ÖPNV-Reform
Bundesverkehrsminister zum 9-Euro-Ticket: „Beste Idee“

Osnabrück – Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat das 9-Euro-Ticket knapp sechs Wochen nach dem Start als „fulminanten Erfolg“ bezeichnet und will eine große ÖPNV-Reform anstoßen: „Wenn die komplizierten Tarifzonen verschwinden und die Tickets bundesweit gelten, wird der öffentliche Nahverkehr sehr viel stärker genutzt“, sagte Wissing im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wir sollten deswegen endlich Wege finden, den Tarif-Dschungel in Deutschland zu beenden.“ Die Erfahrungen mit dem Ampel-Projekt würden erst gründlich ausgewertet: „Ab Herbst werden wir dann die notwendigen Schlüsse ziehen.“ Die Einführung des Billigfahrscheins zum 1. Juni nannte Wissing die „beste Idee für den Bahnverkehr seit ganz langer Zeit“, er selbst sei von eigenen Erfahrungen „begeistert“. Das Ticket sei bislang nicht nur an 10 Millionen Abonnenten, sondern auch an 21 Millionen andere Kunden verkauft worden. „Das ist ein fulminanter Erfolg! Und: Wir haben spürbar weniger Verkehr auf den Straßen, deutlich weniger Staus. Offenbar sind viele vom Auto in Busse und Bahnen umgestiegen.“ Die wichtigste Lehre, die er aus der Begeisterung für das 9-Euro-Ticket ziehe, laute daher: „Es braucht strukturelle Veränderungen.“ Ob der Bund den Ländern dauerhaft Geld für Billigfahrscheine zuschießen werde, ließ Wissing offen. Dass die Finanzierung des ÖPNV für die Länder eine große Herausforderung sei, „kann ich nachvollziehen“, sagte er der „NOZ“. „Allen ist aber auch klar, dass der Bund kein Monatsticket für 9 Euro auf Dauer finanzieren kann. Das wären jährlich rund zehn Milliarden Euro“, sagte der Minister und ergänzte: „Ich kann hier nicht den Haushaltsverhandlungen vorgreifen.“

Türkei-Wahlen
Kommentar: Oppositionsbündnis gegen Erdogan unterlegen

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Noch immer eiert das neue oppositionelle Bündnis in der Türkei, das aus der CHP, der DEVA-, der Demokratischen, der Gelecek-, der IYI- und der Saadet-Partei besteht, um ihren einzigen Wahlkandidaten, der 2023 gegen Erdogan antreten soll. 75 cm hoch, hat 4 Beine; der Sechser Tisch (Altılı Masa), der sich aus 6 oppositionellen türkischen Parteien zusammensetzt. Aber noch immer hat sich noch keiner am Tisch erhoben, um den bevorstehenden Wahlkampf gegen Erdogan aufzunehmen. Bitter, nicht wahr? Dabei erwartet das Volk gerade in diesen stürmischen Zeiten eine Führungskraft, eine Vision, Sicherheit und Erhalt des Wohlstands. Die Inflation galoppiert dahin. Die Geldentwertung nimmt kein Ende. Viele leben von heute auf morgen, spannen alle Familienmitglieder ein, um halbwegs über die Runden zu kommen. Das einzige, was ihnen derzeit noch ein Lächeln entlockt, sind die vierteljährlich vom Staatspräsidenten angekündigten Gehalts-, Sold-, Renten- oder Mindestlohnanpassungen, die ihren Warenkorb wieder einigermaßen auffüllen, während zeitnah Steuersenkungen und Subventionen auf Lebensmittel und Energien indirekt zugute kommen. Gerade die Erwartungshaltung innerhalb der Bevölkerung, dass ein Mann oder Frau die Sorgen und Nöte eines einfachen Bürgers wahrnimmt und in regelmäßigen Abständen zu lindern versucht, befriedigt viele und lässt auf bessere Zeiten hoffen. Ob das nun illusorisch ist oder den Staat Unmengen an Geld kostet, dass interessiert die meisten gerade in solchen Zeiten nicht. Wie gesagt leben viele von heute auf morgen und solange dieses Volk weiß, dass der Vater Staat wieder einmal eine Anpassung vornehmen wird, solange wird man bis zur nächsten Anpassung auch jede Entbehrung auf sich nehmen. Was diese Parteivorsitzenden am 75 cm hohen Tisch mit 4 Beinen jedoch nicht wahrnehmen wollen ist, dass dieser Auftritt eines Mega-Bündnisses, ohne einen spezifizierten Führungskopf, ohne Personenkult, ohne konkrete Kandidaten, gegen einen Erdogan von vornherein unterlegen ist. Was könnte denn den einfachen Bürger dazu bewegen, ein Bündnis bestehend aus 6 Parteien zu wählen, wenn doch gerade jetzt, während all der Krisen ein Mann an der Spitze steht, der zumindest versucht, die Not zu lindern, die Sorgen zu teilen? Das Volk interessiert sich schlichtweg nicht dafür, was der Staat für die Existenzsicherung der Bürger und Bürgerrinnen ausgibt, ob es sich hoch verschuldet oder Banknoten dafür drucken muss. Es interessiert sich auch nicht dafür, in welche Skandalen die AKP mutmaßlich verwickelt sein soll oder ob dem OB von Istanbul vom Innenministerium angeblich ein Maulkorb verpasst wurde, damit er sich nicht mit westlichen Spitzendiplomaten trifft. Stattdessen muss sich der einfache Bürger und Bürgerin ansehen, wie sich einer wie der andere am „Altılı Masa“ immer noch von der Verantwortung stiehlt und um den heißen Brei redet. Oder sich von 6 Parteivorsitzenden anhören, wie schlimm es doch um ihr Land bestellt sei, ohne dabei konkrete Gegenmaßnahmen oder Lösungen anzubieten. Das einzige, was Erdogan derzeit machen muss, um die kommende Wahl zu gewinnen ist, die Anpassung an die galoppierende Inflation und Geldentwertung in wohlkalkulierter Weise fortzusetzen. Das kostet zwar der Notenbank noch den letzten Nerv, die dafür Unmengen von türkische Liras drucken muss, aber das Volk kann wenigstens auf das zählen: Kontinuität, um etwas auf den Tisch zu bekomme. Die einzige Kontinuität, die 75 cm und 4 Beine zu bieten hat, heißt Tisch. Davon wird das Volk aber nicht satt!
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Oppositionspolitiker Kemal Kilicdaroglu sagte in einem TV-Interview, dass sie bei den kommenden Wahlen gewinnen und die „derzeitige Regierung stürzen“ werden.

