Zionismus
Orthodoxer Jude an Trump: „Zerstöre Israel vollständig!“

Ein orthodoxer Jude fordert Trump im Video zur Zerstörung Israels auf. Die Haredi-Gemeinschaft lehnt den Staat und den Militärdienst aus religiösen Gründen ab.

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Austin/Texas – In der hitzigen Debatte um den Nahostkonflikt sorgt ein Video für Aufsehen, in dem ein Vertreter der ultraorthodoxen jüdischen Gemeinschaft eine radikale Forderung an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump richtet.

Diese Stimmen kommen aus dem Herzen der anti-zionistischen Haredi-Gemeinschaft, die seit Jahrzehnten zu den schärfsten Kritikern des israelischen Staates zählt. Ihre Opposition ist tief in ihrem Glauben verwurzelt: Sie lehnen die Existenz Israels ab, da sie die Gründung eines jüdischen Staates vor der Ankunft des Messias als religiösen Frevel betrachten. 

Um diesen Protest zu unterstreichen, verweigern sie konsequent den Wehrdienst und treten immer wieder mit lautstarken Demonstrationen in Erscheinung, bei denen sie die Auflösung des Staates fordern.

Die Ablehnung des Zionismus durch Gruppen wie Neturei Karta hat eine lange Tradition. Schon in den Gründungsjahren Israels erklärten ihre Anführer:

„Der Zionismus ist eine Rebellion gegen Gott. Die wahre jüdische Identität basiert auf der Thora, nicht auf Nationalismus oder Landbesitz.“

Oft wird in diesen Kreisen betont, dass der Staat Israel das jüdische Volk nicht schütze, sondern durch seine politische Existenz erst in Gefahr bringe. Ein bekanntes älteres Zitat der Gruppe lautet:

„Wir beten täglich für die friedliche Demontage des Staates Israel, damit Juden und Araber wieder wie in der Vergangenheit in Frieden zusammenleben können.“

Ein brisanter Appell in Texas

Der jüngste Vorfall ereignete sich in der Zentrale von Infowars in Austin, Texas. Dort wandte sich ein orthodoxer Jude in einem Video direkt an Donald Trump, um eine klare Grenze zwischen seinem Glauben und der politischen Ideologie des Zionismus zu ziehen.

„Unsere Botschaft an die Amerikaner, meine Botschaft an den ehrenwerten Präsidenten Trump ist, dass er den großen Unterschied zwischen echten Juden und falschen Juden erkennen sollte“. Er fuhr fort, dass die einzige wirkliche Hilfe für die Juden darin bestehe, Israel vollständig zu zerstören. „Das ist die größte Hilfe“, betonte der Mann eindringlich.

Auch dem amerikanischen Volk gegenüber äußerte er dieselbe Bitte, den Unterschied endlich anzuerkennen. „Bitte erkennen Sie den Unterschied an, dass dieser – dieser schreckliche Staat kein jüdischer Staat ist und keine Hilfe für die Juden darstellt“. Er erklärte weiter, dass das Gegenteil der Fall sei und bezeichnete den Staat als das größte Problem. 

„Staat ist Gefahr Nummer eins“

In seiner weiteren Ausführung erklärte er dem amerikanischen Volk, dass dieser „schreckliche Staat“ den Juden weltweit mehr schaden als nützen würde. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnete die Existenz Israels als die „Gefahr Nummer eins“ – sowohl für das jüdische Volk als auch für die gesamte Welt.

„Es ist die Gefahr Nummer eins für das jüdische Volk, und nicht nur für das jüdische Volk, es ist auch die Gefahr Nummer eins für die Welt“.

Diese Sichtweise verdeutlicht den tiefen Graben zwischen dem Zionismus und dem orthodoxen Anti-Zionismus. Während Zionisten Israel als den notwendigen Schutzraum und die nationale Heimstätte definieren, sehen diese religiösen Gruppen darin lediglich eine säkulare Rebellion gegen Gott.

Wo der Zionismus auf militärische Stärke setzt, fordern diese Juden eine Rückkehr zum rein spirituellen Dasein im Exil. Sie erinnern dabei oft an historische Positionen ihrer Anführer, nach denen der Zionismus die wahre jüdische Identität durch Nationalismus ersetze und so den Weltfrieden gefährde.

 


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