Glücksspiel
Auszahlungsraten in Online-Casinos verstehen: Was RTP wirklich bedeutet

In iGaming müssen Online-Casinos ständig neue Wege finden, um Spieler zu begeistern. Aber es geht nicht nur um die neuesten Spiele. Ein entscheidendes Element, das sowohl Anfänger als auch erfahrene Gamers interessiert, ist der sogenannte Return-to-Player (RTP). Dieser Wert zeigt, wie viel man im Durchschnitt von den Einsätzen zurückbekommen kann und spielt daher eine wichtige Rolle bei der Wahl der Spiele. Bei vielen Casinos, wie zum Beispiel BetMatch, kann man solche Dates schnell einsehen, um eine Entscheidung zu treffen, in welche Spiele man seine Zeit investiert. Lies weiter, um mehr zu finden. Die realen Resultate können allerdings variieren. RTP wird durch unterschiedliche Aspekte beeinflusst, darunter die Trefferfrequenz und die Spielvolatilität. Anhand dieser Faktoren wird bestimmt, wie oft und in welchem Umfang Gewinne möglich sind. Es ist essenziell zu verstehen, dass RTP keine Gewährleistung für eine spezifische Auszahlung in einer Spielsitzung bietet. Er bietet vielmehr einen allgemeinen Überblick darüber, was man auf lange Sicht erwarten kann. Es ist ratsam, neben dem RTP auch den Hausvorteil zu berücksichtigen. Dieser stellt den Vorteil dar, den das Casino im Vergleich zum Spieler hat. Der RTP von vielen Spielen liegt bei etwa 95 %, was im Vergleich zu anderen Glücksspielarten relativ hoch ist.

Wie funktioniert der Return to Player (RTP)?

RTP wird ermittelt, indem man den Gesamtbetrag an Auszahlungen, die an die Spieler zurückgegeben wurden, mit den Gesamteinsätzen des Spiels vergleicht. Diese Berechnung ist jedoch nur nach einer großen Anzahl von Drehungen genau. So funktioniert es:
  • Wenn ein Slot 110.000 EUR an Einsätzen aufnimmt und 100.000 EUR auszahlt, teilt man den Auszahlungsbetrag (100.000 EUR) durch den Gesamteinsatz (110.000 EUR). Das ergibt einen RTP von etwa 90 %.
  • Je mehr Drehungen das Spiel hat, desto genauer wird der RTP. Kurzfristig gibt es jedoch viel Zufall. Das Ergebnis jeder Drehung wird durch den RNG (Random Number Generator) bestimmt, wodurch die Ergebnisse variieren.
  • Die meisten Online-Casinos geben den RTP jedes Spiels an, sodass man im Voraus weiß, ob man ein Spiel mit hohem oder niedrigem RTP spielt. 
Im Allgemeinen gelten Spiele mit einem RTP von 96 % oder höher als vorteilhafter für die Spieler.

Wer kann den RTP beeinflussen?

Der RTP eines Spiels wird vom Entwickler festgelegt, wenn das Spiel erstellt wird. Einmal festgelegt, kann dieser Wert weder vom Casino noch vom Gamers geändert werden. Das stellt sicher, dass der Prozentsatz der Auszahlungen fair bleibt und auf allen Plattformen gleich ist. In sehr seltenen Fällen, besonders bei physischen Spielautomaten, kann der RTP je nach den Einstellungen des Casinos variieren. Bei Online-Spielen bleibt der RTP jedoch konstant, egal, wo oder wie man spielt. Um zu begreifen, wie Online-Slots funktionieren, ist RTP ein zentraler Begriff. Auch wenn keine Gewähr für bestimmte Resultate bei jeder Drehung besteht, bietet er eine langfristige Sicht darauf, wie viel man zurückbekommen kann. Spieler können auf der Grundlage dieser Info wohlüberlegte Entscheidungen treffen und sich bewusst für Spiele entscheiden, die höhere Gewinnchancen haben. RTP-Kenner finden sich problemlos im umfangreichen Spieleangebot zurecht und entdecken die besten Optionen für ihre Strategie.
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Die Bedeutung von Spieler-Treueprogrammen in Online-Casinos

Cazeus casino
Die Bedeutung von Spieler-Treueprogrammen in Online-Casinos

Spieler-Treueprogramme sind das Herzstück vieler Online-Casinos, um ihre Kundschaft zu binden. Durch attraktive Belohnungen motivieren sie Spieler, regelmäßig zurückzukehren. Cazeus casino bietet umfassende Einblicke, wie solche Programme funktionieren und welchen Vorteil sie bieten. In der digitalen Welt der Casinos ist die Bindung von Spielern unerlässlich. Spieler-Treueprogramme sind ein strategisches Werkzeug, das Online-Casinos nutzen, um Kunden zu halten und ihre Zufriedenheit zu steigern. Solche Programme bieten Anreize, die weit über das einfache Spielen hinausgehen und eine tiefergehende Beziehung zwischen Casino und Spieler fördern. Cazeus casino erkennt, dass diese Initiativen wesentlich zur Kundenbindung beitragen.

Was sind Treueprogramme?

Spieler-Treueprogramme sind Systeme, die entwickelt wurden, um regelmäßige Kunden für ihre anhaltende Teilnahme zu belohnen. In der Regel funktionieren sie durch ein Punktesystem, bei dem Spieler für jede Wette oder Einzahlung Punkte sammeln. Diese Punkte können dann gegen verschiedene Belohnungen eingetauscht werden, die von Bonusspielen bis hin zu physischen Preisen reichen. Diese Programme dienen nicht nur dazu, bestehende Kunden zu halten, sondern auch neue Spieler anzulocken. Laut Cazeus casino können solche Programme die Kunden langfristig an eine Plattform binden. Die Funktionsweise solcher Programme variiert zwischen den verschiedenen Plattformen, doch das Hauptziel bleibt dasselbe: die Förderung langfristiger Bindungen zu den Spielern. Durch personalisierte Angebote und exklusive Vorteile werden die Teilnehmer motiviert, regelmäßig zurückzukehren und ihre Aktivitäten im Casino fortzusetzen. Durch clevere Marketingstrategien und attraktive Anreizsysteme wird ein nachhaltiges Wachstum angestrebt. Außerdem betont Cazeus casino, dass solche Strategien das Interesse der Spieler nachhaltig steigern können.

Vorteile für die Spieler

Die Teilnahme an einem Treueprogramm bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Spieler können nicht nur von zusätzlichen Boni profitieren, sondern auch exklusive Einladungen zu Events oder Turnieren erhalten. Diese speziellen Angebote steigern den Spielspaß und belohnen die Treue der Kunden auf einzigartige Weise. Solche Vorteile machen das Spielen in einem Online-Casino nicht nur aufregender, sondern auch lohnender. Darüber hinaus bieten Treueprogramme oft personalisierte Anreize, die auf den individuellen Spielstil und die Vorlieben der Teilnehmer zugeschnitten sind. Dies schafft ein Gefühl der Exklusivität und Wertschätzung, was wiederum die Kundenzufriedenheit erhöht. Cazeus casino unterstreicht, dass personalisierte Angebote maßgeblich zur Spielerzufriedenheit beitragen. Durch solche Vorteile wird das Spielen in einem Online-Casino nicht nur aufregender, sondern auch lohnender. Spieler fühlen sich wertgeschätzt und sind eher geneigt, dem Casino treu zu bleiben.

