Terror gegen die Türkei
Tunesiens Ex-Präsident: „Terror will Türkei für ihren Erfolg bestrafen“

Der ehemalige tunesische Interimspräsident Moncef Marzouki hat der Türkei anlässlich des Anschlages von Istanbul seine Anteilnahme ausgesprochen. Er geht davon aus, dass der Terror den erfolgreichen Weg der Türkei unterminieren soll.

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Tunis (nex) – In Anbetracht von mittlerweile 15 terroristischen Anschlägen innerhalb nur eines Jahres erklärte der frühere tunesische Interimspräsident, Moncef Marzouki, die Türkei bezahle nun „den Preis für ihren Erfolg.“ Hinter den Anschlägen, so Marzouki via Facebook gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, stehe die Absicht, die Türkei zu „bestrafen“, nämlich „nicht nur dafür, dass man zwei Millionen syrischer Flüchtlinge aufgenommen und den Arabischen Frühling unterstützt hat […], sondern schlicht für ihren Erfolg.“

Marzouki, der auch der Vorsitzende der jüngst gegründeten Partei Al-Irada ist, erklärte weiter: „Terrorismus, wie wir ihn auch in Tunesien erleben, ist mehr als ein Verbrechen von Gruppierungen, die sich im Übrigen auch vom Islam entfernt haben; es ist ein unkonventioneller Krieg gegen Menschen und Völker.“ Der frühere tunesische Interimspräsident sprach auch seine Anteilnahme mit Blick auf die Opfer der tödlichen Attacke vom Dienstag auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul aus: „Möge Gott die Seelen der Märtyrer von Istanbul segnen und alle, die gestorben sind und heute noch jeden Tag sterben in diesem schmutzigen Krieg gegen jene, die für nationale Souveränität und die Befreiung der Menschen eintreten.“

Bei dem Anschlag in Istanbul waren offiziellen Erklärungen zufolge 44 Menschen gestorben, davon 19 ausländische Staatsangehörige, und mehr als 230 verletzt worden.

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