Zentralisierte Datenauswertung
Kinderpornografie: NRW-Innenminister Reul will Polizei handlungsfähiger machen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen verstärkt ihren Kampf gegen Kinderpornografie und den sexuellen Missbrauch von Kindern. Als erste Maßnahme hat Minister Herbert Reul die Kreispolizeibehörden aufgefordert, das Personal in dem Bereich mindestens zu verdoppeln, außerdem soll die Aufbereitung und Auswertung von Daten zukünftig zentralisiert werden. „Ich bin fest entschlossen, die Polizei hier handlungsfähig zu machen. Kinderpornografie ist zu einem Massenphänomen geworden“, sagte Minister Herbert Reul am heutigen Dienstag. Reul stellte einen Katalog vor, der die Polizei in Nordrhein-Westfalen im Bereich Kinderpornografie und Missbrauch neu aufstellen soll. „Das Thema ist Chefsache und einer der kriminalpolitischen und kriminalstrategischen Schwerpunkte in den kommenden Jahren“, sagte der Minister. So hat Reul die Leiter der 47 Kreispolizeibehörden in Nordrhein-Westfalen per Erlass angewiesen, hier mehr Personal einzusetzen. „Es wird in den Behörden um kluge Prioritätensetzung bei der Personaldisposition gehen. Da wo Brennpunkte sind, muss man Schwerpunkte setzen“, so der Minister. Bis zum 1. August müssen die Polizeipräsidenten und Landräte dazu ihre Konzepte vorlegen. Bis Ende 2020 soll zudem die Aufbereitung und Auswertung von Daten im Landeskriminalamt zentralisiert werden. Hierbei soll neue Software und Hardware zum Einsatz kommen, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz das Datenmaterial sortiert, bevor Sachbearbeiter eine Sichtung vornehmen. Dies soll die Ermittler in den Kreispolizeibehörden von der Auswertearbeit entlasten. Flächendeckend wird in Nordrhein-Westfalen außerdem ein Controlling eingeführt, künftig sollen die Behörden ihre Zahlen monatlich an das Landeskriminalamt melden. Weitere Maßnahmen im Kampf gegen Kinderpornografie und Missbrauch soll eine Arbeitsgruppe entwickeln, die im Dezember 2018 vom Minister installiert wurde. Grundlage der Maßnahmen ist eine erste Bestandsaufnahme, die durch die vom Minister eigens eingerichtete Stabsstelle in den vergangenen Wochen zum ersten Mal überhaupt durchgeführt wurde. Danach waren von 1.667 Verfahren nur 228 in der Auswertung, alleine 557 Durchsuchungsbeschlüsse warten demnach auf ihre Vollstreckung. „Diese Zahlen zeigen klar: Die Ermittlerinnen und Ermittler in den Behörden schaffen es nicht, den riesigen Datenmengen Herr zu werden“, so Reul. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Innenminister der Bundesländer auf ihrer Konferenz beschlossen, die Bundesregierung aufzufordern, Straftaten im Bereich des sexuellen Missbrauchs und Kinderpornografie als Verbrechen einzustufen und die gesetzlich vorgesehen Mindeststrafe auf ein Jahr anzuheben. Der Beschluss war auf Antrag von Nordrhein-Westfalen zustande gekommen. „Der Konsum von Kinderpornografie ist kein Bagatelldelikt, sondern ein abscheuliches Verbrechen. Deshalb sollten wir es in Zukunft auch wie ein Verbrechen bestrafen“, so der Minister.

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– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Ratgeber
Gasheizung modernisieren: Tipps zur Finanzierung