Bedeutung für die Kundenbindung

Treueprogramme spielen eine entscheidende Rolle bei der Kundenbindung in Online-Casinos. Indem sie kontinuierlich attraktive Angebote bereitstellen, fördern sie eine stärkere Bindung der Spieler an die Plattformen. Diese Programme zielen darauf ab, die Wechselkosten für die Spieler zu erhöhen und somit deren Loyalität zu sichern. Durchdachte Treueprogramme leisten einen signifikanten Beitrag zur Stabilität und zum Wachstum einer Plattform. Durch gezielte Belohnungsmechanismen wird sichergestellt, dass Spieler weniger geneigt sind, zur Konkurrenz zu wechseln. Die Kombination aus Wertschätzung und Belohnung stärkt das Vertrauen der Kunden in das Casino und fördert eine langfristige Beziehung. Langfristig gesehen tragen sie zur Schaffung einer loyalen Kundenbasis bei.

Vergleich verschiedener Programme

Es gibt eine Vielzahl von Treueprogrammen auf dem Markt, jedes mit seinen eigenen Besonderheiten und Vorteilen. Einige Casinos bieten beispielsweise stufenbasierte Systeme an, bei denen Spieler durch regelmäßiges Spielen im Rang aufsteigen können. Andere setzen auf exklusive Mitgliedschaften oder VIP-Programme. Es ist wichtig, das richtige Programm für die jeweilige Zielgruppe auszuwählen. Diese unterschiedlichen Ansätze ermöglichen es Casinos, ihre Zielgruppe gezielt anzusprechen und unterschiedliche Spielertypen effektiv einzubinden. Während einige Programme auf High-Roller abzielen, konzentrieren sich andere auf Gelegenheitsspieler mit kleineren Budgets. Es ist wichtig, das richtige Programm für die jeweilige Zielgruppe auszuwählen. Dies maximiert nicht nur das Engagement der Spieler, sondern sorgt auch dafür, dass sie sich langfristig an die Plattform gebunden fühlen.

Zukunftstrends

In der Zukunft ist mit einer Weiterentwicklung der Treueprogramme zu rechnen. Mit technologischen Fortschritten werden maßgeschneiderte Belohnungen immer wichtiger werden. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnten Programme noch stärker auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten werden. Diese Entwicklungen werden genau beobachtet, um sich als Vordenker in der Branche zu positionieren. Zudem wird erwartet, dass mobile Integration eine größere Rolle spielen wird. Spieler möchten jederzeit Zugriff auf ihre Prämien haben und flexible Lösungen nutzen können. Diese Trends zeigen deutlich das Potenzial zur Steigerung der Kundenzufriedenheit durch innovative Ansätze im Bereich der Treueprogramme. Mit einem Fokus auf kontinuierliche Verbesserung werden künftige Herausforderungen proaktiv angegangen. AUCH INTERESSANT

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Arbeitsplanung
TOP-5 Tipps zur Verbesserung der Teamarbeitsplanung

Eine effiziente Arbeitsplanung ist das Herzstück erfolgreicher Teams – unabhängig davon, ob sie vor Ort, hybrid oder vollständig remote arbeiten. Sie bestimmt nicht nur, wie reibungslos Projekte verlaufen, sondern auch, wie zufrieden und produktiv Teammitglieder langfristig bleiben.

Schlechte Planung führt schnell zu Kommunikationsproblemen, Zeitverlust und Frustration – und genau das schwächt Motivation, Zusammenhalt und letztlich auch die Qualität der Ergebnisse.

Eine gute Teamarbeitsplanung hingegen schafft Klarheit über Zuständigkeiten, Prioritäten und zeitliche Abläufe. Sie ermöglicht es, Ressourcen gezielt einzusetzen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen flexibel zu reagieren.

Besonders in modernen Arbeitsumgebungen, in denen Teams über verschiedene Standorte oder Zeitzonen hinweg agieren, ist ein strukturierter Planungsprozess der Schlüssel zu Transparenz und Effizienz.

Mit einer klaren Struktur, den richtigen Werkzeugen und einem bewussten Umgang mit Zeit und Energie lässt sich nicht nur Chaos vermeiden, sondern auch eine Kultur der Verantwortung und Zusammenarbeit fördern.

In diesem Artikel zeigen wir dir daher die fünf wichtigsten Strategien, um die Planung deines Teams auf das nächste Level zu bringen – praxisnah, verständlich und sofort umsetzbar.

1. Klare Ziele und Prioritäten definieren

Bevor ein Team effizient arbeiten kann, muss es wissen, wohin es geht. Ohne klare Ziele entsteht Unklarheit – und damit Chaos. Ein gut formulierter Plan beginnt mit der Definition von SMART-Zielen (Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert). Diese schaffen eine gemeinsame Orientierung und messbare Erfolgskriterien.

Darüber hinaus sollten Prioritäten transparent kommuniziert werden. Nicht jede Aufgabe hat denselben Wert für das Unternehmen. Hier hilft eine einfache Tabelle, um Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu sortieren:

Diese Einteilung nach der Eisenhower-Methode hilft Teams, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ihre Energie gezielt einzusetzen.

Sie schafft ein gemeinsames Verständnis dafür, welche Aufgaben wirklich wichtig sind und welche warten können, ohne den Fortschritt zu gefährden. So entsteht eine Prioritätenkultur, in der Entscheidungen auf Basis von Wertschöpfung und nicht aus Gewohnheit getroffen werden.

Darüber hinaus sollte jedes Teammitglied verstehen, wie seine individuellen Aufgaben zu den übergeordneten Unternehmenszielen beitragen. Das stärkt nicht nur die Motivation, sondern auch die Eigenverantwortung. Führungskräfte sollten regelmäßig überprüfen, ob die gesetzten Ziele noch relevant sind und ob die Prioritäten dem aktuellen Marktumfeld entsprechen.

Denn Planung ist kein statischer Prozess – sie lebt von Anpassung und kontinuierlicher Verbesserung. Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt darin, Ziele sichtbar zu machen. Nutze dafür gemeinsame Dashboards, Projektmanagement-Tools oder digitale Whiteboards, auf denen Fortschritte transparent abgebildet werden.

Das fördert den Teamgeist und verhindert, dass Aufgaben im Verborgenen bleiben. Wenn alle Beteiligten wissen, worauf sie hinarbeiten, entsteht Fokus – und Fokus ist der erste Schritt zu nachhaltigem Erfolg.

2. Die richtigen Tools für das Projektmanagement wählen

Ohne die passenden Werkzeuge ist Planung wie Navigation ohne Karte. Moderne Tools wie Trello, Asana, Notion oder ClickUp ermöglichen transparente Aufgabenverteilung, Fortschrittskontrolle und Teamkommunikation in Echtzeit. Bei der Auswahl gilt: Weniger ist oft mehr. Ein überladenes Tool führt zu Verwirrung, während ein klar strukturiertes System Prozesse vereinfacht. Entscheide dich für Software, die:
  • mit Kalendern, Chat-Plattformen und Dokumenten integriert werden kann,
  • einfache Statusupdates und Automatisierungen bietet,
  • verschiedene Zugriffsrechte und Rollen unterstützt.
Gerade für Start-ups oder wachsende Unternehmen lohnt es sich, professionelle Unterstützung bei der Planung in Anspruch zu nehmen. Ein Beispiel dafür ist, einen Businessplan erstellen zu lassen – so erhältst du nicht nur eine solide strategische Grundlage, sondern auch eine klare Roadmap für dein Teammanagement.

3. Transparente Kommunikation fördern

Kommunikation ist das Schmiermittel jeder funktionierenden Planung. Fehlende Transparenz führt zu Missverständnissen, Doppelarbeit oder Frustration, was langfristig das Vertrauen im Team schwächt und Projekte ins Stocken bringt.

