Forschung
Fettleibigkeit, Fettsucht, Adipositas – drei Bezeichnungen für eine moderne Plage

Nun wurden interessante Forschungsergebisse zu dieser Volkskrankheit veröffentlicht. Zwar in Mäusen, aber dennoch mit einem Nutzen für die Grundlagenforschung am Menschen.

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Warum fettleibige Mäuse sich nicht bewegenFettleibigkeit, Fettsucht, Adipositas

– drei Bezeichnungen für eine moderne Plage der Menschheit.

Laut Nationaler Verzehrstudie sind über 35 % der Menschen in Deutschland übergewichtig und circa 20 % sogar adipös (BMI ≥ 30), sprich diese Menschen leiden an einer „Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht, die durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist“. Gleichzeitig geht eine Adipositas mit Bewegungsarmut einher, was wiederum den Teufelskreis aus Gewichtszunahme bzw. -abnahme schließt.

Nun wurden interessante Forschungsergebisse zu dieser Volkskrankheit veröffentlicht. Zwar in Mäusen, aber dennoch mit einem Nutzen für die Grundlagenforschung am Menschen.

Forscher des National Institute of Health in Bethesda (Maryland, USA) um Alexxai Kravitz konnten eine Gewichtszunahme mit einer verminderten Bewegungsneigung in Verbindung bringen.

Fütterten die Forscher zwei Gruppen von Mäusen (gesunde vs. Mäuse mit einer Mutation in einem bestimmten Dopamin-Rezeptor) mit einer fettreichen Diät, so nahm die Aktivität des  DR2-Typ Dopamin-Rezeptors ab, wodurch sich die Mäuse weniger bewegten.

Genauso wie die DR2-mutierte Kontrollgruppe an Mäusen. Natürlich ist dies ein im Labor unter kontrollierten Bedingungen beobachtetes Ergebnis und man sollte diese Studie jetzt nicht als DEN Therapieansatz der Adipositas ansehen, da man auch nicht den Schluß ziehen sollte, dass nur das falsche Essen zur Adipositas führt.

Dennoch ermöglicht diese Studie sehr interessante Einblicke in das Zusammenspiel von Ernährung und der Chemie des Gehirns, zusammengefasst in der nachfolgenden Grafik aus der Originalpublikation.

Die Nährstoffe aus unserer Nahrung und seine Verstoffwechselung durch unsere Darmbakterien (unser intestinales Mikrobiom) spielt eine eminente Rolle, bei so ziemlich allem, was die korrekte Funktion unseres Organismus und somit unsere Gesundheit angeht. Zwar lehne ich mich mit dieser Aussage etwas weit aus dem Fenster, dennoch spricht eine stetig ansteigende Zahl an Studien dafür.

Hoffentlich führen diese Studien bald zu einer besseren Therapie und somit zu einer Entlastung des Gesundheitssystems.

DR. DOĞAN DORUK DEMIRCIOĞLU

 


Mit freundlicher Genehmigung von www.scietopia.de

 

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