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Abu Akleh-Tod
UN: Schüsse auf Akleh von israelischen Soldaten abgefeuert

von Kemal Bölge

Die palästinensische Generalstaatsanwaltschaft hat die Kugel, die die Investigativ-Journalistin Schirin Abu Akleh tödlich traf zur weiteren Untersuchung an US-Forensiker übergeben.

Nach Informationen des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen wurden die tödlichen Schüsse auf die Investigativ-Reporterin von Soldaten der israelischen Armee abgegeben. Wie die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, Ravina Shamdasani, mitteilte, sei es zutiefst beunruhigend, wenn mehr als „sechs Wochen nach der Ermordung der Journalistin Shirin Abu Akle und der Verletzung ihres Kollegen Ali Sammoudi in Jenin am 11. Mai 2022, dass die israelischen Behörden keine strafrechtlichen Ermittlungen durchgeführt“ hätten.

Die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros verwies auf die Untersuchung des Vorfalls durch das OHCHR und „die Untersuchung durch unser Büro mit vielen Erkenntnissen übereinstimmt, dass die Schüsse, die sie getötet haben, von israelischen Sicherheitskräften“ kamen.

Palästinensischer Generalstaatsanwalt: Kugel stammt von Scharfschützengewehr des Typs Ruger

Der palästinensische Generalstaatsanwalt Akram Chatib teilte mit, dass entschieden worden sei, die tödliche Kugel zu weiteren Untersuchungen in die USA zu senden. Zuvor hatte Chatib erklärt, die Untersuchung der tödlichen Kugel habe ergeben, dass diese von einem Scharfschützen mit einem Gewehr des Typs Ruger abgefeuert worden sei.

Die Kugel sei aus Richtung der israelischen Soldaten gekommen. Darüber hinaus zeigten weitere Einschusslöcher in einem Baum, dass gezielt auf den Oberkörper der Reporterin geschossen worden sei.

Die palästinensische Regierung teilte nach Abschluss der Untersuchung zur Todesursache mit, die 51-jährige Journalisten sei im besetzten Westjordanland gezielt von einem israelischen Soldaten erschossen worden. Israel hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen und eine eigene Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

Sowohl die israelische als auch die palästinensische Regierung hatten sich zunächst gegenseitig für den Tod Abu Aklehs verantwortlich gemacht. Die Forderung Israels nach gemeinsamen Ermittlungen und der Herausgabe der tödlichen Kugel für eine gerichtsmedizinische Untersuchung hatte die palästinensische Regierung abgelehnt.

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Bei dem rechtsterroristischen Anschlag auf zwei Shisha-Bars in der hessischen Stadt Hanau kamen insgesamt elf Menschen ums Leben. Nun jährt sich der Amoklauf zum zweiten Mal. NEX24 sprach darüber mit dem deutsch-türkischen Politikberater und Autor Yasin Baş.

