Tourismus
Last-Minute-Reisen: Immer mehr Deutsche entscheiden sich für Türkei

Deutsche Reiseveranstalter verzeichnen in diesem Sommer trotz der politischen Unstimmigkeiten zwischen Berlin und Ankara eine große Nachfrage für Urlaub in der Türkei.

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Berlin (nex) – Deutsche Reiseveranstalter verzeichnen in diesem Sommer trotz der politischen Unstimmigkeiten zwischen Berlin und Ankara eine große Nachfrage für Urlaub in der Türkei.

TUI, Deutschlands größter Reiseveranstalter, teilte Medienberichten zufolge am gestrigen Dienstag mit, dass in jüngster Zeit die Nachfrage nach Last-Minute-Reisen in die Türkei zugenommen hätten.

„Viele Touristen entscheiden sich wegen der – verglichen mit anderen Reisezielen – günstigen Preise für einen Urlaub in der Türkei“, erklärte TUI-Sprecher Bernd Hoffmann gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu und ergänzte: „Auch bei der Hotelwahl haben sie mehr Möglichkeiten.“

Die politischen Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei hatten Berlin in der vergangenen Woche veranlasst, wirtschaftliche Maßnahmen zur Ausübung von Druck auf Ankara zu ergreifen. Außerdem hatte die Bundesregierung die Reisehinweise für das Land verschärft.

(Foto: Screenshot/Facebook)

Dieser Schritt habe jedoch keinerlei Einfluss auf die Türkeibuchungen, betont Hoffmann gegenüber Anadolu:

„Das Bundesaußenministerium hat zwar die Reisehinweise für die Türkei verschärft, aber keine Reisewarnung ausgegeben.“

Öger Tours-Chefin Songül Göktas-Rosati beobachtet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen positiven Trend vor allem bei den Last-Minute-Buchungen, berichtet Anadolu weiter.

„Die Türkei bietet einen in jeder Hinsicht perfekten Urlaub: Wunderschöne Hotels, sehr gastfreundliches Personal, lange Sandstrände, schöne Buchten, eine reiche Kultur und exzellentes Essen“, schwärmt sie.

https://youtu.be/6ptHelZCHw4

FTI, ein weiterer Reiseveranstalter, spricht sich laut der Meldung optimistisch aus, was die steigende Nachfrage nach der Türkei angeht.

„Zurzeit verzeichnen wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Zunahme bei Verkäufen und Besuchern im zweistelligen Prozentbereich“, so das Unternehmen in einer schriftlichen Erklärung vom gestrigen Dienstag.

„Wir können seit dem verschärften Reisehinweis der Bundesregierung keine großen Bedenken bei unseren Kunden feststellen noch eine große Änderung in ihrem Buchungsverhalten“, erklärt eine Sprecherin des Unternehmens und ergänzt:

„Viele unserer Kunden kennen die Türkei ziemlich gut und lieben sie und werden ihren Urlaub dort genießen.“

Das deutsche Ehepaar Petra Erika und Helmut Kästner haben im türkischen Badeort Alanya an der türkischen Riviera sogar ein Haus gekauft: „Das milde Klima und die im Vergleich niedrigen Lebenskosten waren einer der Gründe für unsere Entscheidung, hier ein Haus zu kaufen.“ Das Klima und die türkische Gastfreundschaft hätten ihre Gesundheit verbessert. „Die Dinge sind nicht so schlimm wie in den Medien dargestellt „, sagt Frau Kästner gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu und fügt hinzu, dass sie sich für eine Aufenthaltsgenehmigung bewerben werde.

Petra Erika Käster und ihr Ehemann Helmut leben nun in der türkischen Stadt Alanya
(Foto: AA)

„Selbst bei uns – hier ist keine Massentourismusregion und es finden fast nur Individualisten hier her – saßen bereits vor Beginn der offiziellen Saison am 15. Mai mehr Touristen in den Cafes als letztes Jahr“, so Marina Bütün im Gespräch mit NEX24. Bütün lebt seit fast 20 Jahren in der Türkei und kommt ursprünglich aus Bayern.

Die Türkei ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen, aber die Zahl der Touristen war wegen Sicherheitsbedenken und Konflikten in den Nachbarstaaten des Landes zurückgegangen.

2016 besuchten 3,9 Millionen deutsche Touristen die Türkei.

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