Hannover
Fotograf und Polizistin bei Kurden-Demo angegriffen und verletzt

Bei einer Kurden-Demo in Hannovers Innenstadt hat es am Mittwochabend eine Auseinandersetzung gegeben.

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Hannover – Bei einer Kurden-Demo in Hannovers Innenstadt hat es am Mittwochabend eine Auseinandersetzung gegeben. Gegen 19.30 Uhr war ein Demo-Teilnehmer einen Pressefotografen an der Leinstraße mehrfach angegangen und hatte diesen aufgefordert, dem Protestzug nicht weiter zu folgen. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ).

Der Demonstrant habe laut HAZ daraufhin den Fotografen nahe der Markthalle mit seinem Demoschild angegriffen. Der Journalist habe eine Kopfverletzung erlitten. Auch eine Polizistin sei getroffen und verletzt worden. Bei der Festnahme des Angreifers sei es zu Tumulten unter den Protestierenden gekommen.

Wie die HAZ weiter berichtet, habe die Polizei eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung gegen den Demonstranten eingeleitet. Bei der Demo am Mittwochabend hätten in Hannover etwa 100 Kurden gegen die Offensive der türkischen Armee in Nordsyrien demonstriert.

Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei Demos von PKK-nahen kurdischen Organisationen lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der deutschen Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.

(Screenshot/Facebook)

Immer wieder kommt es bei Demonstrationen von PKK-Sympathisanten zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Wie bei den Gewaltexzessen in Stuttgart vor zwei Jahren oder in Berlin im vergangenen Jahr mit 19 verletzten Polizisten, wurden auch bei der Demo in Düsseldorf im November vergangenen Jahres viele Beamte verletzt.

Razzien bei PKK-nahen Medienhäusern

„Unser Rechtsstaat ist eine gegenüber allen extremistischen Phänomenen wehrhafte Demokratie“, so der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière nach Razzien bei PKK-nahen Medienunternehmen in Neuss.

„Die heutigen Durchsuchungen richten sich gegen Firmen im Einflussbereich der bereits seit 1993 verbotenen PKK. Wir lassen es nicht zu, dass Verbote umgangen werden oder gegen Verbote verstoßen wird und damit terroristische Organisationen unterstützt werden. Die heutige Maßnahme reiht sich ein in vorausgegangene Verbotsmaßnahmen: Der Rechtsstaat bietet seinen Feinden die Stirn!“

Das Medienunternehmen Mezopotamya veröffentlichte Schriften des seit 1999 in der Türkei inhaftierten Gründers der PKK, Abdullah Öcalan, sowie Propagandamaterial der Terrororganisation.

(haz/nex)

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