Kiew
Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen

Kiew – Die Ukraine und die Türkei haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet. Dies wurde vom Pressedienst des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDC) der Ukraine gemeldet. „Das staatliche Unternehmen Ukrspetsexport, das Teil von Ukroboronprom ist, einem Verband von Multiproduktunternehmen (Konglomerat oder Konzern) in verschiedenen Sektoren der Verteidigungsindustrie, und das türkische Unternehmen Baykar Defense, das einer der führenden Hersteller von Drohnen ist, haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet“, heißt es in der Erklärung. Das geplante Unternehmen soll die Kapazitäten der Verteidigungsindustrien beider Länder für die Massenproduktion neuer moderner Waffen für die eigenen Armeen bündeln. Eines der ersten Projekte des Joint Ventures werde die Entwicklung einer neuen Generation von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle, UAV) sein. Diese Drohne werde in der Lage sein, detaillierte Erkundungen aus großer Höhe durchzuführen, Stunden in der Luft zu verbringen, eine signifikante Reisegeschwindigkeit zu besitzen und mit einer Vielzahl von hochpräzisen Waffen bestückt sein. Des Weiteren sei ein Protokoll über die gemeinsame Erforschung des Weltraums unterzeichnet worden. Türkische Verteidigungsunternehmen kooperieren mit der Ukraine bereits unter anderem auf dem Gebiet der digitalen Kommunikationssysteme, Angriffsdrohnen und hochpräzisen Luftwaffen. Twitter

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– Treffen in Kiew – 10 Milliarden Dollar: Türkei und Ukraine unterzeichnen Freihandelsabkommen

Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay traf sich am gestrigen Montag in einer geschlossenen Sitzung mit dem neu gewählten ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in Kiew.

10 Milliarden Dollar: Türkei und Ukraine unterzeichnen Freihandelsabkommen

Nach Missbrauchsvorwürfen
US-Milliardär Jeffrey Epstein begeht in Zelle Selbstmord

New York (nex) – Der wegen Missbrauchsvorwürfen inhaftierte US-Multimillionär Jeffrey Epstein, begann am Freitagabend in seiner Zelle Selbstmord. Das berichten US-Medien. Die genauen Umstände seien noch unklar. Im Fall zu dem mutmaßlichen Menschenhandelsring um Epstein, waren gestern Details bekannt geworden. Weitere mächtige Personen werden mit ihm in Verbindung gebracht. Ein Gericht in New York hat zusätzliche Dokumente zu den Vorwürfen an Epstein öffentlich zugänglich gemacht. Sie geben neue erschreckende Details zu den Anschuldigungen preis. Epstein wird beschuldigt, zwischen 2002 und 2005 Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Einige dieser Mädchen sollen damals erst 14 Jahre alt gewesen sein. In dieser Zeit habe er in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut. Wie eine betroffene Frau berichtet, sei sie angewiesen worden, Sex mit ehemaligen Politikern zu haben. Von mindestens „einem halben Dutzend prominenter Männer“ aus Epsteins Umfeld ist die Rede.  

Gleichbehandlungsgesetz
Antisemitismusbeauftragter will Mitnahme von Israelis durch Kuwait Airways per Gesetz erzwingen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, will Kuwait Airways dazu verpflichten, künftig auch israelische Staatsbürger von deutschen Flughäfen aus zu transportieren. Dafür fordert er eine Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und damit die Schließung einer „Gesetzeslücke“. Klein sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz muss ergänzt werden, dass niemand wegen seiner Nationaliät diskriminiert werden darf. Dann wäre Kuwait Airways in Deutschland verpflichtet, auch Israelis aufzunehmen. Das wäre dann ein einklagbares Recht.“ Im vergangenen Jahr hatte der Fall eines Israeli für Schlagzeilen gesorgt, dem die kuwaitische Fluglinie eine Mitnahme von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenstopp in Kuwait verweigert hatte. Der Israeli klagte dagegen, wurde aber in zwei Instanzen zurückgewiesen. Zuletzt vom Oberlandesgericht Frankfurt. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein antisemitisch motiviertes Gesetz Kuwaits, wonach deren Airline keine israelischen Fluggäste aufnimmt, auch in Deutschland umgesetzt wird“, sagte Klein.

