Gaza-Krieg
Gaza: Über 700 getötete Palästinenser in nur 24 Stunden

Gaza – Hunderte von Palästinensern wurden in den vergangenen 24 Stunden bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen getötet, während die israelische Armee die Evakuierung weiterer Gebiete in und um die zweitgrößte Stadt der Enklave, Khan Younis, anordnete. Das Medienbüro der Regierung in Gaza erklärte in einem Stellungnahme, dass in den letzten 24 Stunden mehr als 700 Palästinenser in Gaza getötet wurden. Der Sprecher sagte, viele der Toten lägen unter Trümmern, und die Rettungskräfte hätten große Schwierigkeiten, die Verletzten zu erreichen und ins Krankenhaus zu bringen. „Überall sieht man Kinder mit Verbrennungen dritten Grades, Schrapnellwunden, Hirnverletzungen und Knochenbrüchen. Mütter weinen über Kinder, die aussehen, als wären sie nur noch Stunden vom Tod entfernt“, beschreibt James Elder, UNICEF-Sprecher, die schrecklichen Szenen im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis. „Es scheint im Moment eine Todeszone zu sein“, so Elder. Mit der Wiederaufnahme der israelischen Angriffe am Freitag ist auch die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen zum Stillstand gekommen. In den vergangenen Tagen wurden in den Gebieten südlich des Wadi Gaza nur in begrenztem Umfang Lebensmittel verteilt. Viele der 2,3 Millionen Einwohner des Gebiets sind im Süden zusammengepfercht, nachdem die israelischen Streitkräfte die Zivilbevölkerung in den ersten Tagen des 2-monatigen Krieges aufgefordert hatten, den Norden zu verlassen.

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Wirtschaft
Türkei: Wirtschaft wächst um 5,9 Prozent

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Istanbul – Die türkische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2023  mehr als erwartet. Wie Daten des türkischen Statistikinstituts (TÜİK) zeigen, stieg das BIP um 5,9 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben die positiven Auswirkungen des Disinflationsprogramms, das wir durchführen, auf den Finanzmärkten gesehen“, sagte der neue Finanzminister Mehmet Şimşek zu den Wachstumsdaten. Das Vertrauen der Investoren ist gestiegen, die Risikoprämie des Landes ist gesunken, die internationalen Kapitalzuflüsse haben begonnen, die Reserven sind gestiegen und die Wechselkursvolatilität hat abgenommen, fügte Şimşek hinzu. „Wir bewegen uns auf ein ausgewogeneres Wachstum zu, das mit den Vorhersagen unseres Programms übereinstimmt“, erklärte Şimşek weiter und stellte fest, dass Investitionen und Exporte zunahmen.

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EM 2024
Fußball-EM 2024: Türkei-Gegner stehen fest

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Hamburg – In etwas mehr als einem halben Jahr ist es soweit. Vom 14. Juni bis zum 14. Juli findet in Deutschland die EM 2024 statt. Heute wurde in der Hamburger Elbphilharmonie die Auslosung der Gruppen durchgeführt. Nicht nur die Gruppenzugehörigkeit wurde ausgelost, sondern auch die Positionierung innerhalb der Gruppe. Daraus ergibt sich dann der exakte Spielplan. Deutschland (1) landete mit Schottland (2), Ungarn (3), und der Schweiz (4) in der Gruppe A. In der Gruppe B trifft Spanien (1), auf Kroatien (2), Italien (3) und Albanien (4). England (4) landete mit Slowenien (1), Dänemark (3) und Serbien in der Gruppe C. Der Playoff-Gewinner A (Polen, Wales, Finnland oder Estland) wird in der Gruppe D auf die Niederlande (2), Österreich (3) und Frankreich (4) treffen Belgien (1), die Slowakei (2) und Rumänien (3) treffen in der Gruppe E aufeinander. Hierzu kommt noch der Play-Off Gewinner B (Bosnien, Ukraine, Israel oder Island). Die Türkei landete mit Portugal (3), Tschechien (4) und dem kommenden Play-Off Gewinner C (Georgien, Luxemburg, Griechenland oder Kasachstan) in der Gruppe F.