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UKR
Linke für Waffenlieferungen an Ukraine

Bonn – Die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken, Katina Schubert, spricht sich für Waffenlieferungen an die Ukraine im Konflikt mit Russland aus und sieht bei den Linken hier eine Weiterentwicklung.
„Es ist wichtig, dass wir eine klare Position zu Russland haben, eine klare Position zu Sanktionen entwickeln und versuchen, zuerst alle nichtmilitärischen Lösungen herauszufinden, um zu helfen diesen Krieg schnellstmöglich zu beenden. Aber ja, wir müssen auch darüber diskutieren, was darüber hinaus notwendig ist, damit der Krieg auch beendet werden kann und zwar nicht, indem der Autokrat und Aggressor einen Sieg davonträgt.“
Dazu seien Waffenlieferungen ein letztes Mittel. „Wahrscheinlich kommen wir nicht darum herum, aber auch dann muss man ganz klar festschreiben, was für Waffen es sind. Es kann nicht angehen, dass dann die NATO ihrerseits ihre Kriegsziele ändert und sagt, es muss jetzt darum gehen, Russland niederzuwerfen.“ Das Ziel müsse sein, „die territoriale Integrität der Ukraine und die Souveränität des ukrainischen Volkes zu erhalten“, sagte Schubert im phoenix-Interview. Dazu dürften nur Waffen geliefert werden, die der Selbstverteidigung dienen. Mit Blick auf den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag lässt die Berliner Linke durchblicken, dass sie einen personellen Wechsel nach dem schwachen Abschneiden der Linken bei den letzten Wahlen befürworten würde. „Jede Fraktion wählt sich ihren Vorsitz selber, insofern muss sie schauen, ob sie wirklich so weitermachen will. Im Moment ist die Fraktion eben nicht der treibende Faktor, um bundespolitisch wahrgenommen zu werden“, so Schubert. Auf die Nachfrage, ob die Fraktion mit dem bisherigen Ko-Vorsitzenden Dietmar Bartsch weitermachen solle, antwortet sie: „Das muss die Fraktion entscheiden, wen sie da wählt, aber ich habe es so verstanden, dass dort bald ein Wechsel ansteht.“

NATO-Gipfeltreffen
„Kurdischer Terrorismus“: Griechenland zeigt Verständnis für Sorgen der Türkei

Madrid – Die Türkei habe berechtigte Bedenken bezüglich des „Terrorismus kurdischer Gruppen“, sagte der griechische Premierminister am Donnerstag. „Die Türkei hat berechtigte Bedenken, wenn es um die Frage des von kurdischen Organisationen verübten Terrorismus geht. Die Türkei hat einen hohen Preis für solche terroristischen Handlungen gezahlt“, sagte Kyriakos Mitsotakis auf einer Pressekonferenz auf dem NATO-Gipfel in Madrid. „Es fällt uns nicht schwer, dies anzuerkennen“, antwortete er auf eine Frage zum trilateralen Memorandum Ankaras mit Schweden und Finnland, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Das am Dienstag nach Gesprächen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den Staats- und Regierungschefs Schweden und Finnlands sowie der NATO unterzeichnete Abkommen ebnete den Weg für die Allianz, die beiden Länder offiziell in ihre Reihen aufzunehmen. Schweden und Finnland haben sich verpflichtet, auf die terroristischen Bedenken der Türkei einzugehen und ein Waffenembargo gegen Ankara aufzuheben. Ferner heißt es, dass die beiden Länder in Fragen des Informationsaustauschs, der Auslieferung und ganz allgemein der Terrorismusbekämpfung eng mit der Türkei zusammenarbeiten werden. Zu den bilateralen Beziehungen sagte Mitsotakis, Griechenland und die Türkei müssten im Gespräch bleiben, um ihre Probleme auf „zivilisierte Weise“ zu lösen. „Wir müssen uns treffen, wir müssen reden“, sagte er und bezog sich dabei auf Erdogan. „Wir müssen unsere Differenzen auf zivilisierte Weise, im Rahmen gutnachbarlicher Beziehungen und mit dem Völkerrecht als einzigem Bezugspunkt lösen. Es gibt keinen anderen Rahmen, auf den wir uns stützen können, um unsere Differenzen zu lösen“. Laut Mitsotakis hat die Türkei während des Gipfels keine Probleme mit Griechenland angesprochen.

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„Spannungen sind für niemanden von Vorteil“, sagte der Vorsitzende der Koalition der Linken und Progressiven Allianz, besser bekannt unter der Abkürzung SYRIZA.

