US-Wahlen
Weitere Umfrage sieht Trump bei Republikanern vorne
Washington (dts) – Einen Tag nach der Veröffentlichung einer Umfrage im Auftrag der Washington Post und des TV-Senders ABC hat eine weitere Erhebung den Vorsprung von Donald Trump bei den US-Republikanern bestätigt. Laut der Umfrage für „Morning Consult“, einen politischen Informationsdienst, würden 22 Prozent der Anhänger der Republikaner Trump zum Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl 2016 nominieren. Die am Vortag veröffentlichte Umfrage hatte für Trump einen Wert von 24 Prozent ausgemacht.
Jeb Bush kommt in der Morning-Post-Umfrage auf 15 Prozent, Scott Walker auf 12 Prozent. Auch diese Werte liegen nahe an den Zahlen von Washington Post und ABC. Dabei war die Anzahl der Befragten aber nach den offiziellen Angaben höher: So wurden zwischen dem 17. Juli und 20. Juli 1.978 registrierte Wähler befragt, darunter 754 Anhänger der Republikaner.
Femizid
Gewalt gegen Frauen: Mexikanischer Gouverneur ruft „Gender-Alarmstufe“ aus
Gewalt gegen Frauen: Mexikanischer Gouverneur ruft „Gender-Alarmstufe“ aus
Mexiko-Stadt (nex) Mexiko – ansonsten meist im Zusammenhang mit gutem Essen, Urlaub und Fußball international in den Schlagzeilen – erlebt derzeit eine Welle der Gewalt gegen Frauen. Frauenrechtsverbände sprechen von einem „Femizid“
Die Situation hat sich mittlerweile offenbar dermaßen zugespitzt, dass der Gouverneur des Bundesstaates Mexico (auch bekannt als Edomex), Eruviel Avila, für elf Gemeinden eine „Gender-Alarmstufe“ ausgerufen hat, nachdem dort im Laufe der letzten Jahre eine mittlerweile kaum noch überblickbare Anzahl an Frauen und Mädchen getötet oder entführt worden war. Diese Alarmstufe ist ein gesetzlich vorgesehener Mechanismus, der Ermittlungen in Mordfällen priorisiert und spezielle Protokolle vorschreibt, die ihres extremen Bezuges zum Geschlecht der Opfer und weil sie meist mit Vergewaltigung und Folter einhergehen, als „Femizid“ bezeichnet werden.
„Die Gender-Alarmstufe wird es uns ermöglichen, unsere Politik zu Gunsten von Frauen zu stärken“, erklärte Avila am Dienstag. „Auch wenn wir nicht der Bundesstaat mit der höchsten Rate an frauenfeindlicher Kriminalität sind, ist unser Bekenntnis zu ihrem Wohlergehen so stark, dass wir selbst dann alarmiert wären, wenn es auch nur einen Fall von Femizid gäbe.“ Die Zahl der nachgewiesenen Gewaltverbrechen und der Fälle spurlosen Verschwindens von Frauen und Mädchen im Bundesstaat Mexico ist in den letzten Jahren in die Hunderte gestiegen.
„Es ist eine Reaktion, die fünf Jahre zu spät kommt“, kritisiert Rodolfo Dominguez, der Anwalt der Eltern von Marina Lima Buendia, einem landesweit bekannt gewordenen Femizid-Opfer, den Schritt. Der Fall der im Alter von 18 Jahren Ermordeten war Gegenstand eines Urteils des Obersten Gerichtshofs von Mexiko im Mai dieses Jahres. Die Höchstrichter hatten damals angeordnet, dass künftig in allen Fällen von Morden an Frauen im Hinblick auf einen möglichen Femizid ermittelt werden müsse. Im Falle der „Gender-Alarmstufe“, die nun vonseiten des Edomex-Gouverneurs ausgerufen worden war, muss nun das Innenministerium diese noch formell in Kraft setzen. Bis dato gäbe es noch keine Aussage darüber, wann dies der Fall sein werde,kritisieren Frauenrechtsverbände. Dem Nationalen Institut für Statistik und Geografie (INEGI) zufolge wurden zwischen 2011 und 2013 im zentralmexikanischen Bundesstaat 1213 Frauen ermordet, der Nationalen Beobachtungsstelle für Femizid müssten bis zu 600 davon als Fälle von Femizid eingestuft werden. Die Staatsanwaltschaft sprach den Taten hingegen lediglich in 132 Fällen diese Qualifikation zu.