Gruppe A

  1. Deutschland 2. Schottland 3. Ungarn 4. Schweiz

Gruppe B

  1. Spanien 2. Kroatien 3. Italien 4. Albanien

Gruppe C

  1. Slowenien 2. Dänemark 3. Serbien 4. England

Gruppe D

  1. Play-Off Gewinner A (Wales, Finnland, Polen oder Estland) 2. Niederlande 3. Österreich 4. Frankreich

Gruppe E

  1. Belgien 2. Slowakei 3. Rumänien 4. Play-Off Gewinner B (Bosnien, Ukraine, Israel oder Island)

Gruppe F

  1. Türkei 2. Play-Off Gewinner C (Georgien, Luxemburg, Griechenland oder Kasachstan) 3. Portugal 4. Tschechien
 

Gaza
Israelischer Luftangriff tötet bekannten Wissenschaftler Sufyan Tayeh

Gaza – Bei einem israelischen Luftangriff auf die Stadt Al-Faluja, 30 km nordöstlich von Gaza-Stadt, sind der prominente palästinensische Wissenschaftler Sufyan Tayeh und seine Familie ums Leben gekommen. Tayeh, der Präsident der Islamischen Universität von Gaza war, war ein führender Forscher in den Bereichen Physik und angewandte Mathematik, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters weiter. Mit dem Wiederaufflammen des Konflikts ist der Gazastreifen erneut zu einem der gefährlichsten Orte der Welt geworden, insbesondere für Kinder. Die jüngsten verstärkten Angriffe auf den südlichen Teil des Streifens haben seit Wiederaufnahme der Kämpfe mindestens 200 weitere palästinensische Todesopfer gefordert. Angesichts dieser schrecklichen Umstände hat die internationale Gemeinschaft, darunter die USA, die EU, die Vereinten Nationen und UNICEF, ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck gebracht und Israel aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die palästinensische Zivilbevölkerung zu schützen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Beginn des Krieges mehr als 15 200 Menschen im Gazastreifen getötet, 70 Prozent davon waren Frauen und Kinder.  

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Fußball International
U17-Fußball-WM: Deutschland ist Weltmeister

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Sukarta – Die deutsche U17 hat in Indonesien den Weltmeister-Titel erkämpft. Im Finale der U17-Weltmeisterschaft hat Deutschland nach Elfmeterschießen (4:3) im indonesischen Surakarta gegen Frankreich gewonnen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 (1:0) gestanden. Almugera Kabar von Borussia Dortmund verwandelte den entscheidenden Elfmeter für Deutschland. Für Deutschland ist es der erste Weltmeistertitel in dieser Altersklasse und der zweite im Nachwuchsbereich. Tore: 1:0 Brunner (Elf./29.), 2:0 Darvich (51.), 2:1 Bouabre (53.), 2:2 Amougou (85.)

Auto-News
Beschleunigung: Tesla-Truck schlägt Porsche 911

Los Angeles – Dies war nicht nur ein Rennen, sondern ein bahnbrechender Moment in der Welt der Elektrofahrzeuge, der die schiere Kraft und Innovation des futuristischen Tesla Cybertrucks unter Beweis stellt. In einem von Tesla-Chef Elon Musk auf X (vormals Twitter) veröffentlichten Video hat Teslas Cybertruck, auch Cyberbeast genannt, in einem Beschleunigungsrennen einen 911er Porsche geschlagen. Und nicht nur das: Bei dem Rennen über eine Viertelmeile zog der Truck dabei sogar einen weiteren Porsche. Dem Video isrt nicht zu entnehmen um welchen Porsche es sich handelt, aber womöglich war es ein 911 Carrera. Die Beschleunigung des Über-Trucks wird mit bahnbrechenden 2,6 Sekunden angegeben. Das ist schneller als die meisten Sportautos. Die Reichweite soll je nach Modell zwischen 402 und 515 km liegen. Als Topmodell fungiert der 857 PS starke Cyberbeast aus dem Video mit 210 km/h Höchstgeschwindigkeit. Laut Tesla hat der Truck eine Anhängelast von knapp fünf Tonnen und eine Zuladung von maximal 1.134kg. Die Einstiegsversion mit knapp 400 PS und Heckantrieb soll umgerechnet etwa 56.000 Euro kosten. Der Preis für die Allradversion mit 750 PS soll bei umgerechnet etwa 73.445 Euro liegen. Die dreimotorige 857 PS starke Top-Version aus dem Video, das Cyberbeast, werde für 100.000 Dollar zu haben sein. Laut der Nachrichtenagentur AFP gibt es für den Truck bereits mehr als eine Million Bestellungen. Am 30. November 2023 startetete die Auslieferung des Tesla Cybertruck. Bei einer Veranstaltung, dem „Cybertruck Delivery Event“, übergab Elon Musk in der texanischen Tesla-Fabrik rund zehn Fahrzeuge aus der ersten Produktionsreihe höchstpersönlich an handverlesene Kunden. „Ich glaube, das ist unser bestes Produkt. Die Zukunft wird endlich aussehen wie die Zukunft“, so der 52-Jährige bei der Veranstaltung. Beim Cybertruck handle es sich um einen „besseren Truck als jeder andere Truck und ein besseres Sportauto als jedes andere Sportauto“, kündigte Musk an.
(Foto/Tesla)