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Türkei
Türkische Polizei nimmt 13 Verdächtige der Terrororganisation DAESH/IS fest

Mersin – Bei Razzien des Dezernats für Terrorbekämpfung der türkischen Polizei (TEM) haben die Sicherheitskräfte in den frühen Morgenstunden 13 Verdächtige der Extremistenorganisation DAESH/IS festgenommen.

Die unter Federführung der Generalstaatsanwaltschaft von Mersin erfolgte Anti-Terror-Operation „Morgendämmerung“ begann mit zeitgleichen Razzien an Wohnadressen von 14 Verdächtigen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, nahmen an den Durchsuchungen insgesamt 200 Polizeibeamte teil, die von Aufklärungsdrohnen aus der Luft unterstützt wurden.

Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte versperrten die Zufahrtsstraßen zu den Wohnadressen der Verdächtigen. Ein Gesuchter, der sich seiner Festnahme zunächst durch die Flucht auf das Dachgeschoss entzog, konnte mithilfe von Aufklärungsdrohnen ermittelt und schließlich durch die Beamten festgenommen werden.

Ein weiterer per Haftbefehl gesuchter Verdächtiger befindet sich weiterhin auf der Flucht, da M.A. nicht an der vermuteten Adresse auffindbar war. Er wird weiterhin per Haftbefehl gesucht. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Verdächtigen, die in der Terrororganisation DAESH/IS aktiv waren, illegal in die Türkei eingereist sind. Weitere Untersuchungen der Behörden zur Finanzkriminalität hatten ergeben, dass vier der Tatverdächtigen im Auftrag der Extremistenorganisation Geldüberweisungen getätigt hatten.

Ermittler finden in beschlagnahmter Computer-Festplatte belastendes Material

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines der Verdächtigen beschlagnahmte die Polizei eine Computer-Festplatte. Der Tatverdächtige wurde wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verhaftet. Die Verdächtigen M.M. und T.K. waren ebenfalls in der Terrororganisation aktiv. In der Festplatte fanden Ermittler zahlreiche Fotos von DAESH/IS-Extremisten sowie Konflikt-, Hinrichtungs- und Propagandabilder.

CNN Türk: Mutmaßlicher griechischer Spion traf sich mit DAESH/IS-Anführern

Vor einigen Tagen gelang es dem türkischen Nachrichtendienst MIT in Zusammenarbeit und dem Dezernat für Terrorbekämpfung in Gaziantep, Muhammed Amar Ampara, ein griechischer Staatsbürger mit syrischen Wurzeln, wegen Spionage für Griechenland festzunehmen.

Im Zuge der Ermittlungen und der Vernehmung des Tatverdächtigen stellte sich heraus, dass Ampara im Auftrag des griechischen Nachrichtendienstes EYP Informationen über die Grenzsicherheit der Türkei zu Griechenland sowie Syrien und der türkischen Armee sammelte.

Ferner soll sich der dringend Tatverdächtige Ampara mindestens zehnmal in Syrien aufgehalten und in der ehemaligen Hochburg der Extremistenorganisation Rakka, unter anderem mit Anführern der Terrororganisation DAESH/IS getroffen und der Frau eines „Emirs von DAESH/IS“ Geld überbracht haben. Die Frau des mutmaßlichen Spions hätte bei DAESH/IS eine Funktion bekleidet. Das berichtet der Nachrichtensender CNN Türk.

Terrororganisation DAESH/IS hinterließ eine blutige Spur

Die Extremistenorganisation DAESH/IS gilt in der Türkei seit 2013 als Terrororganisation und ist verboten. Schon mehrfach verübte DAESH/IS blutige Terroranschläge in der Türkei, bei dem nach Angaben des türkischen Innenministeriums (Bericht 2017, S. 27) 304 Menschen getötet und 1.338 verletzt wurden. Die türkische Armee hat bereits mehrfach in Syrien militärisch interveniert, um die Terrororganisationen PKK/YPG und DAESH/IS zu bekämpfen.

Kemal Bölge/Mersin

NATO-Beitritt
„Türkei sollte Schweden und Finnland beobachten“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Beim NATO-Gipfel in Madrid erklärte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, „wir sind stark, wir schützen einander, wir stehen zueinander.“ Die Türkei fordert genau das seit Jahren in Syrien und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Die Bundesverteidigungsministerin Lambrecht (SPD) erklärte während des NATO-Gipfeltreffens in Madrid, „wir sind stark, wir schützen einander, wir stehen zueinander.“ Diese hehren Ziele sind nachgewiesenermaßen Wunschdenken, um in der aktuellen Krise Solidarität und Einigkeit zu demonstrieren.