Vor allem in den bevölkerungsreichen Territorien an der Peripherie von Mexico-Stadt wird nun die Gender-Alarmstufe ausgerufen. Zu diesen gehören die Hauptstadt des Bundesstaates, Toluca, ebenso wie etwa Nezahualcoyotl, Ecatepec oder Ixtapaluca.
Anwalt Dominguez zufolge würde diese Klassifizierung zwar keine wirkliche Auswirkung auf die Ermittlungen haben, aber immerhin ein Eingeständnis bedeuten, dass es in dem betreffenden Staat ein ernstes Problem mit struktureller Gewalt gegen Frauen gibt.
Wissenschaftszentrum Berlin
Hunderttausende Eltern unzufrieden mit ihrer Arbeitszeit
Berlin (dts) – Für viele Eltern ist die zu kurze oder zu lange Arbeitszeit ein Problem, wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes für das „Handelsblatt“ zeigt. Danach wollen rund 223.000 vollzeiterwerbstätige Väter und Mütter minderjähriger Kinder gerne weniger arbeiten. Weit größer noch ist der Wunsch der Teilzeitkräfte nach Aufstockung: Rund 15 Prozent der 4,2 Millionen Eltern, die Teilzeit arbeiten, wollen mehr arbeiten.
Die große Masse stellen die Mütter: Von knapp 3,9 Millionen Teilzeit arbeitenden Frauen mit Kind würde eine halbe Million gern aufstocken. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) plant ein Recht auf Rückkehr von Teilzeit auf Vollzeit. Das reiche nicht, kritisiert die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), Jutta Allmendinger. „Wir brauchen generell ein Recht, Arbeitszeit je nach Lebenslage flexibel stufenlos zu ändern für Kinder, Pflege, Weiterbildung etc.“, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). „Unternehmen wie Trumpf zeigen, dass es geht: Dort können Arbeitnehmer wählen, wie viele Stunden sie arbeiten, müssen dann aber ein Jahr dabei bleiben. Das müsste zumindest in größeren Betrieben machbar sein.“ Allmendinger plädiert zudem dafür, Männer weit mehr zu unterstützen. Befragungen zeigten: „Viele Väter wollen zwar keine Teilzeit, aber eine niedrige Vollzeit, also rund 34/35 Stunden arbeiten“.
Die WZB-Präsidentin ist überzeugt, dass Väter mehr Verantwortung übernehmen würden, „wenn sie in Unternehmen dafür nicht immer noch als Weicheier abgestempelt und ihre Karriere beschädigen würden“. Nach Umfragen von Allensbach nehmen Mütter heute weit weniger Elternzeit als früher. „Es gibt eine deutliche Verkürzung: Inzwischen nehmen Mütter beim ersten Kind im Schnitt nur noch 19 Monate Elternzeit“, sagt Wilhelm Haumann von Allensbach. Väter begnügen sich mit maximal zwei.
Germanwings
Lufthansa weist Vorwürfe von Germanwings-Hinterbliebenen zurück
Frankfurt/Main (dts) – In einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, Carsten Spohr hatten die Hinterbliebenen der 18 Germanwings-Opfer aus Haltern am See ihren Ärger unter anderem über aus ihrer Sicht zu geringe Entschädigungszahlungen Luft gemacht: Im Gespräch mit „Bild“ wies Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels die Vorwürfe zurück. Zum Vorwurf, trotz persönlicher Einladung zu einer Beerdigung habe Carsten Spohr nicht einmal abgesagt, sagte der Lufthansa-Sprecher: „Herrn Spohr ist kein persönliches Einladungsschreiben für eine Beerdigung zugegangen. Herr Spohr hat mit vielen Familienmitgliedern persönlich gesprochen, aber er konnte nicht mit jedem einzelnen der über Tausend Angehörigen sprechen.“
Zum Vorwurf, Herr Spohr habe sich nicht bei den Hinterbliebenen entschuldigt, sagte der Sprecher zu „Bild“: „Vom 1. Tag an hat Herr Spohr zu seiner Verantwortung für das Unglück gestanden – und sich für das Leid, das die Katastrophe über die Familien gebracht hat, entschuldigt. Wir würden alles geben, das Unglück ungeschehen zu machen. Der Co-Pilot hat seine Ausbildung mehrere Monate aufgrund seiner Depressionen unterbrochen – und sie nach Überwindung seiner depressiven Phase fortgesetzt.“ Auf den Vorwurf, Lufthansa habe den Eltern nicht gesagt, dass nicht zuzuordnende Leichenteile anonym beerdigt werden, antwortet Bartels: „Das ist so nicht richtig. Was den Opfern eindeutig zugeordnet werden konnte, wurde auch überführt. In einigen Fällen war diese Zuordnung nicht mehr möglich, weshalb sie diesen Freitag in Frankreich beigesetzt werden.