Antizionistische Juden
Juden rufen gegen „Zionismus“ auf

von Nabi Yücel

„Auweh, Netanjahu!“ [Oy, Netanjahu!] kommentiert ein bekannter jüdischer User auf X (ehemals Twitter) ein Straßenschild, auf dem „The Hague“ steht. Den Haag steht sinnbildlich für den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Immer mehr Juden in Israel wie im Ausland fordern, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aufgrund der Kriegsverbrechen im Gazastreifen gegen Palästinenser zur Verantwortung gezogen wird.

In einer Zeit, in der die israelische Regierung über 12.000 Palästinenser in Gaza und im Westjordanland vernichtet hat, Tausende weitere vermisst werden und Millionen ihr Hab und Gut verloren sowie aus ihren angestammten Gebieten vertrieben wurden, werden immer öfter Rufe nach Gerechtigkeit laut. International steht Israel bereits in Verruf, Kriegsverbrechen, ja sogar einen Völkermord zu begehen, während Solidaritätsbekundungen vereinzelter europäischer Staaten und den USA das desaströse Ergebnis des „Selbstverteidigungsrechts“ noch wacker aufrecht zu erhalten versuchen.

Zuletzt hatte die in Deutschland lebende US-amerikanische jüdische Aktivistin und Enkelin einer Holocaustüberlebenden, Rachael Shapiro, in einer Reihe von Videos Deutschland vorgeworfen, eine verlogene Debatte im sogenannten Kampf gegen den Antisemitismus zu führen. (Link)

Die Instrumentalisierung jüdischer Identität zur Legitimation des „Genozids in Gaza“ müsse ein Ende finden, so Rachael Shapiro von der „Jüdische Stimme“. Die Cousins ihrer Holocaustüberlebenden Großmutter seien Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg gewesen. Aus diesem Grund sei Shapiro mit dem Verständnis aufgewachsen, dass Widerstand gegen jeden Unterdrücker ein Menschenrecht sei.

International steht Israel seit langem in Kritik. Südafrika, das Land am Kap, reiht sich ebenfalls in eine Handvoll Staaten ein, die stärkeren diplomatischen Druck auf Israel ausüben, darunter Staaten wie die Türkei, aber auch Chile, Honduras, Belgien und Spanien. Zuletzt hatten der belgische Premier Alexander de Croo sowie der spanische Amtskollege Pedro Sánchez von Israel gefordert, sich für Frieden einzusetzen statt auf Waffengang zu setzen.

„Es liegt im Interesse Israels, sich für den Frieden einzusetzen, und Frieden bedeutet heute die Errichtung eines lebensfähigen palästinensischen Staates, der das Westjordanland, den Gazastreifen und Ostjerusalem umfasst, gemäß den UN-Resolutionen“, sagte etwa Pedro Sánchez. (Link)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Netanjahu zuletzt bei einer Rede in der Türkei als jenen bezeichnet, der in die Geschichte als „Schlächter von Gaza“ eingehen werde.

Zwar versucht Netanjahu die internationale Kritik im Keim zu ersticken; so zog er etwa die Botschafter Spaniens und Südafrikas zurück. Doch auch im Land selbst wird Kritik immer deutlicher und vehementer. Ausgerechnet Bürger Israels wollen eine neue große „antizionistische“ Gesamtorganisation gründen, unter der sich alle, von jung bis alt, vom Verein bis Institution, vereinen und eine geballte Stimme gegen die israelische Regierung werden. So soll eine Organisation entstehen, die gegen den „kolonialen Völkermord der zionistischen Siedler“ vorgeht und ihren politischen Kampf fortsetzt, bis „Palästina vom Fluss bis zum Meer frei ist“, heißt es in dem Aufruf auf einem Internetportal.