Bereits zu Beginn der Beitrittsgespräche mit Schweden und Finnland hatte die Türkei mit ihren NATO-Bündnispartnern erhebliche Differenzen in Bezug zum Grenzschutz im syrischen Grenzgebiet, im internationalen Kampf gegen den Terrorismus. Seit Jahren fordert die Türkei von ihren Bündnispartnern, dass ihre Sorgen und Nöte wahrgenommen und entsprechende Bitten umgesetzt werden.

Bis heute hat sich zum Beispiel in Zusammenhang mit der völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK nichts getan. In etlichen Bündnisländern kann die PKK mit ihren örtlichen Stellvertreterorganisationen ungehindert und ungeniert weiter agieren. Zuletzt reichte die Terrororganisation vor dem Europäischen Gerichtshof eine Klage ein, um sich aus der europäischen Liste der Terrororganisationen streichen zu lassen.

Die Stärke eines Bündnisses, die schützende Hand übereinander, die Solidarität untereinander, kann an ihren Taten ermessen werden. Und leider versagte die NATO in Zusammenhang mit der PKK dabei grandios.

Hat das Verteidigungsbündnis nun überhaupt das Gesicht dafür, von der Türkei Stärke, Einigkeit und Solidarität einzufordern? Mitnichten! Die NATO-Anwärter Schweden und Finnland tun sich innerpolitisch immer noch schwer damit, die Kuh vom Eis zu holen. Die NATO selbst vermeidet es derzeit tunlichst, sich mit der Türkei zu verscherzen. Aber das sind nur Momentaufnahmen.

Noch immer unterstützen die Staaten der Anti-IS-Koalition die Stellvertreterorganisationen der PKK in Nordsyrien, um mit ihrer Hilfe den IS zurückzudrängen. Dabei wird der Eindruck erweckt, dass die Türkei nicht in der Lage wäre, diese Aufgabe als legale Ordnungsmacht zu übernehmen. Stattdessen setzt man weiterhin auf eine – völkerrechtlich betrachtet – illegale Organisationsstruktur, finanziert diese und bewaffnet sie mit schwerem Gerät.

Man bewaffnet quasi eine illegale Struktur entlang der türkischen Grenze und ist davon überzeugt, damit eine andere Terrororganisation zu bändigen, während man geradezu offen zugibt, dieser illegalen Struktur Namen verpasst zu haben, damit die Türkei nicht auf die Idee kommt, dass es sich dabei um die terroristische PKK bzw. deren Ableger im Ausland handelt.

Türkei sollte Schweden und Finnland bis zur Ratifizierung der Beitrittswünsche beobachten

Die Türkei täte gut daran, Schweden und Finnland bis zur Ratifizierung der Beitrittswünsche – was von allen Parlamenten der NATO-Mitglieder noch vorgenommen werden muss – genauestens zu beobachten. Sollte Schweden und Finnland, ihr Memorandum mit 10 klaren Punkten die nächsten Wochen und Monate nicht komplett umsetzen, muss das türkische Parlament in der Konsequenz die Ratifizierung ablehnen.

Zwar hat die schwedische Außenministerien deutlich gemacht, dass die Schweden sich an Abmachungen halten, aber letztendlich müssen sich auch die Skandinavier an ihren Taten messen lassen. Man kann Schweden nicht dazu zwingen, aufgrund eines Auslieferungsersuchens der Türkei, eigene Staatsbürger auszuliefern. Man kann die schwedische oder europäische Rechtssprechung nicht in Abrede stellen, um Auslieferungen zu erzwingen. Die Türkei kann aber auf dem Rechtsweg alles unternehmen, um die Auslieferung nach nationaler oder europäischer Rechtssprechung zu fordern.

Ob die NATO-Mitglieder die Hürden der Türkei gegenüber Schweden und Finnland als Erpressung betrachten, als innerpolitische Machtdemonstration Erdogans verklären, ist dabei unerheblich. Letztendlich geht es um den Satz von Lambrecht, die nur so von Stärke, Schutz und Solidarität protzt, aber letztlich nur eine leere Satzhülse bleibt. Jetzt ist die Zeit gekommen, diese NATO mit ihren hehren Zielen zu einigen, diese Hülse zu füllen.

Die Anti-IS-Koalition muss aufhören, die PKK in Nordsyrien zu decken, zu unterstützen oder zu bewaffnen. Die NATO-Mitglieder müssen die PKK in ihren Ländern konsequent verfolgen. Schweden und Finnland müssen ihre Haltung zur PKK, PYD, YPG oder SDF überdenken und daraus ihre Lehren ziehen sowie handeln. Zumindest Einsicht und entsprechenden Willen zeigen. Ansonsten muss das türkische Parlament in der Konsequenz die Ratifizierung ablehnen.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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– Sicherheitspolitik – NATO-Chef Stoltenberg: Ohne die Türkei kann sich Europa nicht selbst schützen

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin, dass die Türkei bei der Sicherheit Europas eine Schlüsselrolle innehabe.