“ Zum Vorwurf, Lufthansa biete nicht ausreichend Entschädigung an, sagte Bartels: „Lufthansa geht deutlich über das hinaus, was gesetzlich vorgeschrieben ist. 50.000 Euro gab es an Soforthilfe, 25.000 Euro Schmerzensgeld und mindestens 10.000 Euro für nähere Verwandte. Materielle Schäden, die darüber hinausgehen, werden auch erstattet.“ Auf den Vorwurf, Lufthansa tue nicht genug für die Angehörigen, sagte Bartels zu „Bild“: „Wir haben Verständnis dafür, dass die Angehörigen wütend sind und emotional reagieren. Wir tun alles dafür, das Leid der Angehörigen zu verringern. Wir haben über 600 Mitarbeiter unseres Konzerns dafür abgestellt, sich um die Bedürfnisse der Angehörigen zu kümmern.“
Frankfurt
Geldvermögen der Deutschen hat mit über 2000 Milliarden Euro ein Rekordniveau erreicht
Frankfurt (nex) – Dank steigender Einkommen können Menschen in Deutschland immer mehr Geld auf die hohe Kante legen. Mittlerweile werden 2000 Milliarden Euro in Bar oder Spareinlage gehortet.
Wie die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mitteilte, nahm das Geldvermögen
der privaten Haushalte im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorquartal «außergewöhnlich kräftig um knapp 140 Milliarden Euro oder 2,8 Prozent zu». Damit verfügen die privaten Haushalte nun über 5 212 Milliarden Euro in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Nach den Angaben stieg das Geldvermögen allein durch Transaktionen um 53 Milliarden Euro. Private Haushalte investieren ihr Geld trotz niedriger Zinsen nun erneut in kurzfristige und vermeintlich sichere Bankeinlagen, sowie in Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Eine noch größere Bedeutung für die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte hatten zum Jahresauftakt die Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen, die netto um rund 26,5 Milliarden Euro aufgestockt wurden.
Betreuungsgeld
Schwesig sichert Familien Übergangslösung zu
Berlin (dts) – Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Betreuungsgeld betroffenen Familien eine Übergangslösung zugesichert. Sie werde nach einer Möglichkeit suchen, damit Familien, die die Leistung bereits erhielten, es bis zum Ende bekämen, erklärte Schwesig am Dienstag. „Über die weitere Umsetzung werde ich mich mit den Regierungsfraktionen am 13. August beraten.“
Die Familienministerin forderte, die frei werdenden Mittel für eine verbesserte Kinderbetreuung eingesetzt werden. „Das Geld darf nicht im Haushalt des Bundesfinanzministeriums versickern“, betonte die SPD-Politikerin. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht das 2013 eingeführte Betreuungsgeld für verfassungswidrig erklärt. „Die Entscheidung zeigt: Das Betreuungsgeld ist der falsche Weg und hat keine Zukunft“, sagte Schwesig. CSU-Chef Horst Seehofer kündigte unterdessen an, dass Bayern die Leistung weiter zahlen werde. Die Leistung in Höhe von 150 Euro monatlich wird an Eltern gezahlt, die ihr Kleinkind zu Hause betreuen.
Iran
Deutsch-Israelische Gesellschaft: Gabriels Iran-Reise falsches Signal
Berlin (dts) – Die Reise des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) in den Iran stößt in Berlin auf Kritik: Diese sei das „absolut falsche Signal“, sagte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe (SPD), dem „Tagesspiegel“. „Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass es Deutschland in erster Linie um Wirtschaftsinteressen geht.“ Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck warnte vor einem „prinzipienlosen Buhlen um Wirtschaftsaufträge“.