Ein gutes Kommunikationssystem umfasst daher regelmäßige Status-Meetings mit klarer Agenda und definiertem Zeitrahmen, asynchrone Updates über Projektmanagement-Tools oder Chatkanäle sowie eine offene Feedback-Kultur, in der Probleme frühzeitig angesprochen werden dürfen.

Dabei sollten Teams darauf achten, dass alle relevanten Informationen zentral gespeichert werden – beispielsweise in einem gemeinsam genutzten Dashboard, Wiki oder Intranet. Das schafft Übersicht, fördert Verantwortungsbewusstsein und reduziert das Risiko, dass wichtige Daten verloren gehen oder Entscheidungen unkoordiniert getroffen werden.

Eine solche Transparenz sorgt nicht nur für bessere Organisation, sondern auch für mehr Vertrauen, da jeder im Team nachvollziehen kann, wer woran arbeitet und wie weit ein Projekt fortgeschritten ist.

4. Zeitmanagement und realistische Deadlines

Ein weiterer zentraler Aspekt erfolgreicher Teamplanung ist das richtige Zeitmanagement. Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viele Aufgaben in zu wenig Zeit zu pressen – ein Ansatz, der kurzfristig Aktionismus erzeugt, langfristig aber zu Überforderung, sinkender Qualität und Demotivation führt.

Stattdessen sollten realistische Zeitfenster für Projekte festgelegt und Pufferzeiten für unvorhergesehene Ereignisse eingeplant werden.

Bewährt hat sich die Methode der Zeitblöcke, bei der der Arbeitstag in thematische Phasen unterteilt wird: Vormittags stehen kreative oder analytische Aufgaben im Fokus, nachmittags finden Meetings oder administrative Tätigkeiten statt, während der Freitag ideal für Rückblick, Optimierung und die Planung der kommenden Woche genutzt wird.

Zusätzlich ist es sinnvoll, regelmäßige Retrospektiven einzuführen, in denen Teams ihre Abläufe reflektieren, Engpässe identifizieren und Verbesserungen umsetzen. So entsteht ein lernender Rhythmus, der nicht auf Druck, sondern auf kontinuierlicher Weiterentwicklung basiert – und das ist die Basis für nachhaltige Produktivität.

5. Motivation und Verantwortung im Team stärken

Gute Planung funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Das gelingt, wenn Teammitglieder nicht nur Aufgaben ausführen, sondern Mitverantwortung übernehmen. Fördere Eigeninitiative, indem du:
  • klare Verantwortungsbereiche definierst,
  • Erfolge sichtbar machst und feierst,
  • Raum für individuelle Entwicklung bietest.
Auch kleine Gesten – etwa Lob im Teamchat oder ein gemeinsames Ziel-Tracking – wirken Wunder. Motivation ist ein zentrales Element, um Pläne nicht nur zu erstellen, sondern auch konsequent umzusetzen.

FAQ

Wie wichtig ist ein Businessplan für die Teamarbeit?

Ein Businessplan ist weit mehr als nur ein Finanzdokument – er bildet die strategische Grundlage jeder erfolgreichen Teamarbeit.

Er schafft einen klaren Orientierungsrahmen für alle Beteiligten: Vision, Ziele, Ressourcen und Zeitpläne werden klar definiert. Das erleichtert nicht nur die operative Planung, sondern sorgt auch für ein gemeinsames Verständnis darüber, warum bestimmte Aufgaben Priorität haben.

Besonders bei Start-ups oder wachsenden Unternehmen ist ein strukturierter Businessplan entscheidend, um Koordination, Verantwortlichkeiten und Motivation im Team langfristig zu sichern.

Wie oft sollte man die Teamplanung überprüfen?

Mindestens einmal pro Woche – idealerweise im Rahmen eines kurzen Stand-up-Meetings oder Weekly Reviews. Dabei sollten Fortschritte, Blockaden und neue Prioritäten offen besprochen werden.

Diese regelmäßigen Abstimmungen verhindern, dass Probleme zu spät erkannt werden, und fördern ein Gefühl der gemeinsamen Verantwortung. Für größere Projekte kann zusätzlich ein monatlicher Strategie-Check sinnvoll sein, um langfristige Ziele mit der Realität abzugleichen.

Welche Tools eignen sich am besten für kleine Teams?

Trello und Notion sind leicht zu bedienen, übersichtlich und ideal für Teams bis zu zehn Personen. Trello bietet ein visuelles Kanban-System, das Aufgaben klar strukturiert, während Notion besonders flexibel ist und als Wissensbasis, Kalender und Aufgabenmanager zugleich dienen kann.

Für Teams, die viel kommunizieren, empfiehlt sich die Kombination mit Slack oder Microsoft Teams. Wichtig ist, dass das Tool die Arbeitsweise des Teams unterstützt, nicht verkompliziert.

Wie kann man Konflikte bei der Aufgabenverteilung vermeiden?

Konflikte entstehen oft, wenn Verantwortlichkeiten unklar oder Arbeitslasten ungleich verteilt sind. Abhilfe schafft eine klare Rollenverteilung, die schriftlich dokumentiert und für alle zugänglich ist. Regelmäßige Gespräche über die individuelle Auslastung helfen, Überforderung zu vermeiden.

Zudem sollte eine offene Kommunikationskultur herrschen, in der Kritik nicht als Angriff, sondern als Verbesserungsvorschlag verstanden wird. Führungskräfte spielen hier eine Schlüsselrolle, indem sie Transparenz fördern und bei Spannungen aktiv vermitteln.

Wie lässt sich Remote-Arbeit besser planen?

Effektive Remote-Arbeit basiert auf Struktur, Transparenz und Vertrauen. Klare Kommunikationsregeln – etwa feste Zeiten für Online-Meetings oder tägliche Status-Updates – helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Digitale Tools wie Asana, ClickUp oder Google Workspace bieten eine zentrale Plattform, um Aufgaben, Fortschritte und Dokumente sichtbar zu machen. Ebenso wichtig ist es, soziale Interaktion nicht zu vernachlässigen: virtuelle Kaffeepausen oder kurze Team-Check-ins stärken das Gemeinschaftsgefühl und beugen Isolation vor.

Was tun, wenn Deadlines ständig überschritten werden?

Wenn Termine regelmäßig nicht eingehalten werden, sollte zunächst die Ursache analysiert werden: Liegt es an zu knappen Schätzungen, mangelnder Kommunikation oder an externen Abhängigkeiten?

Anschließend lohnt es sich, die Aufgabenplanung zu überarbeiten und realistische Pufferzeiten einzuplanen. Transparente Zeitpläne, priorisierte To-do-Listen und regelmäßige Zwischenziele helfen, Projekte im Zeitrahmen zu halten. Ein klarer Prozess für Änderungsanfragen stellt sicher, dass neue Aufgaben nicht ungeplant den Zeitplan sprengen.

Wie motiviert man das Team bei hoher Belastung?

Motivation entsteht durch Wertschätzung, Sinn und Mitgestaltung. Gerade in stressigen Phasen sollten Führungskräfte Leistung anerkennen, regelmäßig Feedback geben und Erfolge sichtbar machen – auch kleine Fortschritte zählen.

Es hilft, Aufgaben sinnvoll zu verteilen, Pausen bewusst zu fördern und gemeinsam erreichbare Zwischenziele zu definieren. Offene Kommunikation über Belastungen ist entscheidend, damit niemand das Gefühl hat, allein mit dem Druck zu sein. Ein motiviertes Team entsteht, wenn jedes Mitglied spürt, dass seine Arbeit einen echten Beitrag zum Gesamterfolg leistet.