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Internetmarketing
Darum ist eine SEO-Sichtbarkeit wichtig

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Wer sich mit Internetmarketing befasst, hört immer wieder, eines der wichtigsten Ziele sei, bei Google auf den Suchergebnislisten möglichst weit nach vorne zu kommen. Nicht jeder schafft es ganz nach oben, doch die erste Seite sollte auf jeden Fall erreicht werden. Der Aufwand, um dieses Ziel zu erreichen, lohnt sich.

Mit einer guten Sichtbarkeit zu mehr Besucher

Jeder Webseitenbetreiber merkt die Auswirkungen der SEO Sichtbarkeit sofort an seinen Verkaufszahlen. Befindet sich die Website des Unternehmers auf Seite zwei oder drei hat das kaum Auswirkungen auf den Umsatz. Klettert die Homepage im Google Ranking nach oben und erreicht eine der drei vordersten Plätze, ändert sich die Situation. Plötzlich steigen die Seitenzugriffe an und damit auch die Verkaufszahlen.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit ist günstig und nachhaltig

Nach dem Erstellen einer Webseite und deren Freischaltung kommen anfangs keine Besucher. Erst durch geeignete SEO-Maßnahmen wie

  • Onpage-Optimierung
  • Content-Management
  • Link-Building
  • Regelmäßige Analyse und Verbesserung der Seite

klettert die Seite im Ranking höher. Das erfordert ein wenig Zeit und Arbeit. Ist erst einmal das Ziel erreicht, geht die gute Platzierung nicht von heute auf morgen verloren. Natürlich muss immer noch Arbeit investiert werden, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass nicht für jeden Besucher bezahlt werden muss. Dadurch sparen sich Unternehmer viel Geld an Provisionen und Werbung.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit erhöht das Vertrauen der Kunden

Beim Onlinehandel ist Verbrauchervertrauen besonders wichtig. Der Gemüsehändler an der Ecke verdient es sich durch persönliche Beratung und ein freundliches Wesen. Um einen guten Händler zu finden, suchen manche Verbraucher sogar eine Verbraucherzentrale auf.

Der Online-Händler kann durch eine gute Platzierung das Verbrauchervertrauen steigern. Viele Kunden gehen davon aus, dass eine Firma weit oben in den Ergebnislisten vertrauenswürdig und seriös ist. Das gibt einen Vertrauensvorschuss, den der Händler natürlich auch wieder verlieren kann, wenn dieser nicht kundenorientiert handelt.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit wirkt sich auf andere Marketingmaßnahmen aus

Ein wichtiger Bestandteil von Suchmaschinenoptimierung ist die Verbesserung der Internetseite. Nur wenn diese eine schnelle Ladezeit aufweist, sich der Besucher sofort zurechtfindet und die Seite für mobiles Internet optimiert ist, erhöht sich auch die SEO-Sichtbarkeit.

Eine gute Internetseite hat Einfluss auf das gesamte Marketing. Es kommen nicht nur mehr Besucher, sie bleiben auch auf der Seite und kaufen dort ein oder tätigen eine Aktion. Dadurch werden auch die anderen Werbeaktivitäten des Webseitenbetreibers effektiver.

Eine gute SEO-Sichtbarkeit ist kein Ziel, sondern ein Prozess

Wer einen guten Platz bei Google erzielt hat, kann sich über hohe Umsätze freuen. Diese können jedoch auch wieder zurückgehen, wenn der Webseitenbetreiber keine Maßnahmen mehr durchführt. Wichtig ist vor allem die regelmäßige Analyse und Verbesserung der Internetseite.

Google honoriert aktuelle Inhalte auf der Homepage, deshalb ist es wichtig, ständig neue und aktuelle Texte zu erstellen. Das kostet Zeit und Geld, ist aber immer noch billiger als Werbung zu schalten und für jeden Besucher auf der Internetseite zu bezahlen.

Fazit: Mit Internetmarketing an einem Wachstumsmarkt teilhaben

2022 befindet sich die Wirtschaft in unsicheren Zeiten, die meisten Analysten gehen von einer Rezession aus. Der Online-Handel hingegen widersetzt sich diesem Trend und erzielt nach wie vor gute Umsätze. Unternehmer sollten diese Chance nutzen und verstärkt auf das Internet setzen. Die SEO-Sichtbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung dafür.

