"Siedlungsaktivitäten sind mit Zweistaatenlösung nicht vereinbar"
UNO und Türkei rufen Israel zum Siedlungsstopp auf

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat an die israelische Regierung appelliert, seine Siedlungspolitik zu stoppen und den Weg für eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten freizumachen.

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US-Botschafterin bei der UNO: „Siedlungsaktivitäten sind mit Zweistaatenlösung und Friedensbemühungen nicht vereinbar und kontraproduktiv“

New York (nex) – UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat an die israelische Regierung appelliert, seine Siedlungspolitik zu stoppen und den Weg für eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten freizumachen. Die Siedlungen stellten „eine eklatante Missachtung internationalen Rechts“ dar, erklärte Ban am gestrigen Dienstag in seiner Ansprache während einer UNO-Sitzung.

Kurz nachdem das Nahost-Quartett die israelische Regierung zum Stopp des Siedlungsbaus auf palästinensischem Territorium aufgerufen hatte, eröffnete Israel seine Pläne zum Bau von 560 neuen Wohneinheiten im Westjordanland und weiteren 240 in Ostjerusalem.

„Diese Handlungen stellen einen unleugbaren Widerspruch zu Israels offizieller Unterstützung einer ausgehandelten Zweistaatenlösung dar“, stellte Ban fest und fuhr fort: „Ich fordere Israel eindringlich auf, diese Pläne einzustellen und rückgängig zu machen.“

Ban rief den palästinensischen und israelischen Führer dazu auf, mit dem Nahost-Quartett zusammenzuarbeiten, das aus der UNO, den USA, der EU und Russland besteht. Die Botschafterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, brachte ebenfalls ihre Sorge über Israels Pläne vom Juli zum Bau von noch mehr Siedlungen auf palästinensischem Territorium zum Ausdruck.

„Sollten diese umgesetzt werden, wäre dies der letzte Schritt hin zu einem systematischen Prozess der Landnahme, des Siedlungsausbaus und der Legalisierung von Außenposten, was die Aussichten auf eine Zweistaatenlösung in erheblicher Weise untergräbt“, betonte Power. „Siedlungsaktivitäten sind mit der Zweistaatenlösung nicht vereinbar und kontraproduktiv für die Sache des Friedens.“

Die Türkei, die an der Sitzung teilnahm, brachte hinsichtlich der Siedlungen und der Landnahme ebenfalls ihre Vorbehalte über die sich verschlechternde Situation vor Ort zum Ausdruck.

„Der Ausbau illegaler Siedlungen sowie die Landbeschlagnahme, die Vertreibung einheimischer Communities, das Verweigern des Rechts der Palästinenser, natürliche Ressourcen zu nutzen und das Vorherrschen der Kultur der Straflosigkeit untergraben die Realisierbarkeit einer Zweistaatenlösung“, erklärte Ankara.

In seinem Bericht vom 1. Juli erklärte das Quartett, dass im israelisch-palästinensischen Konflikt die Zweistaatenlösung weiterhin „der einzige Weg für einen dauerhaften Frieden“ sei, die aktuelle Lage jedoch deren Realisierbarkeit gefährde.

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