Krieg gegen den Terror
Deutscher Kommandeur im Nordirak sieht den IS zurückgedrängt

"Man merkt am Frontverlauf, dass der IS zurückgedrängt wird und kaum mehr fähig ist, richtig offensiv zu werden, sondern nur noch nadelstichartig", so Oberst Bernd Prill.

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Stuttgart (ots/nex) – Der deutsche Kommandeur im Nordirak, Oberst Bernd Prill, sieht die Kampfkraft des IS deutlich geschwächt. „Man merkt am Frontverlauf, dass der IS zurückgedrängt wird und kaum mehr fähig ist, richtig offensiv zu werden, sondern nur noch nadelstichartig“, sagte er im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“

„Der sogenannte IS wird von allen Seiten angegriffen, sowohl durch die irakischen Streitkräfte, als auch durch die internationale Koalition gegen den IS.“ Tief greifende Operationen scheine er nicht mehr durchführen zu können. Allerdings seien die Dschihadisten noch in der Lage, neue Anhänger zu rekrutieren. Prill führt das deutsche Kontingent sowie das multinationale Trainingscenter für die Peschmerga in der kurdischen Hauptstadt Erbil noch bis Anfang Juni.


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Die Medienberichte über deutsche Waffen in den Händen des IS hält Prill für überzogen. „Das muss realistisch gesehen werden: Der Verlust einer Waffe kann in einer Gefechtssituation kaum vermieden werden“, betonte der Kommandeur. Dies passiere etwa, wenn Gefangene genommen werden. Wenn man die 40 beim IS aufgetauchten Waffen im Verhältnis zu den 20 000 gelieferten sehe, sei die Zahl zudem relativ gering.

Unterdessen haben türkischen Streitkräfte die Zerstörung eines türkischen Panzers im Gebiet Bashiqa im Norden Iraks durch die Terrormiliz IS mit Vergeltungsangriffen erwidert. Der IS hatte den Panzer mit einer ferngelenkten Rakete angegriffen. Dabei war niemand zu Schaden gekommen.

Auch das Militärcamp Gedu in Bashiqa wurde von IS-Kämpfern angegriffen. Türkische Soldaten erwiderten den Angriff. Beim Beschuss eines Gebäudes wurden zehn Terroristen, 22 weitere auf der Flucht getötet.

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