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– Scholz-Besuch – Türkei und Deutschland wollen Handelsvolumen auf 50 Milliarden Dollar steigern

Bundeskanzler Olaf Scholz ist am Montag zu seinem ersten offiziellen Besuch seit seinem Amtsantritt in der Türkei eingetroffen.

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Kosmetik
Rascher Anstieg bei der Verwendung von CBD Creme

In den letzten Jahren gab es in der alternativen Gesundheits- und Wellnessbranche eine regelrechte Explosion von Produkten, die CBD als primären und aktiven Inhaltsstoff enthalten.

Diese Produkte reichen von CBD Creme, Ölen und Tropfen bis hin zu Esswaren, Mundsprays und Flüssigkeiten zum Verdampfen und versprechen eine breite Palette von Vorteilen, die von der Verringerung von Angstzuständen und Depressionen über die Unterstützung eines guten Schlafs bis hin zur Hilfe bei Hauterkrankungen reichen.

Eine der vielversprechendsten Kategorien von CBD-Produkten ist die CBD-Hautpflege, für die bis 2026 ein Wachstum von fast 3,5 Mio. USD erwartet wird, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von sehr ermutigenden 24,8 Prozent. Bei so viel Potenzial in diesem Marktsegment lohnt es sich, einen Blick auf die Gründe zu werfen, warum CBD als Teil einer Hautpflege so beliebt geworden ist.

CBD als Inhaltsstoff in kosmetischen Produkten

CBD, oder Cannabidiol, hat auf dem Wellness-Markt, auch im Hautpflegesektor, große Aufmerksamkeit erregt, so dass viele Hersteller diesen Inhaltsstoff in ihre allgemeinen Formulierungen aufnehmen.

Immer mehr Studien über CBD als Nahrungsergänzungsmittel weisen auf die starken entzündungshemmenden Eigenschaften der chemischen Verbindung hin, und genau diese Wirkung macht sie als Inhaltsstoff in Hautpflegeprodukten und Kosmetika besonders wertvoll.

Bei jeder Art von Hautentzündung, einschließlich Rötung, Empfindlichkeit und Reizung infolge von Umwelteinflüssen oder Umweltgiften, können CBD-Hautpflegeprodukte die Entzündung lindern und reduzieren. Es gibt auch Hinweise auf die Wirksamkeit von CBD-Kosmetika bei der Behandlung von Symptomen im Zusammenhang mit Hautproblemen wie Akne.

CBD-Creme und medizinische Eigenschaften

Eine weitere Anwendung der Wirkung von CBD in Hautpflegeprodukten ist in Form von Cremes mit medizinischen Eigenschaften. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD spielen in solchen Cremes bereits eine Rolle, neben anderen potenziellen Vorteilen. CBD ist auch dafür bekannt, dass es Schmerzempfindungen lindert und eine beruhigende Wirkung hat. Das bedeutet, dass Cremes, die CBD als Wirkstoff enthalten, eine Rolle bei der ortsspezifischen Schmerzbehandlung spielen und bei der Behandlung von Muskelkater sehr effektiv sein können.

Es gibt immer mehr Belege für das EndocannabinoidSystem und seine Rolle bei der Zellreparatur und -erneuerung, was CBD-Cremes zu einer wertvollen Ergänzung von Narbenbehandlungsprogrammen sowie bei der Behandlung von Schürfwunden und blauen Flecken macht.

CBD-Extrakttypen verstehen

CBD-Hautpflegeprodukte werden mit verschiedenen CBD-Extrakttypen formuliert, und jeder hat seine Vorteile. Die drei wichtigsten Arten von CBD-Extrakten sind CBD-Isolat, CBD-Vollspektrum und CBD-Breitband. CBD-Isolat ist die reinste Form von CBD, da die CBD-Verbindung von allen anderen Cannabinoiden der Hanfpflanze isoliert wurde.

CBD-Isolatprodukte werden wegen ihrer sehr geringen Konzentration an THC, dem psychoaktiven Cannabinoid der Cannabispflanze, geschätzt. Vollspektrum- und Breitspektrum-CBD-Produkte enthalten das gesamte Spektrum an Cannabinoiden, wobei Vollspektrumprodukte bis zu 0,3 Prozent THC enthalten, während bei Breitspektrumprodukten das THC vollständig entfernt wurde.


Die auf dieser Website enthaltenen Informationen sind als allgemeine Auskunft und Informationsquelle gedacht. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder ärztliche Anweisungen zur Verwendung von Produkten. Es ist wichtig, dass Sie den Rat Ihres Arztes und anderer medizinischer Fachkräfte hinsichtlich Ihrer individuellen medizinischen Gesundheitsversorgung befolgen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an eine medizinische Fachkraft, bevor Sie Arzneimittel oder eine Behandlungsmethode nutzen.
 