Um die reibungslose Funktion einer Gasheizung sicherzustellen, sollte man die Anlage regelmäßig von einem Experten für Heizungsbau warten lassen. Bei älteren Anlagen jedoch macht es oft Sinn, eine komplette Modernisierung vorzunehmen. Die Investition in moderne Technik zahlt sich nämlich schon nach wenigen Jahren aus und wird zudem mit staatlichen Fördermitteln belohnt. Staatliche Fördermittel für effektive Technik Die Nutzung veralteter Technik bedeutet so gut wie immer einen höheren Energieverbrauch und das gilt besonders für Heizungsanlagen, die in die Jahre gekommen sind. Der Staat fördert daher den Einsatz moderner Technik mit einem zinsgünstigen KfW-Darlehen, das einen bis zu zehnprozentigen Zuschlag zur Finanzierung einer modernen Heizungsanlage vorsieht. Mehr Informationen zur KfW-Bank, ihren Darlehen und Finanzierungsprogrammen gibt es auf der Seite finanzieren.de. Warum der Staat den Einbau moderner Anlagen fördert? Das liegt in erster Linie an ihren positiven Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Schließlich lässt sich durch effektive Heiztechnik der Anteil des CO2-Gehalts in der Luft erheblich senken. Wichtig für Hausbesitzer: Die Montage der Anlage oder einzelner Ersatzteile sollte ein Fachbetrieb übernehmen, damit im Falle einer Beanstandung eine Garantie in Anspruch genommen werden kann. Einfache Arbeiten wie den Einbau von Heizungsrohren können allerdings auch Hobby-Handwerker übernehmen und dadurch zumindest einen Teil der Kosten sparen. Weniger Verbrauch – weniger Kosten Nicht nur die Auswirkungen veralteter Heiztechnik, auch die steigenden Gaskosten machen dem Geldbeutel der meisten deutschen Haushalte zu schaffen. Wenn die Anlage erneuert oder modernisiert wird, rechnet sich der finanzielle Aufwand bereits nach wenigen Jahren, da der Verbrauch weit geringer ausfällt als vorher. Nach Einschätzung von Experten kann diese Einsparung bis zu 30 Prozent betragen. Entscheiden sich Eigenheimbesitzer für eine Modernisierung ihrer Gasheizung, werden wichtige Bestandteile durch neue Modelle ersetzt. Dazu gehören die Abluftführung, der Feuerungsraum sowie der Brenner. Des Weiteren sorgt eine ausreichende Wärmedämmung dafür, dass die Heizung weniger Primärenergie benötigt. Außerdem profitieren die Bewohner des Hauses von der höheren Sicherheit moderner Brennwerttechnik: Die Gefahr eines Gasaustritts und das Explosionsrisiko sind bei modernen Heizungsanlagen kein Thema mehr, was sicher auch an den gut ausgebauten Gasleitungen liegt.

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– Ratgeber – Heizkosten-Abrechnungen: Vier von fünf sind mangelhaft oder auffällig

Bei vier von fünf Heizkostenabrechnungen gibt es Auffälligkeiten oder Mängel. Das zeigt eine Stichprobe, bei der die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online rund 100 aktuelle Heizkostenabrechnungen von Finanztip-Lesern geprüft hat.

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Bischkek
Irans Präsident Rohani: USA ernsthafte Bedrohung für die Stabilität der Region und der Welt

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Bischkek (nex) – Die Trump-Regierung stelle eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität des Nahen Ostens und der Welt dar, sagte der iranische Staatspräsident Hassan Rohani am Freitag und forderte die internationale Gemeinschaft auf,  sich dem Unilateralismus der USA zu widersetzen. „In den letzten zwei Jahren hat die US-Regierung ihre wirtschaftliche, finanzielle und militärische Macht durch einen aggressiven Ansatz genutzt, um alle internationalen Strukturen und Vorschriften zu durchbrechen“, zitiert der iranische Nachrichtensender Press TV Rohani. Dies habe die US-Regierung „zu einer ernsthaften Bedrohung für die Stabilität der Region und der Welt gemacht“, betonte er. Er sprach auf einem Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit – einer eurasischen Sicherheitsallianz, zu der China, Indien und Russland gehören – in Bischkek, der Hauptstadt der zentralasiatischen Nation Kirgisistan. „Die Islamische Republik Iran ist der Ansicht, dass die internationale Gemeinschaft heute mehr denn je durch die Frage des Unilateralismus herausgefordert wurde, und die Probleme und Komplexitäten der heutigen Welt, insbesondere Terrorismus, Extremismus und Drogenhandel, haben den Multilateralismus zu einer Notwendigkeit gemacht“, fügte Rohani hinzu. Rohani warnte auch davor, dass „der Terrorismus in seinen verschiedenen Formen, der Extremismus, der Unilateralismus und die Einmischung außerregionaler Länder in die Angelegenheiten anderer Regionen und die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder die internationale Gemeinschaft in eine ernste Situation gebracht haben“. Die Situation, so betonte er, kann eine Bedrohung für die Stabilität, die Sicherheit und die Interessen aller Länder auf der ganzen Welt darstellen. „Heute müssen wir alle von Ost nach West gegen die Gefahr des Extremismus vereint sein, denn der Extremismus bedroht die Entwicklung, den Frieden und die Sicherheit der Welt“, sagte Rohani. „Es spielt keine Rolle, ob wir Muslime, Christen, Juden, Buddhisten sind oder einer anderen Religion folgen; was zählt, ist die Vereinigung gegen Extremismus jeglicher Couleur, Rasse oder Religion.“ Am Donnerstag bestätigte Rohani die Verpflichtungen des Iran zur Wahrung des regionalen Friedens und der Sicherheit, indem er sagte, dass Teheran in den letzten Jahren praktisch gezeigt hat, wie sehr es für die Sicherheit seiner Nachbar- und Regionalländer sensibel ist.

