Fünf Millionen Euro Lösegeld
Syrien: Schwangere deutsche Journalistin möglicherweise von Dschihadisten entführt

In Syrien soll eine im sechsten Monat schwangere deutsche Journalistin, die Kontakt zu Dschihadisten pflegte, entführt worden sein. Die Kidnapper fordern dem BKA zufolge fünf Millionen Euro an Lösegeld.

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Berlin (dts) – Eine deutsche Journalistin ist laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins „Focus“ in Syrien entführt worden. In einer Nachricht an die Familie sollen die mutmaßlichen Kidnapper fünf Millionen Euro für die Freilassung der 27-jährigen Frau gefordert haben, berichtet „Focus“ unter Berufung auf Krisenstäbe im Auswärtigen Amt und im Bundeskriminalamt (BKA). Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins sei die Journalistin bereits im Oktober 2015 nach Syrien gereist.

Zu diesem Zeitpunkt sei sie im sechsten Monat schwanger gewesen. Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die Journalistin ihr Kind in der Gefangenschaft zur Welt gebracht hat. Nachdem ihr Freund und ihre Mutter eine Vermisstenanzeige erstattet hatten, überprüfte das BKA die E-Mail-Kommunikation der Journalistin. Dabei stellte sich laut „Focus“ heraus, dass die Frau enge Kontakte zu deutschen Islamisten pflegte. Die Reporterin wollte offenbar in Syrien Informationen über deutsche Islamisten im Kampfeinsatz sammeln. „Wir hoffen, dass sie diesen Fanatikern nicht zu nahe gekommen ist“, sagte ein BKA-Ermittler dem Nachrichtenmagazin. Das Auswärtige Amt und das Bundeskriminalamt lehnten auf „Focus“-Anfrage einen Kommentar zu dem Fall der vermissten Journalistin ab.

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