Start Panorama Ausland Lamerd-Anschlag Iran: Der kaum bekannte Anschlag im Schatten von Minab

Lamerd-Anschlag
Iran: Der kaum bekannte Anschlag im Schatten von Minab

Ein zweiter US-Angriff am 28. Februar traf eine Sporthalle in Lamerd mit der neuen PrSM-Rakete. Mindestens 21 Personen, darunter Kinder, wurden getötet.

Zwei der Opfer: Elham Zaeri (links), eine Fünftklässlerin, und Helma Ahmadizadeh (rechts), eine 10-jährige Viertklässlerin, kamen ums Leben, als während des Volleyballtrainings eine Präzisionslenkflugrakete (PrSM) über einer Schule und einer angrenzenden Sportanlage in Lamerd, Iran, explodierte. @neginbagheri91 via X
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Teheran – Während der verheerende US-Angriff auf die Mädchenschule in Minab am 28. Februar 2026 weltweit für Schlagzeilen sorgte, blieb ein zweiter, zeitgleicher Schlag im südiranischen Lamerd weitgehend unbeachtet.

Bei diesem Angriff auf eine Sporthalle und eine angrenzende Grundschule kam eine neue, bisher im Kampf ungetestete Waffe zum Einsatz. Experten identifizierten das System als die Precision Strike Missile (PrSM), eine ballistische Kurzstreckenrakete aus US-Produktion, die erst im vergangenen Jahr die Prototypentests abgeschlossen hatte.

In Lamerd wurden mindestens 21 Menschen getötet. Die Sporthalle, die auf digitalen Karten seit Jahren als zivile Einrichtung gekennzeichnet ist, wurde zum Zeitpunkt des Einschlags von einem Jugend-Mädchen-Volleyballteam genutzt.

Die PrSM ist so konstruiert, dass sie kurz über dem Ziel detoniert und tausende kleine Wolfram-Pellets ausstößt, um eine maximale Streuwirkung zu erzielen. Berichten der iranischen Journalistin Negin Bagheri zufolge durchschlugen diese Metallsplitter das Dach der Halle, während das Team gerade Verteidigungsmanöver trainierte.

Unter den Opfern befand sich die elfjährige Elham Zaeri, eine Schülerin der fünften Klasse, die noch vor Erreichen des Krankenhauses verstarb. Die zehnjährige Helma Ahmadizadeh, eine Viertklässlerin, schien den Angriff zunächst unverletzt überstanden zu haben und stieg eigenständig in den Krankenwagen.

Gegenüber ihrem Trainer gab sie an, es fühle sich an, als sei etwas in ihren Körper eingedrungen. Erst bei der Untersuchung wurde ein kleiner schwarzer Metallsplitter entdeckt, der innere Verletzungen verursachte, an denen das Mädchen nach einer Notoperation verstarb. Helma Ahmadizadeh war die Cousine von Zahra Ahmadi Zadeh, einer Spielerin der iranischen Fußballnationalmannschaft der Frauen.

Auf einem angrenzenden Fußballfeld wurden zudem der Sechstklässler Ilya Khatami sowie sein Trainer von denselben Schrapnellen getötet. Insgesamt mussten zehn bis zwölf weitere junge Sportlerinnen noch in der Nacht operiert werden. Videoanalysen und Aufnahmen von Überkameras bestätigen den Einsatz der PrSM.

Die Silhouette der Rakete sowie die charakteristische Explosion eines Feuerballs in der Luft entsprechen den Spezifikationen des Herstellers Lockheed Martin. US-Zentralkommandant Admiral Brad Cooper bestätigte kurz nach dem Angriff den ersten Kampfeinsatz der PrSM innerhalb der ersten 24 Stunden des Konflikts.

Pete Hegseth äußerte sich im Pentagon mit Verweisen auf eine „brutale Effizienz“ und sprach davon, den Feind ohne Gnade zu zerschmettern. Er lobte die tödliche Präzision der neuen Waffengeneration.

Da die PrSM ein völlig neues System ist, bleibt unklar, ob der Treffer auf die zivile Einrichtung in Lamerd beabsichtigt war, auf einem Konstruktionsfehler basierte oder die Folge einer fehlerhaften Zielauswahl war. Die US-Regierung dementiert die Berichte über den gezielten Einsatz gegen zivile Infrastruktur und die daraus resultierenden Opferzahlen.

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