USA machen Iran für Tanker-Angriffe verantwortlich

Die US-Regierung beschuldigt Teheran für die Angriffe auf zwei Öltanker. Ein deutsches und ein norwegisches Frachtschiff waren im Golf von Oman attackiert worden. „Es ist die Einschätzung der USA, dass die Islamische Republik für die Angriffe verantwortlich ist“, sagte Pompeo am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington. „Diese durch nichts provozierten Angriffe sind eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit, ein offener Angriff auf die Freiheit der Schifffahrt und demonstrieren eine inakzeptable Kampagne für die Eskalation der Spannungen seitens des Irans“, so Pompeo weiter. Am frühen Morgen waren ein deutscher und ein norwegischer Öltanker im Golf von Oman angegriffen worden. Es wurde von drei Explosionen an Bord berichtet. Javad Zarif, Außenminister des Iran, twitterte, dass der Zeitpunkt des Angriffs auf die Tanker verdächtig sei, weil er bei einem Treffen zwischen dem japanischen Premierminister Shinzo Abe und Ayatollah Khameini, dem obersten Führer des Iran, stattfand. Zuvor hatte Khameini bei seinem Treffen mit Abe gesagt, dass Teheran zwar keine Atombombe will, aber „Amerika könnte nichts tun“, um den Iran zu stoppen, wenn es so wäre.

Deutsch-türkische Beziehungen
Türkei: Gigantisches VW-Werk könnte nach Izmir kommen

Izmir (nex) – Volkswagen sucht einen Standort für ein neues Werk. Nur noch die Länder Bulgarien und Türkei sind im Rennen. Letzteres rechnet fest mit dem Zuschlag – ein 40 Hektar großes Gelände bei Izmir wurde offenbar schon auserkoren, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Die Türkei sehe eine Entspannung im Verhältnis zu Deutschland und hoffe darauf, dass Volkswagen dort sein neues Werk errichten wird. „Die Investitionsentscheidungen deutscher Unternehmen werden nicht mehr so sehr von den politischen Beziehungen beeinflusst, in den vergangenen Monaten sehen wir deutliche Signale einer Verbesserung“, sagte der Chef des Büros für Auslandsinvestitionen, Arda Ermut, in einem Gespräch mit der FAZ. Wie die FAZ weiter berichtet, sucht VW einen Standort für ein neues Mehrmarkenwerk, in dem die Modelle Karoq von Skoda und Ateca von Seat gebaut werden sollen. Dafür seien nur noch Bulgarien und die Türkei im Rennen. Türkischen Medien zufolge werde VW Ende November eine Entscheidung bekannt geben.

„So lange es hier um rationale Entscheidungen geht, hat die Türkei sicherlich die besten Karten“, sagt Alper Kanca, Chef des türkischen Zulieferverbands Taysad, in einem Gespräch mit dem Fachblatt Automobilwoche.

Die Türkei wolle nicht, dass VW das Land nur als Absatzmarkt betrachtet, sondern erwarte, dass dort auch produziert wird, so Kanca weiter. Er erinnerte im Gespräch mit der Automobilwoche auch daran, dass VW im vergangenen Jahr in der Türkei ​​120.000  Fahrzeuge verkauft habe. 

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– Wirtschaft – Türkei mittlerweile fünftgrößter Automobilhersteller Europas

Im Zuge der anhaltenden Diskussion um die Beziehungen Deutschlands mit der Türkei wird derzeit ein wenig vernachlässigt, dass es sich bei der Türkei um einen der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Europa und um eines der am meisten wirtschaftlich aufstrebenden Nationen des Kontinents handelt.