Juden in aller Welt müssten unbedingt vermitteln, dass sich Zionismus und Judentum unterscheiden, es sich im Konflikt in Gaza um einen „Völkermord“ handle, der im Namen aller Juden aktiv begangen werde. Auch das gesamte „zionistische Siedler-Kolonialprojekt“ werde im Namen der Juden begangen, so im Aufruf.

Das „Good Shepherd Collective“ und der jüdische Autor Em Cohen veröffentlichten kürzlich einen Leitfaden für jüdische antizionistische Verbündete wie Normen Finkelstein, Prof. Dr. Sabine Broeck oder der „Jews Against White Supremacy“ (JAWS), in der sie ausdrücklich betonen, dass die internationale Infrastruktur des „Zionismus“ von „vielen jüdischen kommunalen Organisationen und Institutionen“ gefördert werde.

Von Organisationen, die Propagandareisen veranstalten oder zionistische Siedlungen direkt finanzieren, bis hin zu Organisationen, die zionistische Propaganda verbreiten, gebe es viele jüdische Organisationen, die den „Zionismus“ strukturell unterstützen würden. Dies sei eine Form des direkten „zionistischen Schadens, der um uns herum existiert und gegen den antizionistische Juden kämpfen können und sollten.“

Seit Jahrzehnten fordern Palästinenser, dass sich Juden zur Bekämpfung des „Zionismus“ in ihren eigenen Gemeinden organisieren, wobei die jüdische Linke im Knesset sich dies nicht zu einer Priorität gemacht hätte. Dies werde besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die jüdische Linke in der Gegenwart völlig daran gescheitert sei, sich mit dem palästinensischen Volk solidarisch zu zeigen.

Laut dem Aufruf hätten alle Juden bis zum 7. Oktober nicht gehandelt und auch danach sei man aufgrund der israelischen Trauer über die Opfer nicht dazu übergegangen, die Verbrechen der israelischen Regierung in den Mittelpunkt zu rücken. Die systematische Entmenschlichung der Palästinenser werde seit über 75 Jahren unvermindert fortgesetzt und habe einen neuen Höhepunkt erreicht. (Link)