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Wirtschaft
Trotz US-Zöllen verfügen Schwellenländer weiterhin über deutliche Kostenvorteile in der Produktion

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Von Nicholas Hardingham Mit Blick auf die Zukunft sind wir der Ansicht, dass die Schwellenländer trotz eines sich verändernden politischen Umfelds und erneuter Bedrohungen für die Globalisierung widerstandsfähig bleiben werden. Zu den Schlüsselfaktoren gehören die relativ niedrigen Arbeitskosten, die zunehmende sektorale Spezialisierung, die wachsende Binnennachfrage und die allmähliche Verringerung der externen Abhängigkeit. Die jüngsten Änderungen des US-Einfuhrzollsystems sind ein guter Anlass, die relative Kostenwettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes in den Schwellenländern neu zu bewerten. Unsere Analyse zeigt, dass die Schwellenländer auch nach der Einführung neuer Zollsätze weiterhin einen erheblichen Herstellkostenvorteil gegenüber den Industrieländern haben. Die Arbeitskosten in den Schwellenländern liegen selbst nach Bereinigung der Einkommen um die wahrscheinlichen Auswirkungen der neuen US-Zölle um ein Vielfaches niedriger als in alternativen Industrieländern. So sind beispielsweise die Arbeitskosten in Kenia nach wie vor 20-mal niedriger als in den USA, selbst wenn man die relativen Auswirkungen der neuen US-Importzölle berücksichtigt.

Die Textilindustrie liefert ein gutes Beispiel für die Auswirkungen der Arbeitskosten auf die Produktionsendkosten, da Gewebe im Gegensatz zu komplexeren Produkten wie Automobilen zwischen den Ländern relativ vergleichbar sind.

So betragen beispielsweise die durchschnittlichen Kosten für die Herstellung eines fertigen Meters Gewebe in Indien 1,11 US-Dollar, verglichen mit Produktionskosten, die in Italien um 72 % höher sind.[1] Dieser deutliche Kontrast verdeutlicht eine anhaltende Herausforderung für die Industrieländer, die in vielen Fertigungsindustrien weiterhin einem Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind.

Die Kostenunterschiede deuten auf das Potenzial für eine Neuordnung der Lieferketten hin, was zu einer möglichen Verlagerung der Produktion weg von Industrieländern, wie z. B. Ländern in Europa, hin zu Schwellenländern führen könnte.

Diese zunehmende Spezialisierung und die Fähigkeit, Skaleneffekte zu erzielen, dürften die anhaltende Widerstandsfähigkeit des Handels mit den Schwellenländern untermauern.

Zum Beispiel würde der Aufbau einer iPhone-Lieferkette in den Vereinigten Staaten mit Produktionsstätten in Bundesstaaten wie West Virginia und New Jersey zu einem Verkaufspreis von etwa 3.500 US-Dollar pro Gerät führen.[2]

Dies unterstreicht die entscheidende Rolle, die Schwellenländer nach wie vor bei der kosteneffizienten Großserienproduktion spielen, insbesondere in Branchen, die auf High-Tech-Fertigung angewiesen sind, wie z. B. Halbleiter. Dieser Trend dürfte sich unserer Meinung nach auch angesichts erhöhter Handelszölle fortsetzen.

Handel zwischen den Schwellenländern steigt auf 20 % des Gesamthandels

In den letzten 20 Jahren haben die Schwellenländer im Allgemeinen eine Phase starken wirtschaftlichen Aufschwungs erlebt, der durch einen starken Anstieg des realen BIP gekennzeichnet war.

Dieses Wachstum hat zur Entstehung einer größeren Mittelschicht beigetragen, was zu einem höheren Konsum- und Ersparnisniveau geführt hat. Vor allem China verzeichnete ein besonders robustes Wachstum bei den Konsumausgaben. Die Schwellenländer profitierten von den wohlhabenderen Konsummärkten – was durch die günstige demografische Entwicklung noch unterstützt wurde – und begannen, auf einer lokaleren Ebene zu investieren und zu handeln.[3]

Die interregionalen Investitionen stiegen sprunghaft an, und der Handel zwischen den Entwicklungsländern expandierte rasch, angetrieben von der steigenden Nachfrage, aber auch unter Ausnutzung regionaler Wettbewerbsvorteile. Dies führte zu einer effizienteren regionalen Wirtschaft.

Während die weltweiten Exporte stagnierten, stärkten die Schwellenländer ihre wirtschaftlichen Beziehungen untereinander und integrierten ihre Regionen stärker. Der Handel zwischen den Schwellenländern ist von einem niedrigen einstelligen Bereich vor drei Jahrzehnten auf heute rund 20 % des Gesamthandels gestiegen, eine Verschiebung, die durch die zunehmende Nutzung von Freihandelsabkommen noch verstärkt wird. Wir gehen davon aus, dass sich diese Dynamik in Zukunft weiter verstärken wird.

Anleihemärkte stabiler

Die Schwellenländer sind widerstandsfähiger gegenüber politischen Veränderungen in den Industrieländern, da die Konnektivität innerhalb der Schwellenländer und die geringere Abhängigkeit von Kapital der Industrieländer gestiegen sind.

Eines der Risiken der Deglobalisierung ist ein Rückgang der grenzüberschreitenden Kapitalströme, der die Kreditvergabe an Schwellenländer im Ausland einschränken könnte. Als Reaktion auf diese Anfälligkeit – und nach den Lehren aus der asiatischen Finanzkrise von 1997 und der lateinamerikanischen Schuldenkrise der 1980er Jahre – begannen viele Schwellenländer in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren, ihre inländischen Anleihenmärkte zu entwickeln.

Diese Krisen unterstrichen die Gefahren einer übermäßigen Abhängigkeit von Fremdwährungsschulden und führten zu einer strategischen Verschiebung hin zu Emissionen in Lokalwährungen. Dazu gehörten der Aufbau von Renditekurven für Staatsanleihen und die Verbreiterung der lokalen Anlegerbasis. Infolgedessen sind die Anleihenmärkte der Schwellenländer tiefer, stabiler und widerstandsfähiger geworden, und Regierungen und Unternehmen sind weniger abhängig von externer Finanzierung.

Trotz Risiken gut positioniert

Während die Besorgnis über die Deglobalisierung unter den Anlegern zugenommen hat, gibt es kaum Anzeichen dafür, dass die Welt grundsätzlich weniger vernetzt ist.

Obwohl die Globalisierung in den letzten zwei Jahrzehnten ein Plateau erreicht hat, könnten die jüngsten politischen Veränderungen und zunehmenden geopolitischen Spannungen immer noch erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben. Trotz dieser Risiken sind Schwellenländer unserer Meinung nach gut positioniert, um widerstandsfähig zu bleiben – und sogar gestärkt daraus hervorgehen zu können.

Schwellenländer genießen nach wie vor einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber Industrieländern, in denen die steigenden Arbeitskosten zunehmend nicht tragbar sind. Die jüngsten Änderungen der US-Zölle könnten zu einer Neuordnung der Lieferketten zugunsten kosteneffizienterer Schwellenländer führen.

Darüber hinaus dürften die zunehmende Spezialisierung der Schwellenländer und ihre Fähigkeit, Skaleneffekte zu erzielen, die anhaltende Widerstandsfähigkeit des Handels unterstützen, da die Verlagerung der Produktion weg von den Schwellenländern kostspielig und komplex bleibt.

