Magdeburg – Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD in einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap einen neuen Höchststand erreicht.
Mit 41 Prozent liegt die Partei weit vor allen anderen und legte gegenüber der letzten Umfrage vom September um zwei Prozentpunkte zu. Die Erhebung entstand im Auftrag der Magdeburger Volksstimme, der Mitteldeutschen Zeitung und des MDR. Befragt wurden rund 1.200 Wahlberechtigte.
Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze verliert einen Punkt und kommt auf 26 Prozent — damit büßt sie im Vergleich zur Landtagswahl 2021 elf Prozentpunkte ein. Die Linke erreicht zwölf Prozent, die SPD sieben. BSW und Grüne liegen jeweils bei vier Prozent und würden wie die mitregierende FDP den Einzug in den Landtag verpassen. Alle sonstigen Parteien kommen zusammen auf sechs Prozent.
Problemlösungskompetenz: AfD weit vorn
31 Prozent der Befragten trauen der AfD am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben im Land zu bewältigen — zwei Punkte mehr als im September. Die CDU verliert in dieser Kategorie zwei Punkte und kommt auf 18 Prozent. Jeder Fünfte traut keiner Partei zu, die drängenden Probleme Sachsen-Anhalts zu lösen.
Als wichtigstes Problem nennen die Befragten Flüchtlinge und Einwanderung, wenngleich dieser Wert mit 14 Prozent um sieben Punkte gesunken ist. Bildung folgt auf Platz zwei mit zwölf Prozent, Wirtschaft auf Platz drei mit zehn Prozent — ein Zuwachs von drei Punkten.
Schulze knapp vor AfD-Kandidat Siegmund
Bei einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten läge CDU-Chef Sven Schulze mit 36 Prozent knapp vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit 32 Prozent. 32 Prozent sind unentschlossen oder machen keine Angabe. Unter CDU-Anhängern würden 84 Prozent für Schulze stimmen, unter AfD-Anhängern 71 Prozent für Siegmund. Auch SPD- und Linke-Anhänger sprechen sich mehrheitlich für Schulze aus.
Bei der Frage nach der Regierungsführung nach der Wahl liegen CDU und AfD nahezu gleichauf: 44 Prozent wünschen sich eine CDU-geführte, 43 Prozent eine AfD-geführte Regierung. Letzteres bedeutet ein Plus von sechs Punkten gegenüber September.
Mehrheit unzufrieden mit Landesregierung
Die schwarz-rot-gelbe Koalition aus CDU, SPD und FDP schneidet in der Bevölkerung schlecht ab: 62 Prozent bewerten die Regierungsarbeit negativ, nur 33 Prozent positiv. Unter AfD-Anhängern sind 88 Prozent unzufrieden. Sachsen-Anhalt gehört damit im Ländervergleich zu den Bundesländern mit besonders niedrigen Zufriedenheitswerten — nur Berlin schneidet noch schlechter ab. Zuletzt war die Unzufriedenheit vor einer Landtagswahl im Jahr 2006 ähnlich hoch.
Stimmung von Sorge geprägt
Die allgemeine Stimmungslage im Land hat sich verschlechtert. Nur noch 13 Prozent blicken zuversichtlich auf die Lage — ein Rückgang von sieben Punkten. 79 Prozent äußern Beunruhigung, acht Punkte mehr als zuletzt.
Das Vertrauen in den Staat ist gering: Lediglich 16 Prozent haben großes Vertrauen darin, dass der Staat seine Aufgaben erfüllt. Unter AfD-Anhängern sind es nur drei Prozent.
Auffällig ist der wirtschaftliche Pessimismus innerhalb der AfD-Wählerschaft: Nur 49 Prozent der AfD-Anhänger bewerten ihre persönliche wirtschaftliche Lage positiv — gegenüber 85 Prozent unter CDU-Anhängern.
Infratest dimap weist darauf hin, dass Wahlumfragen generell mit Unsicherheiten behaftet sind. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Datengewichtung.
Es ist passiert – wir haben die 40 % übertroffen!
In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Volksstimme/MZ und MDR zeigen die Wähler deutlich: Sie wollen den politischen Wandel – und sie wollen ihn mit der AfD.
Jetzt aber nicht zu früh freuen, sondern weitermachen und… pic.twitter.com/BktOSV7L6u
— Ulrich Siegmund (@UlrichSiegmund) May 7, 2026
Einzigartige Bilder aus Schönebeck!
Lasst sie durch Deutschland gehen – wir holen uns am 06.09.2026 unser Land zurück! 🇩🇪 pic.twitter.com/329cgcMBcl— Ulrich Siegmund (@UlrichSiegmund) May 1, 2026