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– Gaza-Krieg –

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Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Gaza-Krieg
Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Toronto – Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck. Ein zunehmend genutzter Weg, der in letzter Zeit in Anspruch genommen wird, um gegen die israelischen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren, ist die Aufgabe der Staatsbürgerschaft. Und hierbei handelt es sich nicht um ultraorthodoxe Juden, die den Staat Israel schon immer ablehnten, sondern meist eher um liberale Israelis. Hierzu gehört auch die in Kanada lebende jüdische Filmemacherin und Aktivistin Yuula Benivolski. In einem kürzlich veröffentlichtem Video hat sie ihren Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft angekündigt. In der vergangenen Woche habe sie im israelischen Konsulat einen Antrag auf einen Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft gestellt. Benivolski:
„Es war keine einfache Entscheidung, die ich leichtfertig getroffen habe. Ich hatte schon lange darüber nachgedacht. […} Es war ein langer Prozess, der zwei Jahrzehnte dauerte. Ja, ich habe es als Reaktion auf den grausamen Angriff Israels auf Gaza getan. Aber da es nicht das erste Mal ist, dass Israel Gaza bombardiert, warum jetzt, warum gerade jetzt? Weil die Zahl der Opfer ein katastrophales Ausmaß erreicht hat.
Auch wenn es momentan einen vorübergehenden Waffenstillstand gibt, glaube sie nicht, dass es enden werde. „Und selbst israelische Offizielle sagen, dass sie nach der Pause noch mindestens zwei Monate lang weiterbomben wollen. Ob Israel sich dessen bewusst ist oder nicht, all diese Toten schaden auch seinem eigenen Volk“, so die Künstlerin. In ihrer Kindheit in Israel habe sie Kriege, Intifadas (palästinensische Aufstände, Anm Red.) und 26 Selbstmordattentate miterlebt. Die Stadt in der sie lebte, nahe der libanesischen Grenze, sei während ihrer ganzen Kindheit alle paar Tage bombardiert worden. Bereits mit zehn Jahren habe sie gelernt an ihre Geschwister und sich selbst Gasmasken anzubringen. Die Medien und Politiker hätten der Bevölkerung stets den Anschein gegeben, dass diese Angriffe normal seien und sie angegriffen würden, nur weil sie Juden seien. „Und alle um uns herum wollen uns vernichten“, so Benivolski weiter. Die jüdische Filmemacherin kritisiert in ihrem Video auch das Verhalten der israelischen Soldaten im aktuellen Krieg
„Israelische Soldaten machen spöttische Tiktok-Videos auf den trümmern palästinensischer Häuser in Gaza“
Mehr denn je sei ihr jetzt klar geworden, dass in Israel Frieden nicht das Ziel sei. Und sie wisse nicht, ob das jemals der Fall war. In ihrem Video kritisiert Benivolski auch die Menschenrechtslage für andere Minderheiten in Israel. Der Wert eines Menschen sei mit seiner Identität verbunden. „Aus diesem Grund werden unerwünschte Bevölkerungsgruppen, also arme Menschen, farbige Menschen, Einwanderer aus anderen Ländern, die nicht wohlhabend sind, oft an vergessenen Orten untergebracht, an Orten entlang der Grenzen“, so die Künstlerin weiter. https://www.tiktok.com/@ali.a806097/video/7306856733316615429   Warum ich aus meine israelischen Staatsbürgerschaft austrete Auch der Journalist Nadav Gazit hat in einem Beitrag seinen Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft angekündigt und seine Beweggründe dafür erläutert. (Quelle) Gazit: „Am 6. November sollte ich einen Termin im israelischen Konsulat in New York haben, um meinen Antrag auf Verzicht auf die israelische Staatsbürgerschaft zu stellen. An diesem Morgen verfasste ich ein Erklärungsschreiben an die israelische Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde, in dem ich meine Beweggründe erläuterte. Zu diesem Zeitpunkt hatten der Apartheidstaat Israel, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) und die Siedler im Westjordanland allein in den vergangenen Wochen bereits unzählige Gräueltaten begangen, Krankenhäuser, Schulen und Kirchen bombardiert, Tausende von Palästinensern getötet und verstümmelt und Tausende weitere vertrieben. Der Völkermord, der sich seit dem 7. Oktober ereignet hat, ist nur ein schreckliches Kapitel in der jahrzehntelangen Brutalität und Unmenschlichkeit des zionistischen Projekts zur Kolonisierung Palästinas. Dies ist eine klare Fortsetzung der Nakba, des Landraubs an den Palästinensern, der ethnischen Säuberung und des Völkermords am palästinensischen Volk seit und vor 1948.“ Der moderne Zionismus, der in den 1800er Jahren entstand, sei ein „unethisches, unmoralisches und bösartiges Siedlerkolonialprojekt, das durch Lügen, Rassismus, Propaganda und die Unterstützung von Weltsupermächten mit eigenen Interessen in der ressourcenreichen Region zusammengehalten“ werde. Es könne keinen „sicheren Hafen“ für Juden bieten, und der Zionismus stehe im Widerspruch zu den jüdischen Werten. Das sehe man auch daran, dass „die Regierung, die derzeit von dem völkermordenden faschistischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt wird, bereit ist, Israelis zu töten“, schreibt Gazit weiter.

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– Gaza-Krieg – Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor

Die Ablehnung des Zionismus durch Juden versetze deutsche Medien und auch den deutschen Staat in eine „hysterische, und gewalttätige Raserei“

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Weltklimakonferenz
UNO: Klimakrise ist die größte humanitäre Krise weltweit

