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Anschlag in Neuseeland
Terroranschlag: Täter wollte Erdogan und Merkel töten sowie Türken vertreiben

"Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein", so das Manifest.

(Archivfoto: AA)
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Christchurch (nex) – Ein rechtsextremer Australier und drei Neuseeländer verübten am Freitag Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen mindestens 49 Menschen getötet und fast 40 verletzt wurden. Unter den Opfern befindet sich Medienberichten zufolge auch ein zweijähriges Kind.

Wie der zuständige Polizeisprecher Mike Bush mitteilte, seien zudem 39 Gläubige verletzt worden – davon seien elf in einem kritischen Zustand. Unter den Verletzten seien auch Ausländer, zwei davon türkische Staatsbürger. Dies teilte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit.

Bei den Moscheen handelt es sich um die Masjid al Noor-Moschee im Zentrum von Christchurch, wo die Zahl der Todesopfer 40 überschritten hat, sowie eine zweite Moschee im Vorort Linwood, sagte die Polizei.

Vor dem Anschlag hat der Täter, der sich in den sozialen Netzwerken Brenton Tarrant nannte, ein Manifest veröffentlicht, laut dem er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, den Bürgermeister von London, Sadiq Khan und Bundeskanzlerin Angela Merkel töten wolle.

Das Manifest hat einen Abschnitt mit dem Titel „für Türken“, in dem Tarrant droht, alle Türken zu töten, die auf der europäischen Seite der Türkei und anderswo in Europa leben. Östlich des Bosporus dürften Türken jedoch weiterhin friedlich leben, so Tarrant in seinem mittlerweile gelöschten Manifest.

„Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein“, so der Text weiter.

Der Tod von Erdogan werde einen Keil zwischen den „türkischen Invasoren, die derzeit unsere Länder besetzen“ und dem ethnisch europäischen Volk treiben sowie gleichzeitig die „Macht der Türkei“, einem „Hauptfeind Russlands“, in der Region schwächen und die NATO destabilisieren, so das Manifest.

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