USA
Drogen-Baron Hernández: Trump und Netanjahu sollen Deal gemacht haben

Neue Enthüllungen belasten den US-Präsidenten Donald Trump und den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu schwer.

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Washington – Neue Enthüllungen sollen den US-Präsidenten Donald Trump und den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu schwer belasten.

Geleakte Audioaufnahmen aus verschlüsselten Messengern wie WhatsApp, Signal und Telegram sollen eine koordinierte Operation belegen, um den wegen Drogenhandels verurteilten ehemaligen honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández (JOH) politisch zu rehabilitieren.

Eine gemeinsame Untersuchung von Hondurasgate und dem spanischen Medium Canal RED zeigt, dass Honduras nach dem Willen Washingtons und Jerusalems in eine strategische Zone für militärische, logistische und wirtschaftliche Operationen verwandelt werden solle.

Netanjahu und pro-israelische Kreise sollen Schlüsselrolle gespielt haben

Hernández selbst soll in den Aufnahmen zu hören sein, wie er die entscheidende Rolle Israels bei seiner überraschenden Freilassung aus einem US-Bundesgefängnis hervorhebt. Er erkläre demnach ausdrücklich, dass der israelische Premierminister „alles mit meiner Freilassung und den Verhandlungen zu tun“ gehabt habe.

Die Finanzierung für die Lobbyarbeit und die Begnadigung durch Donald Trump im Dezember 2025 soll demnach von einem Gremium aus Rabbinern und pro-israelischen Kreisen bereitgestellt worden sein, die zuvor bereits Yani Rosenthal unterstützt haben sollen. Trump begründete den Gnadenerlass öffentlich damit, dass die Ermittlungen gegen Hernández lediglich eine „Inszenierung der Biden-Administration“ gewesen seien.

Die Unterstützung sei jedoch an weitreichende Bedingungen geknüpft gewesen. In Verhandlungen, die den Leaks zufolge unter anderem in Trumps Residenz in Florida stattgefunden haben sollen, seien millionenschwere Gegenleistungen vereinbart worden.

Dazu gehörten demnach die massive Ausweitung autonomer Wirtschaftszonen (ZEDEs), der Bau einer neuen Militärbasis sowie die Vergabe von Infrastrukturprojekten wie dem Palmerola International Airport und einer interozeanischen Eisenbahn an US-Konzerne wie General Electric.

Zudem sollen die Leaks Pläne für ein Medienprojekt enthüllen, das mit honduranischen Staatsgeldern und Unterstützung der argentinischen Regierung unter Javier Milei gezielt linke Staatschefs in Kolumbien und Mexiko angreifen solle.

Hernández soll den amtierenden Präsidenten Nasry „Tito“ Asfura in den Aufnahmen zudem barsch an seine Verpflichtungen erinnert haben. Er betone, dass Asfura seinen Wahlsieg lediglich der Absprache mit Trump zu verdanken habe, der im Vorfeld sogar mit dem Stopp sämtlicher US-Finanzhilfen gedroht haben soll, sollte die konservative National Party verlieren.

Hintergrund dieser politischen Machenschaften ist die kriminelle Akte des ehemaligen Staatschefs. Hernández war erst 2024 wegen der Verschleuderung von über 400 Tonnen Kokain in die USA zu 45 Jahren Haft verurteilt worden.

Die US-Staatsanwaltschaft sah es als erwiesen an, dass er unter anderem eine Million Dollar Bestechungsgeld vom berüchtigten Drogenbaron Joaquín „El Chapo“ Guzmán angenommen hatte, um Schmuggelrouten zu schützen.

Während seiner Amtszeit soll er laut dem Bericht staatliche Institutionen und die Nationalpolizei systematisch genutzt haben, um den großflächigen Drogenhandel abzusichern und seine politischen Kampagnen mit illegalen Geldern zu finanzieren. Auch sein Bruder, Tony Hernández, verbüßt in den USA bereits eine lebenslange Haftstrafe wegen Kokainschmuggels.

 


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