Gaza – Schwere Vorwürfe gegen die israelischen Streitkräfte: Berichten zufolge wurde ein 18 Monate altes palästinensisches Kind misshandelt, um dessen Vater während eines Verhörs im Gazastreifen zu einem Geständnis zu zwingen. Das Kleinkind wurde nach zehn Stunden mit schweren Verletzungen freigelassen, während der Vater weiterhin in Haft verbleibt.
Wie der offizielle Sender Palestine TV am Sonntag berichtete, ereignete sich der Vorfall im Zentrum des Gazastreifens. Das Kind, das als Karim identifiziert wurde, war zusammen mit seinem Vater in der Nähe des Al-Maghazi-Flüchtlingslagers festgenommen worden.
Festnahme am Militärkontrollpunkt
Augenzeugenberichten zufolge befand sich der Vater, Osama Abu Nassar, mit seinem Sohn auf dem Weg, um Vorräte einzukaufen. Abu Nassar sei zu diesem Zeitpunkt bereits durch den Verlust seines Pferdes – seiner einzigen Lebensgrundlage – traumatisiert gewesen.
In der Nähe seines Hauses geriet die Familie in einen Schusswechsel. Israelische Soldaten zwangen den Mann daraufhin, sein 18 Monate altes Kind auf dem Boden zurückzulassen und sich einem nahegelegenen Militärkontrollpunkt zu nähern. Dort wurde er entkleidet und einem Verhör unterzogen.
Verletzungen durch Zigarettenglut und Nägel
Um ein Geständnis zu erzwingen, sollen die Soldaten das Kleinkind vor den Augen des Vaters gefoltert haben. Ein medizinischer Bericht bestätigt schwere Verletzungen: Demnach wies das Kind Verbrennungen durch Zigarettenglut an einem Bein sowie Stichwunden auf, die laut Bericht durch Nadeln und einen Nagel verursacht wurden.
Vom Sender Palestine TV ausgestrahlte Aufnahmen dokumentieren die Verletzungen des Kindes nach seiner Freilassung. Karim wurde etwa zehn Stunden nach der Festnahme über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Al-Maghazi an seine Familie übergeben. Der Vater, Osama Abu Nassar, befindet sich weiterhin in israelischer Haft. Die Familie hat internationale Organisationen eindringlich um Intervention gebeten, um seine Freilassung und die notwendige medizinische Versorgung zu erwirken.
677 getötete Palästinenser trotz Waffenstillstand
Trotz des seit Oktober 2025 geltenden Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas bleibt die Lage im Gazastreifen prekär. Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge wurden seit Inkrafttreten des Abkommens mindestens 677 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet und 1.813 verletzt.
Der Waffenstillstand markierte das vorläufige Ende eines zweijährigen Krieges, der seit Oktober 2023 zu mehr als 72.000 Todesopfern und über 171.000 Verletzten auf palästinensischer Seite geführt hat. Zudem wurden schätzungsweise 90 % der zivilen Infrastruktur im Gazastreifen zerstört.
Israeli soldiers torture a one-year-old child in Gaza, including burning his leg with a cigarette and inserting a nail into his leg, according to a report, to pressure his father to make confessions https://t.co/v0be37LwpV
— TRT World (@trtworld) March 23, 2026
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