 Millionen Quadratkilometer und über insgesamt 4000 Kilometer in der Länge erstreckt, noch mit einem Achtungserfolg begonnen: Gegen Tahiti, dessen erste Mannschaft immerhin 2013 Confed-Cup-Teilnehmer war, gab es immerhin „nur“ ein 0:30. Bereits gegen die Fidschi-Inseln – Anfang der 1980er Jahre selbst noch mit zwei zweistelligen Niederlagen gegen Australien und Neuseeland aus der WM-Qualifikation geflogen – hieß es jedoch schon 0:38. Und am Ende verlor man im dritten Spiel gegen die nicht gerade als Gigant bekannte Mannschaft aus Vanuatu gar mit 0:46, bereits zur Pause lag man dabei mit 0:24 zurück. Mikronesiens australischer Trainer Stan Foster sprach anschließend von einem Spiel zwischen „Jungen und Männern“. Da es ein U23-Spiel war, gilt das Ergebnis jedoch nicht als Weltrekord. Den höchsten Sieg in einem Pflichtländerspiel hält weiterhin – gleichfalls in Ozeanien – Australien mit dem 31:0 gegen Amerikanisch-Samoa in der WM-Qualifikation im Jahr 2001. Die erste Mannschaft Mikronesiens, die nicht FIFA-Mitglied ist und deshalb nicht an der WM-Qualifikation teilnimmt, hat in ihrer noch jungen Geschichte immerhin unter anderem auch schon einen 3:0-Sieg gegen Guam und gar ein 7:0 gegen die Nördlichen Marianen zu verbuchen. Beide datieren jedoch bis ins Jahr 1999 zurück. Die höchste Niederlage war hier ein 0:18 gegen Neukaledonien im Jahre 2003.

WM 1990
DFB-Weltmeistermannschaft kehrt nach 25 Jahren an den Kalterer See zurück

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Kaltern (nex) – Zum 25. Jahrestag des Titelgewinns zur Fußball-Weltmeisterschaft 1990 kehrt die deutsche Nationalmannschaft jener Tage noch einmal an ihre damalige Wirkungsstätte zurück. Ein Großteil des Kaders der damaligen Weltmeister und der damalige Trainer Franz Beckenbauer werden im Südtiroler Weinort Kaltern wieder zusammentreffen, wo man sich damals im DFB-Trainingslager auf das Turnier vorbereitet hatte. Die Alt-Weltmeister sollen für drei Tage dort bleiben, Beckenbauer äußerte gegenüber der dpa, es wäre ein „deutlicher Hinweis auf den wirklich fantastischen Zusammenhalt der Mannschaft“, dass 17 von 22 Spielern des damaligen Kaders nach einem Vierteljahrhundert noch einmal der Einladung folgen würden. Am 8. Juli 1990 verwertete Andreas Brehme in der 85. Minute den entscheidenden Foulelfmeter zum 1:0 gegen Finalgegner Argentinien in Rom und schoss Deutschland damit nach einem überzeugenden Turnier zum dritten Weltmeistertitel. Bereits in der Vorrunde hatte die deutsche Elf mit einem 4:1 im Eröffnungsspiel gegen Jugoslawien einen Auftakt nach Maß in Mailand erlebt und wurde nach einem weiteren deutlichen Sieg (5:1 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate) und einem 1:1 gegen Kolumbien Gruppensieger. Im Achtelfinale des Turniers konnte man sich in sehr giftiger Atmosphäre mit einem 2:1 gegen die Niederlande durchsetzen, im Viertelfinale reichte ein Elfmetertor von Lothar Matthäus zu einem 1:0-Arbeitssieg gegen die Tschechoslowakei, ehe man sich nach einem dramatischen 1:1 n.V. im Halbfinale gegen England in Turin mit 4:3 im Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Nun, 25 Jahre später, sollen ein Gala-Dinner, ein Freizeitprogramm mit Golf und Tennis und eine Weinverkostung die Rückkehr an den Ausgangspunkt des großen Triumphes umrahmen. Fehlen werden allerdings der damalige Starstürmer Jürgen Klinsmann und Co-Trainer Berti Vogts. Sie müssen sich als Trainer und Berater der US-Nationalmannschaft auf den Gold Cup vorbereiten, der am heutigen Dienstag (Ortszeit) mit der Begegnung zwischen Panama und Haiti und dem Debüt der USA gegen Honduras beginnt.

Angela Merkel
CDU/CSU legen in Wählergunst massiv zu

Berlin (dts) – Die Union kann während der Eskalation der Griechenland-Krise deutlich zulegen. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU/CSU demnach auf 43 Prozent, das sind 3,5 Punkte mehr als eine Woche zuvor, berichtet die „Bild“ unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut INSA. INSA-Chef Hermann Binkert erklärte das Plus mit der Rolle Schäubles in den Verhandlungen mit Griechenland und den anderen Euro-Partnern. „Die Deutschen vertrauen in der Griechenland-Krise auf die Union. Sie stehen vor allem hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble und setzen auf seine Standfestigkeit“, sagte Binkert gegenüber „Bild“. Dagegen verlieren SPD (24 Prozent), Linke (9 Prozent) und AfD (vier Prozent) verlieren im aktuellen INSA-Meinungstrend je einen halben Punkt, die FDP (4 Prozent) sogar einen Punkt. Die Grünen können sich hingegen um einen halben Punkt auf zehn Prozent verbessern. Für den INSA-Meinungstrend wurden 2.189 Wahlberechtigte vom 3. bis 6. Juli 2015 befragt.