Dubai – Der Klimawandel und Naturkatastrophen wirken sich auf das Leben von Millionen von vertriebenen Personen weltweit aus. Anlässlich der Weltklimakonferenz (COP28) in Dubai kommentiert Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe:
„Der Klimawandel ist die prägende Krise unserer Zeit. Er kennt keine Grenzen und betrifft die ganze Menschheit: im besonderen Maße aber vertriebene und staatenlose Menschen. Die Auswirkungen des Klimawandels vertiefen Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Die Weltgemeinschaft muss dem Kreislauf aus zunehmenden Wetterextremen, Hungersnöten und Konflikten jetzt konsequent entgegenwirken.“
Hintergrund: Folgen des Klimawandels Die Konsequenzen des Klimawandels sind längst zu spüren und nehmen weiter zu: Er verschärft so sowohl die Ursachen als auch die Auswirkungen von Flucht und Vertreibung. Klimawandel, Konflikte, Armut, Ernährungsunsicherheit und Vertreibung überschneiden sich zunehmend, so dass immer mehr Menschen auf der Suche nach Sicherheit fliehen müssen. Diese Flucht muss nicht zwangsläufig über Landesgrenzen hinweg passieren, viele Menschen verlassen ihre Heimat, bleiben aber im eigenen Land. Viele Menschen, die fliehen müssen, finden in Ländern Schutz, die zu den ärmsten und vom Klimawandel oft besonders stark betroffenen gehören: Über 70 Prozent der Flüchtlinge und 80 Prozent der Binnenvertriebenen stammen aus Ländern, die sehr stark von der Klimakrise betroffen sind (z.B. aus Bangladesch und den Ländern am Horn von Afrika). Auch in den Zufluchtsländern sind Flüchtlinge besonders oft klimabedingten Risiken ausgesetzt: Etwa vier von zehn Flüchtlingen sind in stark klimatisch gefährdeten Ländern untergebracht, wo sie zusammen mit den Aufnahmegemeinschaften unter ähnlich prekären Bedingungen leben und in der Regel nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, um sich an eine zunehmend menschenfeindliche Umwelt anzupassen.  

USA
Ex-US-Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben

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Hartford – Dr. Henry Kissinger, ein angesehener US-Gelehrter und Staatsmann, starb heute in seinem Haus in Connecticut. Henry Kissinger wurde 1923 im Süden Deutschlands geboren. Seine Familie floh aus Nazi-Deutschland und kam 1938 nach Amerika. Nachdem er 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, diente Dr. Kissinger in der 84. Army Division von 1943 bis 1946. Für seinen „Verdienstvollen Einsatz“ erhielt er den Bronze Star. Dr. Kissinger diente danach bei der Counter Intelligence Corps in besetztem Deutschland. Er befand sich in den US Army Reserves bis 1959. Dr. Kissinger erwarb seinen Bachelor, Master- und PhD-Abschluss an der Harvard University, wo er fast 20 Jahre lang internationale Beziehungen lehrte. Präsident Nixon ernannte ihn 1969 zum National Security Advisor. Anschließend diente Kissinger als Secretary of State unter Presidents Nixon und Ford, wo er eine zentrale Rolle bei der Öffnung gegenüber China, bei den Verhandlungen über das Ende des Jom-Kippur-Krieges im Nahen Osten und bei der Beendigung von Amerikas Rolle im Vietnamkrieg spielte. Er arbeitete daran, das ehemalige Rhodesien auf den Weg zu einer repräsentativen Regierung zu bringen und handelte wichtige Rüstungskontrollabkommen mit der Sowjetunion aus. Kissinger hat 21 Bücher über nationale Sicherheitsfragen geschrieben. Als einer der großen Staatsmänner in Amerika, wurde Kissinger regelmäßig von amerikanischen Präsidenten beider Parteien und einer Reihe ausländischer Führungspersönlichkeiten befragt, nachdem er 1977 den Regierungsdienst abgeschlossen hatte. Im Mai 2023 feierte er seinen 100. Geburtstag und blieb bis zu seinem 100. Lebensjahr aktiv. Kissinger konzentrierte sich zuletzt auf die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz. Er war häufig Gast in den Medien und bei Podiumsdiskussionen, schrieb und reiste ins Ausland. Zusätzliche biografische Informationen über Dr. Kissinger und seine Schriften finden Sie unter www.henryakissinger.com. Kissinger hinterließ seine Frau aus seiner fast 50 Jahre langen Ehe, Nancy Maginnes Kissinger, zwei Kinder aus seiner ersten Ehe, David und Elizabeth und fünf Enkelkinder. Er wird in einem privaten Familiendienst beigesetzt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es einen Gedenkdienst in New York City geben. Anstelle von Blumen schlägt die Familie vor, an Spenden zu denken.