Da sich die globale Integration verlangsamt hat, haben viele Schwellenländer ihre regionalen Wirtschaftsbeziehungen vertieft – angetrieben von einer aufstrebenden Mittelschicht und einer günstigen Demografie –, was zu einer robusteren intraregionalen Integration führte.

Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen dürfte, zumal die regionalen Handelsströme von der Politik der Industrieländer weitgehend unberührt bleiben. Die Schwellenländer sind dank der Entwicklung tieferer und stabilerer lokaler Anleihenmärkte auch weniger abhängig von globalen Kapitalströmen geworden. Diese Verbesserungen der inländischen Finanzsysteme haben ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks erhöht.

Damit die Schwellenländer ihr Potenzial voll ausschöpfen können, ist unserer Meinung nach jedoch eine unterstützende Politik, die den Handel erleichtert, unerlässlich. Die Infrastruktur ist in vielen Regionen nach wie vor ein zentrales Hindernis, und weitere Investitionen in Logistik, Transport und Konnektivität werden entscheidend sein, um zusätzliches Wachstum zu erzielen.

Infolgedessen könnten einige Länder besser positioniert sein, um davon zu profitieren, als andere. Insgesamt halten wir die Befürchtungen, dass sich die Deglobalisierung negativ auf die Schwellenländer auswirken könnte, für übertrieben.

[1] Quelle: „Ermittlung der Produktionskosten in der Textilgrundstoffindustrie“. Inside Textiles Ltd. 15. Juni 2022

[2] Quelle: Ives, D. (o.D.). Globaler Leiter der Technologieforschung, Wedbush Securities. Stand: April 2025.

[3] Quelle: „Von den Schwellenländern zum Aufschwung: Handel und Investitionen innerhalb der Schwellenländer inmitten der neuen Globalisierung“. Einfluss der Ökonomen. Oktober 2024.

 
Nicholas Hardingham, Portfoliomanager für Schwellenländer-Anleihenstrategien bei Franklin Templeton      
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Wirtschaft
Überraschend oder vorhersehbar? Gerade in dieser Branche sinken die Steuereinnahmen  

Nach Jahren des stetigen Wachstums sind die Einnahmen der Glücksspielsteuern gesunken. Während die deutschen Lotterien ihren Höhenflug fortsetzen, geraten Sportwetten und Online Casinos hingegen unter Druck. Die neuesten Daten zeigen, wie sich der Markt 2024 entwickelt hat und wohin es 2025 gehen könnte.
Glücksspielboom verliert an Schwung
Nach fast einem Jahrzehnt ununterbrochenen Wachstums hat der deutsche Staat im Jahr 2023 erstmals weniger Einnahmen aus dem Glücksspiel verzeichnet. Laut dem Statistischen Bundesamt flossen rund 2,48 Milliarden Euro an Steuern in die öffentlichen Kassen. Das ist ein Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde eine Phase beendet, in der die Glücksspielsteuern seit 2013 Jahr für Jahr gestiegen sind. Zum Vergleich: Damals lag das Steueraufkommen noch bei 1,64 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von über 50 Prozent innerhalb von zehn Jahren entspricht. Während sich die Gesamtumsätze der Glücksspielanbieter nur leicht verändert haben, sanken hingegen die steuerpflichtigen Erträge deutlich. Die Gründe dafür sind laut Branchenanalysten verschärfte Regulierung, neue Marktstrukturen und eine zunehmende Abwanderung in nicht lizenzierte Online Angebote. Der Bundesverband der deutschen Glücksspielwirtschaft (BDGW) verweist darauf, dass immer mehr Spieler auf internationale Plattformen ausweichen, die ihren Sitz in Malta oder Gibraltar haben und damit außerhalb der deutschen Steuerhoheit liegen. Das deshalb, weil das eine oder andere Casino ohne OASIS Sperrdatei im Vergleich durchaus überzeugt. Denn die internationale Lizenz steht für Sicherheit, es gibt in der Regel ein breites Spielangebot, attraktive Boni und die Möglichkeit, anonyme Transaktionen zu tätigen. All das gibt es im Online Casino mit deutscher Lizenz nicht. Während die Zahlen für das Jahr 2024 eine leichte Stabilisierung zeigen, bleibt man bei den Prognosen für 2025 vorsichtig. Die Bundesregierung rechnet laut Haushaltsplan damit, dass die Glücksspielsteuern in diesem Jahr bei knapp über 2,5 Milliarden Euro liegen werden. Das heißt, man spekuliert mit dem Niveau von 2023, aber ohne nennenswertes Wachstum.
Lotterien trotzen hingegen der Flaute
Während Online Spielautomaten und Sportwetten an Boden verlieren, bleibt die Lotteriesteuer der ganz klare Stabilitätsanker im deutschen Glücksspielsystem. Sie machte im Jahr 2023 mit rund 1,77 Milliarden Euro mehr als 70 Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus und legte gegenüber dem Vorjahr um fast 6 Prozent zu. Das anhaltende Interesse an klassischen Lottoprodukten, hier vor allem an „6 aus 49“ und Eurojackpot, erklärt sich durch die vergleichsweise hohe gesellschaftliche Akzeptanz und die intensive Vermarktung durch die Landeslotteriegesellschaften. Auch gibt es immer mehr Bundesbürger, die über Apps oder Online Portale tippen – mit dieser Zugangserleichterung hat sich auch die Teilnahmehäufigkeit nach oben verändert. Eine Studie des Forschungsinstituts Goldmedia aus dem Frühjahr 2025 bestätigt diesen Trend. Demnach spielen inzwischen 68 Prozent der Lottospieler regelmäßig online, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Dadurch verschiebt sich das Lotteriegeschäft zwar auch zunehmend in die digitale Welt, bleibt aber weiterhin steuerlich erfasst, da die Lizenzen ausschließlich an staatliche Anbieter vergeben werden. Anders sieht die Sache hingegen bei anderen Glücksspielformen aus. Die Einnahmen aus der Sportwettensteuer gingen im Jahr 2023 um 5,2 Prozent auf 409 Millionen Euro zurück. Vor allem kleinere Buchmacher meldeten doch recht starke Einbußen, da sie mit strengeren Auflagen, Werbebeschränkungen und zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland zu kämpfen haben.
Online Glücksspiel ist der größte Verlierer
Der stärkste Rückgang konnte bei der virtuellen Automatensteuer dokumentiert werden, die auf Online Spielautomaten erhoben wird. Mit 264 Millionen Euro fiel das Aufkommen 2023 um fast 40 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Ursache sind laut Branchenkreisen nicht nur geringere Umsätze, sondern auch die verschärfte Regulierung durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Seit der Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021 in Kraft getreten ist, dürfen Online Casinos nur noch unter deutscher Lizenz operieren. Zwar haben sich bis zum Jahr 2025 über 60 Anbieter registrieren lassen, doch viele internationale Plattformen bieten ihre Spiele weiterhin ohne Genehmigung an. Das natürlich steuerfrei und mit deutlich höheren Einsatzlimits. Eine Studie der Universität Hohenheim schätzt, dass bis zu 20 Prozent des deutschen Online Glücksspielumsatzes in den sogenannten Graumarkt abwandern. Hinzu kommt, dass sich auch das Spielverhalten verändert hat. Nach der pandemiebedingten Hochphase des Online Gamings kehren viele Spieler wieder zu Freizeitaktivitäten außerhalb des digitalen Raums zurück. Das zeigt sich vor allem bei den jüngeren Spielern: Laut einer Bitkom-Erhebung hat sich das Interesse an Online Slots rückentwickelt.
Glücksspiel bleibt ein Milliardengeschäft
Das Glücksspiel bleibt dennoch ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Einnahmen. Die Bundesländer profitieren direkt von den Steuern, da das Lotterierecht in Deutschland föderal organisiert ist. Der Spitzenreiter bleibt Nordrhein-Westfalen, das im Jahr 2023 mit 535 Millionen Euro rund 22 Prozent aller Einnahmen generieren konnte. Dahinter folgt Bayern mit 350 Millionen Euro, auf Platz 3 liegt Baden-Württemberg mit 300 Millionen Euro. Doch auch hier zeigt sich ein Wandel: Während die traditionellen Lotterien in Süddeutschland weiterhin boomen, wachsen in norddeutschen Bundesländern vor allem die digitalen Angebote. Schleswig-Holstein etwa, das schon früh auf eigene Lizenzen für Online Casinos gesetzt hat, verzeichnet seit dem Jahr 2022 eine Verdoppelung seiner Steuereinnahmen aus genau diesem Segment. Experten erwarten, dass sich der Markt weiter differenziert. Der klassische Lottospieler wird älter, während junge Erwachsene zunehmend nach schnelleren, interaktiven Formaten suchen. Dies zwingt die Anbieter zu Innovationen, beispielsweise durch hybride Lotterieformen mit Sofortgewinnen oder die Integration von Künstlicher Intelligenz in Spielsysteme. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert zudem, dass der Glücksspielmarkt bis 2026 zwar leicht wachsen wird, das Steueraufkommen jedoch nur moderat zulegt und sich in Richtung 2,6 Milliarden Euro bewegen wird. Das deshalb, weil der Anteil der schwer kontrollierbaren Online Plattformen weiter steigt, was die Steuerbasis schwächt.
Neue Balance zwischen Regulierung und Digitalisierung
Die Entwicklung zeigt aber auch ganz klar auf, dass Deutschland vor einer Neuausrichtung steht. Während die Politik den Spielerschutz ausgebaut und Werbebeschränkungen verschärft hat, muss nun die Entwicklung verhindert werden, dass zu strenge Regeln Spieler ins Ausland treiben. Die Glücksspielbranche drängt deshalb auf einheitliche europäische Standards und eine bessere Kooperation zwischen den Aufsichtsbehörden. Der digitale Wandel bietet dabei nicht nur Risiken, sondern auch neue Chancen. Mit neuen Technologien – etwa Blockchain-gestützten Nachweissystemen oder KI-gestützter Betrugsprävention – könnten künftig Steuerausfälle reduziert und legale Anbieter gestärkt werden. Ob die Einnahmen aus Glücksspielsteuern schon im Jahr 2025 wieder steigen, bleibt nach aktuellem Wissensstand noch offen. Sicher ist jedoch: Der Markt verändert sich schneller, als die Behörden reagieren können und die Balance zwischen Regulierung, Innovation und Steuergerechtigkeit wird zur zentralen Herausforderung der kommenden Jahre.
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Spanien fordert weiterhin Waffenembargo gegen Israel

