Bergkarabach-Konflikt
Bergkarabach: Russland und Türkei kündigen gemeinsame Beobachtungsposten an

Russland und die Türkei haben am Mittwoch die Einrichtung eines Beobachtungszentrums für die Einhaltung des Waffenstillstands in Bergkarabach angekündigt.

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Moskau – Russland und die Türkei haben am Mittwoch die Einrichtung eines Beobachtungszentrums für die Einhaltung des Waffenstillstands in Bergkarabach angekündigt.

Wie das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, wurde das Memorandum über die Einrichtung eines gemeinsamen russisch-türkischen Zentrums zur Überwachung des Waffenstillstands in Bergkarabach nach den Videokonferenzgesprächen zwischen dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu und seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar, unterzeichnet.

„Die Türkei wird sich den Friedenstruppen in der [Bergkarabach-]Region anschließen, um die Umsetzung des Abkommens mit Russland zu überwachen“, sagte Recep Tayyip Erdogan vor einer Fraktionssitzung seiner Partei in der Hauptstadt Ankara.

Das gemeinsame Zentrum, das auf den von der armenischen Besatzung befreiten aserbaidschanischen Gebieten eingerichtet werden soll, wurde heute Morgen unterzeichnet, fügte Erdogan hinzu.

„Alle Maßnahmen gegen den Bruch des Waffenstillstands in Bergkarabach werden von diesem Zentrum ergriffen werden“, erklärte er.

Das Zentrum werde Informationen über die Umsetzung des Waffenstillstands durch die Parteien und andere Handlungen, die gegen die getroffenen Vereinbarungen verstoßen, sammeln, zusammenfassen und überprüfen.. Es hat auch die Aufgabe, Verstöße durch visuelle Überwachung und UAVs zu dokumentieren sowie Daten aus anderen Quellen auszuwerten. Das Zentrum wird zu einem Gremium, das alle Beschwerden, Fragen oder Probleme bezüglich der Verletzung der getroffenen Vereinbarungen prüft.

Montagnacht unterzeichneten Russland, Aserbaidschan und Armenien ein Waffenstillstandsabkommen.

Der 30-jährige Konflikt um Bergkarabach war am 27. September erneut eskaliert. Seitdem waren schwere Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan ausgebrochen.

Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die Kämpfe. Baku erklärte, die Armee habe eine „Gegenoffensive“ gestartet, „um Armeniens militärische Aktivitäten zu stoppen und die Sicherheit der Bevölkerung zu schützen“. Es handelt sich um die schwerste Eskalation seit Jahrzehnten.

Aliyev sagte, dass seit dem 27. September über 200 Dörfer, Städte und Siedlungen von der armenischen Besatzung befreit worden seien. Nach der Bekanntgabe feierten viele Aserbaidschaner auf den Straßen die Befreiung mit Hupkonzerten. Zahlreiche dankten auch dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für seine Unterstützung.

Der Sprecher des aserbaidschanischen Außenministeriums, Hikmet Hajiyev, dankte in einem Tweet der Türkei für ihre Unterstützung in dem Konflikt. „Danke Brudernation Türkei“, schrieb Hajiyev.

In Bergkarabach leben überwiegend Armenier, die Region gehört jedoch völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Seit einem blutigen Krieg in den frühen 1990er Jahren, bei dem Zehntausende Aserbaidschaner von armenischen Milizen vertrieben wurden, wird Bergkarabach von Armenien kontrolliert. Dabei kam es zu Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung, wie zum Beispiel in Chodschali am 25. Februar 1992, bei dem Hunderte Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet wurden.

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