Truppenabzug
SPD und Grüne verurteilen Drohungen der USA

Die Grünen haben die Androhung des US-Truppenabzugs aus Deutschland durch US-Botschafter Richard Grenell scharf kritisiert. „Unter Freunden und Partnern geht man nicht so miteinander um“, sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Agnieszka Brugger, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Bei Donald Trump weiß man nie, ob es die nächste wilde leere Drohung ist oder wirklich etwas dahinter steckt“, sagte Brugger. „So eine Kurzschlussreaktion wäre eine weitere Belastung für das gerade belastete deutsch-amerikanische Verhältnis“, sagte Brugger. „Ich hoffe, dass kluge Beraterinnen und Berater auf den US-Präsidenten Einfluss nehmen und bestehende Differenzen auf bewährten diplomatischen Wegen behandelt werden.“ Auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider hat die Drohungen der USA scharf kritisiert. Diese Aussagen seien unter Verbündeten „völlig unangemessen“. Dem „Spiegel“ gegenüber betonte Schneider, Deutschland lasse sich nicht erpressen. Mit Blick auf die US-Botschafter in Deutschland und Polen sagte er: „Die Feldherrenpose nutzt sich ab.“ Union zeigt Verständnis Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), hat vor dem Hintergrund eines angedrohten US-Truppenabzugs aus Deutschland Verständnis für die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik gezeigt. „Die US-Truppen haben in Deutschland Schlüsselstandorte für Logistik, Führung und medizinische Versorgung errichtet und Milliarden investiert“, sagte Hardt der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „In den USA irritiert die deutsche Debatte um die Erfüllung unserer Nato-Verpflichtungen, denn die mittelfristige Finanzplanung des Verteidigungshaushaltes weist derzeit in die falsche Richtung“, sagte Hardt. „Es ist in Amerika schwer zu erklären, dass das wirtschaftlich starke Deutschland im Blick auf die Annäherung der Verteidigungsausgaben an das Zwei-Prozent-Nato-Ziel hinter den berechtigten Erwartungen zurück bleibt“, sagte der CDU-Politiker. „In der Haushaltsdebatte der nächsten Monate muss dies korrigiert werden“, forderte Hardt. Er sah auch einen Zusammenhang zur Militärmission in der Straße von Hormus, an der sich Deutschland bislang nicht beteiligen will. „Noch mehr mag in Washington irritieren, dass sich der deutsche Außenminister im Blick auf eine gemeinsame Mission zum Schutz des freien Seewegs in der Straße von Hormus so zurückhaltend positioniert“, sagte Hardt. „Es sollte selbstverständlich sein, dass Deutschland als wichtige Außenhandelsnation auch zum Schutz der Freiheit der Meere seinen Beitrag leistet“, erklärte der CDU-Politiker. „Ich wünsche mir ein sichtbares Zeichen der Solidarität und Unterstützung gegenüber den europäischen und amerikanischen Partnern, die für die Freiheit der Meere eintreten“, sagte Hardt. Die USA fordern schon lange, dass Deutschland mehr Geld für Verteidigung ausgibt. Kurz vor den geplanten Europa-Reisen von US-Präsident Donald Trump verschärfte Washington seine Drohungen mit einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland. „Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“, so Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland.

Deutschland ist das Land, in dem die meisten US-Truppen in Europa stationiert sind: Insgesamt sind es 35.000 Soldaten. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen beschäftigt werden. Deutschland liegt bei den Verteidigungsausgaben mit angestrebten 1,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr weit unter dem NATO-Ziel von zwei Prozent und wird dafür von Trump regelmäßig scharf kritisiert, meldet die tagesschau.

In einem Tweet fordert die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, die Umstationierung amerikanischer Truppen nach Polen:
„Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der NATO. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“
https://twitter.com/USAmbPoland/status/1159489744683896832 Bei einem Besuch Washingtons sagte der polnische Präsident Andrzej Duda im vergangen September, dass er eine permanente US-Militärbasis in seinem Land begrüßen würde – und erklärte, dass er sie „Fort Trump“ nennen würde. „Ich möchte den US-Präsidenten einladen, weitere amerikanische Truppen nach Polen zu entsenden. Und wir wollen weiter investieren, wir wollen die polnischen Streitkräfte modernisieren“, sagte Duda auf einer Pressekonferenz des Weißen Hauses mit Präsident Trump.

