Ausland
Türkei und Iran verstärken wirtschaftliche Beziehungen

Wie der Minister für Handel und Zoll, Bülent Tüfenkçi, in Ankara bekannt gab, will die Türkei ihre Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit ihrem Nachbarn verstärken.

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Ankara (nex/aa/ds) – Wie der Minister für Handel und Zoll, Bülent Tüfenkçi, am Freitag in Ankara bekannt gab, will die Türkei ihre Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit ihrem Nachbarn verstärken. Tüfenkci erwartet, dass das Handelsvolumen in den kommenden Jahren auf 30 Milliarden Dollar steigen wird. 2010 lag das Handelsvolumen noch bei 10 Milliarden Dollar.

„Wir glauben, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran in Schwung kommen werden“, sagte Tüfenkci gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Der Zoll von Gürbulak-Bazargan zwischen dem Iran und der Türkei soll wieder eröffnet werden.

Die nach der Aufhebung des Embargos gegen den Iran infolge des Atomabkommens vom Vorjahr eingetretene wirtschaftliche Wiederbelebung hat sich auch auf die Reiselust der iranischen Bevölkerung ausgewirkt. Dadurch sind auch zahlreiche Städte in der Türkei, darunter vor allem Istanbul, zu beliebten Urlaubszielen der Iraner geworden. Zwischen den beiden Ländern finden derzeit 18 regelmäßige Flüge pro Tag statt. Die Auslastungsrate der Flüge nach Istanbul ab Teheran, Schira, Meschhed, Isfahan und Ahvaz liege derzeit bei 85 Prozent. Von Istanbul aus starten wiederum wöchentlich 165 Flugzeuge in verschiedene iranische Städte.

Bereits im Jahr 2015 hatten laut Timur Bayindir, dem Präsidenten der Tourismus-, Hotellerie- und Investoren-Vereinigung (TUROB), rund 1,6 Millionen Iraner die Türkei besucht, was eine Steigerung von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausmachte. Bayindir zufolge gehören iranische Touristen zu den Top-Einkaufsgruppen der Türkei. „Eine der bedeutsamsten Herkunftsländer ausländischer Touristen für die Türkei ist der Iran“, erklärte der Verbandschef. „Mit der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran werden wir in vielen Bereichen eine Normalisierung sehen, einschließlich der Tourismusbranche. Wir erwarten positive Erträge in diesem Bereich.“

 

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