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Madrid – Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte am Dienstag, dass „Frieden nicht Vergessen oder Straffreiheit bedeuten kann“, und betonte, dass die Urheber dessen, was er als Völkermord in Gaza bezeichnete, vor Gericht gestellt werden müssen, während Spanien sich verpflichtet, sein Waffenembargo gegen Israel inmitten eines fragilen Waffenstillstands aufrechtzuerhalten. In einem Radiointerview mit Cadena SER nach seiner Rückkehr von einem Friedensgipfel in Sharm el-Sheikh in Ägypten bekräftigte Sánchez die entschiedene Kritik Spaniens an Israels Vorgehen in den palästinensischen Gebieten. „Diejenigen, die die Hauptakteure des Völkermords in Gaza waren, müssen sich vor der Justiz verantworten. Es darf keine Straffreiheit geben“, erklärte er unter Verweis auf die UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, die dieses Verbrechen als Handlungen definiert, die darauf abzielen, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören. Die Äußerungen kommen nur wenige Tage nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas am Freitag, dem 10. Oktober, der einen vorläufigen Schlusspunkt unter den verheerenden Konflikt setzt. Im Rahmen des Abkommens hat Israel am Montag Dutzende palästinensischer Gefangener freigelassen, während die Hamas die verbleibenden überlebenden Geiseln in Gaza freigelassen hat. Sánchez lobte den Waffenstillstand als „Chance“ für einen dauerhaften Frieden, betonte jedoch, dass eine echte Versöhnung die Aufklärung mutmaßlicher Kriegsverbrechen voraussetze. Die Position Spaniens steht im Einklang mit seinem allgemeinen diplomatischen Engagement in der Europäischen Union, wo es zu den lautstärksten Gegnern der Militäraktion Israels gehört. Letzte Woche, am 8. Oktober, ratifizierte das spanische Parlament ein Königliches Dekret, das ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel verhängt und den Export aller Waffen und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, die militärische Operationen unterstützen könnten, stoppt. Die Maßnahme, die ursprünglich von der Regierung Sánchez im September angekündigt worden war, wurde mit einer knappen Mehrheit von 178 zu 169 Stimmen verabschiedet und bleibt in Kraft, bis ein „vollständiger und sicherer Frieden” in Gaza erreicht ist. „Wir müssen den Waffenstillstand konsolidieren“, fügte Sánchez hinzu und unterstrich damit das Engagement Spaniens für den Prozess. Er nahm am Montag zusammen mit Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Ländern an dem Gipfeltreffen teil, bei dem die Vermittler eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung des Abkommens unterzeichneten. Spanien hat sich zusammen mit Irland und Norwegen auch für die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit eingesetzt – ein Schritt, den Sánchez als „Wegbereiter“ für andere EU-Mitglieder bezeichnete. Das Embargo und die Vorwürfe des Völkermords haben die Beziehungen zu Israel belastet, das die Behauptungen als voreingenommen zurückgewiesen hat. Israelische Beamte haben argumentiert, dass ihre Operationen gegen militante Hamas-Kämpfer und nicht gegen Zivilisten gerichtet waren, obwohl internationale Gremien wie der Internationale Gerichtshof derzeit Ermittlungen wegen möglicher Kriegsverbrechen auf beiden Seiten durchführen. Sánchez‘ Äußerungen deuten auf eine Unterstützung für die strafrechtliche Verfolgung hochrangiger Persönlichkeiten hin, darunter auch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, obwohl er davon Abstand nahm, Personen namentlich zu nennen. Mit Blick auf die Zukunft bekundete Sánchez das Interesse Spaniens, zum Wiederaufbau Gazas beizutragen. „Wir wissen noch nicht, wie die Sicherheit vor Ort gewährleistet werden soll, aber Spanien möchte sich an den Wiederaufbaumaßnahmen beteiligen“, sagte er und signalisierte damit eine Verlagerung hin zur Postkonfliktdiplomatie, während gleichzeitig der Druck für Gerechtigkeit aufrechterhalten wird. Während die internationale Gemeinschaft die Haltbarkeit des Waffenstillstands beobachtet, positioniert Sánchez mit seiner trotzigen Haltung Spanien an der Spitze der europäischen Bemühungen, humanitäre Hilfe mit Forderungen nach Rechenschaftspflicht im Nahen Osten in Einklang zu bringen. Auf dieser Dynamik aufbauend, hat Sánchez seine Kritik auch auf den Bereich des internationalen Sports ausgeweitet. Im September, inmitten pro-palästinensischer Proteste, die zur Absage der letzten Etappe der Radrundfahrt Vuelta a España in Madrid führten, forderte der Ministerpräsident ein weltweites Verbot der Teilnahme Israels an Sportveranstaltungen. „Israel darf keine internationale Plattform nutzen, um seine Präsenz zu beschönigen“, sagte er damals und fügte hinzu, dass „Sportorganisationen überlegen sollten, ob es ethisch vertretbar ist, dass Israel weiterhin teilnimmt“.
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– Gaza-Konflikt – Spaniens Premier Sánchez nennt Israel „völkermordender Staat“

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Mittwoch einen diplomatischen Feuersturm ausgelöst, als er Israel während einer hitzigen Parlamentssitzung als „völkermordenden Staat“ bezeichnete.