Türkei mittlerweile fünftgrößter Automobilhersteller Europas

NRW
Auftrag für FDP-Spenderin: Vermerk setzt NRW-Schulministerin unter Druck

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Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ist wegen der Vergabe des Grundschul-Projekts „Mobile Digitalwerkstatt“ an eine parteinahe Unternehmerin weiter in Bedrängnis geraten. Wie aus einem internen Vermerk des Schulministeriums hervorgeht, hat Gebauer den Landtag möglicherweise nicht korrekt über die EU-weite Ausschreibungspflicht bei der Vergabe unterrichtet. Der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) liegt dieser interne Vermerk vor. Der Auftrag für einen Labor-Truck, der seit Januar NRW-Grundschulen in allen 53 Schulamtsbezirken anrollt, war im vergangenen Jahr ohne Ausschreibung an die Haba Digital GmbH vergeben worden. Geschäftsführerin der Firma ist Verena Pausder, die dem Wirtschaftsforum der FDP angehört. Laut Bundestagsdrucksache 18/13502 hat Pausder der FDP am 10. August 2017 eine Spende über 50.100 Euro überwiesen, die ordnungsgemäß angezeigt wurde. Dem Vermerk zufolge ist Gebauers Staatssekretär Mathias Richter (FDP) am 10. Oktober 2018 darüber informiert worden, dass der Schwellenwert von 750.000 Euro für eine EU-weite Ausschreibungspflicht bei der „Mobilen Digitalwerkstatt“ vergaberechtlich als „erreicht bzw. überschritten“ betrachtet werden müsse. Die Kosten im ersten Vertragsjahr mit Haba Digital blieben zwar mit 600.000 Euro zunächst unter diesem Schwellenwert, doch sei die Möglichkeit des Ministeriums zur späteren Leistungserweiterung zu beachten. Gebauer hatte in einer Vorlage für den Schulausschuss des Landtags am 11. März erklärt, das Auftragsvolumen von zunächst 600.000 Euro habe keine Ausschreibungspflicht ausgelöst: „Lediglich bei einer Verlängerung des Leistungsabrufs über ein Jahr hinaus käme es zu einer Überschreitung des vergaberechtlichen Schwellenwertes. In diesem Fall wäre bei einem bestehenden Wettbewerbsmarkt eine Ausschreibung erforderlich.“ Zudem hatte Gebauer die Direktvergabe des Projekts an die parteinahe Unternehmerin damit begründet, dass Haba Digital bei einer Markterkundung als „der einzige in Frage kommende Anbieter“ für die gewünschte flexible Komplettlösung gefunden worden sei. Laut EU-Richtlinie für öffentliche Auftragsvergaben hätte das Schulministerium nachweisen müssen, dass europaweit kein einziger anderer Anbieter die Leistung erbringen kann. Im internen Vermerk ist jedoch bloß die Rede davon, dass dem Ministerium „kein anderes Unternehmen am Markt bekannt“ sei. Zudem wurde von Deutschland auf ganz Europa geschlossen: „Da schon bundesweit kein weiterer Wettbewerber erkennbar ist, spricht wenig bis gar nichts dafür, dass es europaweit ein auf die Anforderungen passendes Angebot gibt.“ Wie aus weiteren internen Unterlagen des Ministeriums hervorgeht, versuchte bereits Anfang Januar die Geschäftsführerin des konkurrierenden Münchner Digitalbus-Anbieters „Digital2School“, Christiane Winter, einen Gesprächstermin bei Schulministerium Gebauer zu bekommen. Winter hatte NRW im Kurznachrichtendienst Twitter eine „Digitalbus-Kopie“ vorgeworfen.

China
Chinesische Behörden entsenden Dreier-Teams, um religiöse Versammlungsstätten zu überwachen