„Wir realisieren die bisher größten militärischen Investitionen der letzten 30 Jahre. Wir wollen mehr Projekte umsetzen. Wir wollen mehr Ausrüstung kaufen. Und ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit zwischen Polen und den Vereinigten Staaten reibungslos verlaufen wird“, so Duda weiter.

„Ich würde mir sehr wünschen, dass wir eine permanente amerikanische Basis in Polen gründen, die wir Fort Trump nennen würden.“ Der polnische Präsident warnte auch davor, dass Russland die größte Sicherheitsbedrohung für die zentraleuropäische Region darstellt. Auf die Frage, ob er zustimmt, sagte Trump: „Ich bin mit dem Präsidenten zusammen. Ich fühle, dass er Recht hat“. Polen habe für so einen Stützpunkt der USA zwei Milliarden Dollar geboten. Trump sagte, dass die USA mit zahlreichen Ländern über die Finanzierung der amerikanischen Militärbasen dort „in Gesprächen“ seien, ohne irgendwelche Länder explizit zu nennen. Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und privat über die Kosten der US-Militärpräsenz in Deutschland und Südkorea beschwert.

Japan
Türkischer Außenminister Mevlüt Cavusoglu erhält japanischen Orden

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Ankara – Für seine Bemühungen um die Stärkung der türkisch-japanischen Beziehungen wurde der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu vom japanischen Kaiser mit dem „Orden der aufgehenden Sonne“ geehrt. Zu den Teilnehmern der Preisverleihung gehörten der türkische Vizepräsident Fuat Oktay, der japanische Gesandte in Ankara Akio Miyajima und eine große Anzahl ausländischer Botschafter. Anlässlich der Zeremonie sagte Çavuşoğlu: „Japan wie auch die Türkei grenzen an den äußersten Rand Asiens, dennoch sind die Bande zwischen der Türkei und Japan stark und sehr alt. Sich in schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen, ist Ausdruck der innigen Harmonie zwischen unseren Ländern“, fügte er hinzu. Miyajima betonte seinerseits, dass die beiden Länder bei dieser Auszeichnung näher kommen würden. Die Türkei und Japan seien zwei Staaten mit einem Herz, fügte Miyajima hinzu. Der japanische Botschafter wies darauf hin, dass Çavuşoğlu die erste Person war, die diese Auszeichnung seit Beginn der „Reiwa-Ära“ in Japan erhalten hat. „Reiwa“ bedeutet so viel wie „schöne Harmonie“. Die Ära „Heisei“ („Frieden schaffen“) ging mit der Abdankung von Kaiser Akihito am 30. April nach rund 30 Jahren zu Ende. Adnan Menderes und Fatin Rüştü Zorlu, ehemaliger Premierminister bzw. Außenminister der Türkei, erhielten 1958 den Orden der aufgehenden Sonne und waren damit die ersten Türken, die diesen Preis aus Japan erhielten, so Miyajima.

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Die filmische Umsetzung zweier schicksalhafter Ereignisse, die beide Nationen verbinden, hat in der Türkei wie auch in Japan für emotionale Reaktionen gesorgt.

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"Jahrhundertschlacht"
Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22

Kampfjets Su-57 und F-22: Der eine ist rücksichtlos auf Wendigkeit, der andere auf Tarnkappenfähigkeit ausgelegt. Beide Maschinen haben ihre eigenen Stärken. Die beiden Kampfjets sind auf ihre jeweilige Art gefährlich. Die F-22 kann wegen guter Stealth-Eigenschaften quasi aus dem Nichts, wie aus dem Hinterhalt zuschlagen, berichtet Sputnik. „Für den Rivalen ist das vor allem im Luftnahkampf sehr gefährlich“, zitiert Sputnik den Militärexperten Kyle Mizokami vom Fachblatt „The National Interest“ Aber die Su-57 erkenne Gefahren von weitem – dank ihres starken AESA-Radars mit elektronischer Strahlschwenkung für X- und L-Band, so der russische Militäranalyst Viktor Litowkin, gegenüber Sputnik. Das Radar sei nicht nur im Bug verbaut, sondern auch am Rumpf und an den Tragflächen. Litowkin weiter:
„So eine Radartechnik haben weder die F-22 oder F-35 noch die chinesische J-20. Dabei gilt im Luftkampf eine einfache Regel: Wer zuerst sieht, schießt zuerst.“