Spaniens Premier Sánchez nennt Israel „völkermordender Staat“

Bayern
CSU-Chef Söders fordert Waffenlieferungen an Israel

München – Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat am Dienstagmorgen auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu einer schnellen Wiederaufnahme von Waffenlieferungen an Israel aufgerufen. In einem ausführlichen Post betont er die Notwendigkeit, alle aktuellen Beschränkungen aufzuheben, und kritisiert geplante EU-Sanktionen gegen den Nahost-Staat. Söder sieht in der aktuellen Lage eine „echte Hoffnung auf Frieden“ und unterstreicht Deutschlands „besondere Verantwortung“. „Es gibt eine echte Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten. Neben Hilfen für den Wiederaufbau in Gaza braucht es nun auch wieder Waffenlieferungen an Israel. Wir müssen alle Beschränkungen aufheben. #Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten. Das Land muss sich weiter gegen existenzielle Bedrohung verteidigen können. Deutschland hat hier eine besondere Verantwortung. Auch die von der EU geplanten Sanktionen müssen vom Tisch. Wir müssen als Partner weiter eng zusammenstehen. Klar ist: Die Hamas muss ihre Waffen abgeben und darf keine Rolle mehr spielen. Friedliches Zusammenleben wird nur funktionieren, wenn das Existenzrecht Israels anerkannt und geachtet wird.“, schrieb Söder auf X. Der Post von Söder knüpft direkt an die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt an. Nach der Freilassung der letzten Hamas-Geiseln und US-Vermittlungen sieht der CSU-Politiker eine Wende hin zu Stabilität. Er betont, dass Israel als „einzige Demokratie“ im Nahen Osten weiterhin gegen „existenzielle Bedrohungen“ geschützt werden müsse. Dies ist nicht das erste Mal, dass Söder zu diesem Thema Stellung bezieht. Bereits vor drei Tagen hatte er auf X gefordert, dass Deutschland „asbald seine Waffenlieferungen für die einzige Demokratie im Nahen Osten aufnehmen“ und die EU „alle Sanktionspläne gegen Israel vom Tisch nehmen“ solle. Er lobte die US-Vermittlung und sprach von „Hoffnung auf Frieden in Nahost“. Söders Position spiegelt die anhaltende Debatte in der deutschen Politik wider, in der die Union traditionell eine starke Unterstützung für Israel einnimmt, während Teile der Koalition und die EU restriktivere Haltung zu Waffenexporten einnehmen. Der Aufruf stößt in sozialen Medien auf geteilte Reaktionen: Während Unterstützer Söders „klare Haltung“ loben, kritisieren andere die Forderung als einseitig und fordern mehr Fokus auf humanitäre Hilfe für Gaza. Bislang hat die Bundesregierung nicht auf Söders jüngste Initiative reagiert. Experten sehen in der Forderung einen Versuch, die Diskussion über ein Ende des de facto bestehenden Waffenembargos neu anzustoßen, das seit dem Eskalieren des Konflikts 2023 wirkt.
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– Gaza-Friedensgipfel – Wegen Erdogan: Netanjahu nimmt nicht an Treffen in Ägypen teil

Kurz nach den Warnungen aus Ankara gab Netanjahus Büro eine Erklärung heraus, in der es hieß, er werde aufgrund des Simchat-Torah-Feiertags, der heute Abend beginnt, seine Teilnahme absagen.

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Zuwanderungspolitik
Werding kritisiert geplante Abschaffung der Turbo-Einbürgerung

Berlin – Der Wirtschaftsweise Martin Werding hat kritisiert, dass Union und SPD die sogenannte Turbo-Einbürgerung wieder abschaffen wollen. Die Regelung sieht seit etwa einem Jahr vor, dass gut integrierte Ausländerinnen und Ausländer schon nach drei Jahren eingebürgert werden können – statt wie sonst erst nach fünf Jahren. Werding sagte im rbb24 Inforadio am Mittwoch, dass solche Einbürgerungsmöglichkeiten zu einer guten Zuwanderungspolitik dazu gehörten – vor allem in alternden Gesellschaften. In der Diskussion darüber würden aber verschiedene Einwanderergruppen vermengt. Es werde „nicht an die Erwerbsmigranten gedacht, die bei Fachkräftemangel enorm hilfreich sind für Deutschland. Sondern sie haben vor Augen Geflüchtete, die vor Sammelunterkünften verloren herumsitzen, weil sie tatsächlich weder arbeiten dürfen noch sonst viel machen können, bis ihr rechtlicher Status hier geklärt ist.“ Das müsse man in der Diskussion sauber trennen. Problematisch sei auch, „dass die Diskussion praktisch ohne Zahlen geführt worden ist. Es sind vergleichsweise wenige Personen, die überhaupt nach diesem Recht eingebürgert worden sind.“ Ohnehin seien die Ziele der Regelung verfehlt worden, so Werding. Mit ihr habe man gut ausgebildete und ehrgeizige Erwerbsmigranten anziehen wollen. Die Hürden seien aber auch für sie sehr hoch gewesen. „Diesen Leuten ein Signal zu geben, sie sind bei uns willkommen, das wollte man. Trotzdem werden es von denen nur wenige geschafft haben“, sagte Werding.
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– Integration – Berlins Integrationsbeauftragte: „Einbürgerung ist der Königsweg zur Integration.“

Die Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, Katarina Niewiedzial, hat sich dafür ausgesprochen, dass hier lebende Ausländer besser und schneller die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen können.

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Gaza-Friedensgipfel
Wegen Erdogan: Netanjahu nimmt nicht an Treffen in Ägypen teil