Mit seiner Menschenrechtsbilanz und seiner Verleugnung der Existenz Israels könne das Regime in Teheran nicht Deutschlands Partner sein.
Türkei
Merkel kondoliert nach Anschlag türkischem Ministerpräsidenten
Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Anschlag in der Stadt Suruc im Südosten der Türkei dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu kondoliert. „Ich möchte Ihnen und Ihren Landsleuten die Anteilnahme der Menschen in Deutschland ausdrücken und auch mein ganz persönliches Mitgefühl übermitteln“, so Merkel. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung.“
Deutschland stehe im Kampf gegen den Terrorismus eng an der Seite der Türkei, betonte die Bundeskanzlerin. „Uns eint das Ziel, unsere gemeinsamen Werte und das friedliche Zusammenleben der Nationen zu verteidigen und zu bewahren.“ Bei dem Anschlag in einem Kulturzentrum waren mindestens 32 Menschen getötet worden, etwa 100 weitere wurden verletzt. Die türkische Regierung vermutet die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hinter dem Attentat.
FIFA 16
FIFA 16: Alex Morgan wird an der Seite von Lionel Messi der erste weibliche Coverstar
Fifa 16 präsentiert den ersten weiblichen Coverstar in der Geschichte des Frauenfußballs
Burnaby (nex) – Nach Angaben von EA Sports wird der US Star im Frauenfußball, Alex Morgan, neben dem Dauercoverfavouriten Lionel Messi auf dem Titelcover der nächsten Ausgabe erscheinen. Die kanadische Ausgabe des Fußballmagazins wird Christine Sinclair, die Kapitänin der Mannschaft des Landes, zieren.
In Großbritannien machte nach einer öffentlichen Wahl der kürzlich ernannte Liverpooler Kapitän Jordan Henderson neben Messi das Rennen um einen Platz auf das Titelbild. Die englischen Frauenmannschaften beendeten eine der erfolgreichsten Weltpokalkampagnen des Landes in diesem Sommer, wurden aber in der Coverwahl nicht berücksichtigt.
„Es ist eine unglaubliche Ehre, eine der ersten Frauen zu sein, die auf dem Cover von EA SPORTS FIFA gezeigt wird“, sagt Alex Morgan in einem Interview. „Ich weiß, dass dieses Spiel weltweit gespielt wird und ich bin wirklich hoch erfreut, dass FIFA 16 den Frauenfußball somit ins Rampenlicht rückt. Und jetzt das Cover mit dem heutigen größten Spieler zu teilen, ist für mich irgendwie surreal.“
Fotoquelle: CC BY 2.0
Gaming
Umfrage: Jeder sechste Gamer schaut Livestreams von Spielszenen
Berlin (dts) – Die Live-Übertragung von Computer- und Videospielen im Internet ist ein beliebter Trend im Gaming: Jeder sechste (17 Prozent) Gamer in Deutschland ab 14 Jahren hat sich bereits Spiele anderer Gamer auf entsprechenden Portalen angesehen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Video-Livestreams von Computerspielen haben eine beständig wachsende Fangemeinde, die jetzt schon weltweit mehrere Millionen Gamer vereint“, sagte Bitkom-Experte Timm Lutter.
Das Potenzial der Gaming-Streams sei noch längst nicht ausgereizt. Laut Umfrage kann sich jeder Zehnte (zehn Prozent) vorstellen, in Zukunft live Spiele zu verfolgen. Auf speziellen Streaming-Plattformen zeigen Gamer in Echtzeit ihr Spielerlebnis und kommentieren das Geschehen. Die Zuschauer können dabei mit dem Spieler und anderen Nutzern per Chat kommunizieren. „Mit ihren Kanälen sind manche Spieler regelrechte Superstars in der Gaming-Szene“, so Lutter. Häufig treten Gamer auf den Portalen in digitalen Turnieren gegeneinander an, die auch als E-Sports bekannt sind. Solche Wettkämpfe werden mittlerweile ebenfalls als öffentliche Großveranstaltung ausgetragen. „Auch hierzulande strömen Zehntausende in Stadien und verfolgen dort live E-Sports-Turniere auf der Großleinwand“, so Lutter.