Von Zhang Wenshu Im März hat eine Lokalregierung in der östlichen Provinz Shandong ein Dokument herausgegeben, das den Titel trägt: „Zuteilung von Dreier-Teams“ – Arbeitsplan für Versammlungsstätten für religiöse Aktivitäten (Aktivitätsstätten). Darin wurde festgelegt, dass jeder religiösen Versammlungsstätte ein Dreier-Team von Beamten zugeteilt werden muss. Dieses Team soll sicherstellen, dass die KPCh-Vorschriften ordentlich umgesetzt werden. Zu ihren speziellen Pflichten gehört unter anderem: die Zahl der Gläubigen in jeder Gemeinde festzustellen, jegliche „illegale religiöse Aktivitäten“ zu melden und „verborgene Gefahren im Keim zu ersticken“. Als illegale Aktivität gilt unter anderem die Verwendung von nicht autorisierten Bibelausgaben, das Abhalten privater religiöser Versammlungen, der Kontakt zu ausländischen Kirchen, Besuche von nicht ortsansässigen Predigern sowie Kirchenbesuche von Minderjährigen oder Parteimitgliedern.
Dokument „Zuteilung von Dreier-Teams“ – Arbeitsplan für Versammlungsstätten für religiöse Aktivitäten (Aktivitätsstätten)
Das im März von einer Lokalregierung in der Provinz Shandong herausgegebene Dokument „Zuteilung von Dreier-Teams“ – Arbeitsplan für Versammlungsstätten für religiöse Aktivitäten (Aktivitätsstätten).
Diese Teams müssen auch die Finanztätigkeiten der religiösen Versammlungsstätten überwachen, den Klerus und die Gemeindemitglieder entsprechend der KPCh-Vorschriften und Regelungen „bilden und führen“ und die Stätte zwei Mal im Monat aufsuchen. Sie müssen sich außerdem mit dem Aufbau der Versammlungsstätten vertraut machen sowie die Privatanschriften und die wirtschaftliche Situation des Klerus herausfinden, um diese Informationen an die Vereinigte Arbeitsfrontweiterzuleiten.
Mitglieder eines „Dreier-Teams“
Mitglieder eines „Dreier-Teams“ sprechen mit den Verantwortlichen für eine religiöse Versammlungsstätte. (Quelle: Internet)
Die Teams müssen nach jedem Besuch einer religiösen Versammlungsstätte ein Formular ausfüllen, das unter anderem die folgenden Informationen beinhaltet:
  • Gespräche mit den Gläubigen mit Angaben zu Namen, Geschlecht, Alter und Aufgaben in der Andachtsstätte
  • Wechsel von Angestellten in der Versammlungsstätte: die Namen der neuen bzw. früheren Angestellten und die Gründe für den Wechsel
  • Jegliche Vorfälle illegaler religiöser Aktivitäten
  • Liste der genehmigten religiösen Aktivitäten
  • Lesen die Gemeindemitglieder die Reden des Generalsekretärs Xi Jinping, die Religionsverordnungen und -bestimmungen und die sogenannten vier Anforderungen? Sind sie „vorschriftsmäßige“ Bürger und „sinisierte“ Gläubige?
Formular, das nach dem Besuch religiöser Stätten ausgefüllt werden muss
Das Formular, das die „Dreier-Teams“ nach ihren Besuchen der religiösen Versammlungsstätten ausfüllen müssen.
Die Dreier-Teams werden für gewöhnlich von einem Vertreter der Vereinigten Arbeitsfront oder des Büros für Religiöse Angelegenheiten geleitet. Die beiden anderen Mitglieder sind meist Basisführer der Gemeinden oder Dörfer. Von der Überwachung sind sämtliche von der Regierung genehmigten christlichen, buddhistischen und islamischen Versammlungsstätten betroffen – und sogar religiöse Versammlungsstätten des Volksglaubens.
Die Liste der Teams, die den Versammlungsstätten zugeteilt wurden
Die Liste der Teams, die den Versammlungsstätten für religiöse Aktivitäten zugeteilt wurden.
Dieses System wird in manchen Gegenden Chinas bereits seit 2016 angewandt, hat 2018 jedoch weitere Verbreitung gefunden. Auf der offiziellen Webseite der Stadtbezirksverwaltung von Huangyan (Stadt Taizhou, östliche Provinz Zhejiang) steht, dass am 28. März ähnliche Vorkehrungen in der Gemeinde Shangzheng getroffen wurden.
Informationen über das „Dreier-Team“
Informationen über das „Dreier-Team“, das einer Kirche in der Stadt Wenzhou in der Provinz Zhejiang zugeteilt wurde (aus Pastor Liu Yis Twitter Account).
Neben den gut sichtbaren Überwachungskameras sowie der Infiltration der religiösen Versammlungsstätten durch Informationsmanager und Spitzel, ist das System der „Dreier-Teams“ noch ein weiteres Werkzeug der Unterdrückung im Rahmen des bereits allumfassenden Kontrollsystems, dem Religion in China unterworfen ist.