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Kairo – Der Flug von Präsident Recep Tayyip Erdogan nach Ägypten zum Gaza-Friedensgipfel am Montag wurde mitten in der Luft verzögert, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu möglicherweise teilnehmen würde. Der Leiter des Ankara-Büros des türkischen Medienunternehmens TGRT Haber, Fatih Atik, behauptete, Erdogan habe sein Flugzeug angewiesen, „umzukehren“, als er von der möglichen Teilnahme Netanjahus erfahren habe. Das Präsidentenflugzeug blieb Berichten zufolge über dem Roten Meer, bis die Bestätigung kam, dass der israelische Staatschef nicht teilnehmen würde. Darüber hinaus teilte ein hochrangiger türkischer Beamter CNN Turk mit, Ankara habe Washington direkt darüber informiert, dass Netanjahu „nicht an dem Gipfel teilnehmen sollte“. Wie Times of Israel berichtet, hat Erdogan von seinem Flugzeug aus auch seinen ägyptischen Amtskollegen Abdel-Fattah el-Sissi von seinem Flugzeug angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er nach Ankara zurückkehren würde, sollte Netanjahu an dem Treffen der Staats- und Regierungschefs teilnehmen dürfen. Kurz nach den Warnungen aus Ankara gab Netanjahus Büro eine Erklärung heraus, in der es hieß, er werde aufgrund des Simchat-Torah-Feiertags, der heute Abend beginnt, seine Teilnahme absagen. Unterdessen lieferte Hande Firat, Leiterin des Ankara-Büros der Zeitung Hürriyet, die sich an Bord des Präsidentenflugzeugs befand, weitere Details zum Durchstartmanöver vor der Landung. „Wir flogen über die Landebahn hinweg. Gerade als wir landen wollten, kam die Meldung, dass Netanjahu doch an dem Gipfeltreffen teilnehmen würde. Von diesem Moment an war zu erwarten, dass das Flugzeug jederzeit umkehren könnte“, sagte Firat.
„Sobald ich von meiner Quelle die Bestätigung erhielt, dass seine Teilnahme geklärt sein würde, begannen wir mit dem Sinkflug – dann stieg das Flugzeug wieder auf. Als das Büro des israelischen Premierministers bekannt gab, dass er nicht teilnehmen würde, führten wir den Durchstartvorgang durch.“
Firat fügte hinzu, dass es zwar anschließend keine offizielle Erklärung gab, „dies jedoch als Reaktion angesehen werden könnte“. Sie sagte, das Flugzeug habe einige Zeit über dem Roten Meer gekreist, und als sie eine hochrangige Quelle fragte, ob Washington darüber informiert worden sei, dass die Türkei reagieren würde, wenn Netanjahu teilnehmen würde, lautete die Antwort: „Ja, natürlich, das haben wir klargestellt.“ Erdogan traf schließlich zum „Friedensgipfel“ in Sharm el-Sheikh in Ägypten ein. Laut der Israelischen Zeitung Israel Hayom hatten bereits „mehrere arabische Staatschefs mit einem Boykott der Veranstaltung“ gedroht falls Netanyahu am Gipfel teilnehmen sollte. Israel Hayom berichtete, dass die Türken auch eine Botschaft an die Amerikaner übermittelten, in der sie ihre Verärgerung darüber zum Ausdruck brachten, dass die Maßnahme nicht mit ihnen abgestimmt worden war. Nach Konsultationen zwischen amerikanischen Beamten und später mit den Beratern von Premierminister Benjamin Netanjahu wurde beschlossen, den Besuch abzusagen. Netanjahus Büro suchte daraufhin nach einer Erklärung für seinen Rückzug vom Gipfeltreffen und entschied sich schließlich für „den Beginn der Feiertage” als Grund. In Wirklichkeit hatte es keine Gespräche über diese Angelegenheit mit den ultraorthodoxen Parteien oder den rechten Fraktionen in der Koalition gegeben. Eine in die Ereignisse involvierte diplomatische Quelle teilte Israel Hayom mit, dass mehrere Länder noch nicht bereit für die bahnbrechenden regionalen Initiativen von Präsident Donald Trump seien und dass mehr Zeit und Fortschritte in anderen Bereichen erforderlich seien, um ein breites Treffen der regionalen Führer mit Israel zu organisieren.

Gaza-Konflikt
Thomas: „Gaza – Das Leid endet nicht, es beginnt erst“

Ein Gastbeitrag von Michael Thomas Gaza. Das Leid endet nicht, es beginnt erst Wie ich darauf komme? Ich erzähle meine Geschichte: Vor vielen Jahren, ich war auf einem Rückflug von Kairo und eingeschlafen, wurde ich von einem ungeheuren Rütteln geweckt. Schlaftrunken blickte ich erst aus dem Fenster, vor dem die Erde seltsamerweise stand wie eine Tapete, dann an die Flugzeugdecke, an der eine Passagierin klebte und dann schräg hinter mir auf eine Stewardess auf dem Notsitz, die sich soeben erbrach. Wir stürzten ab. Wegen des Höhenflugmessers auf dem Monitor, der sich rasend zurückdrehte, erkannte ich, dass wir auf einem steilen, viel zu steilen Sinkflug waren. Momente später gelang es dem Piloten, die Maschine wenige hundert Meter über der Erde abzufangen und in einen kontrollierten Weiterflug zu versetzen. Wir donnerten auf Rom zu und waren so tief, ich schwöre es, dass wir die Ziegen auf den Hügeln grasen sehen konnten. Wir wurden sofort auf eine Notlandepiste beordert und rollten dort sicher, unverletzt und unbeschädigt aus. Man geleitete uns für eine Übernachtung in ein Hotel. Jetzt kommts: Alle insgesamt etwa 350 Passagiere waren während des Vorkommnisses unerwartet und überraschend still geblieben. Kontrolliert und gefasst hatten sie die Busse bestiegen, ihre Hotelschlüssel in Empfang genommen und sich in Speisesaal für ein Essen eingefunden. Aber dann brach die Hölle los. Einige begannen zu zittern, zu schluchzen, um sich zu schlagen, zu schreien. Das vervielfachte sich wie eine Welle und nur die wenigsten blieben gefasst. Der unterdrückte und aufgestaute, brutale Schock brach sich Bahn. Mancher soff wie ein Loch, andere wankten völlig aufgelöst auf ihr Zimmer und einige redeten miteinander durcheinander, wobei oftmals wirres Zeug dabei war. Ich zählte zu den sehr wenigen Gefassten und schluckte tief, als ich die Szene betrachtete. Ich erwarte in Gaza Schlimmeres. Viel Schlimmeres. Die Menschen sind einem unendlichen Leid ausgesetzt und schleppen die Erfahrungen aus endlosen Bombennächten mit sich herum. Sie wissen, dass jeder einzelne von ihnen Glück hatte, nicht von Schrapnells, Bomben, Raketen zerfetzt oder von Kugeln durchsiebt worden zu sein – und mit bloßen Händen graben sie jetzt nach ihren toten Familien. Und dies womöglich bleiben werden. All das im Wissen, dass die, die ihnen das alles angetan haben, nur sehr widerwillig mit dieser Vernichtung ausgesetzt haben und nur geil nach Gelegenheiten gieren, das Töten wieder fortzusetzen. Nein.
Sie finden sie in den von Hunden zerfressenen Leichen in den Straßen, in Massengräbern und vermuten sie tief unter Trümmerbergen, zu denen ihre Häuser geworden und wo sie schier unerreichbar sind. Auch mir ist es völlig unmöglich, das Leid der Menschen auch nur ansatzweise zu ermessen …. geschweige denn, es nachempfinden zu können.Dies schweigende Aufhören der Vernichtung, ohne jede Entschuldigung, ohne Trost, ohne die Nähe zu Menschen und Ländern, die wenigstens mitfühlen wollen, ist keine Beendigung der Vernichtung, kein Löschen der Hölle, in der sie stecken. Wie dumm müsste man sein, nicht zu sehen, dass sich ein tödlicher Hass vertausendfacht hat? Wie kann man nur glauben, dass aus diesem Waffenstillstand Friede werden könnte? Ich wüsste nicht, wie ich jemanden umfangen, trösten, halten könnte, der seine tote, zerrissene Mutter wiederfindet! Ich wüsste nicht, was ihm zu sagen wäre, wenn er tränenüberströmt die Faust hochreckt. Wie kann ein Kind erwachsen werden, dass sich von seinen toten Eltern lösen und wochenlang zwischen Bomben, Leichen, Hunger und Verwesung durch Ruinen stolpern musste? In dem Wissen, dass irgendwo einer lauert, der genau ihm in den Kopf schießen und Spaß dabei haben wollte? Wann wird das Schreien beginnen?

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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