BDS-Bewegung
Studenten der Universidad de Chile für Israel-Boykott

Die Studierendenvereinigung der juristischen Fakultät der Universidad de Chile hat eine Resolution für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) gegen Israel beschlossen.

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Beschluss der Studierendenvereinigung der juristischen Fakultät verbietet jegliche akademische Aktivitäten mit dem jüdischen Staat oder dessen Bürgern.

Santiago (nex) – Die Studierendenvereinigung der juristischen Fakultät der Universidad de Chile hat eine Resolution für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) gegen Israel beschlossen.

Die in der vergangenen Woche beschlossene Resolution verbietet jegliche akademische Aktivitäten mit dem israelischen Staat und dessen Bürgern.


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Das Simon Wiesenthal Center (SWC) appellierte am vergangenen Freitag an den Präsidenten der Universität, Ennio Vivaldi Vejar, die Resolution zu annullieren, die „näher an der Inquisition als an einer Institution [ist], die behauptet, gegen Diskrimierung und für internationalen Dialog zu sein.“

„Ein Boykott, der den Staat Israel fälschlicherweise der Apartheid bezichtigt, der praktiziert doch selbst Apartheid gegenüber Israel und seinen jüdischen und nichtjüdischen Unterstützern“, erklärte Dr. Ariel Gelblung, der Leiter des lateinamerikanischen SWC-Standortes.

Die Studierenden stimmten über zwei Fragen ab. In der ersten ging es darum, ob die Studierenden dem Verbot von „Aktivitäten, die die Teilnahme von Regierungsverantwortlichen des israelischen Staates oder der israelischen Botschaft in der juristischen Fakultät erforderten,“ zustimmten. 515 Studierende (56,3 Prozent) stimmten mit Ja, 399 (43,6 Prozent) waren dagegen.


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Auf die Frage: „Erklärst du dich damit einverstanden, dass die Universidad de Chile keine institutionellen Beziehungen zu israelischen Universitäten pflegen sollte, die unmittelbar zur Verletzung der Menschenrechte des palästinensischen Volkes einen Beitrag leisten?“, antworteten 582 Studierende (64 Prozent) mit Ja, 327 (36 Prozent) mit Nein.

Die Palestinian Federation of Chile begrüßte das Wahlergebnis und bezeichnete dieses als eine Demonstration der Jurastudierenden gegen die „Israelische Apartheid“.

Es wird davon ausgegangen, dass die palästinensische Community in Chile die größte in der Diaspora ist. Schätzungsweise 300.000 Chilenen sind Berichten zufolge palästinensischer Abstammung. Es leben etwa 15.000 Juden in Chile.

Die Universidad de Chile ist nach Angaben des Magazins „America Economia“ und der Tageszeitung „El Mercurio“ die größte und eine der angesehensten Universitäten des Landes. Auch im globalen Hochschulranking sei sie unter den besten Universitäten Chiles dabei.

„Dieses Votum stärkt dem akademischen Boykott den Rücken. Es hilft, unsere Lernstätte von israelischer Apartheid freizuhalten, sodass wir klare demokratische Luft atmen können, frei von Segregation, Unterdrückung, Kolonialisation“, erklärte BDS UChile, ein BDS-Studierendenbündnis an der Universidad de Chile.

Nach Angaben der BDS-Bewegung gewinnt der akademische Boykott gegen Israel immer mehr Zuspruch in Lateinamerika. Zu Beginn des Jahres erklärten mehr als 200 brasilianische Professoren und Forscher, dass sie die BDS-Kampagne aktiv unterstützten. Auch in Argentinien haben über hundert Professoren, Hunderte Studierende und elf akademische Einrichtungen eine PETITION  für akademischen Boykott gegen Israel unterzeichnet.

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