Laut dem russischen Experten könne die Su-57 außerdem schnell vom Radarschirm des Gegners verschwinden: „Wegen der Schubvektorsteuerung ist die Su-57 extrem manövrierfähig. Auf der Stelle drehen, mit dem Leitwerk nach vorne fliegen, in der Luft fast stehen bleiben – die russische Maschine kann das“, zitiert Sputnik Litowkin weiter.

Ein anderer Punkt sei die Geschwindigkeit. 2,45 Mach fliegt die Su-57 mit Nachbrenner. Oder 2 Mach im Marschflug. Die F-22 ist da unterlegen: 2,25 bzw. 1,8 Mach.
„Wenn die beiden Kampfjets aufeinandertreffen, dann wird es eine Jahrhundertschlacht. Wollen wir hoffen, dass es dazu nicht kommt“, zitiert Sputnik Mizokami.

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Russland und die Türkei haben die ersten Testberatungen zum Kampfjet der fünften Generation aufgenommen.

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Türkei
Regierungs- und Oppositionsparteien fordern von USA Auslieferung Fethullah Gülens

Ankara – Die Regierungs- und Oppositionsparteien in der Türkei haben am Freitag eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie die Auslieferung des Führers der sogenannten FETO aus den USA fordern. „Er verbreitet weiterhin ketzerische Ansichten mit Hilfe der Taktiken von terroristischen Organisationen wie Daesh (IS) und Al Qaida“, so die Erklärung. Seine Aktivitäten schadeten den bilateralen Beziehungen der Türkei und der USA, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhten. Die türkische Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen die am Staatsstreich beteiligten Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht haben, den türkischen Staatspräsidenten zu entführen oder zu töten. 248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.

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Am Montag endete in der Türkei für 235 Personen ein mehr als 12-jähriges Martyrium. Das Istanbuler 14. Schwere Strafgericht befand in einem Berufungsurteil, dass die Ergenekon-Verdächtigen freizusprechen sind.

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Landwirtschaft
Agrarsubventionen: Ein Prozent der Betriebe bekommt 20 Prozent der Gelder aus Brüssel

Osnabrück –  Ein Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland erhält mehr als 20 Prozent der milliardenschweren Agrarsubventionen, die die Europäische Union jedes Jahr überweist. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Demnach bekamen für das Antragsjahr 2016 insgesamt 3300 Betriebe zusammengenommen rund 991 Millionen Euro an sogenannten Direktzahlungen überwiesen. Insgesamt gingen 4,538 Milliarden Euro nach Deutschland. Die Zuschüsse richten sich vor allem nach der Fläche, die ein Landwirt bewirtschaftet: Je mehr Hektar er hat, desto mehr Direktzahlungen erhält er. Bundesregierung will Abschmelzen der Zahlungen prüfen  Das Bundesagrarministerium schreibt, dass die Bundesregierung „angesichts der Kostenvorteile größerer Betriebe“ über Änderungen nachdenkt. Demnach sollte im Rahmen der nationalen Umsetzung „eine Degression geprüft werden“, also das Abschmelzen der Direktzahlungen ab einer gewissen Summe. Voraussetzung dafür sei aber, dass die EU-Kommission derartige Instrumente für die kommende Förderperiode nach 2020 ermögliche. Allerdings glaubt man in Berlin, dass sich die endgültigen Vorgaben aus Brüssel wohl noch verzögern werden. Das Ministerium schreibt: „Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Europäische Kommission rechtzeitig einen Vorschlag für eine Übergangsverordnung vorlegen wird.“ Grüne: Jetzige Form „extrem ungerecht“ Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff nannte die bisherige Ausgestaltung „extrem ungerecht“, weil wenige Betriebe große Teile der Subventionen erhielten. Die Bundesregierung müsse hier einschreiten, so Ostendorff. „Anstatt hocheffiziente Großbetriebe zu subventionieren, sollte das Geld in den Kampf gegen den Verlust bäuerlicher Betriebe investiert werden.“

