Start Politik Ausland Gesundheitszustand von Trump Facharzt: Donald Trump leidet unter Demenz

Gesundheitszustand von Trump
Facharzt: Donald Trump leidet unter Demenz

Dr. Vin Gupta und Premier Robert Fico warnen vor Trumps geistigem Abbau. Nach Drohungen gegen den Iran werden Forderungen nach dem 25. Zusatzartikel laut.

(Archivfoto: AA)
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New York – Der medizinische Chefanalyst von MS NOW, Dr. Vin Gupta, hat US-Präsident Donald Trump in einer klinischen Beobachtung die Symptome einer Demenzerkrankung attestiert. Gupta stützt seine Einschätzung auf eine monatelange Beobachtung des geistigen Abbaus des 79-jährigen Präsidenten.

Klinische Beobachtung stellt fünf Warnsignale fest

Er identifizierte dabei fünf spezifische Warnsignale: sprunghaftes Verhalten, die Unfähigkeit, Sätze zu beenden, häufige Verwirrtheit, unlogische Gedankengänge sowie Wortfindungsstörungen. Diese Symptome hätten sich über einen längeren Zeitraum schrittweise entwickelt und verschlechtert.

Eskalation nach Drohungen gegen iranische Infrastruktur

Die Einschätzung des Mediziners erfolgte, nachdem Trump mehrere Tage lang nicht in der Öffentlichkeit erschienen war. Während das Weiße Haus entsprechende Berichte dementierte, kamen Gerüchte über einen Krankenhausaufenthalt auf. Am Ostermorgen meldete sich Trump schließlich auf der Plattform Truth Social mit Drohungen gegen den Iran zurück. In dem mit Kraftausdrücken versehenen Post drohte er mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes:

„Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und der Tag der Brücken in den Iran sein, alles in einem. Es wird nichts Vergleichbares geben!!! Macht die verfammte Meerenge auf, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – SCHAUT NUR ZU! Gepriesen sei Allah.“

Hintergrund der Spannungen ist der Angriff der USA und Israels auf den Iran im Februar. Als Reaktion blockierte der Iran die Straße von Hormus, eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl, was zu einem globalen Anstieg der Benzinpreise führte.

Forderungen nach Abberufung über den 25. Zusatzartikel

Die Äußerungen des Präsidenten lösten parteiübergreifend Besorgnis aus. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene forderte den Kongress auf, in „Trumps Wahnsinn“ einzugreifen. Greene erklärte in einem ausführlichen Beitrag, der Präsident sei wahnsinnig geworden und alle, die ihn unterstützten, machten sich mitschuldig.

Demokratische Politiker wie die Abgeordnete Yassamin Ansari bezeichneten Trump als „derangierten Wahnsinnigen“ und eine Bedrohung für die nationale Sicherheit. Ansari sowie Senator Chris Murphy forderten die Abberufung des Präsidenten über den 25. Zusatzartikel der US-Verfassung.

Murphy betonte, er würde als Kabinettsmitglied Verfassungsrechtler konsultieren, da Trumps Verhalten völlig unberechenbar sei. Der ehemalige Trump-Mitarbeiter Miles Taylor schloss sich den Forderungen an und warf dem Präsidenten die Ankündigung von Kriegsverbrechen vor.

Internationale Partner besorgt über Trumps Verfassung

Auch auf internationaler Ebene mehren sich die Warnungen. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, der als politischer Weggefährte Trumps gilt, äußerte sich nach einem privaten Treffen in Mar-a-Lago am 17. Januar zutiefst alarmiert über dessen psychischen Zustand. Berichten der Portale The Daily Beast und Politico zufolge beschrieb Fico den US-Präsidenten als geistig abwesend und unfähig, einem Gesprächsfaden über längere Zeit zu folgen.

Trump habe sich demnach ständig wiederholt, ohne zu realisieren, dass er bestimmte Punkte bereits Minuten zuvor ausführlich besprochen hatte. Diplomaten gegenüber bezeichnete Fico den Zustand des 79-Jährigen als „verstörend“ und „besorgniserregend“. Der erfahrene Machtpolitiker stufte die geistige Verfassung des US-Präsidenten während des persönlichen Gesprächs als „gefährlich“ ein.

Dr. Gupta wies zudem auf die familiäre Vorgeschichte hin. Trumps Vater, Fred Trump Sr., war in seinen 80er Jahren mit Alzheimer diagnostiziert worden. Die Übereinstimmung zwischen den frühen Anzeichen des Vaters und dem derzeitigen Zustand des Sohnes bezeichnete Gupta als auffällig.

Trumps wiederholte Behauptungen, er habe kognitive Tests mit Bravour bestanden, wertete der Mediziner nicht als Zeichen von Gesundheit. Laut Gupta führen Ärzte solche Tests in der Regel wiederholt durch, um eine Demenz zu überwachen, nicht um sie auszuschließen. Trump hatte zuvor bei einer Kabinettssitzung betont, er sei der einzige Präsident, der jemals drei solcher Tests absolviert habe. Eine offizielle medizinische Diagnose liegt bislang nicht vor.

Demenz ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch einen fortschreitenden Verlust kognitiver Funktionen wie Gedächtnis, Urteilsvermögen und Orientierung gekennzeichnet sind. Dies führt zu einer Beeinträchtigung der täglichen Lebensführung und verändert oft die Persönlichkeit.

Für eine Person in der Position eines Präsidenten ist dieser Zustand besonders gefährlich, da die Fähigkeit zur rationalen Entscheidungsfindung in Krisensituationen, der Zugang zu Nuklearwaffen und die Führung der Streitkräfte eine uneingeschränkte geistige Stabilität erfordern.

Ein Verlust der Impulskontrolle oder logischen Konsistenz kann in dieser Machtposition globale Sicherheitsrisiken und unvorhersehbare militärische Eskalationen auslösen.