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– Chinas Endlösung der Uighurenfrage – Bericht: Millionen muslimische Uighuren sind gefangen in chinesischen Konzentrationslagern

Der Islam wird von den chinesischen Behörden als Krankheit betrachtet, als etwas wie eine Drogensucht. Die unkorrekten Ansichten, die somit die Gehirne von Muslimen befallen haben, müssen ersetzt werden durch die korrekte Ansicht: „wir verdanken alles der Partei, Xi Jinping ist der Retter und Wohltäter Chinas“. Darin besteht die Basis moderner Zivilisation, die ein primitives Volk aus der Provinz noch nicht begriffen hat. Ein Kommentar.

Bericht: Millionen muslimische Uighuren sind gefangen in chinesischen Konzentrationslagern

Erschienen bei Bitter Winter.
 

Yavuz Agiralioglu
Türkei: Oppositionspartei IYI beim Kauf der S-400 auf „Erdogans Seite“

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Ankara (nex/aa) – Ein Vertreter der türkischen Oppositionspartei IYI betonte am Donnerstag, dass sie die Regierung beim Kauf russischer S-400-Raketenabwehrsysteme unterstützen. Yavuz Agiralioglu, der stellvertretende Vorsitzende der IYI-Partei, unterstütze Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der Entscheidung der Türkei, das S-400 Raketenabwehrsystem zu kaufen, und erinnerte daran, dass die USA Waffen und Munition an die PKK-Terrorgruppe und ihren syrischen Ableger YPG lieferten.
„Wenn Sie dem Feind Ihres Verbündeten Waffen und Munition zur Verfügung stellen, ergreift die Türkei alle möglichen Maßnahmen, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten“, sagte Agiralioglu bei einer Rede im türkischen Parlament.

„Trotz unserer Meinungsverschiedenheiten mit der AK-Partei in der Innenpolitik, gehen wir davon aus, dass der drohend ausgestreckte Zeigefinger nicht Herrn Erdogan sondern der Türkei gilt“, so Agiralioglu weiter. Agiralioglu betonte, dass sie eine „nationale Haltung“ zum Fall S-400 einnehmen würden.

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte daraufhin mit einem Kauf russischer Kampfjets. „Es gibt die F-35, aber es gibt auch Flugzeuge, die in Russland hergestellt werden. Wenn wir keine F-35 kaufen können, wird die Türkei ähnliche Flugzeuge aus anderen Ländern kaufen. Und das wird so lange fortgeführt, bis wir mit der Produktion unserer eigenen Kampfjets der fünften Generation beginnen“, zitiert der türkische Nachrichtensender NTV Cavusoglu. Moskau lobt Erdogans „harte Haltung“ Russland begrüßt die „harte Haltung“ des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegenüber den USA. „Der Druck ist in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV. Russland und die Türkei gehörten laut Peskow zu den wenigen Länder auf der Welt, die souverän und selbstständig handeln könnten.

Golf von Oman
USA machen Iran für Tanker-Angriffe verantwortlich

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Washington – US-Außenminister Mike Pompeo beschuldigt Teheran für die Angriffe auf zwei Öltanker. Ein deutsches und ein norwegisches Frachtschiff waren im Golf von Oman attackiert worden. „Es ist die Einschätzung der USA, dass die Islamische Republik für die Angriffe verantwortlich ist“, sagte Pompeo am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington. „Diese durch nichts provozierten Angriffe sind eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit, ein offener Angriff auf die Freiheit der Schifffahrt und demonstrieren eine inakzeptable Kampagne für die Eskalation der Spannungen seitens des Irans“, so Pompeo weiter. Am frühen Morgen waren ein deutscher und ein norwegischer Öltanker im Golf von Oman angegriffen worden. Es wurde von drei Explosionen an Bord berichtet. Javad Zarif, Außenminister des Iran, twitterte, dass der Zeitpunkt des Angriffs auf die Tanker verdächtig sei, weil er bei einem Treffen zwischen dem japanischen Premierminister Shinzo Abe und Ayatollah Khameini, dem obersten Führer des Iran, stattfand. Zuvor hatte Khameini bei seinem Treffen mit Abe gesagt, dass Teheran zwar keine Atombombe will, aber „Amerika könnte nichts tun“, um den Iran zu stoppen, wenn es so wäre.

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– Golf von Oman – Nach Angriffen auf Tanker: Ölpreis schnellt in die Höhe

Die Nachricht, dass zwei Tanker im Golf von Oman Feuer gefangen haben, schürt die Angst vor geopolitischen Unruhen in der Region.