NRW
Kutschaty verzichtet auf Kandidatur für SPD-Bundesvorsitz

Essen – Der nordrhein-westfälische SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty wird nicht für den Bundesvorsitz seiner Partei kandidieren. Das erklärte der 51-Jährige am Freitag gegenüber der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Ich werde nicht für den Bundesvorsitz kandidieren. Ich werde aus Nordrhein-Westfalen heraus für den sozialen Fortschritt unserer Gesellschaft kämpfen. Und da ist verdammt viel zu tun“, sagte Kutschaty der WAZ. Er habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt und großen Zuspruch erfahren. „Von unseren Mitgliedern und der Landtagsfraktion wurde aber zugleich sehr deutlich der Wunsch formuliert: ‚Wir brauchen Dich voll und ganz, um hier in NRW anzugreifen'“, so Kutschaty. Der Essener bestätigte, dass er bereits eine Partnerin für eine Tandem-Kandidatur um den SPD-Bundesvorsitz gewinnen konnte. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sie kandidieren würde“, sagte er, ohne Namen zu nennen. Kutschaty hatte Spekulationen über seine Pläne befeuert, als er Ende Juni zu möglichen Ambitionen sagte: „Großen Herausforderungen darf man nicht hinterherlaufen, man darf aber auch nicht davor weglaufen.“ Bis zum 1. September müssen interessierte Sozialdemokraten ihre Bewerbung abgeben und dabei Unterstützung aus den Parteigliederungen nachweisen. Erstmals können zwei Politiker gemeinsam für eine Doppelspitze antreten. Bislang haben erst drei Tandems aus weniger bekannten Sozialdemokraten ihre Kandidatur erklärt.

Berlin
Künstliche Intelligenz: Türkei und Deutschland planen Zusammenarbeit

Wirtschaftsexperten, Forscher und Wissenschaftler aus der Türkei und Deutschland treffen sich am 22. August in Berlin, um über Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Industrie 4.0 zu diskutieren. „KI ist ein Bereich, in dem deutsche und türkische Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten können“, sagte Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Wittke erinnerte daran, dass das EU-Schwergewicht Deutschland nach wie vor der wichtigste Wirtschafts- und Handelspartner der Türkei ist. Wittke betonte, dass beide Länder über ein großes Potenzial für bilaterale Zusammenarbeit verfügen, und sagte, dass die Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Transformation fortgesetzt werden kann. „KI ist ein Bereich, in dem deutsche und türkische Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten können“, sagte er. Um das Potenzial zu nutzen und die Investitionen deutscher Unternehmen in der Türkei zu erhöhen, müsse die türkische Regierung konkrete Schritte unternehmen. Sahin Albayrak, ein Wissenschaftler der Universität Berlin, betonte, wie wichtig es für die Türkei sei, die KI in verschiedenen Bereichen anzuwenden. „Um schnell zu den fortgeschrittenen Ländern aufzuschließen, muss die Türkei enge Beziehungen zu ihnen aufbauen, um die KI in verschiedenen Bereichen anzuwenden“, sagte er. Er bekräftigte, dass beide Länder begonnen hätten, ihre Marktposition durch die Kopplung von KI an ihre Produkte und Dienstleistungen anzupassen, und sagte, die Konferenz sei ein Schritt weiter. Aufgrund bahnbrechender Technologien in der Automobilindustrie und KI aus China und den USA in den letzten Jahren will sich Deutschland auf die Investitionen in diesen Bereichen konzentrieren. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr beschlossen, mehr als drei Milliarden Euro für die KI bereitzustellen und bis 2025 ein Team von 100 Professoren für die Systementwicklung zu bilden.

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Lange wurde spekuliert, jetzt verdichten sich die Hinweise, dass das neue VW-Werk in der Türkei gebaut wird – offenbar nach Zugeständnissen aus Ankara. Saudi-Arabien und Bulgarien gehen leer aus.

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