Denza Z-Prämiere
China stellt 1.000-PS-Supersportler Denza Z vor

Über 1.000 PS, unter 2 Sekunden auf 100 und Laden in Minuten: BYD zeigt mit dem Denza Z ein spektakuläres Elektro-Hypercar für Europa.

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Peking – Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat auf der Automesse in Peking sein neues Hypercar Denza Z vorgestellt. Das viersitzige Elektrofahrzeug soll zunächst in Europa auf den Markt kommen und unterstreicht die Strategie des Konzerns, seine Premium-Modelle gezielt international zu positionieren.

Das Modell basiert auf einem bereits 2025 in Shanghai präsentierten Konzept und wird in mehreren Varianten erscheinen – darunter ein Coupé (Hardtop), ein Cabriolet sowie eine speziell auf den Einsatz auf Rennstrecken ausgelegte Version. Die erste große Präsentation außerhalb Chinas ist für Juli beim Goodwood Festival of Speed in Großbritannien geplant.

Mehr als 1.000 PS

Angetrieben wird der Denza Z von einem elektrischen Hochleistungssystem mit mehr als 1.000 PS. Damit soll das Fahrzeug in weniger als zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und sich auf Augenhöhe mit Hypercars wie dem Rimac Nevera bewegen. Die Kraft wird über das Allradsystem „E3 Yi Sanfang“ auf die Straße übertragen, ergänzt durch moderne Technologien wie Steer-by-Wire und eine umfassende elektronische Fahrwerkssteuerung.

Auch beim Fahrwerk setzt BYD auf Hightech: Das DiSus-M-System nutzt Kameras zur vorausschauenden Analyse der Fahrbahn und passt die Dämpfung in Echtzeit an. So soll maximale Stabilität selbst bei hohen Geschwindigkeiten gewährleistet werden.

Beim Laden will der Hersteller neue Maßstäbe setzen. In Kombination mit der weiterentwickelten Blade-Batterie und dem Flash-Charging-System sind theoretische Ladeleistungen von bis zu 1.500 kW möglich. Eine Aufladung auf 80 Prozent könnte damit in rund neun Minuten erfolgen.

„Tank Turn“

Darüber hinaus soll das Fahrzeug über erweiterte autonome Fahrfunktionen verfügen und Manöver wie einen sogenannten „Tank Turn“ beherrschen, bei dem sich das Auto auf der Stelle drehen kann – eine Technologie, die bereits bei anderen Hochleistungsmodellen des Konzerns zum Einsatz kommt.

Für das Design zeichnet der deutsche Autodesigner Wolfgang Egger verantwortlich, der zuvor unter anderem für Audi tätig war. Der Denza Z setzt auf eine klare, aerodynamisch optimierte Linienführung mit versteckten Türgriffen, großen Leichtmetallrädern und integrierten Spoilerelementen. Zusätzliche Luftkanäle in der Motorhaube sorgen bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Abtrieb und ein besonders stabiles Fahrverhalten.

Die Cabrio-Version verfügt über ein Stoffverdeck, das sich im Heck verstauen lässt. Präsentiert wurde das Fahrzeug in einer auffälligen „Fiorentine“-Grünlackierung, daneben sollen zahlreiche Individualisierungsoptionen mit weiteren Farbvarianten verfügbar sein.

Im Innenraum kombiniert BYD ein digitales Instrumentendisplay mit einem freischwebenden, quadratischen Bildschirm. Ergänzt wird das Cockpit durch eine kabellose Ladefläche sowie Bedienelemente in der Mittelkonsole. Das Fahrzeug ist als 2+2-Sitzer ausgelegt und richtet sich klar an das gehobene Luxussegment.

Mit dem Denza Z zielt BYD direkt auf etablierte europäische Sportwagen wie das Porsche 911 Cabriolet oder das Maserati GranCabrio Folgore. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen auch sportliche Ambitionen: Der Wagen wurde bereits auf der Nürburgring-Nordschleife getestet, wo künftig offizielle Rundenzeiten erzielt werden sollen.

Einen offiziellen Preis hat BYD bislang nicht genannt. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass sich das Modell im sechsstelligen Bereich positionieren wird. Zugleich dürfte der Denza Z unterhalb der streng limitierten Hypercar-Modelle der BYD-Tochter YangWang angesiedelt sein, die nur in sehr kleiner Stückzahl produziert werden.

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