Nach Angriffen auf Tanker: Ölpreis schnellt in die Höhe

Konsumverhalten
Logistiker: Mehr Lkw auf der Straße nötig

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Bundesverband: Automatisierung macht den Fahrer auch künftig nicht überflüssig Osnabrück – Zukünftig müssten noch mehr Lkw auf der Straße unterwegs sein, sagte Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Schuld daran sei auch das Konsumverhalten der Verbraucher – den Rufen nach mehr Klimaschutz wie bei den „Friday-for-Future“-Demos zum Trotz. „Wir bestellen immer mehr online, die Sendungen werden kleinteiliger. Das sind jedoch alles Verkehre, die nicht schienen- oder binnenschiffaffin sind“, betonte Engelhardt – es sei denn, der Kunde warte auf seine Paketlieferung demnächst drei bis vier Wochen. Auch Alternativen wie Drohnen oder Lastenräder, wie sie in der Citylogistik getestet werden, sieht Engelhardt im großflächigen Einsatz skeptisch. „Wir werden keine Millionen Drohnen haben, die künftig Päckchen vom Hamburger Hafen in die Ballungszentren bringen. Die Technologie ist höchstens etwas für die letzte Meile.“ Der Beruf des Berufskraftfahrers müsse wieder attraktiver werden, sagte der BGL-Vorstandssprecher weiter. Das heißt für ihn auch, dass potenzielle Auszubildende Vertrauen in die langfristige Sicherheit ihres Arbeitsplatzes haben müssten. Engelhardt kritisiert: „In der Diskussion um autonomes Fahren wird oftmals suggeriert, dass der Fahrer überflüssig wird.“ Dem widerspricht der Logistiker: „Der Fahrerberuf entwickelt sich zum Transportmanager, der digitale Schnittstellen bedient und Ladung optimal transportieren muss. Das kommt in der öffentlichen Diskussion zu kurz.“ Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung geht davon aus, dass schon heute zwischen 30.000 und 60.000 Berufskraftfahrer fehlen. Jedes Jahr erhöht sich diese Zahl laut Bundesverband noch einmal 15.000.

Kükenschreddern
Künast: Kükentöten ist „Agrarkriminalität“

Die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast hat Amtsinhaberin Julia Klöckner aufgefordert, klare Fristen für einen Ausstieg aus der massenhaften Tötung männlicher Eintagsküken zu setzen. „Meiner Meinung nach ist das Kükentöten mit Blick auf das Grundgesetz und das Tierschutzgesetz als Agrarkriminalität zu bezeichnen“, sagte die Grünen-Politikerin dem Berliner „Tagesspiegel“. „Dabei darf nicht unverbindlich auf bezahlbare Technik gewartet werden.“ Künast kritisierte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das am Donnerstag das Kükenschreddern vorläufig weiter erlaubt hatte. „Ich bin entgeistert, welche Pirouetten da gedreht werden“, sagte die Juristin. „Einerseits sind wirtschaftliche Interessen kein „vernünftiger Grund“ des Kükentötens, andererseits soll es als mögliche Alternative nur eine in einigen Jahren erwartete teure technische Lösung geben, weshalb das Kükenschreddern vorerst erlaubt bleibt.“ Mögliche Alternativen wie das früher übliche Zweinutzungshuhn und die Bruderhahninitiative habe das Gericht zudem völlig außer Acht gelassen, kritisierte die Bundestagsabgeordnete.

Das Bundesverwaltungsgericht hat das massenhafte Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht am Donnerstag vorerst noch als rechtmäßig bestätigt. Bis zur Einführung von alternativen Verfahren dürften Brutbetriebe männliche Küken weiter töten.

Wie die Tagesschau weiter berichtet, hatten die Richter abzuwägen, ob Brutbetrieben die Aufzucht der Tiere wirtschaftlich zuzumuten oder ob das Töten der Küken ethisch vertretbar ist.

Die Richter haben heute entschieden, dass allein die wirtschaftlichen Interessen der Brütereien kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes seien. Bis Alternativen zur Verfügung stünden, sei die Fortsetzung der Praxis allerdings noch rechtmäßig. Derzeit werden jährlich bis zu 50 Millionen männliche Küken in Deutschland unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet. Ihre Aufzucht rentiert sich für Geflügelhalter nicht, da die Brüder der Legehennen weder Eier legen können noch schnell genug Fleisch ansetzen.