AVAAZ-Aktion
Brüssel: 4.500 Schuhe für jeden Toten im Gaza

4.500 Paar Schuhe für die Toten im Gazakonflikt - dieses Bild sahen die EU-Außenminister in Brüssel während ihrer Gesprächssitzung, in der es auch um den Gazastreifen gehen sollte.

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Brüssel (tp) – 4.500 Paar Schuhe für die Toten im Gazakonflikt – dieses Bild sahen die EU-Außenminister in Brüssel während ihrer Gesprächssitzung, in der es auch um den Gazastreifen und die Opfer der letzten Tage seit dem 30. März gehen sollte.

Mitglieder der Aktivistengruppe Avaaz hatten in den frühen Morgenstunden säckeweise Schuhe mitgebracht und vor dem Gebäude des Rates der Europäischen Union in Brüssel auf dem Jean-Rey-Platz ausgelegt. Bürger aus ganz Europa hatten die Schuhe in den vergangenen Tagen gespendet. Die Zahl 4.500 steht dabei für alle Opfer im Gazastreifen, die seit dem Jahre 2008 registriert wurden.

„Bürger in ganz Europa haben eine klare Botschaft für unsere Regierungen: Das Leben von Palästinensern ist uns wichtig und sie müssen auch für unsere Regierungen von Bedeutung sein“, sagte der Leiter der Avaaz, Christoph Schott. „Als Israels größter Handelspartner und politischer Verbündeter ist es unsere moralische Verantwortung, der Netanjahu-Regierung ein klares Signal zu geben, dass die Gewalt aufhören muss“, fügte er hinzu. Damit wollten die Aktivisten erreichen, dass die Vorfälle in Zusammenhang mit den übermäßigen Repressionen gegenüber den Demonstranten im Grenzgebiet zwischen Gaza und Israel seit dem 30. März verurteilt werden.

Am Vortag des Treffens der EU-Außenminister hatte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini bekanntgegeben, sie sei bereit, die Strategie der EU gegenüber Israel zu überdenken. „Es gibt keinen Friedensprozess, daher die Spannungen in Gaza. Wir – alle 28 – sind entschlossen, Jerusalem als zukünftige Hauptstadt zweier Staaten zu sehen.“

Bei der Sitzung sollte neben den Spannungen, die in den letzten Tagen mit der Verlegung der US-amerikanischen Botschaft nach Jerusalem einhergingen, die Minister über die Notwendigkeit sprechen, für den Friedensprozess und für die Erreichung eines gerechten und dauerhaften Friedens auf Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung, einschließlich des Status von Jerusalems – wobei es sich um Prinzipien der konstanten Position der Europäischen Union handelt – erneut einen politischen Horizont zu schaffen.

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