Chameria-Massaker
Gedenkkundgebung zum Massaker an Chameria-Albanern

Edirne – Bei einer Gedenkveranstaltung zum 78. Jahrestag des griechischen Massakers an den Chameria-Albanern (27. Juni 1944) während des Zweiten Weltkriegs erinnerten in Edirne Vertreter zivilgesellschaftlicher Institutionen.

Die Föderation der Rumelien-Türken (Balkan Rumeli Türkleri Konfederasyonu) möchte mit der Gedenkveranstaltung an die Massaker und Vertreibungen der albanischen Zivilbevölkerung durch griechische Einheiten während des Zweiten Weltkriegs erinnern.

Albanische Besiedlung seit 13. Jahrhundert

Im Gebiet Chameria in den Küstenregionen des Epirus lebten bereits seit dem 13. Jahrhundert eine albanische Bevölkerung. Bei den Chameria-Albanern handelt es sich mehrheitlich um Muslime, aber es gibt auch eine kleine Minderheit christlich-orthodoxen Glaubens. Chameria ist eine Küstenregion im Epirus, die sich in unserer heutigen Zeit in Südalbanien und Nordwestgriechenland befindet.

1994 verabschiedete das albanische Parlament ein Gesetz, das die Ereignisse vom 27. Juni 1944 als „Völkermord“ einstuft. An dem Jahrestag des Massakers an den Chameria-Albanern finden in Albanien Märsche, Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen statt. Die Organisatoren erhoffen sich mit der Abhaltung an die Leiden der Chameria-Albaner aufmerksam machen zu können.

„Chameria ist unsere blutende Wunde“

Nach dem Gedenken an die Opfer des Gewaltverbrechens liefen die Teilnehmer der Kundgebung zum griechischen Generalkonsulat in Edirne und legten aus Protest vor der diplomatischen Vertretung Athens einen schwarzen Kranz mit der Aufschrift „Chameria ist unsere blutende Wunde“ nieder.

Rıfat Sait: „Wir verurteilen diesen Völkermord“

Zum Abschluss der Versammlung verlas der Ex-Abgeordnete der AK Partei, Rıfat Sait, eine Presseerklärung und verurteilten die massenhaften Gewaltverbrechen an der albanischen Bevölkerung. Der Ex-Parlamentarier aus Izmir erklärte:

„Wir haben uns hier wegen der vom 27. Juni 1944 – März 1945 in der Region Chameria durch Griechenland begangenen großen Massaker zusammengefunden. Die Aktivitäten richteten sich gegen die dort lebenden Albaner. Bei den Massakern wurden 2.900 Männer, 214 Frauen und 96 Kinder massakriert, 745 Frauen vergewaltigt sowie in 68 Dörfern 5.800 Häuser in Brand gesteckt. Über 2.000 Menschen haben wegen der Unterdrückung und Erniedrigungen auf der Flucht ihr Leben verloren. So wie es nicht möglich ist, Navarino, Tripolitsa und Srebrenica zu vergessen, vergessen wir auch nicht den Chameria-Völkermord und werden ein Vergessen nicht zulassen. Das albanische Parlament hat 1994 den 27. Juni als gegen Albaner gerichteter Völkermord anerkannt.“

Zeitzeugenbefragung von Überlebenden der Chameria-Massaker

Dem Schriftsteller und Kulturforscher Enver Kushi, der ursprünglich aus der Region Chameria entstammt, gelang es durch Zeitzeugenbefragungen (Oral-History) neue Erkenntnisse von Überlebenden der Massaker während des Zweiten Weltkriegs zu gewinnen. Die Ergebnisse seiner Zeitzeugenbefragung hatte der Kulturforscher Kushi zum Jahrestag der Massaker am 27. Juni 2021 („Chameria-Woche“) in Tirana der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mezalim ist der Fachterminus für massenhafte Gewaltverbrechen an Muslimen In Bezug auf die an der türkisch-muslimischen Zivilbevölkerung in Anatolien begangenen massenhaften Gewaltverbrechen und Massakern an Muslimen insgesamt hat sich in der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft der Fachterminus Mezalim durchgesetzt. Zur Erläuterung: Der Begriff Mezalim ist aus dem Arabischen entlehnt und steht für Gräueltaten, Ungerechtigkeiten und Massaker.

Kemal Bölge/Edirne

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– 1915-Geschehnisse – Erdogan kondoliert Armeniern

Auch in diesem Jahr hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Nachfahren der 1915 zu Tode gekommenen Armenier kondoliert.

Erdogan kondoliert Armeniern